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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 15:20
Klaus D. Klimke hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte mir das hier eigentlich anders vorgestellt. Ich halte diesen Thread wegen der wieder aufflammenden persönlichen Stellungskriege untereinander für gescheitert, erkläre ihn hiermit für geschlossen. Entsprechende PN an Moderator und Administration gehen raus.
Ist es denn hier nicht möglich ein einziges Mal beim Thema zu bleiben! Macht eure Kämpfe doch per PN aus!


Kämpfe??? Ich trage keinen Kampf aus! Das möchte ich mal betonen! Was soll diese Unterstellung? Twisted Evil

Deine Thread-Überschrift heißt: Literatur satt
Und warum sollte der Thread dann hier geschlossen werden? Weil DIR die Antworten nicht passen?

Grüße
 
  malschaun 
 
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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 15:24
gelöscht


Zuletzt bearbeitet von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 06:53, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 15:27
Klaus D. Klimke hat Folgendes geschrieben:
dies ist mein Thread und er betrifft den "Ingeborg Bachmann Preis".
Wer nichts dazu zu sagen hat halte sich bitte heraus.


"INGEBORG-BACHMANN-PREIS
Die Vermessung der Literatur
Der Wettbewerb in Klagenfurt ist die beste Literaturkritik, die wir haben: Sie ist tapfer, manchmal fruchtbar und scheitert regelmäßig."

Das steht da, wenn man Deinen Link anklickt.
Und dann soll die Entwicklung hier in diesem Thread nicht passen?
 
  malschaun 
 
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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 16:00
Man sollte für Siegfrieds Text einen neuen Thead eröffnen. Soweit ich das sehe, ist das bisher das einzige, was echt schief gelaufen ist. Alles andere bewegt sich ja wohl im Rahmen des Üblichen.
Und, Heinze, jeder Thread verlauft irgendwann einmal im Sande. Häufigster Grund: Er wurde zerredet und NICHT alle sind einer Meinung (was in keinem Literaturforum wesentlich anders ist).
Andererseits zeigt gerade die Reaktion malschauns auf Siegfrieds Text, dass eine echte Textarbeit sehr wohl möglich ist. Hier würde ich mich auch gerne einklinken. Nur ist sie in diesem Thread leider out of topic. Das sollte in einem separaten Thread fortgesetzt werden.
Und was den Ingeborg-Bachmann-Preis anbelangt: Der Eine verfolgt die Lesungen, der andere nicht. Und damit basta.

LG


ricochet

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Ich schreibe, also bin ich.
 
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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 16:05
Klaus D. Klimke hat Folgendes geschrieben:
Ich hatte mir das hier eigentlich anders vorgestellt.


Ich auch.

Deshalb habe ich ja auch einen Kommentar zu zwei Beiträgen des Bachmann-Wettbewerbs geschrieben. Der von dir zu Recht monierte »aufflammende persönlich Stellungskrieg« ist nicht von mir hereingetragen worden (ich habe die Reaktion auf meine Bachmann-Kommentare ehrlich gesagt auch überhaupt nicht verstanden - viele lieber hätte ich andere Kommentare zu den Wettbewerbstexten gelesen).

Grüße
Siegfried
 
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BeitragVerfasst am: 26.06.2010, 16:18
gelöscht


Zuletzt bearbeitet von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 06:54, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 29.06.2010, 09:13
Zur abschließenden Information die Preisträger der diesjährigen Veranstaltung:


Bachmann-Preis: Peter Wawerzinek

Kelag-Preis: Dorothee Elmiger

3Sat-Preis: Judith Zander

Ernst-Willner-Preis: Aleks Scholz

Publikums-Preis: Peter Wawerzinek



Die Texte und Kritiken der Jury kann man unter "bachmannpreis.eu" nachlesen.


Interessant ist dabei die Jury-Kritik an dem Text, der auch hier zu einer kleinen internen Diskussion geführt hat: Josef Kleindienst - Ausflug

Auf bachmannpreis.eu heißt es seitens der Jury u. a.:

Die Zusammenfassung auf bachmannpreis.eu hat Folgendes geschrieben:
Der Text fiel mit dem gegen ihn geäußerten Pornographie-Verdacht gleichsam ins Bodenlose.


Hildegard E. Keller hat Folgendes geschrieben:
Einzig gekonnt an dem Text sei die Brechung der Chronologie am Anfang. Eine Technik, die normalerweise der Spannungssteigerung diene, den Text jedoch auch nicht über den Pornografieverdacht "hinausretten" könne.


