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Kurze Leseprobe meines Romans "Das Geheimnis einer Mutt

BeitragVerfasst am: 03.02.2010, 22:48
Hallo mein Lieben,

Bin neu hier in diesem Forum Smile Habe vor ca. 25 Jahren einen Roman geschrieben und wurde jetzt dazu animiert ihn zu veröffentlichen. Jetzt möchte ich hier eine kleine Leseprobe reinstellen um mal die Meinung der Öffentlichkeit zu erfahren book


lg Rohan



Irene wurde aus ihrem Schlaf gerissen, als der Zug ganz plötzlich stehen blieb. Grelles Licht erhellte das Innere des Wagons. Es machte sich eine gewisse Unruhe unter den Leuten bemerkbar. Wo waren sie in der stockdunklen Nacht gelandet und was geschieht jetzt mit ihnen? Während jeder seinen Gedanken nachging wurde die Wagontüre aufgerissen. Durch das grelle Licht wurde jedem für kurze Zeit die Sicht genommen, erst als sich die Augen daran gewöhnt hatten sahen sie Soldaten mit bellenden Schäferhunden herumstehen.
„Los aussteigen, aber rasch! Wir haben nicht die ganze Nacht Zeit!“
Langsam erhob sich die Menge, zögernd stiegen sie aus dem Waggon. Sie wurden jedoch regelrecht herausgezogen und die Alten unter ihnen fielen durch diese Behandlung unsanft auf den Boden. Lautes Gelächter kam aus der Richtung wo die Soldaten standen. Das weinen der Kinder wurde nur durch das bellen der Hunde unterbrochen. Irene hielt sich beim Aussteigen die Hand vor die Augen, so dass sie dem Scheinwerferlicht etwas entging. Sie sah vor ihr Gitterzäune und dahinter einen riesigen Gebäudekomplex.
Es war bitterkalt draußen. Sie stellte sich ihren Kragen auf um etwas der Kälte zu entkommen.
„Los weitergehen und nicht stehenbleiben!“
Sie verspürte einen kräftigen Stoß in der Seitengegend, welcher sie zusammen fahren ließ. Sie sah sich nach Abraham um. Er stand genau hinter ihr. Er spürte Irenes Hand und hielt sie ganz fest.
„Die Männer auf die rechte und die Frauen auf die linke Seite! Kinder gehen mit ihren Müttern!“ schrie einer der herumstehenden Soldaten.
Einige schritten mit ihren Hunden durch die Menge und trennten die Leute. Sie stießen die Männer auf die eine und die Frauen auf die gegenüberliegende Seite. Ein Schrei durchbrach die klirrendkalte Nacht, und Irene drehte sich um. Sie sah wie einer der Wachsoldaten eine junge Frau von ihrem Mann zu trennen versuchte. Jene wehrte sich heftig.
„Lassen sie mich bei meinem Mann. Ich möchte bei ihm bleiben. Weshalb trennen sie uns?“
Sie schlug wie eine Furie um sich, als der Soldat sie von ihrem Mann losriss. Er zerrte sie in die Mitte und befahl ihr sich zu den Frauen zu stellen. Sie riss sich von ihm los und versuchte abermals zu ihrem Mann zu laufen. Der Wachsoldat gab ihr einen Tritt. Sie schrie auf und sackte in sich zusammen. Sie wurde wieder in die Höhe gezogen und zu den Frauen gestoßen.
„Mach schon du Hure! Jetzt bleibst du hier stehen, sonst jage ich dir eine Kugel in den Kopf! Wenn euch aufgetragen wird, dass ihr euch hier her stellen sollt, dann hab ihr Judenschweine dass auch zu machen, sonst ergeht es euch schlecht!“
Er zerrte eine alte Frau aus der Menschenmenge und stellte sie in die Mitte. Sie zitterte am ganzen Körper. Man wusste nicht ob vor lauter Kälte oder aus Angst. Ihr ängstlicher Blick ging Irene durch Mark und Bein. Sie hatte Mitleid und wollte sie beschützen,jedoch ihr klarer Menschverstand sagte ihr, dass sie es lieber bleiben lassen solle.
„Los ausziehen, aber sofort!“ herrschte der Wachsoldat die alte Frau an.
Jedem der sie vernahm flößte sie Angst und Schrecken ein. Er schrie die alte Frau ein zweites Mal an.
„Ich hab dir alten Schlampe gesagt du sollst dich ausziehe! Hast du schlechte Ohren, oder soll ich dir Beine machen!“
Er griff an seine Seite und nahm eine Pistole aus dem Halfter heraus und setzte sie der alten Frau auf die Schläfe. Eine männliche Stimme stieß einen gellenden Schrei aus der Menge. Der Soldat drehte sich in die Richtung woher der Schrei kam und zerrte den Mann heraus. Er stellte ihn neben die alte Frau. Beide schlossen sich in die Arme und sie begann zu weinen.
„Beruhig dich Esther. Ich bin ja bei dir. Sollten wir sterben dann gemeinsam. Wir haben unser Leben zusammen gelebt und werden es auch so beenden.“
Er strich ihr mit der Hand über das Gesicht und gab ihr auf beiden Augen einen Kuss. Seine Stimme wirkte auf die Frau beruhigend. Irene konnte ihre Tränen nicht verbergen. Langsam liefen sie über ihre Wangen. Die beiden Alten standen in der Mitte und hielten sich fest umschlungen. Leise murmelte der alte Mann ein jüdisches Gebet.



Bitte sagt mir eure ehrliche Meinung dazu, wäre sehr dankbar

lg Rohna
 
  Rohan 
 
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Beiträge 1
Wohnort Wien
 
 
   
   
Kurze Leseprobe meines Romans "Das Geheimnis einer Mutt
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