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Mal ganz allgemeine Frage zu regulärem Verlag oder BoD

BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 11:18
Hi ihr,
also: Im Prinzip ist doch BOD auch eine Verlag - oder? Nur mit dem Unterschied, daß man selbst entscheiden kann ob und wie viel man selbst am Buch gestalten will und in so fern auch an den Herstellungskosten mitwerkeln kann. Ich bekam neulich Post von einem "richtigen" Verlag in dem man mir freundlich mitteilte, daß sie mir mein Buch schon ab 1000 Euro machen würden. Ein weiterer Verlag bot mir das ganze für "nur"900 Euro an. Kommen dann noch Lektorenarbeit, Buchgestaltung, Werbung etc, dazu, dann wirds natürlich teurer. Nein danke dachte ich mir. Da mach ich doch lieber jeden Futzel selber. Dann wirds so wie ich es haben will und ich spare mir ein Heidengeld. Wie waren eure Erfahrungen mit den sog "richtigen" Verlagen?
 
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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 11:25
Ein Verlag, der Dir das Verlegen von Büchern gegen Geld anbietet, ist kein "Verlag" - weder ein klassischer, noch ein regulärer - sondern ein Unternehmen, das mit Deiner Eitelkeit Geld verdienen will (und es leider auch immer noch zu oft schafft ...).

BoD ist in meinen Augen eher ein "Verlagsdienstleister", aus dessen Programm Du Dir das Angebot zurechtschneidern kannst, welches Du möchtest (und natürlich ebenfalls bezahlen musst). Aber das BoD-Angebot ist nachvollziehbar und fair.

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 11:33
Es gibt nur drei Kategorien von Verlagen:

1. Der Publikumsverlag. Der macht das Buch, weil er davon überzeugt ist und das kostet den Autor auch nichts.

2. Der Zuschussverlag. Ob Du € 39,-- wie bei BoD classic, € 900,-- oder € 8.500,-- zuzahlst, macht zwar einen finanziellen, aber keinen grundsätzlichen Unterschied.

3. Selbst-oder Eigenverlag.

Im formalrechtlichen Sinne sind das alles Verlage! Die Unterschiede ergeben sich in den Vertriebsmöglichkeiten, im Prestigewert, Möglichkeiten zur Teilnahme an Wettbewerben, gesellschaftliche Rezeption allgemein und, und, und ...


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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 11:39
ricochet hat Folgendes geschrieben:
2. Der Zuschussverlag. Ob Du € 39,-- wie bei BoD classic, € 900,-- oder € 8.500,-- zuzahlst, macht zwar einen finanziellen, aber keinen grundsätzlichen Unterschied.

Einspruch, Euer Ehren!

Es ist ein gravierender Unterschied, ob Du weißt, was Du für Dein Geld bekommst oder nicht. Bei BoD und vergleichbaren Anbietern weißt Du es. Bei DKZ-Verlagen nicht. Hier gibt es genügend Erfahrungsberichte ...

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 12:04
Einspruch abgelehnt!

Der Verteter der Anklage wird darauf hingewiesen, dass es in jeder Branche schwarze Schafe gibt. Das hat mit dem Geschäftsgebaren, bzw. der Unternehmenskultur und nicht mit der Gewerberechtigung zu tun. Und die Bezeichnung "Verlag" ist nicht ein Ehrentitel, der von rundum bestens zufriedengestellten Autoren einschlägig tätigen Unternehmen zuerkannt wird, sondern leitet sich von der Gewerberechtigung ab.


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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 12:18
Es geht hier gar nicht um schwarze Schafe. Es geht darum, was Du für Dein Geld bekommst. Und bei BoD und Co ist es (vergleichsweise) transparent, aber trotzdem ist es mit Kosten verbunden. Deshalb nenne ich BoD auch einen "Verlagsdienstleister". Ich könnte BoD auch "Druckerei mit Buchhandelsanschluss" nennen - und es würde immer noch den Tatsachen entsprechen und wäre nicht im Geringsten ehrenrührig.

