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Nächte-wie diese... John Belush-Krimi

BeitragVerfasst am: 15.11.2010, 10:21
Titel: Nächte-wie diese... John Belush-Krimi
Autor: Klaas Klaasen

ISBN: 978-3-923809-88-2
Seiten: 165
Preis: Euro: 16,80

Klappentext:

KURZINHALT

New Orleans 2003: In einer verrauchten Bar ist der ehemalige Police-Detektiv John Belush Zeuge eines kaltblütigen Mordes am Emigranten San Diego. Der Mörder kann sich ohne Mühe unerkannt vom Tatort entfernen.
Jeder der nun folgenden Protagonisten ist verdächtig, jeder hat ein Motiv, jeder scheint das Geheimnis zu bergen,den Auftrag an den Killer weitergegeben zu haben. Die Darsteller in diesem Krimi sind schön, temperamentvoll, intelligent, sinnlich und gefährlich. Einer von ihnen ist schuldig, kaltblütig einen ihm gefährlichen Gegner nach dem anderen auszuschalten. Oder sind es sogar mehrere Auftragkiller, die hier für Tod und Chaos sorgen?

In dem Kriminalroman Nächte wie diese...“von Klaas Klaasen, inszeniert dieser in seinem Erstlingswerk eine dramatische Kriminalgeschichte um gegenseitige Ausspielung, um Verdächtigung und Schuldzuweisung.

Pressestimmen

Das who is who der Deutschen Krimi-Leser trifft die Crème de la Crème der deutschen Krimi -Langweiler. Es kommt zu einem einzigartigen deutsch-deutschen Krimi Gipfeltreffen.

Inhalt:

Leseprobe

Nächte-wie diese...John Belush-Krimi

„Ich habe nur getan, was getan werden musste. Alles das, wozu du – mein eigener Sohn - keinen Schneid besitzt”, sagte Wilfried Hornmann verächtlich und hieb mit der Faust auf den Tisch, dass es krachte.
”Du verschließt deine Augen. Das hast du auch die ganzen letzten 30 Jahre immer getan. Dabei ist klar, wenn etwas getan werden muss, ist es nicht aufzuhalten. Außerdem ist es jetzt zu spät, nach einer anderen Lösung zu suchen.”

Clearence Hornmann trat nah an den Alten heran und sagte: „Was - genau – hast - du - getan, Vater?”
„Ausradiert, “krähte der Greis im vollen Brustton der Zufriedenheit. „Allesamt ausradiert! Was glaubst denn - du?” „Was heißt das - ausradiert?”
”Ausradiert heißt ausradiert, weggeputzt den Schmutz. Alle jene sind eliminiert, die versucht haben, uns zu erpressen. Leider scheint das nun irgendwie außer Kontrolle geraten zu sein.“

Der massive Eichenschrank im Büro seines Vaters wuchs unaufhörlich, formte sich, bildete sich zu einem Monster heran.

Clearence Hornmann wurde vom Anblick schwindelig. Er musste an die Luft und öffnete die Verandatür, die


zum Swimmingpool führte. Er zog sein Hemd über den Kopf, schüttelte die Hose ab. Dann sprang er in das blaue Nichts des riesigen Bassins und tauchte in die Gedanken seiner seelischen Verschlossenheit ein. Er spielte - tot sein. Ließ sich vom Wasser an die Oberfläche heben und versuchte, wie eine Leiche schwerelos zu treiben.

Er wusste, sein Vater hatte recht. Tatsächlich verschloss er in all den vergangenen Jahren seine Augen. Einfach weggesehen hatte er, wenn es mal knallte. Und es knallte oft in seinem Leben. Als er 12 Jahre alt war und sein Vater noch in Amt und Würden auf dem Richterstuhl zu New Orleans saß , im Jahr 1972, war die örtliche Polizei korrupter als jede andere auf der Welt herrschende Diktatur. Es war auch der korrupteste Polizeihaufen der gesamten Vereinigten Staaten.

