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» Leseprobe meiner ersten Geschichte [Fantasy]

Lady braucht Hilfe für ihr Debüt!

BeitragVerfasst am: 14.04.2010, 18:15
Hallo liebe Gemeinde,


da ich mich mit großen Schritten der Fertigstellung des ersten Bandes meiner Fanatsy-Reihe nähere und bald über BoD Fun zur ersten Anschauung drucken lassen möchte, kann ich natürlich, wie jeder Autor, professionelle Hilfe gebrauchen angle

Ein paar wenige Freunde haben mal drüber gesehen, aber sooooviel Konstruktives ist nicht wirklich dabei rum gekommen.
Deswegen brauche ich eure Hilfe!

Auf meiner (unfertigen) Homepage zum Buch, an die ich mich vor gut einer Woche heran gewagt habe, könnt ihr Leseproben finden unter dem Menüpunkt 'Leseprobe' - zum Download per .pdf oder auch online. So kann jeder selbst entscheiden, wieviel zu lesen er Lust hat.

http://venator-legende.jimdo.com/

Bitte auch zuvor kurz einen Blick in die Lese-Anleitung werfen, das wäre wohl hilfreich, um etwaige Verwirrung auszuräumen.

Ich bin offen für Kritik - das 500ste Mal überarbeiten kann ja nicht schaden! Wink


Ich bedanke mich vorab schon einmal herzlich!

Eve***


Zuletzt bearbeitet von Kali am 21.04.2010, 15:38, insgesamt einmal bearbeitet
 
  Kali 
 
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BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 16:07
Na ja, schade ...

Ich hatte gehofft, es könne sich jemand für ein wenig Fantasy zum Lesen durchringen Crying or Very sad Es ist auch nicht das übliche Zauberer und Elfen-Zeug *anmerk*
Vielleicht kommt ja noch etwas, wer weiß. *mal abwartet*

Very Happy
 
  Kali 
 
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BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 16:50
gelöscht


Zuletzt bearbeitet von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 12:01, insgesamt einmal bearbeitet

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  Klaus D. Klimke 
 
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BeitragVerfasst am: 15.04.2010, 17:04
Klingt gut - danke dir!
Arbeit klingt gut, wenn es für eine gute Sache ist Wink

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  Kali 
 
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BeitragVerfasst am: 18.04.2010, 21:27
Hallo Kali!

Die Homepage hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Unter Testis Mund - die Wächter erscheint kein Text. Er wurde vielleicht nur vergessen. Das Wort >Gallerie< würde ich durch das Wort >Galerie< ersetzen.

Die auf der Homepage vorgestellten Charaktere wirken recht gut ausgefeilt. Die Leseprobe habe ich mir heruntergeladen. Ich werde in den nächsten Tagen dazu meinen Eindruck schildern.

Da mein erster Eindruck durchaus positiv ausfällt, hoffe ich mit diesen Zeilen, den Thread wieder nach oben zu bringen, damit andere auf das Buch aufmerksam werden. Es hat eine Kritik der Forumsmitglieder verdient.

Ein erster Hinweis. Das Buch dürfte aufgrund der vielen Charaktere sehr umfangreich werden. Ab 200 Seiten fällt bei den meisten Book-on-Demand-Verlagen der Verkaufspreis sehr hoch aus. Ist über dieses Problem schon einmal nachgedacht worden?

Viele Grüße

Bello
 
  Bello 
 
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BeitragVerfasst am: 19.04.2010, 10:44
Hallo Bello,

besten Dank für de Rückmeldung - ich freue mich natürlich, wenn die Page gefällt! Sie ist noch nicht komplett, deshalb fehlen dann und wann noch ein paar Dinge, bzw. Texte. Danke für den Hinweis mit der Galerie, habe es verbessert.
Bei der Leseprobe wünsche ich viel Spaß, wenn es dann zum Lesen deinerseits kommt. Ich bin natürlich noch immer in der Überarbeitungsphase Smile
Zu den Seiten ...
ja, es ist eine umfangreichere Geschichte, deswegen kommt auch nun vorerst der erste Band heraus. Dieser wird circa 300 Seiten haben, was preislich schon holprig wird, da gebe ich dir ganz Recht. Leider kann ich da storymäßig nicht weiter kürzen, da es der Geschichte nicht gut tun würde, aber ich versuche durch das Layout des Buchblocks noch ein paar Seiten weniger heraus zu holen.