Bei DKZV, bei denen Du z.T. horrende Summen für die Publikation bezahlen musst und evtl. Restbestände an Büchern (die - so die Erfahrungen hier) erst dann gedruckt werden und nochmal berechnet werden, wirst Du eher über den Tisch gezogen. Deshalb sind das eben zwei Paar völig unterschiedliche Schuhe - von denen mir BoD persönlich besser passt, weil ich weiß, was auf mich zukommt. BoD und Co. sind kalkulierbar.

Der Oberbegriff "Verlag" mag ja in der Theorie erlaubt sein - aber was zählt, sind die Realitäten und nicht die Begründungen bei der Anmeldung eines Gewerbes. Oder schreibst Du nur in der Theorie und nicht in der Praxis?

So many wonderful theories have been damaged by nasty reality ...

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 12:25
Von einem "richtigen" Verlag, verlange ich, daß er mir Geld dafür bezahlt, mein Buch verlegen zu dürfen. Schließlich lebt er davon, mein Buch gewinnbringend zu verkaufen.

Zuschußverlage, die 900 oder 1000 Euro verlangen, sind keine "richtigen" Verlage. Die leben nämlich nicht von den Buchverkäufen, sondern von den Zuschüssen.

Bei BoD bezahle ich einen vergleichsweise günstigen Preis dafür, daß sie mein Buch produzieren und in den Markt bringen. Erfreulicherweise sind die Erlöse (zumindest bei mir) deutlich höher als die Kosten. Deshalb erscheint mir BoD als ein reelles Geschäftmodell.

Im Eigenverlag hätte ich kaum Chancen, in die Gewinnzone zu kommen. Und ich müßte dann noch alles selbst machen - nein, danke.

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 12:27
Ich sehe es so wie Matthias. BoD ist ein Dienstleister und ein Mittelding zwischen Druckerei und Selbstverlag.

Ich habe Bücher bei zwei "richtigen" Verlagen und bezahle natürlich keinen Cent, sondern bekomme ein Honorar für jedes verkaufte Buch. Der Verlag kümmert sich um den Satz, das Cover, bei den Kinderbüchern auch um die Illustrationen, um Lektorat (zumindest bei einem der Verlage) und Korrektorat. Ich liefere nur das Manuskript ab und muss dann - nachdem der Lektor/Korrektor seine Anmerkungen gemacht hat - den Umbruch korrigieren und absegnen.

Grüßle,
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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 12:46
Druckerei ist ein anderes, wennauch verwandtes Gewerbe. Und die Frage, ob Selbst- oder Fremdverlag hängt von der ISBN ab. Wenn Du bei BoD das Null-Kosten Paket "BoD Fun" nimmst, stellt BoD keine ISBN zur Verfügung = Selbstverlag (eine ISBN musst Du selbst beisteuern, wenn Du eine möchtest).
In dem Moment, in dem BoD eine ISBN vergibt = Fremdverlag (mit den zwei Grundmodellen: a) Publikumsverlag = ohne Kostenbeteiligung des Autors und b) Zuschussverlag = mit Kostenbeteiligung, unabhängig von deren Höhe).
Pausenlos werden hier Äpfel mit Birnen durcheinandergewirbelt.


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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 12:48
ricochet hat Folgendes geschrieben:
Pausenlos werden hier Äpfel mit Birnen durcheinandergewirbelt.

Man kann auch zwischen Boskop und Granny Smith unterscheiden ...

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 14:08
Ich folge mtg's Einspruch und wiederhole diesen.
BoD ist kein Druckkostenzuschußverlag.

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 14:18
Ich geb's auf ...


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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 15:20
Ricochet, nun ja -mitunter kann Aufgeben Einsicht bedeuten.
Meine Vorposter haben ja alles gesagt, was zum Thema zu sagen ist.
Judith hat die Beispiele sehr anschaulich beleuchtet.

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 15:33
Ich kann nur mehr den Kopf schütteln ... Jetzt bin ich endgültig weg, aus diesem Thread.

ricochet

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BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 15:55
Ricochet, schade, dass du dich ohne Erklärung verabschiedest aus dem von dir kreiierten Tread! Ich würde gerne wissen, was denn dein Anliegen ist. Möchtest du, dass dir beigepflichtet wird? Wobei?
Die Erläuterungen hier waren allesamt sachlich und zutreffend - offenbar ist es aber nicht zu deiner Zufriedenheit verlaufen?
Wo drückt denn der Schuh?

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