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Manuskript - Schutz vor Ideenklau

BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 13:18
Hallo Zusammen.

Letzlich kann man ja eine Idee nicht wirklich schützen, nur den genauen Wortlaut, und das auch nur unter gewissen Umständen. Habe auf dem Blog eine Anwalts gelesen, dass allgemeine, nur beschreibende Texte keinem Urheberrecht unterliegen, sondern dass ein gestalterischer, künstlerischer Anspruch dabei sein muss.

Mein Anliegen: Wenn ich ein Exposé zu einem Verlag schicke, habe ich bedenken, dass die mir die Idee stehlen. "Ach, so ein unbekannter Autor mit einer guten Idee, auf die bisher noch keiner gekommen ist. Da informieren wir doch mal unseren Bestseller X", der dann zum gleichen Thema veröfentlicht. Wie realistisch ist so ein Gedanke?

Ich habe mir überlegt, falls ich Verlage anschreibe, vorher ein Bod Fun Buch zu bestellen, damit ich beweisen kann, dass die Idee von mir ist. Zumindest für die Öffentlichkeit kann ich dann klar Darstellen, dass ich lange vor dem Bekannten Autor genau diese Idee hatte.
 
  Forrest Bike 
 
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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 13:33
Kann es denn wirklich noch eine vollkommen neue Idee geben?

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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 13:50
Das wäre auch meine erste Frage gewesen.

Geht es denn um ein belletristisches Werk? Da halte ich die Frage des Ideenklaus auch für nicht so gravierend. Verlage suchen wohl eher gut formulierte Texte, die ins Programm passen, als sensationelle Geistesblitze.

Die Hausautoren der Verlage arbeiten ja auch normalerweise längst selbst an eigenen Werken, während dein Manuskript im Lektorat in Begutachtung ist. Die werden nicht ihre eigenen Sachen zur Seite schieben oder in die Tonne treten, damit sie das Manuskript eines Unbekannten nacherzählen können.

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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 13:54
Also ein Exposé beschreibt das Buch doch eigentlich nur sehr allgemein. Ich habe auch schon mehrere Bücher Verlagen angeboten und bislang habe ich noch nicht bemerkt, daß eines davon von jemanden entlang des Exposés nachgeschrieben und veröffentlicht wurde. Aber vielleicht sind meine Ideen dazu nicht gut genug?

Jedenfalls habe ich da keine Bedenken. Die Verlage haben sicher auch keine Lust darauf, in den Ruf zu geraten, Ideen von Amateurautoren zu klauen. Wenn da ein Prozeß stattfinden würde, der gewonnen würde, wäre der Ruf des Verlags geschädigt, und das würde sicher mehr Schaden anrichten als die Übernahme einer guten Idee nutzen würde.

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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 14:42
Danke für eure Antworten.

Ich habe mich ungenau ausgedrückt: Ich meine Ideen für ein Sachbuch. Neu ist relativ - ich meine, bestimmte Themen aus bestimmten Blickwinkeln zu betrachten oder/und neue Aspekte hinzufügen. Aspekte, die in der Form in dem Zusammenhang noch nicht veröffentlicht wurden.


Richard Bercanay hat Folgendes geschrieben:
Also ein Exposé beschreibt das Buch doch eigentlich nur sehr allgemein. Ich habe auch schon mehrere Bücher Verlagen angeboten und bislang habe ich noch nicht bemerkt, daß eines davon von jemanden entlang des Exposés nachgeschrieben und veröffentlicht wurde. Aber vielleicht sind meine Ideen dazu nicht gut genug?

Jedenfalls habe ich da keine Bedenken. Die Verlage haben sicher auch keine Lust darauf, in den Ruf zu geraten, Ideen von Amateurautoren zu klauen. Wenn da ein Prozeß stattfinden würde, der gewonnen würde, wäre der Ruf des Verlags geschädigt, und das würde sicher mehr Schaden anrichten als die Übernahme einer guten Idee nutzen würde.