Gleich Jahresringen, die sich um Baumstämme ziehen, führten ihn seine Gedanken nun zu dem heißen Tag in Central City vor 43 Jahren. Da wurde im Arbeiterviertel, mitten in New Orleans, nahe der Danneel Street und der Josephine Street ein brutaler Mord verübt. Er konnte sich genau erinnern.
Mittagszeit war es, kein Mensch auf der Straße zu sehen. Viele ähnliche Bilder kreisten während all der Jahre, Monster-Hurrikans ähnlich, bis heute in seinem Kopf herum. An der Ecke in Central City sah er, wie ein von seinem Vater beauftragter Killer zwei Menschen kaltblütig hinrichtete.

Immer und immer verdrängte er sein besseres Wissen darum, tat es ab damit, dass ein Richter, wie es sein Vater war, genau wissen müsse, was zu tun sei. Es gelang ihm,


sich einzureden, dass alles seine Berechtigung haben würde und somit eine gute Tat sei.
„Wirklich“, murmelte er, als er dem Swimmingpool entstieg, klatschnaß - jedoch nicht nur vom kühlenden Wasser, sondern eher noch vom Schweiß, der ihm aus allen Poren drang. „Ich bin ein zweiter Hornmann. Verkörpere mein vom Vater ererbtes eigenes Verbrecherprofil.”

Clearence´ Gedanken kreisten - wie ein Adler auf der Suche nach Futter - in die Vergangenheit zurück, und er fragte sich: Hatte sein Vater wirklich nur die Familie schützen wollen, wie er immer wieder behauptete oder ruhte in ihm ein schlafendes Ungeheuer, das, einmal geweckt, keine Gnade kannte, nur um sich selbst zu schützen? War er in Wahrheit jenes Monster, als das er nach seiner Flucht in hunderten von Tageszeitungen beschrieben worden war?



Trotz seines hohen Alters betätigte sich Wilfried Hornmann immer noch mit leichtem Sport. Es war Zeit für seine allabendliche Runde im Bad. Er ging nach draußen zum Swimmingpool. Clarence war nicht mehr da. Auch ein Greis kann es noch genießen, ein, zwei Bahnen auf und ab zu schwimmen. Er hatte ein gutes Leben gehabt, hatte sich immer genommen, was er wollte, wie viel er wollte. Was gingen ihn andere an? Jeder ist sich selbst der Nächste. Wer ihm in den Weg kam und eine Störung verursachte, wurde wie eine


Ameise unter dem Stiefelabsatz zertreten. Er war gefüllt mit Zufriedenheit. Alle waren weg, die ihm schaden konnten. Alle?

Ein leichter Regen begann zu tröpfeln, und Hornmann drehte seinen Körper, um auf dem Rücken paddelnd den Regen in seinem Gesicht zu spüren.
Dann - wie aus heiterem Himmel donnerte es – er hatte das herankommende Gewitter vorausgesehen und er konnte nun seinen vor Wochen geschmiedeten Plan in die Tat umsetzen...


Zuletzt bearbeitet von klaasen1 am 16.11.2010, 21:32, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 15.11.2010, 10:31
Ah, klassisches Schwarz-Weiß auf dem Cover. Viel Glück. thumb up thumb up thumb up

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BeitragVerfasst am: 15.11.2010, 11:34
Ist die Nähe des Namens zu John Belushi Zufall oder Absicht?

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BeitragVerfasst am: 16.11.2010, 05:12
Hallo Matthias

Zufall! Dachte dabei gar nicht an den Musiker. Obwohl ich ihn noch kannte als Konzertveranstalter.


klaas

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BeitragVerfasst am: 16.11.2010, 08:52
Eigentlich war er ja auch Schauspieler (»Blues Brothers«).

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BeitragVerfasst am: 16.11.2010, 21:25
Stimmt! Bild mit James Brown und glaube Joe Cocker ist auch mit drauf.

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BeitragVerfasst am: 16.11.2010, 22:35
Das sieht mir eher wie Keith Richards aus.

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BeitragVerfasst am: 08.12.2010, 17:11
Hallo Klaas,

meinen Glückwunsch zur Veröffentlichung!
Mag der geniale Belush bald auch die schummrigen Bestsellerlisten durchleuchten.


Viel Erfolg!

Gruß
Peter

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Auch ich...

BeitragVerfasst am: 08.12.2010, 17:13
...wünsche Dir viel Erfolg : )

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BeitragVerfasst am: 17.12.2010, 17:09
Merci!

klaas

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