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BeitragVerfasst am: 25.05.2011, 18:35
houdini hat Folgendes geschrieben:
Das nun jeder Verlag Ebooks direkt über die Homepage verkauft kann ich mir nicht vorstellen.

Welcher Kunde will schon unzählige Accounts anlegen?
Dann gibt es das Buch, dass man gerade haben will nur auf Seite x und das nächste wieder nur auf Seite y.


Wie viele Verlage gehören zusammen, obwohl sie unterschiedlich heißen?

Nehmen wir mal die Verlagsgruppe Holtzbrinck. Dazu gehören:
    Droemer Knaur (zu 50%)
    Fischer Taschenbuch
    Kiepenheuer & Witsch
    Kindler
    Rowohlt
    Scherz
    Schneekluth
    S. Fischer Verlag

Dazu im Medienbereich
    Berliner Zeitung
    Tagesspiegel (komplette Gruppe)
    Handelsblatt
    Die Zeit (zu 50%)

Im Online-Bereich
    buecher.de
    bol.com
    epubli.de
    StudiVZ
    immowelt.de (zusammen mit der WAZ)
    stellenanzeigen.de (zusammen mit der WAZ)
    markt.de (zusammen mit der WAZ)

Eine andere Verlagsgruppe: Random House (im Besitz von Bertelsmann)
    Blanvalet
    Blessing
    C. Bertelsmann
    Diana
    DVA
    Falken-Verlag
    Goldmann
    Heyne
    Luchterhand
    Manesse
    Südwest


Wenn das eBook-Geschäft profitabel wird, wäre es für diese Unternehmen doch ein Leichtes, ihre Verlagsaktivitäten unter einem Dach zusammenzufassen, den eBook-Vertrieb im Internet über eine Plattform mit unterschiedlichem, weil verlagsbezogenem Layout zu betreiben. Dann muss man sich auch nur einmal registrieren und kann sowohl Goldmann- wie auch Heyne- oder Luchterhand-Bücher downloaden.

Der Nebeneffekt: Statt ein eBook mit 10 Euro auszupreisen, wovon dann 4 bis 5 Euro der Händler bekommt, können die Verlage die eBooks zu 6 Euro anbieten und verdienen mehr, als sie es über den Handel täten.

houdini hat Folgendes geschrieben:

Wenn das klappen würde, könnten die Verlage ja auch ihre Printbücher selber vertreiben.


Print-Exemplare verkaufen sich größtenteils noch immer über den haptischen Weg. Ein Buch muss man in der Hand haben und anlesen können. Es muss einen bestimmten Duft ausstrahlen. Wären diese Dinge unbedeutend, würde man nur über den Katalog bestellen und alle Bücherläden wären längst geschlossen. Ein gedrucktes Buch ist und bleibt eine sinnliche Erfahrung. Ein eBook immer nur eine Datei.

_________________
Grüße
Siegfried

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