Liebe Grüße,
Eve***

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  Kali 
 
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BeitragVerfasst am: 19.04.2010, 22:47
Hallo Kali!

Hier meine Kritik.

Vorbemerkung:
Die Geschichte ist sehr detailliert. Sie ähnelt sehr stark einer Beschreibung. Ziel des Schriftstellers sollte sein, nicht eine Beschreibung über einen Sachverhalt abzuliefern, sondern eine Geschichte zu erzählen. Der Unterschied zwischen Beschreibung und Erzählung ist gewaltig. Wie man sein Handy bedient, steht in der Bedienungsanleitung. Sie ist exakt, beschreibt jede Taste und ist regelmäßig langweilig. Eine Geschichte bezieht den Leser mit ein. Sie lässt ihn teilhaben am Geschehen.

Wie kann der Text verbessert werden?
Die Protagonisten der Geschichte sollten schneller eingeführt werden.
Es fehlt der rote Faden.

Der Text wirkt statisch. Es werden zu Adjektive verwendet. Dies einer der Gründe, weshalb der Text beschreibenden Charakter hat. Besser ist es, Verben zu verwenden. Das macht den Text lebendiger.

Bei den Relativpronomen würde ich seltener die Wörter >welcher, welche, welches< verwenden. Üblicher ist die Verwendung von >der, die, das<.

Einzelne Kritikpunkte
Zitat:
Die Pferde kauten auf den Metallstangen ihrer Trensen und traten unruhig mit ihren Hufen im Matsch umher.

Ob das Wort >ihren< bei >ihren Hufen< verwendet werden soll, ist Geschmackssache. Gestattet sei aber der Hinweis, mit welchen Hufen die Pferde herum treten sollen, wenn nicht mit den eigenen (also ihren).

Zitat:
Sie trugen weder Lanzen, noch Schilde, auch waren neben ihnen keine Banner in die Erde gerammt, die ihre Herkunft auf wehendem Stoff verraten hätte.

Das erste Komma ist zu stzreichen. Das Adjektiv >wehendem< würde ich streichen. Grund: Dem Adjektiv kommt keine eigenständige Bedeutung in dem Satz zu. --> Beschreibung!

Zitat:
Der Donner, der über sie hinwegpolterte, verschluckte den metallenen Ton ihres Atems, wenn er sich regelmäßig durch ihre Gesichtsmasken stahl.

Kann sich Atem regelmäßig durch Gesichtsmasken stehlen? Das Bild ist schief. Im Text gibt es weitere Beispiele für nicht ganz passende Bilder.

Zitat:
In seinem Augenwinkel erkannte er etwas, dass sich in dunklem Grau gegen die herrschende Dunkelheit hinter der Thronsaaltür abzeichnete.

>Dass< ist durch >das< zu ersetzen. Ich kann mir schwer vorstellen, wie sich dunkles Grau sich gegen die herrschende Dunkelheit abzeichnen kann.

Zitat:
Dessen heller Schein offenbarte ein junges, jedoch müdes Gesicht, aus dem zwei freundliche graue Augen blitzten.

Wörter wie >jedoch<, >aber< etc. würde ich sparsam verwenden. Das >jedoch< ist zu streichen. Der Widerspruch zwischen jungen und müden Gesicht wäre zu erklären --> Erzählung und nicht nur Beschreibung. Die Anhäufung von Adjektiven verstärkt noch den beschreibenden Charakter.

