 | Manchmal | Verfasst am: 15.10.2008, 12:59 |
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Manchmal
von Patrick Niesler
Manchmal ist es komisch zu wissen wer man ist
Und manchmal ist es komisch es nicht zu wissen
Manchmal ist es komisch einen Menschen zu treffen
Ohne zu wissen was sich daraus ergibt
Manchmal überschlagen sich Gefühle
Und manchmal weißt du gar nichts
Manchmal willst du mehr und vieles
Ohne zu wissen wer den Gegenüber ist
Manchmal sprudeln die Worte aus dir heraus
Und Manchmal wissen wir gar nichts
Manchmal suchen wir Nähe
Ohne die Nähe zu kennen
Manchmal suchen wir den ganzen Tag
Und manchmal finden wir nichts
Manchmal steht SIE vor dir
Doch ich weiß gar nichts
Manchmal ist es halt so
Und manchmal ganz anders |
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patrick_niesler |
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 | | Verfasst am: 01.11.2008, 18:18 |
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| Ich war jetzt 14 Tage im Urlaub und muss zu meinem Bedauern feststellen. Das immernoch keine Antworten für Manchmal eingetroffen sind. Ich als Autor lebe von positiver wie negativer Kritik, daher hier ein egoistischer "Aufmerksammacher" |
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patrick_niesler |
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 | | Verfasst am: 01.11.2008, 21:26 |
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Hhhmmm.
Ich kann damit nicht viel anfangen. Auf mich wirkt es wie eine Ansammlung von unreflektierten Binsenweisheiten.
Aber vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden ...
Manchmal ist es halt so,
und manchmal ganz anders ...
LG Grete |
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 | | Verfasst am: 01.11.2008, 21:54 |
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hawepe |
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 | | Verfasst am: 01.11.2008, 22:16 |
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Für mich drücken die Zeilen das Gefühls-/Gedankenchaos eines jungen Mannes aus, der manchmal auch auf weibliche Wesen trifft.
Oder liege ich damit völlig daneben?
Was mir gefällt, sind die Länge der Zeilen, die immer kürzer werden und dann in einem kleinen Zweizeiler voller Ratlosigkeit enden. Ich finds sympathisch.
LG, Andrea |
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 | | Verfasst am: 01.11.2008, 22:55 |
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Hallo Heinz,
einerseits hast Du Recht, andererseits sollte man tunlichst vermeiden, sein Gedicht zu erläutern. Ein gut gemachtes Gedicht braucht keine Erläuterung, es spricht aus sich selbst. ;-)
Hallo Patrick,
ich habe mir Deinen Text mal durchgelesen und erlaube mir, wohl gemerkt, konstruktive Kritik abzugeben. Ich hoffe, Du kannst etwas für Dich herausziehen:
1. In der Tat muss ich meiner Vorrednerin Recht geben, Dein Text und der Inhalt sind insgesamt sehr schwammig. Er liest sich, als ob Du selbst nicht so Recht wüsstest, wo Du überhaupt hin willst mit Deiner Aussage. Als Signalmarkierung oder auch Schlüssel hast Du schonmal das Wort "Manchmal" gewählt, aber in diesem Fall macht es Deinen Text nicht verständlicher und auch nicht klarer, außer dass man zu dem Schluss kommen könnte, dass Manchmal eigentlich jeden Tag ist, was sich ja schonmal vollkommen widerspricht und unlogisch ist. Ferner solltest Du entweder einen anderen Titel wählen oder Deine Signalmarkierung ändern. Einen Titel mehrfach im Text zu missbrauchen, wirkt ziemlich einfallslos. Es sei denn, die Signalmarkierung ist ein Vorspiel zur Pointe, wird im Rahmen eines Stilmittels sinnvoll oder variantenreich eingesetzt und bildet bis zum Schluss einen Spannungsbogen. Voraussetzung dafür ist natürlich, erstmal zu wissen, wohin man überhaupt hin will mit seiner Aussage.
2. Darüber hinaus weist Dein Text eine unfreiwillige Komik auf und löst bei mir doch ein wenig Unverständnis aus. Als Beispiel möchte ich folgende Deiner Zeilen zitieren:
"Manchmal ist es komisch einen Menschen zu treffen / Ohne zu wissen was sich daraus ergibt"
Also a) achte darauf, was ein Leser mit einem gewählten Wort im Kontext zum übrigen Text assoziieren könnte. Mit dem Wort "komisch" assoziiere ich Komik, Slapstik oder dergleichen. Ich vermute, dass Du eher "merkwürdig" oder "seltsam" oder "eigenartig" damit gemeint hast. Und b) finde ich nichts Komisches daran, wenn ich einen Menschen treffe, ohne zu wissen, was sich daraus ergibt. Zunächst mal entscheide ich mich, ob ich diese Person überhaupt kennenlernen will und wenn ja, möchte ich gerne wissen, mit wem ich es überhaupt zu tun habe. Daran ist zunächst mal überhaupt nichts Komisches und schlimmstenfalls kann diese Begegnung auch sehr unkomisch enden, wenn ich das jetzt mal so salopp ausdrücken darf. Denke also immer daran, was man mit einem Wort assoziieren könnte. Falls erforderlich, ziehe auch ein Wörterbuch hinzu und kläre die genaue Bedeutung für Dich selbst auf. Du wirst sehen, dass Du manch Überraschung erleben wirst und nichtzuletzt wandeln auch Wörter im Laufe der Zeit ihre Bedeutung, manchmal sogar ihre Phonetik, was für den Rythmus eines Gedichtes unter den gegebenen Umständen auch nicht unwichtig ist. Sprache ist kein totes Ding, sie lebt und entwickelt sich weiter, genauso wie die Sprechenden, also wir, uns weiter entwickeln.
