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Menschheitsende - Meinungen sind gefragt

BeitragVerfasst am: 26.04.2009, 20:17
Guten Abend.

Ich habe hier im Forum schon einiges mitgelesen und suche eigentlich die Antwort auf die Frage, ob es sich lohnt, weiterzuschreiben. Ich habe leider bisher noch kein "ehrliches" Feedback erhalten(Freundin und Bekannte zählen da für mich nicht Wink ) und wüsste einfach zu gern, ob dieser Stil und der Titel, die Thematik, jemanden von euch ansprechen würde und ihr weiterlesen wollen würdet.


Die Zukunft wird nie so aussehen, wie wir sie uns vorstellen. Fliegende Untertassen und Raumschiffe vielleicht, eine heile Welt aber wird es nie geben.
Die ganz normale Zukunft sieht leider anders aus.
Und hier ist sie.
Eine wahre Zukunftsgeschichte.



Leseprobe:


„Wir werden es durchziehen, egal was passiert. Und wir werden Erfolg haben. Und wir werden zusehen, wie sämtliche Regierungen dieser Welt vor uns niederknien.“



„Ich wünsche mir die gute alte Zeit zurück.“ dachte Daniel verärgert, während er mit dem Fast Food Automat kämpfte. Fünf Dollar hätte das Gerät schon verschlungen, ohne ihm auch nur einen einzigen Burger zu geben.
Entnervt kramte er in seiner Hosentasche nach einem weiteren Dollar und drückte diesen wütend in den Annahmeschlitz.
Der Bildschirm flackerte auf und Daniel hörte erleichtert die bekannte Frauenstimme.
„Herzlich Willkommen bei Xtreme. Ihr Guthaben lässt folgende Auswahl zu.“
Mehrere Produkte erschienen auf dem Monitor und Daniel entschied sich für einen Ribbon.
„Vielen Dank. Bitte legen sie nun ihren rechten Ringfinger zur Identifikation auf das Sensorfeld.“
Früher hatte sich Daniel immer einen Spaß daraus gemacht, die Bestellannahme mit allen Fingern, außer dem Verlangten zu verwirren, aber heutzutage war er schon froh, wenn sein Essen überhaupt in den Ausgabeschacht plumpste. Er ließ seinen Finger scannen und wartete.
„Vielen Dank Herr Garret. Ihre Bestellung wird vorraussichtlich 2 Minuten in Anspruch nehmen. Während sie warten präsentieren wir ihnen attraktive Produktinformationen, speziell auf ihre Wünsche abgestimmt.“
Es folgten mehrere bekannte Werbejingles und Informationen über verschiedene, neuerschienene Computerspiele, Trainingseinrichtungen aus der Umgebung sowie das Ticketsystem seines Lieblingsvereins.
Mit einem leisen Zischen öffnete sich der Ausgabeschacht und Daniel entnahm seinen fertigen Burger.
„Xtreme wünscht einen Guten Appetit. Und denken sie daran: Bezahlung mit Bargeld ist bei Xtreme nur noch bis zum 04.10.2036 möglich. Wir empfehlen die Lifecard von B-Systems. Möchten sie jetzt weitere Informationen anfordern?“
Diese Worte bekam Daniel schon gar nicht mehr mit. Er kannte die „Empfehlungen“ von Xtreme schon auswendig und war bereits auf dem Weg zurück zu seiner Wohnung.
Bargeld hatte ihn schon immer fasziniert, eine Tatsache, mit der er meist allein dastand.
Seine Mutter hatte einmal gesagt, als sie an einem November gemeinsam im Park gesessen hatten, sie hätte Angst vor dem neumodischen Quatsch. Warum sie Angst davor hatte, hatte sie nie gesagt, allerdings manifestierte sich dieser Satz so sehr in seinem Kopf, dass eine Lifecard nie in Frage kommen sollte.
„Nun bin ich wohl bald auf diese Scheiße angewiesen.“ fluchte Daniel leise und wurde wieder einmal durch die unangenehmen Blicke der Leute bestätigt, die ihn neugierig beobachteten, während er mit seinem letzten echten Dollar eine Fahrgenehmigung am Automaten löste. „Auch das noch. Neues Geld holen, das hat mir gerade noch gefehlt.“ dachte er sich schnaubend, während das Gerät seine Bezahlung bestätigte.