Zitat:
Die schwarzen Linien grinsten ihm boshaft entgegen und Lionet spürte den durchdringenden Schrei, der seiner Kehle entweichen wollte, doch er presste die Lippen aufeinander.

Können schwarze Linien grinsen, dazu noch boshaft? Kann ein Schrei durchdringend sein, der der Kehle entweichen will?

Zitat:
Eine von ihnen hielt in der zitternden Hand ein Messer mit einer langen und dünnen Klinge.

Hat das Messer zu zwei Klingen?

Zitat:
Zu Füßen des Mannes, der in seiner plötzlichen Panik rückwärts gegen die dünnen Tischbeine aus Eichenholz getreten war, rollten kleine Glasfläschchen, die flüssige Substanzen enthielten.

Unnötige Anhäufung von Adjektiven.

Zitat:
Donos starrte seinen Zwillingsbruder aus seinen kleinen Augen an, die sich nun in ihren Höhlen geweitet hatten und gelbe Augäpfel offenbarten.

der satz wirkt stark beschreibend. Bei dem Wort >nun< handelt es sich um ein Füllwort, das gestrichen werden sollte. Das Verb >offenbaren< ist nicht schön. Das schlichte Wort >zeigen< ginge auch. Aber es gibt bestimmt noch bessere.

Zitat:
Sie wussten nicht, was sie nun tun sollten.

Bruch in der Stilebene.


Zitat:
Vor Übelkeit verschwammen sogar die verkohlten Darmschlingen des Toten vor seinen Augen und er wandte sich keuchend ab.

Warum wendet er sich keuchend ab? Das verstärkende >sogar< würde ich streichen. Schöner wäre es den Ekel in einem Bild zu zeigen.

Zitat:
Daraufhin schwieg Donos und sammelte diejenigen Fläschchen vom Boden auf, deren Glas noch heil geblieben war und platzierte sie neben dem Kopf seines nun toten Ziehvaters auf dem kalten Steinblock.

Klingt irgendwie merkwürdig: seines nun toten Ziehvaters.

Zitat:
Noch immer lagen vereinzelte Scherben, die noch nicht zusammengefegt worden waren, auf dem Steinboden des Lazaretts und funkelten in der Abendsonne zu ihren Füßen wie kleine Edelsteine.


Sehr viele Details, die mit der Geschichte nichts zu tun haben. Das lässt den Text überfrachtet wirken und langweilt den Leser. Der Vergleich mit Edelsteinen wirkt zudem aufgesetzt und ist in Büchern schon tausend Mal verwendet worden.

Zitat:
Du musst hier weg, sonst gibt es unangenehmen Ärger für alle von uns hier

Gibt es auch angenehmen Ärger?
>für alle von uns hier<: Würde ich streichen. Unnötige Beifügung.

Zitat:
Das Grün in Lionets Augen vermischte sich mit dem Rot des Abends und funkelte den alten Priester seltsam an.

Grün und Rot sind gedeckte Farben und funkeln nicht. Das ist nur meine persönliche Meinung.

Zitat:
Beinahe schien es Jinn, als wäre dessen Blick dabei noch stechender geworden und er brach den Augenkontakt ab.

>und er brach den Augenkontakt ab<: Bruch der Stilebene.

Zitat:
Auf leisen Sohlen schlich der alte Mann zur Tür, wobei er nicht vermeiden konnte, dass einige Scherben unter seinen Sohlen geräuschvoll knirschten.

>wobei er nicht vermeiden konnte<: Nicht sehr elegant, weil umständlich formuliert. Warum nicht: Der alte Mann schlich zur Tür. Einige Scherben knirschten unter seinen Sohlen.

Zitat:
Er schluckte und merkte, dass sich leichte Übelkeit mit seinem Speichel mischte.

Keine schöne Formulierung. Speichel, der sich mit Übelkeit mischt.

Zitat:
Das Abendrot schmerzte sie so sehr.

Es wäre zu erklären, weshalb das Abendrot schmerzen soll. Ich assoziiere mit dem Begriff Abendrot etwas Friedliches, Sanftes.

