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Libreka vs. Amazon

BeitragVerfasst am: 01.07.2011, 22:46
Und hier eine kleine Anekdote. Vor zwei Jahren auf der Buchmesse hielt ein Libreka-Chef eine Rede und verteidigte die freie Preiswahl bei ebooks (wie wir inzwischen wissen, weigern sich die meisten Verlage ja beharrlich, ihre ebooks tatsächlich wesentlich günstiger zu machen als die Printausgaben). Danach fragte ich ihn, was denn aber sei, wenn sich Amazon mit dem Kindle durchsetze und an der (amerikanischen) Idee von fixen (günstigen) Einheits-Preisen für ebooks festhielte, man dann aber bei Libreka schon einen anderen Preis vereinbart hätte und wegen der Buchpreisbindung (die auch für ebooks gilt) bei Amazon dann den gleichen haben müsste.

Nun hätte ich den Salat - wäre ich zu Libreka gegangen. Denn Amazon konnte jene Idee zwar nicht durchsetzen, macht aber Niedrigpreise unter 10 Euro dadurch schmackhaft, dass der Autor/Verleger bis 9,99 Euro Endpreis 70 % kassiert. Da überlegt man lange, ob man stattdessen auf über 20 Euro geht, um mehr zu verdienen (denn über 9,99 Euro gibt es ja nur noch 35 %, weswegen man gleich einen großen Preissprung machen müsste).

Haha, denke ich mir, da hat der Bezos die Librekas doch glatt ausgetrickst. Und was habe ich inzwischen für einen Wust von Papieren (Zusatzverträgen) von denen bekommen, die ich schließlich keine Lust mehr hatte zu unterschreiben. Es kann nämlich auch einfach sein, obwohl mich manche (anonymen) Kindle-Mitarbeiter mit Rückfragen per email zu einzelnen Titeln schon ein wenig genervt hatten. Trotzdem - diesen Pragmatismus liebe ich.

Von den iPhone, iPad etc. Nutzern hätte ich gern mal gewusst, ob sie sich wirklich weigern, ein Kindle-App runterzuladen, wenn es ein Buch nur im Kindle-Store gibt. Wenn nämlich nicht, ist die Frage nach der Bedeutung des ePub-Formates neu zu stellen (da der Kindle mit Mobi am besten zurechtzukommen scheint). Ich frage mich, ob ich mir die Mühe noch machen soll, alles auch in ePub anzubieten.

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BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 21:42
Der Kindle kann kein ePub.
Er kann mobi, das Kindleformat (AZW) und wenn ich mich nicht täusche noch PDF, HTML, DOC und TXT.
Dazu einige Audioformate.

Gruß Uwe

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BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 22:22
Das war ein Missverständnis. Ich meinte, ob iPad-User unbedingt auf dem für ihre Geräte gedachten ePub-Format bestehen. Wenn nämlich nicht, können sie die Kindle-Bücher mit dem Kindle-App lesen. Oder lehnen Sie diese ab, weil sie nicht mit einem Kindle-App lesen wollen? Das kann ich nur schwer glauben. Es könnte demnach genügen, wenn ein Autor sein Buch so ins mobi-Format bringt, dass es auch auf dem iPad mit Kindle-App brauchbar aussieht.

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BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 06:25
Wer in mehr als nur einem Onlineshop vertreten sein möchte und zudem von der Presse ernst genommen, der muss zu Libreka. Libreka fungiert als Großhändler für alle anderen Shops. Epub läuft außer auf dem Kindle überall und die meisten Geräte kommen auch schon mit kleinen Filmchen im Ebook klar. Es geht hier also nicht um "entweder, oder" sondern um "sowohl als auch"!

Und wie Edit sagt: Wer morgen nur noch transnationale Firmen haben möchte, der publiziere nur bei Amazon und gehe nur zu MC Doof essen.

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...

BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 06:30
SandraR hat Folgendes geschrieben:
Wer in mehr als nur einem Onlineshop vertreten sein möchte und zudem von der Presse ernst genommen, der muss zu Libreka.


Kann es sein, dass Du den Buchgroßhändler Libri (=Lingenbrink) und Libreka (eine Vermarktungseinrichtung des Buchhandels für Online-Werbung und Blick in's Buch) verwechselst?

Es hört sich jedenfalls für mich so an.

Beste Grüße

MichaelHA

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BeitragVerfasst am: 05.07.2011, 06:40
Libreka fungiert für eBooks auch als Großhändler, ich verwechsle gar nichts!

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