ein gespannt wartender
Draiden
 
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BeitragVerfasst am: 26.04.2009, 20:35
„Wir werden es durchziehen, egal was passiert. Und wir werden Erfolg haben. Und wir werden zusehen, wie sämtliche Regierungen dieser Welt vor uns niederknien.“
(Etwas flüssiger wäre: „Wir werden es durchziehen und Erfolg haben, egal was passiert. Und wir zusehen, wie sämtliche Regierungen dieser Welt vor uns niederknien.“)



Ich wünsche mir die gute alte Zeit zurück, dachte Daniel verärgert, während er mit dem Fast Food Automat kämpfte. Fünf Dollar hatte das Gerät schon verschlungen, ohne ihm auch nur einen einzigen Burger zu geben. (ohne auch nur einen einzigen Burger auszuspucken)
Entnervt kramte er in seiner Hosentasche nach einem weiteren Dollar und stopfte ihn wütend in den Annahmeschlitz (alt. Geldschlitz).
Der Bildschirm flackerte auf und Daniel hörte erleichtert die bekannte Frauenstimme.
„Herzlich Willkommen bei Xtreme. Ihr Guthaben lässt folgende Auswahl zu.“
Mehrere Produkte erschienen auf dem Monitor und Daniel entschied sich für einen Ribbon.
„Vielen Dank. Bitte legen sie nun ihren rechten Ringfinger zur Identifikation auf das Sensorfeld.“
Früher hatte sich Daniel immer einen Spaß daraus gemacht, die Bestellannahme mit allen Fingern, außer dem Verlangten zu verwirren, aber heutzutage war er schon froh, wenn sein Essen überhaupt in den Ausgabeschacht plumpste. Er ließ seinen Finger scannen und wartete.
„Vielen Dank Herr Garret. Ihre Bestellung wird vorraussichtlich 2 Minuten in Anspruch nehmen. Während Sie warten präsentieren wir Ihnen attraktive Produktinformationen, speziell auf ihre Wünsche abgestimmt.“
Es folgten mehrere bekannte Werbejingles und Informationen über verschiedene, neu erschienene Computerspiele, Trainingseinrichtungen aus der Umgebung sowie das Ticketsystem seines Lieblingsvereins.
Mit einem leisen Zischen öffnete sich der Ausgabeschacht und Daniel entnahm seinen fertigen Burger.
„Xtreme wünscht einen Guten Appetit. Und denken Sie daran: Bezahlung mit Bargeld ist bei Xtreme nur noch bis zum 04.10.2036 möglich. Wir empfehlen die Lifecard von B-Systems. Möchten Sie jetzt weitere Informationen anfordern?“
Diese Worte bekam Daniel schon gar nicht mehr mit. Er kannte die „Empfehlungen“ von Xtreme schon auswendig und war bereits auf dem Weg zurück zu seiner Wohnung.
Bargeld hatte ihn schon immer fasziniert, eine Tatsache, mit der er meist allein dastand.
Seine Mutter hatte einmal gesagt, als sie an einem November gemeinsam im Park gesessen hatten, sie hätte Angst vor dem neumodischen Quatsch. (Irgendwann einmal, als er zusammen mit seiner Mutter im Park gesessen hatte, meinte sie zu ihm, dass sie ...) Warum sie Angst davor hatte, hatte sie nie gesagt (erklärte sie nicht) , allerdings manifestierte sich dieser Satz so sehr in seinem Kopf, dass eine Lifecard nie in Frage kommen sollte.
„Nun bin ich wohl bald auf diese Scheiße angewiesen“, fluchte Daniel leise und wurde wieder einmal durch die unangenehmen Blicke der Leute bestätigt (in was bestätigt?), die ihn neugierig beobachteten, während er mit seinem letzten echten Dollar eine Fahrgenehmigung am Automaten löste.
Auch das noch. Neues Geld holen, das hat mir gerade noch gefehlt, dachte er sich schnaubend, während das Gerät seine Bezahlung bestätigte.