Zitat:
Das Stimmengewirr vom Marktplatz war unfassbar laut

Statt >unfassbar< vielleicht >unbeschreiblich<.

Zitat:
Und dann geschah etwas Unvorbereitetes.

Kann etwas Unvorbereitetes geschehen. Ist Unvorhergesehenes gemeint?

Zitat:
Am Ende der Gasse hob sich eine lautstarke Stimme gegen alle anderen ab und brüllte einige Phrasen in die Gegend, die Wachsoldaten befehligten.

Bruch in der Stilebene.

Zitat:
...und der jungen Frau zersprang beinahe das Herz

Unpassendes Bild. Die junge Frau hatte bestimmt Angst, ob einem da das Herz (vor Freude) zerspringt?

Zitat:
Stattdessen schienen sie noch mehr Kälte in den großen und lieblosen Raum zu schwemmen.

Kann Kälte in einen Raum geschwemmet werden? Die Kombination aus >lieblos< und >groß< passt nicht zusammen.

Zitat:
... fragte Lionet und legte eine Faust auf den wuchtigen Tisch

Das ist makaber. Legt er wirklich eine (abgeschlagene) Faust auf den Tisch?

Zitat:
Dabei floss orangerotes Licht in jede seiner Furchen und Falten, welche die Jahre in sein Gesicht gegraben hatten.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie orangerotes Licht in die Furchen eines Gesichts fließen.

Zitat:
Es glich dabei einer Maske aus der nun trübe Augen starrten. Lionet betrachtete sein Profil.

Nach Maske ist ein Komma zu setzen. Das Wort >nun< angestrichen werden. Wenn wir schon beim Streichen sind. Das >dabei< kann auch weg.

Zitat:
schien etwas in dem alten Mann zu Bruch gegangen zu sein - eine Art Hoffnung

Was ist denn eine Art Hoffnung?

Zitat:
Mit müdem Blick beobachtete Lionet, wie die Dunkelheit ihre großen Pranken nach dem Himmel streckte und die Wolken erst in graue, dann in beinah schwarze Schleier hüllte.

Man kann darüber streiten, ob man mit müden Blick etwas beobachten kann. Die Dunkelheit dürfte aber keine Pranken ausstrecken. Die Dunkelheit ist amorph. Pranken haben eine klare Kontur. Das Wort >beinah< ist ein Zeichen dafür, das den Schriftsteller der Mut verlassen hat. Wenn es erst grau war, dann wird es später eben schwarz.

Zitat:
Die Gestirne entschieden sich, ihr Gesicht nicht zu zeigen.

Die Gestirne sind mir hier persönlich zu menschlich. Warum sollten sie sich entscheiden können? Für mich sind Gestirne (=Sterne) klein und punkftförmig. Sie haben folglich kein Gesicht. Oder doch?

Zitat:
Wahrscheinlich würden die Mauern das silberne Licht nur vollkommen in sich aufsaugen, genau wie deren Herr mit seinem Leib das Tageslicht.

Den Satz verstehe ich nicht. Was ist damit gemeint?


So das reicht. Jetzt kann man mich verdammen oder zum Teufel wünschen. Meine Kritik ist nicht bös gemeint. Sie soll helfen, den Text nochmals kritisch durchzusehen.

Viele Grüße

Bello
 
  Bello 
 
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BeitragVerfasst am: 20.04.2010, 10:17
Hallo Bello,


vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast!

Ich bin dankbar für die Kritik, da ich solche im Vorfeld noch nicht erhalten habe. Ein bisschen überrascht war ich schon, dass es dann doch sooo viele Ungereimtheiten sind, da diese mir beim Schreiben und selbst beim mehrmaligen Lesen danach nicht auffallen (leider!).
Angesichts dessen hege ich schon Zweifel, ob ich überhaupt Talent zum Schreiben habe oder eh alle Arbeit umsonst ist, da man die Hälfte übersieht, ich weiß es nicht Confused
Jedenfalls besten Dank noch einmal, ich werde die Stellen überarbeiten und versuchen, die Anmerkungen auch auf andere Textpassagen umzusetzen!


