 | Leseprobe "Ozeanaugen" | Verfasst am: 28.12.2010, 23:19 |
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sofie |
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 | | Verfasst am: 29.12.2010, 08:31 |
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Hallo
Also ich bin über den zweiten Satz gefallen! Zitat "Es dämmerte und war ganz ruhig." Das man von Abenddämmerung spricht würde ich entsprechend formulieren, auch wenn es dann im zweiten Satz steht, Stopt es automatisch ab!
Dann würde ich diesen Satz Zitat"Luna bewunderte das Abendrot, das es so schön wohl nur am Meer gab, das aber auch unweigerlich die Kälte brachte. " Umschreiben, und zwar "Luna bewunderte das Abendrot. So schön gab es dies wohl nur am Meer, aber es brachte auch unweigerlich kühle Nachtluft mit sich" (Kälte ist hier vielleicht etwas übertrieben ).
Ansonsten, ich finde den Auszug gut! Ebenfalls sind die Sätze für jugendliche Zielgruppen gut formuliert, weil kurz und ohne zähe Grammatik. Die Geschichte selber finde ich auch interessant und nach meiner Meinung hast Du Talent! |
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SandraR |
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 | | Verfasst am: 29.12.2010, 09:15 |
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Vielen Dank Sandra! Es freut mich sehr, dass du sagst das ich Talent habe, das motiviert !
LG
Sofie |
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 | | Verfasst am: 29.12.2010, 11:09 |
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Hallo Sofie,
nur ganz kurz angemerkte (und nicht böse gemeinte) Kritik:
Du solltest versuchen die Worte "war" und "waren" fast gänzlich auszumerzen.
Die ständige Benutzung dieser Worte flacht die Aussagen, die Stimmungen, die du vermitteln möchtest erheblich ab. Versuch doch mal deinem Text mehr Leben einzuhauchen. Benutze die (deine/unsere) Sinne.
Langsam ging Luna am Strand entlang(Vielleicht lieber: Luna wanderte am Strand entlang). Es dämmerte und war ganz ruhig (An der Nordsee ist es nie ganz ruhig (still). Man hört das Rauschen der Wellen, das Kreischen der Möwen, spürt auf der Haut, im Gesicht einen stetigen Wind, schmeckt die salzhaltige Luft, hört zugleich die eigenen Schritte). Nur ganz wenige Menschen waren noch zu sehen. Es war Ende April und die ersten warmen Tage hatten schon viele an den Strand gelockt. Aber nun wurde es dunkel und es (er, der Strand) leerte sich. Luna war das nur recht, denn sie wollte allein sein.
Vor einer Woche, in den Osterferien, war sie mit Ihrer Mutter und ihren zwei kleinen Brüdern von Frankfurt hierher gezogen.
Heute war es genau sechs Monate her, dass ihr Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Beim Gedanken daran wurde ihr kalt. Überhaupt fühlte sich ihr Herz seit dem Tod ihres Vaters eisig an.
In Frankfurt hatte die Familie alles an den Vater erinnert und ihre Mutter war durch den Schmerz wie gelähmt. Um wieder leben zu können, hatte sie ein Jobangebot als Köchin in einem Hotel in St. Peter-Ording (an der Nordsee – nicht jeder kennt St. Peter)angenommen. In dieser völlig anderen Atmosphäre hatten ihre Mutter – und auch sie selbst - die Hoffnung, wieder aufatmen zu können.
Für Luna war dieser Schritt sehr schwer gewesen (war-gewesen: geht gar nicht).
So wie es ausschaut, hast du aber genug Schneid, dich noch einmal durch den Text durchzubeißen, aber ich denke, dass sich das lohnt. Also mach' was draus. Das Potenzial dazu hast du.