Ein Expose stelle ich mir nur dann wirkungsvoll vor, wenn die Besonderheit meines Buches herausgestellt wird. Also was ist neu/anders an meiner Darstellung. Sonst heißt es doch, noch ein Buch zum Thema Wellnes/Sport etc.
Meine Stärke ist sicher das Betrachten von ungewöhnlichen Standpunkten aus, was sich aus meiner persönlichen Erfahrung ergibt. Erfahrung läßt sich nicht stehlen, aber die dadurch entstandenen neuen Betrachtungsweisen.

Ja, ein Verlag würde dumm dastehen, wenn er einem Unbekannten Ideen stiehlt. Letzlich kommt es auch darauf an, wer konkret meine Ideen in den Händen hält. Arbeitet gerade ein Autor an einem Werk, kann ein Lektor neue Sichtweisen vorschlagen.
Aber mal eben ein ganzes Buch aus dem Ärmel zu schütteln ist wohl unrealistisch. Selbst ein Schnellschreibprofi wird dafür viele Wochen benötigen.

Manchmal aber siegt auch Dreistigkeit. Viele finanzstarke Unternehmen setzen auch darauf, dass Privatleute eher nicht klagen - Geldmangel, keine juristischen Kenntnisse. Kosten/Nutzenrechnung - wie oft werde ich erwischt.

Sicher ist sicher: Bevor ich mich an Verlage wende, wird meine Idee von mir Gedruckt, mindestens als Bod Fun.


Zuletzt bearbeitet von Forrest Bike am 25.10.2011, 15:35, insgesamt einmal bearbeitet
 
  Forrest Bike 
 
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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 14:54
Bei Sachbüchern halte ich die Gefahr des Ideenklaus tatsächlich für etwas höher. Ob ein bei BoD verlegtes Buch dich aber tatsächlich davor schützt, kann ich nicht beurteilen. Allerdings befürchte ich, es wird deinen Zugang zu einem regulären Verlag erschweren, wenn das Manuskript (zumindest in großen Teilen) bereits einmal veröffentlicht war.

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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 14:54
Forrest Bike hat Folgendes geschrieben:

Sicher ist sicher: Bevor ich mich an Verlage wende, wird meine Idee von mir Gedruckt, mindestens als Bod Fun.

Mach das! Es kostet nicht viel und beruhigt Dich.
Es gibt immer neue Ideen, die geschützt werden müssen.
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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 15:46
Perchta hat Folgendes geschrieben:
Bei Sachbüchern halte ich die Gefahr des Ideenklaus tatsächlich für etwas höher. Ob ein bei BoD verlegtes Buch dich aber tatsächlich davor schützt, kann ich nicht beurteilen. Allerdings befürchte ich, es wird deinen Zugang zu einem regulären Verlag erschweren, wenn das Manuskript (zumindest in großen Teilen) bereits einmal veröffentlicht war.


Grundsätzliche Frage: Warum?
Ich halte Bod Fun da für eine Absicherung, eine Veröffentlichung findet ja nicht statt, sondern das Buch wird nur bei einer Druckerei gedruckt, in meinem Auftrag. Ode rhabe ich Bod Fun falsch verstanden? Rechte überbegebe ich doch nicht, oder?
 
  Forrest Bike 
 
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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 15:55
@ Forrest Bike

Wenn Du Leute hast, die bezeugen können, daß Du das Buch geschreiben hast und es zu einem bestimmten Zeitpunkt vorlag, ist es sicher noch besser, denn das Buch kannst Du ja auch rückdatieren und nachträglich gedruckt haben.

Ob es schwerer ist, Bücher bei einem Verlag unterzubringen, wenn man es schon mal veröffentlicht hat, weiß ich nicht. Es soll ja auch schon vorgekommen sein, daß Verlage überhaupt über Selbstpublizierer auf Autoren aufgemerksam geworden sind und diese dann übernommen haben. Das würde ich jetzt so pauschal nicht sagen wollen.

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BeitragVerfasst am: 25.10.2011, 15:56
Nein, Rechte übergibst du dabei nicht. Aber du hattest ja oben von "mindestens als BoD Fun" gesprochen. Das habe ich so interpretiert, daß du auch einen Druck im größeren Maßstab nicht ausschließt?

Soviel ist sicher: je weiter verbreitet das Skript schon mal war, desto weniger Interesse wird ein Verlag haben, es noch zu nehmen. Aber das ist ja logisch.

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