Liebe Grüße

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BeitragVerfasst am: 20.04.2010, 10:37
Bello hat Folgendes geschrieben:
So das reicht. Jetzt kann man mich verdammen oder zum Teufel wünschen. Meine Kritik ist nicht bös gemeint. Sie soll helfen, den Text nochmals kritisch durchzusehen.

Eine derart fundierte Kritik haben hier schon so viele abgeliefert und es endete immer gleich: man ist der/die Böse.
Genau das dürfte der Grund dafür sein, weshalb Kali jetzt auch so lange mit ihrer Bitte um Kritik im Regen stand. Diejenigen, die sich hier schon so oft den Rüssel verbrannt haben, haben schlicht keine Lust mehr darauf. Mal sehen, was dieses Mal passiert Wink

Liebe Kali,
ich habe mir die ersten fünf Seiten Deiner Geschichte durchgelesen und komme zu dem gleichen Ergebnis wie Bello: viel zu langatmig und zu gekünstelt! Warum das so ist, hat er in seiner Einleitung sehr gut dargelegt. thumb up
Du sagst irgendwo, dass die Geschichte so lang sein "muss". Warum denn das? Wenn Du aus den von Bello genannten Gründen auf den ganzen Schnickschnack verzichtest und den Rest lesefreundlicher erzählst, wird das dem Roman sicher nur gut tun. Wozu z. B. "im zügigen Galopp"? Für die Geschichte ist es höchstens wichtig zu wissen, dass das Pferd schnell unterwegs ist und da reicht der Ausdruck Galopp. Auch ein Laie weiß, dass das eine schnelle Gangart ist. Dass es den Galopp auch noch als schnelle oder verhaltene Variante gibt, dürfte höchstens für Reiter wichtig sein. Wink
Lass Dich aber ja nicht entmutigen, denn im Ansatz finde die Geschichte sogar interessant, obwohl ich kein Fantasy-Fan bin, aber sie ist eben noch nicht spannend, aber sehr anstrengend zu lesen.

LG, Julia

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BeitragVerfasst am: 20.04.2010, 10:39
Hallo Kali,

Kali hat Folgendes geschrieben:
Angesichts dessen hege ich schon Zweifel, ob ich überhaupt Talent zum Schreiben habe


Was würde wohl ein Azubi in einem Friseursalon oder einer Tischlerei sagen, wenn ihm sein Ausbilder gleich in den ersten Tagen aufgibt, eine Kundin aufzustylen oder eine Schrankwand zu bauen?

Nur Autoren meinen, mit einem Roman oder besser noch mindestens einer Romantrilogie starten zu müssen.

Versuche es doch einfach mal mit einer kurzen Geschichte, auf die du dich dann wirklich voll einlassen kannst. Das darf ohne weiteres auch eine Episode aus deinem Buchprojekt sein. Oder noch besser: Nimm nur eine Szene und gestalte sie literarisch aus.

Viele Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2010, 11:11
Bevor jemand auf dumme Gedanken kommt:

Ich bin nicht Bello! cheezy grin

Ansonsten kann ich der Kritik kaum etwas hinzufügen. Die Kritikpunkte wurden gut belegt. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben. thumb up

@Julia07:

Es stimmt, was du sagst. Wer sich hier Arbeit macht und einen Text wirklich unter die Lupe nimmt, darf sich über die verbalen Prügel, die er dafür bezieht, nicht wundern. Deshalb habe ich Textkritik auf ein Minimum heruntergefahren.