Finde ich gut.
Weiter so.

Gruß
Hakket

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BeitragVerfasst am: 26.04.2009, 20:53
Ich fand es auf jeden Fall interessant genug, dass ich es komplett gelesen habe.

Also, ich finde die Stimme des Automaten hast du sehr glaubwürdig und überzeugend getroffen.

Zum Ende des Textes hin bin ich dann aber immer öfter über komische Formulierungen gestoplert, habe leider gerade nicht die Zeit, dass einzeln anzuführen.

Aber alles in allem ganz gut, ist halt nur noch Feintuning nötig.

Gruß
Weasel
 
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BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 02:28
Weasel hat Folgendes geschrieben:
Ich fand es auf jeden Fall interessant genug, dass ich es komplett gelesen habe.

Also, ich finde die Stimme des Automaten hast du sehr glaubwürdig und überzeugend getroffen.

Zum Ende des Textes hin bin ich dann aber immer öfter über komische Formulierungen gestoplert, habe leider gerade nicht die Zeit, dass einzeln anzuführen.

Aber alles in allem ganz gut, ist halt nur noch Feintuning nötig.

Gruß
Weasel


Würde mich freuen noch von dir zu hören, welche komischen Formulierungen du meinst.
 
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Re: Menschheitsende - Meinungen sind gefragt

BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 07:21
Draiden hat Folgendes geschrieben:
Guten Abend.
Die Zukunft wird nie so aussehen, wie wir sie uns vorstellen. Fliegende Untertassen und Raumschiffe vielleicht, eine heile Welt aber wird es nie geben.
Die ganz normale Zukunft sieht leider anders aus.
Und hier ist sie.
Eine wahre Zukunftsgeschichte.

Leseprobe:


Seine Mutter hatte einmal gesagt, als sie an einem November gemeinsam im Park gesessen hatten, sie hätte Angst vor dem neumodischen Quatsch. Warum sie Angst davor hatte, hatte sie nie gesagt, allerdings manifestierte sich dieser Satz so sehr in seinem Kopf, dass eine Lifecard (für sie) nie in Frage kommen (würde).
„Nun bin ich wohl bald auf diese Scheiße angewiesen.“ fluchte Daniel leise und wurde wieder einmal durch die unangenehmen Blicke der Leute bestätigt, die ihn neugierig beobachteten, während er mit seinem letzten echten Dollar eine Fahrgenehmigung am Automaten löste. „Auch das noch. Neues Geld holen, das hat mir gerade noch gefehlt.“ dachte er sich schnaubend, während das Gerät seine Bezahlung bestätigte.


ein gespannt wartender
Draiden


Hallo Draiden!

Ich habe deinen Text ganz durchgelsesen. Bei der Sache mit der Karte musste ich sofort an meine Zwangsbekartung vor 20 Jahren denken. Kein Barabheben mehr bei der Bank. Für mich war das utopisch.
Einige Formulierungen im Text würde ich noch ändern. Lies dir den Text einfach noch öfter laut vor. Meistens kommt man selber dahinter.

Dein Titel lautete: Menschheitsende und so recht wollte für mich die Leseprobe nicht dazu passen. Sie war utopisch, aber nicht so, dass man jede Minute das Ende der Menschheit erwarten würde. Dazu war es zu undramatisch.

