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Layout für Lyrik-Band

BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 12:31
Hallo,

ich hatte schon im Jahr 2000 einen Band mit meinen Gedichten bei BOD herausgebracht und bin gerade dabei, mein Buch komplett zu überarbeiten, weil ich damals noch nicht die geringste Ahnung von Buchsatz hatte Crying or Very sad .
Im vorletzten Jahr hatte ich bereits angefangen, ein wenig zu erxperimentieren, und gestern habe ich mich seit langem mal wieder drangesetzt. An dieser Stelle muß ich mal erwähnen, dass das Buch "Buchsatz für Autoren" von Heinz Pahlke, der auch hier im Forum vertreten ist und einige sehr lesenswerte Beiträge verfasst hat, Gold wert ist - dickes Lob Wink !
Hier nun mein vorläufiges Ergebnis, ich würde natürlich gerne wissen, was Ihr davon haltet:
http://www.traumnarben.de/download/testseite.pdf
Ich habe - nachdem ich eine Bindungskorrektur von 5 mm abgezogen habe - die Seite in ein 12er-Raster unterteilt, weil ich noch einige prosaische Texte unterbingen möchte und ein 9er-Raster mir dafür zu viele freie Flächen bieten würde. Als Schrift verwende ich Day Roman in 10 pt, den Zeilenabstand habe ich in OpenOffice auf 13 pt als festen Abstand, also mit einem guten Drittel Durchschuß, eingestellt. Überschriften sind ebenfalls in 10 pt und heben sich durch einen großzügigen Abstand vom Rest der Texte ab.
Bei der Schrift habe ich Registerhaltigkeit aktiviert, und zwischen einzelnen Strophen der Gedichte eine komplette Leerezeile eingefügt, weil ich ein luftiges und weitläufiges Layour antrebe. Gedichte mit kurzen Zeilen sind etwas eingerückt. Das Buch soll schlicht und elegant daherkommen, aber trotzdem nicht zu nüchtern wirken.

Viele Grüße,
Christoph
 
  Mülli 
 
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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 21:52
Hallo, Christoph.

Am PC, in einer PDF, kann man das natürlich nicht zu 100% bewerten. Aber auf den ersten Blick wirkt die Seite stimmig. Mir gefällt allerdings die Darstellung der Überschrift nicht. Da mag ich eigenwillig drin sein, aber den Titel eines Textes sollte man kenntlicher machen - oder zumindest eine präsentere Schriftart nehmen (für den ganzen Text dann).

Aber das ist nur meine Meinung. angle

Herzliche Grüße,
Thorsten
 
  Thorsten Boose 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:01
Also, der Titel war auch das erste was mir aufgefallen ist, denn er hebt sich tatsächlich deutlich vom eigentlichen Text ab, man erkennt ihn also als TItel, aber ich finde diesen breiten Abstand ziemlich hässlich. Gefällt mir nicht. Ich würde es irgendiwe anders Kennzeichnen, der Abstand irritiert mich. Aber die Schriftart gefällt mir angle

Gruß
Maro
 
  Maro 
 
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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:05
Hallo Thorsten,

vielen Dank zunächst für Deine Rückmeldung!
Was die Überschriften betrifft, bin ich auch noch ein wenig uneins. Meine verwendete Schrift bietet keinen fetten Schnitt, daher kämen ohnehin nur größere Buchstaben in Frage, also ggf. 12 pt.
Den großen Abstand werde ich auf jeden Fall beibehalten. Allein schon durch die Tatsache, dass ich jedem Gedicht eine neue Seite zugestehen will, wirken so kürzere Texte nicht so gedrungen.

Viele Grüße,
Christoph
 
  Mülli 
 
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Re: Layout für Lyrik-Band

BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:09
Hallo Christoph,

Mülli hat Folgendes geschrieben:
An dieser Stelle muß ich mal erwähnen, dass das Buch "Buchsatz für Autoren" von Heinz Pahlke, der auch hier im Forum vertreten ist und einige sehr lesenswerte Beiträge verfasst hat, Gold wert ist - dickes Lob Wink !