@Kali:
Betriebsblindheit (beim wiederholten Lesen des eigenen Textes) gehört nun mal zum Job eines Autoren. Und nur, weil man Buchstaben aneinanderreihen kann, darf man eben nicht glauben, man sei ein Autor (bzw. eine Autorin). Gut schreiben zu können braucht Jahre. Es wird eine These vertreten, dass man etwa alle 100.000 Wörter einen Qualitätssprung macht. In deinem Fall hilft daher nicht die zerstörerische Selbstkritik, sondern nur Schreiben, Schreiben, Schreiben. cheezy grin Oder wie Dettmar Cramer im Fernsehen immer sagt: "Solange es besser geht, ist gut nicht gut genug."

Mein Ratschlag für dich: Mit kleinen Schreibaufgaben die Qualität verbessern. Sich eine kleine Szene ausdenken, ihr ein Ziel geben und dann versuchen, die Szene so zu schreiben, dass sie ihr Ziel erreicht.

Ein Beispiel: »Sie« und »Er« treffen sich während der Mittagspause in einem Café. »Er« will ihr von seinem gerade erreichten Karrieresprung erzählen, »Sie« will die Scheidung.
Wie reden die beiden (aneinannder vorbei)? Wie handeln sie (sie sitzen ja die ganze Zeit über an einem Tisch, können also nur sehr beschränkt Aktionen ausführen)? Wie endet die Szene (verschiedene Varianten vorab festgelegt / wie kommst du als Autorin zu welchem Ende)?
Wie entwickelt sich die Szene, wenn sie einmal aus ihrer, einmal aus seiner und einmal aus auktorialer Perspektive erzählt wird?

Übung ist der Zaubertrick. cheezy grin

Grüße
Siegfried
P.S.: Wenn alle, die Talent zum Schreiben haben, Bücher schreiben würden, könnten wir uns vor Weltklasseliteratur nicht retten. Gottseidank haben aber die wenigsten Talentierten die notwendige Ausdauer, Bücher zu schreiben. Deshalb beherrschen jene den Büchermarkt, die auf Handwerk und Selbstdisziplin setzen - und genau das setzt Lernwilligkeit und Fleiß voraus. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel. cheezy grin
 
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BeitragVerfasst am: 20.04.2010, 12:08
gelöscht


Zuletzt bearbeitet von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 12:02, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 20.04.2010, 14:18
Hallo Kali,

mein Tipp:

schreib Deinen Roman fertig ... und erst dann nimmst Du Dir die Zeit und einen Profi (Lektor), der alles überarbeitet.
Das bist DU, das ist DEIN Stil ... an jedem Text kann man so viel "verbessern", dass er danach seine Seele verloren hat!

"Er öffnet seine Augen." Bildsprache? Darf man das denn so schreiben? Er "öffnet" ganz bestimmt nicht seine Augen mit einem Messer und schaut da rein. JEDER weiß, was damit gemeint ist!

Schreibe und hab Spaß dabei. Sobald Du fertig bist, geht es weiter... Wink
 
  malschaun 
 
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BeitragVerfasst am: 20.04.2010, 14:58
Hallo ihr Lieben!


Wirklich noch mal einen herzlichen Dank an alle - eure Tipps und Kritik sind wirklich konstruktiv, wie könnte man da böse sein?!
Ich nehme aus den ganzen Beiträgen auf jeden Fall etwas mit und werde die Texte daraus hoffentlich weiter entwickeln können.

Da die Fantasie der Menschen m.E. nach immer mehr schwindet, lässt man sich als Autor leider etwas dazu verleiten (oder ich jetzt persönlich), alle bei der Hand zu nehmen und alles genau zu beschreiben, damit nichts untergeht. Ich bin eh gern ein Kontroll-Mensch ^^
Aber es ist schon richtig, ein wenig mehr Vertrauen in die Leserschaft zu legen und sie selbst 'sehen' zu lassen.

Streichen kann man schließlich immer Smile

Da ich mich leider nicht von meiner Geschichte lossagen kann, weil sie mich einfach schon zu lange Jahre begleitet, werde ich sie wohl nicht einfach beiseite legen können, aber ich versuche, eine andere Sicht auf die Dinge zu gewinnen und allem damit einen neuen Glanz zu verleihen!



Liebe Grüße***

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