Alles in allem fand ich den Text gut geschrieben und wie schon gesagt wurde: Der Dialog mit dem Automaten ist vortrefflich. book


Zuletzt bearbeitet von Dozen-Roses am 27.04.2009, 12:47, insgesamt einmal bearbeitet
 
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Re: Menschheitsende - Meinungen sind gefragt

BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 12:02
Zitat:
„Ich wünsche mir die gute alte Zeit zurück.“

Daniel ist doch, wie ich denke, noch recht jung, oder? Die Geschichte spielt im Jahre 2036. An welche Zeit denkt er dann zurück? Wir zahlen doch heute schon fast alles mit Karten.

Zitat:
„Auch das noch. Neues Geld holen, das hat mir gerade noch gefehlt.“

Ja, leichter ginge es mit einer Karte. Wink
Das ist unlogisch. Er lehnt die einfache Kartenzahlung ab, beschwert sich dann aber, dass er schon wieder Geld holen muss.

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Liebe Grüße
Christel

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Re: Menschheitsende - Meinungen sind gefragt

BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 16:09
Bärentante hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
„Ich wünsche mir die gute alte Zeit zurück.“

Daniel ist doch, wie ich denke, noch recht jung, oder? Die Geschichte spielt im Jahre 2036. An welche Zeit denkt er dann zurück? Wir zahlen doch heute schon fast alles mit Karten.

Zitat:
„Auch das noch. Neues Geld holen, das hat mir gerade noch gefehlt.“

Ja, leichter ginge es mit einer Karte. Wink
Das ist unlogisch. Er lehnt die einfache Kartenzahlung ab, beschwert sich dann aber, dass er schon wieder Geld holen muss.


Vielen Dank für deine Kritik. In meiner im Buch beschriebenen Zukunft sind die sog. Lifecards Karten für alles. Arzt, Geld, Einkaufen, wirklich alles wird mit Informationen der Lifecard bezahlt oder durchgeführt. Daniel ist einer der Wenigen, die sich an die gute alte Zeit klammern und zum Beispiel das Bezahlen mit Bargeld "mögen", so wie heutzutage z.b. einige noch auf ihren Kassetten oder Videorekorder schwören.


Zitat:

Dein Titel lautete: Menschheitsende und so recht wollte für mich die Leseprobe nicht dazu passen. Sie war utopisch, aber nicht so, dass man jede Minute das Ende der Menschheit erwarten würde. Dazu war es zu undramatisch.

Alles in allem fand ich den Text gut geschrieben und wie schon gesagt wurde: Der Dialog mit dem Automaten ist vortrefflich.


Ich werde gleich mal eine kleine Buchzusammenfassung schreiben, der Text, der hier zu lesen ist, ist das allererste Kapitel und somit klar, dass die Zusammenhänge nicht deutlich sind. Vielleicht kann man ihn dann ein wenig besser verstehen.

Draiden
 
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BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 16:20
Menschheitsende

Wir schreiben das Jahr 2036. Die Welt wird zu The Earth. Sämtliche Regierungen der Welt sind gestürzt worden, der amerikanische Präsident wird Präsident der Welt. Ziel: Alle sollen gleich sein.
Länder unterscheiden sich in ihrer Nummer, nicht anhand ihres Namens.
Das einzige Land der Welt heißt: The Earth.
Bis auf wenige Ausnahmen gehen die Menschen nicht mehr arbeiten, da es nicht mehr nötig ist: Jeder Mensch erhält den gleichen Betrag am Anfang des Monats auf seine Lifecard.
Lifecard? Genau, alle persönlichen, werberelevanten und finanziellen Informationen sind darauf gespeichert. Das Bargeld stirbt aus.
Arm und Reich gibt es nicht mehr.
Eine Bank, eine Krankenkasse, eine Fast Food Kette, vollautomatisch durch Computer bedient und gesteuert. Geleitet durch den Präsidenten der Welt.


Ich hoffe, nun ist ein bisschen klarer, worum es geht und man versteht den Kontext ein wenig mehr.