Danke redface

Zitat:
Hier nun mein vorläufiges Ergebnis, ich würde natürlich gerne wissen, was Ihr davon haltet:
http://www.traumnarben.de/download/testseite.pdf


Sehr schön thumb up

Zitat:
Ich habe - nachdem ich eine Bindungskorrektur von 5 mm abgezogen habe - die Seite in ein 12er-Raster unterteilt, weil ich noch einige prosaische Texte unterbingen möchte und ein 9er-Raster mir dafür zu viele freie Flächen bieten würde.


Du kannst auch ein 10-, 11- oder, oder Raster wählen. Wenn du viele kurze Gedichte hast, bleibt bei einem 9-er Raster unten sonst ziemlich viel Platz frei. Jedenfalls würde ich die Seitenzahlen ein wenig höher rücken.

Zitat:
Als Schrift verwende ich Day Roman in 10 pt, den Zeilenabstand habe ich in OpenOffice auf 13 pt als festen Abstand, also mit einem guten Drittel Durchschuß, eingestellt. Überschriften sind ebenfalls in 10 pt und heben sich durch einen großzügigen Abstand vom Rest der Texte ab.


Finge ich sehr gut. Könnte allerdings bei Prosatexten nicht ganz so gut aussehen, weil sich die Überschrift dann eventuell zu wenig abhebt. Ein schmalerer Satzspiegel könnte ggfs. das Problem mildern helfen.

Zitat:
Bei der Schrift habe ich Registerhaltigkeit aktiviert,


Ich bin inzwischen wieder voll davon abgekommen, weil die Ergebnisse mich nicht überzeugt haben. Natürlich lege ich trotzdem Wert auf Registerhaltigkeit, stelle sie aber lieber manuell her. Bei den Automatismen ist es immer schwer, einzuschätzen, wo sie ggfs. Zwischenräume einschieben oder wegnehmen. Aber wenn du mit der Automatik gut klarkommst, ist es ja okay.

Zitat:
und zwischen einzelnen Strophen der Gedichte eine komplette Leerezeile eingefügt, weil ich ein luftiges und weitläufiges Layour antrebe.


Würde ich ebenfalls so handhaben, auch weil sonst keine Registerhaltigkeit möglich ist.

Wie handhabst du es bei den Prosatexten?

Zitat:
Das Buch soll schlicht und elegant daherkommen, aber trotzdem nicht zu nüchtern wirken.


Meiner Meinung nach ist dir das sehr gut gelungen thumb up

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:15
Hallo Thorsten,

Thorsten Boose hat Folgendes geschrieben:
Mir gefällt allerdings die Darstellung der Überschrift nicht. Da mag ich eigenwillig drin sein, aber den Titel eines Textes sollte man kenntlicher machen


Gerade bei Gedichten halte ich das nicht für notwendig. Meiner Meinung nach leiden viele Gedichtbände unter einer unangemessenen Betonung der Überschriften.

Gut wäre es, wenn es von der Day Roman einen Small-Caps-Schnitt gäbe, aber den gibt es leider nicht.

Fett gibt es übrigens ebenfalls nicht, aber fette Überschriften über Gedichten? Halte ich sehr wenig von.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:25
Hallo Heinz,

erstmal besten Dank für das Lob!
Da die Überschriften ja die gleiche Größe wie der Text haben, ist das mit der Registerhaltigkeit und dadurch entstehende Lücken kein allzu großes Problem, zumal ich ja auch jeden Text auf einer neuen Seite beginne. Wenn ich natürlich die Überschriften auf 12 pt setzten würde, hätte ich auch ohne das Einfügen einer Leerzeile einen freien Raum, das ja der Rest des Textes entsprechend tiefer "einrasten" würde.
Was die Prosa betrifft: Hier experimentiere ich noch ziemlich rum. Ich hatte die Marotte entwickelt, recht viele neue Absätze anzufangen, weil die Kurzgeschichten teilweise auch Gedichtcharakter haben. Dadurch, dass ich die Absatzanfänge eingerückt habe, sehen Zeilen wie (nur mal als Beispiel Wink )