Gruß von
Klaus |
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Klaus D. Klimke |
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 | | Verfasst am: 29.12.2010, 21:24 |
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Vielen Dank für die konstruktive Kritik! Ich hab sie mir zu Herzen genommen und den Anfang etwas überarbeitet. Schaut mal:
Ankommen
Langsam spazierte Luna am Strand entlang. Es dämmerte und war, bis auf das leise Rauschen der Wellen, ganz ruhig. Sie spürte den leichten Wind auf ihrer Haut und schmeckte die salzige Luft. Nur ganz wenige Menschen tummelten sich noch am Strand. Es war Ende April und die ersten warmen Tage hatten schon viele hierher gelockt. Aber nun wurde es dunkel und es leerte sich. Luna begrüßte das, denn sie wollte allein sein.
Vor einer Woche, in den Osterferien, war sie mit Ihrer Mutter und ihren zwei kleinen Brüdern von Frankfurt hierher gezogen.
Sechs traurige Monate musste sie nun schon auf ihren Vater verzichten, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Beim Gedanken daran wurde ihr kalt. Überhaupt fühlte sich ihr Herz seit dem Tod ihres Vaters eisig an.
In Frankfurt hatte die Familie alles an den Vater erinnert und ihre Mutter hatte der Schmerz gelähmt. Um wieder leben zu können, hatte sie ein Jobangebot als Köchin in einem Hotel in St. Peter-Ording an der Nordsee angenommen. In dieser völlig anderen Atmosphäre hatten ihre Mutter – und auch sie selbst - die Hoffnung, wieder aufatmen zu können.
Luna war dieser Schritt sehr schwer gefallen. Sie hatte die ganzen 16 Jahre ihres Lebens in Frankfurt verbracht, hatte Freunde dort, die sie nun zurücklassen musste. Vor allem ihre beste Freundin Marie vermisste sie sehr.
Traurig ließ sie sich in den Sand sinken. Die Nordsee hatte sich zurück gezogen, es war Ebbe. Ihr Blick schweifte zum Horizont, der Mond war schon zu sehen.
Unweigerlich musste sie wieder an ihren Vater denken, dessen Familie aus Italien stammte und der ihr den Namen Luna, Mond, gegeben hatte. Sie vermisste ihn so sehr. Würde dieser Schmerz irgendwann aufhören? Es tat ihr weh zu sehen, wie ihre Mutter kämpfte. Wie sie versuchte, für die Kinder tapfer zu sein. Ihre Augen aber sprachen eine eindeutige Sprache.
Ihre beiden Brüder Enio und Fabiano waren Zwillinge und erst fünf Jahre alt. Die beiden hatten in den letzten Monaten ebenfalls viel von ihrer Fröhlichkeit verloren. Sie war froh, dass sie hier einen sehr schönen Kindergarten gefunden hatten, in dem die sie sich sicher wohl fühlen würden.
Luna bewunderte das Abendrot, das es so schön wohl nur an der See gab, das aber auch unweigerlich kühle Luft mit sich brachte. Sie sah auf die Uhr. Es war bereits halb acht und sie beschloss, nach Hause zu gehen, bevor ihre Mutter sich Sorgen machte.
Morgen war ihr erster Schultag an der neuen Schule. Sie schauderte bei dem Gedanken an die vielen Leute, für die sie „die Neue“, das Thema Nummer eins des Tages sein würde.
Ihr war so gar nicht danach, neue Leute kennen zu lernen. Aber sie war fest entschlossen, sich hier ein neues Leben aufbauen. In den letzten Monaten war sie erwachsen geworden. Sie fühlte sich mitverantwortlich für ihre kleinen Brüder und wollte auch für ihre Mutter stark sein und sich alle Mühe geben. Bloß nicht schwach sein. Sie konnte den sorgenvollen Blick ihrer Mutter nicht mehr ertragen. Sie hatte so viel Hoffnung in diesen Neuanfang gesetzt, Luna wollte sie auf keinen Fall enttäuschen.
Besser so??
Liebe Grüße
Sofie |
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