Karin Fleischanderl hat Folgendes geschrieben:
Zwar hätte auch sie dem Text "einige Adjektive weniger" verordnet, dennoch steuere dieser Text "direkt und mit einer rauen Sprache auf seine Sache zu" - "ein große Wohltat"



Margot Feßmann hat Folgendes geschrieben:
"Ich halte diesen Text in erster Linie für dilettantisch". Der Autor habe vermutlich darzustellen versucht, wie aus dörflicher Langeweile Gewalt entstehen könne. "Buchstabe für Buchstabe" werde das hier nachgezeichnet, allerdings fehle es dem Text gänzlich an einer Haltung, an Erzählperspektive.
"Der Text bleibt völlig in seiner Protokollsituation stecken", so Feßmann, was nicht im Kunstverständnis, sondern in der "Unfähigkeit des Autors" seinen Grund habe.


Hubert Winkels hat Folgendes geschrieben:
"Das muss man nicht so werten", begann Hubert Winkels, der den Bogen zum Film schlug. Dennoch sei der Text an "vielen Stellen nicht gelungen".



Paul Jandl hat Folgendes geschrieben:
"Das ist vollkommen konventionell und im Grunde uninteressant erzählt", meinte Paul Jandl, der dem Text - möglicherweise auch seinem Autor - einen großen Vorwurf machte als er so weit ging zu behaupten, dass die Sprache des Textes sich hier zum "Komplizen der Gewalt" mache. "Mehr Gewalt, weniger Gewalt - das würde an dem Text nichts ändern"




Puuh! ... shocked eyes ... und ich dachte schon, ich hätte mit meiner Kritik an diesem Text völlig daneben gelegen. cheezy grin


Grüße
Siegfried
 
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BeitragVerfasst am: 29.06.2010, 09:44
Wow, ich staune: Sind ja viele Autoren sehr jung!

Also, als erstes habe ich den Text von Dorothee Elminger gelesen. Hm,
wie die Hauptperson versucht, sich "die Landschaft hier verständlich zu machen", habe ich das mit dem Text versucht. Allerdings relativ erfolglos, ich persönlich finde (leider) keinen rechten Zugang zu ihm, (auch wenn ich sprachlich einige sehr schöne Stellen gefunden habe).
Das war letztes Jahr beim Text von Jens Petersen nicht der Fall. Im Gegenteil! Da bin ich "entbrannt" ... Very Happy habe inzwischen von ihm auch "Die Haushälterin" gelesen ...

Ok, die anderen Texte werde ich mir später anschauen.

Was sind denn eure Meinungen noch so?

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BeitragVerfasst am: 30.06.2010, 09:22
Hallo Barbara,

skipteuse hat Folgendes geschrieben:
Was sind denn eure Meinungen noch so?


Ich mache es mir mal leicht und verweise auf meinen Blog: http://hwpahlke.buecherbrett.org

Eventuell schreibe ich auch noch etwas zum Siegertext, aber da wir gerade am Renovieren sind, weiß ich nicht, ob ich zeitlich dazu komme.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 30.06.2010, 12:10
Ok, Heinz - das ist ja auch passend!

Bachmann-Preis: Peter Wawerzinek

meine subjektive Meinung:
Genialer Text, die intertextuellen Bezüge und das Kollagenhafte find ich prima. Am Anfang allerdings ist mir etwas viel Nebel und Geburtsanatomie im Spiel ... cheezy grin Aber toll dargestellt alles andere: Die Einsamkeit, die grausame Realitiät, das kindliche Gemüt, die Figuren ... toll gezeichnet.
Da kann ich mitgehen.
Macht Spaß zu lesen.

Gruß, Barbara Laughing

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BeitragVerfasst am: 02.07.2010, 12:07
So, wen es noch interessiert, mein Eindruck zu Judith Zanders Text:

Hm, zuerst fand ich diese distanzierte Erzählweise, die eine gewisse interessante Kühle schafft - so reduziert und klar - angenehm ansprechend, weil unaufgeregt. Aber je weiter ich las, desto größer wurde die Kluft zwischen der Figur und mir - so dass ich irgendwann nicht mehr folgen konnte / wollte.
Schade! An sich sehr spannend, diese literarische Form der "Realitätssicht/ -widergabe" (ein Oxymoron? Smile

Schönes Wochenende,
Barbara cool

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