3. Achte ganz besonders bei Gedichten auf Rechtschreibfehler und die richtige Platzierung von Satzzeichen, z. B. Kommas. Ein einziger Rechtschreibfehler kann ein ganzes Gedicht in Nullkommanix vernichten, zumindest für den anspruchsvollen Leser. Als Beispiel folgendes Zitat:
"Ohne zu wissen wer den Gegenüber ist"
4. Du versuchst Dich im Stil der zeitgenössischen Lyrik mit einer Strophenform der Lyrik aus vergangenen Jahrhunderten. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, aber auch zeitgenössische Lyrik mit freien Rythmen unterliegt einem Takt. Ich empfehle Dir daher, Deine Gedichte laut zu lesen, so bekommst Du ein Gefühl dafür, ob sich Dein Text rythmisch gut liest oder eben nicht. Als Beispiel möchte ich hierfür insbesondere die vorletzte Strophe anführen.
5. Es ist überhaupt nicht klar, wer überhaupt der Protagonist ist oder wer angesprochen werden soll, ob es sich um eine beobachtende Position handelt oder um einen direkt Involvierten. Du schreibst einmal "dir", ein andermal "wir", und wieder ein andermal "ich".
6. Und zu guter Letzt muss ich Dir leider auch sagen, dass Dein Text am Schluss keinerlei Pointe aufweist.
Tut mir leid, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, selbst Goethe nicht. Also immer schön weitermachen und verbessern und verbessern und verbessern. :-) |
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Zuletzt bearbeitet von Irina am 02.11.2008, 03:09, insgesamt einmal bearbeitet |
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 | | Verfasst am: 01.11.2008, 23:01 |
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hawepe |
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 | | Verfasst am: 02.11.2008, 02:36 |
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Hallo Heinz,
pardon, da hab ich Dich missverstanden. Die zweite Formulierung Deiner Frage an Patrick war da schon sehr viel deutlicher, um nicht zu sagen, unmissverständlich. :-)
Deiner Aussage
"Dass ich meinen Text oben in kurze Zeilen zerhackt habe, macht ihn noch nicht zu einem Gedicht."
muss ich zustimmen.
Ich fürchte aber, dass Patrick gar nicht in der Lage ist, zu erklären, was einen Text als Gedicht qualifiziert, sonst hätte er sicher nicht all diese handwerklichen Fehler gemacht. Mit meiner Kritik hoffe ich aber, ihm ein paar Punkte an die Hand gegeben zu haben, was man auf dem Weg zu einem qualifizierten Gedicht beachten sollte bzw. braucht. Selbstverständlich stellt das nur eine Grundlage und nur einen winzigen Teil dar, der sich auch ganz speziell auf seinen Text bezieht. Wenn ich jetzt von all den Stilmitteln usw. anfangen würde, die er noch einbauen könnte, würde das den Rahmen hier wirklich sprengen und Patrick wahrscheinlich eher erschlagen und demotivieren statt motivieren.
Also Patrick, auf gehts, an die Arbeit. ;-)
Achso, Heinz, Deine Beiträge machen auf mich einen kompetenten Eindruck. Kannst Du mir möglicherweise etwas zum Thema Nutzung von Literaturvorlagen sagen? Ist im Thread unter Verträge, Recht usw.
Wochenendgrüße :-) |
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 | | Verfasst am: 02.11.2008, 10:59 |
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Ersteinmal Danke!
Werde mich nach eigehender Analyse der Kritik melden.
Liebe Grüße
Patrick |
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patrick_niesler |
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 | | Verfasst am: 02.11.2008, 11:34 |
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Hallo Patrick!
Abgesehen von den paar Flüchtigkeitsfehlern erachte ich den Text als durchaus gelungen. Er ist zwar nicht im "klassischen" Sinn poetisch, doch er vermittelt durchaus überlegenswerte Gedanken. Die beiden Zeilen zum Schluss mögen banal anmuten, doch sie geben dem Text doch einen aus meiner Sicht pointierten und auch formal ansprechenden Höhepunkt.
Weiter so!
Gruß Hans |
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hwg |
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 | | Verfasst am: 04.11.2008, 14:57 |
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Manchmal finde die Tage schön
und machmal nicht.
Manchmal verstehe ich die Gedichte und
machmal nicht.
Es reimt sich nicht, aber das macht nichts.
Manchmal lassen sich Gefühle einfach nicht reimen.
denkerlein |
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_________________ Wenn schon auskotzen, dann auch richtig!
Tschaka, Tschaka! |
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Denkerlein |
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