"Setzte sich.
Nahm ein Glas in die Hand.
Bohrte mit dem Finger in der Nase."

nicht gerade ansprechend aus.
Ich möchte eigentlich gerne für das gesamte Buch ein einheitliches Layout verwenden, da ohnehin nur 4 kurze Prosatexte enthalten sind. Deshalb veruche ich den bestmöglichen Kompromiss für beide Gattungen zu finden. Hier mal eine Prosa-Seite:
http://www.traumnarben.de/download/prosa.pdf

Viele Grüße,
Christoph
 
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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:25
Hallo, Heinz und Christoph.

Also, von fettem Druck würde ich natürlich auch abraten, schon wegen meiner Erfahrungen mit Lyriktexten. Das Setzen von Lyrik ist sehr schwer, und nur in wenigen Büchern sieht jede Seite wirklich ästhetisch aus. Der große Abstand ist sogar ein Muss, um die Überschrift herauszuarbeiten.

Wie wäre es, wenn man die Überschrift oder den Text um einen Tab nach rechts verschiebt? Heinz, was würdest du als Profi sagen?

Herzliche Grüße,
Thorsten
 
  Thorsten Boose 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:38
Ich habe hier einfach mal die Buchstaben der Überschrift 3 pt weiter laufen lassen. Auch irgendwie interessant, aber doch nicht so richtig überzeugend.
http://www.traumnarben.de/download/gesperrt.pdf

Gruß,
Christoph
 
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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 22:52
So, ich habe das Ganze nochmal ein wenig modifiziert und auf 2 pt reduziert:
http://www.traumnarben.de/download/gesperrt2.pdf
Sieht irgendwie gar nicht so schlecht aus. Ich muß mir nur noch überlegen, wie ich die restlichen Überschriften z.B. auf der Titelseite usw. gestalte.

Gruß,
Christoph
 
  Mülli 
 
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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 23:43
Hallo Thorsten,

Thorsten Boose hat Folgendes geschrieben:
Wie wäre es, wenn man die Überschrift oder den Text um einen Tab nach rechts verschiebt?


Bei Gedichten halte ich das für ein hoffnungsloses Unterfangen. Die Verszeilen haben erfahrungsgemäß doch sehr unterschiedliche Längen, so dass ein Einrücken meistens willkürlich und unruhig aussieht. Konsequent linksbündig zu bleiben, ist da doch meistens die bessere Lösung.

Und man müsste die Prosatexte zudem noch im gleichen Stil setzen, damit das Buch wie aus einem Guss aussieht.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 11.01.2010, 23:50
Hallo Christoph,

die Varianten mit den gesperrten Überschriften halte ich für unakzeptabel. Sperren ist nun einmal ein Relikt der Schreibmaschine.

Dann würde ich lieber mal versuchen, die Überschriften in einer anderen Schrift zu setzen, wie z.B. der Gill Sans. Natürlich nicht fett, sondern im normalen Schnitt.

Damit würdest du auch das Problem umgehen, die Prosatexte mit einer sehr unauffälligen Überschrift versehen zu müssen.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 00:00
Hmm, klingt auch nicht uninteressant. Habe die Gill Sans nur leider nicht, aber die Anregung ist auf jeden Fall verfolgenswert - auch, wenn ich eigentlich keine serifenlose Schrift einbauen wollte.

Viele Grüße,
Christoph
 
  Mülli 
 
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BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 00:50
Also eine serifenlose Überschrift gefällt mir nicht; hier noch zwei Versuche mit größeren Überschriften, wobei ich 12 pt schon fast verwegen groß finde:
http://www.traumnarben.de/download/ueberschrift12pt.pdf
http://www.traumnarben.de/download/ueberschrift11pt.pdf

Gruß,
Christoph
 
  Mülli 
 
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BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 01:25
Hallo Christoph,

Mülli hat Folgendes geschrieben:
wobei ich 12 pt schon fast verwegen groß finde:


Teste doch mal 11,5 pt.

Beste Grüße,

Heinz.

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