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kompromisslösung

BeitragVerfasst am: 20.05.2009, 10:31
was haltet ihr von diesem vorschlag:

ich lasse meine hauptfigut etwas erleben, am ende stellt sich aber heraus, dass es ein traum war. und dann stelle ich sie vor die wahl: alles nur einen traum sein lassen mit alle den negativen aber auch positiven erfahrungen, oder den traum wahr werden und sich darauf einzulassen.

das wäre doch ein kompromiss, oder?

ps: hätte nicht gedacht, dass die idee mit dem traum (die leser könnten sich ver... fühlen) so dermaßen schlecht ankommt, bin echt erstaunt, aber sehr dankbar für eure meinungen

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Re: am ende alles nur geträumt? happy end oder nicht?

BeitragVerfasst am: 20.05.2009, 15:18
Ruth hat Folgendes geschrieben:
eigentlich bin ich nur auf die idee gekommen, dass alles nur ein traum gewesen ist, weil ich eigentlich ein buch ohne happy end schreiben wollte. viele sagten mir: immer der gleiche herz-schmerz-kram und am ende ein happy end.

also gab es im debütroman kein happy end und das fanden viele gut, andere doof. wenn ich jetzt im fortsetzungsroman wieder ein ende ohne happy end schreibe, wird es heißen: na, kommt die denn nie zu ihrem glück?

also was meint ihr:

buch mit oder ohne happy end?
realistischer und aus dem leben heraus wäre wohl kein gutes ende, oder?


Aber auch das erwachen aus einem Traum kann ein Happy End sein.

Mm...
Also scheinst du dich wirklich ziemlich zu quälen, mit dem Ende.

Um ein Ende abzurunden kann es ein Happy End oder ein offenes Ende sein, vorraussetzung ist nur, es passt.

Es muss zum gesamten Konzept der Geschichte passen; also niemals - auch wenn alle mosern - ein offenes Ende machen, weil angeblich Happy End nicht mehr In ist.

Solche Bücher landen schneller im Papierkorb als es dem Autor lieb ist.

Ich würde erst einmal schreiben; vielleicht in einem Notizblock Stichpunkte machen und wenn das große Ende da ist, die Notizen mit dem momentanen Stand vergleichen.

So bin ich an einer Geschichte voran gegangen, das Resultat, das Ende war ein vollkommen anders als geplant und warum? - Weil es sonst nicht abgerundet worden wäre und der Leser mit einem fetten Stein im Bauch nicht zufrieden gewesen wären; aber vor allem war es mir wichtig, dass meine Charaktere mit dem Ende zufrieden sind.


Am Ende waren es nämlich die Charaktere, die bestimmt haben - und ein wenig ich - welches Ende es geben sollte.
Vorraussetzung ist allerdings, schon beim Schreiben des Romans schlüssig zu bleiben.
 
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BeitragVerfasst am: 25.05.2009, 11:08
mit dem ende quäle ich mich eigentlich nicht herum, ich hatte es schon feststehen: dass es kein happy end gibt.

aber ich möchte nicht in eine schublade gesteckt werden, wo es dann nachher von den lesern heißt: bei den büchern von ihr gibt es nie ein happy end, dann lesen wir das nächste auch nicht....

obwohl ich davon angetan wäre, dass es kein happy end gibt, kann ich mich nicht entscheiden ...

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BeitragVerfasst am: 25.05.2009, 13:01
Also ich habe selten von Leser gehört, die sich beschwert haben, dass sie sich darüber aufregen, der Autor würde nie Happy Ends schreiben oder er schreibt immer nur Happy Ends.
Eher ist es so, dass Leser es hassen, wenn sie merken, der Autor zwingt seine Charaktere zu etwas.

Solange die Geschichte flüssig und logisch bleibt, und der Schreibstyl das Ganze abrundet, ist es doch egal, ob wieder ein Happy End oder nicht.
Und wenn man 50 Bücher mit einem traurigen Ende schreibt, solange sie abgerundet sind.


Ich persönlich bevorzuge eine Mischung aus beiden. Es ist grundsätzlich immer ein Happy End und dennoch auch wieder nicht; allerdings rundet es die Geschichte so ab, dass der Leser das Buch weglegt, seufzt und fasziniert ist.
Wichtig für mich ist es eher, der Leser darf nicht nachher einen Stein im Magen haben und sich fragen, wieso er die Zeit verschwendet hat für dieses Buch.

Denn was bringt einem ein gutes Ende, was den Leser überrascht, wenn der Text davor Mist wäre; dann käme der Leser noch nicht einmal zum Ende.
Denn das habe ich bei einem Buch getan; der Anfang und mittendrin war für mich so langweilig, ich habe das Buch weggelegt, auch wenn etliche gesagt haben, das Ende ist toll.


Sieh es einfach als gesamt Konzept und wenn es wieder ein trauriges Ende sein soll, dann ist es das auch. - Solange deine Charaktere das auch so wollen! (Ein ganz wichtiger Punkt)
Ist alles wunderbar geschrieben, wird kein Leser es böse nehmen, sondern fasziniert davon sein.
 
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BeitragVerfasst am: 25.05.2009, 13:10
Das erinnert mich ein bisschen an den Nobelpreis von Andreas Eschbach, wo am Schluss rauskommt, dass der Erzähler am Anfang aus Sicht einer anderen Person gelogen hat. Da kam ich mir auch im ersten Moment verarscht vor, fand es dann aber richtig gut. Vielleicht solltest du nur Teile deiner Gesichte als Traum auflösen und den Charakter schließlich als debil beschreiben, der Traum und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden kann und sich deshalb ein ein unmögliches Abenteur verstrickte.
 
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