Freut sich weiter auf Kritik
Draiden
 
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BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 18:52
Oha, anhand deiner letzten Anführung bin ich aber gespannt, wie das funktionieren wird, was du dir da als Weltbild ausgedacht hast.

cheezy grin

Gruß
Hakket

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BeitragVerfasst am: 27.04.2009, 20:29
Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Oha, anhand deiner letzten Anführung bin ich aber gespannt, wie das funktionieren wird, was du dir da als Weltbild ausgedacht hast.

cheezy grin

Gruß
Hakket


Hi,hi, genau: Wer schafft das Essen ran, melkt die Kühe, liefert die Milch, baut die Häuser, betreut Kranke, wer fährt Bahn und Bus, wer backt das Brot?

Das ist so utopisch, dass es vielleicht eine Woche gutgehen würde. Für mich wäre das Konzept an dieser Stelle gestorben.

Gruß Rose Rolling Eyes
 
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BeitragVerfasst am: 28.04.2009, 05:56
Dozen-Roses hat Folgendes geschrieben:
Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Oha, anhand deiner letzten Anführung bin ich aber gespannt, wie das funktionieren wird, was du dir da als Weltbild ausgedacht hast.

cheezy grin

Gruß
Hakket


Hi,hi, genau: Wer schafft das Essen ran, melkt die Kühe, liefert die Milch, baut die Häuser, betreut Kranke, wer fährt Bahn und Bus, wer backt das Brot?

Das ist so utopisch, dass es vielleicht eine Woche gutgehen würde. Für mich wäre das Konzept an dieser Stelle gestorben.

Gruß Rose Rolling Eyes


Ich sage ja, es gibt noch einige wenige Arbeiter.
Fühl mich gerad etwas vor den Kopf gestoßen, auch, wenn das vielleicht nicht beabsichtigt war. Ich habe solche Sachen natürlich vorher gut durchdacht, bin ja nicht blöd. shocked eyes
Aber ohne das ganze Buch zu kennen, ist es natürlich schwierig, sich so etwas vorzustellen und nachzuvollziehen.
 
  Draiden 
 
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BeitragVerfasst am: 28.04.2009, 15:24
Draiden hat Folgendes geschrieben:

Aber ohne das ganze Buch zu kennen, ist es natürlich schwierig, sich so etwas vorzustellen und nachzuvollziehen.


Genau da liegt der Hase im Pfeffer.

Das Konzept dieser Welt bzw. Gesellschaft muss vollständig vorhanden sein, bevor die Geschichte erzählt wird. Sonst gibt es irgendwann wegen des Handlungsablaufes Unstimmigkeiten im Weltenkonzept, die dann nur sehr mühsam auszubügeln sind.

In einer klassen- und geldlosen Gesellschaft, wo die Grundbedürfnisse gesichert sind - wer soll oder muss arbeiten, und warum? Laut Bedürfnispyramide sicherst du den Menschen in deiner konstruierten Welt die erste Stufe der Bedürfnispyramide zu. Was ist mit den anderen Stufen?

Wenn in deiner erdachten Welt die Weltregierung "Brot und Spiele" als oberstes Prinzip erkoren hat, welche Auswirkungen hat das auf die Bevölkerung? Warum soll sich irgend jemand anstrengen, geistig oder körperlich, wenn es letztlich nicht notwendig erscheint? Politische Ideen und technische Entwicklung beruhen (auch) auf menschlichem Elend und dem Drang, diese Zustände abzuschaffen. Wenn das nicht mehr da ist, welche Folgen hat da für die gesellschaftlich-politische Diskussion?

Das sind nur die ersten Fragen, die mir bei solchen Welt-Modellen immer durch den Kopf gehen. Meist heißt es dann, dass die Menschen sich geistig entsprechend gewandelt haben und nur noch Altruisten auf der Erde leben ... na ja ...

LG
Siegfried

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Siegfried

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