 | noch mal die Textstelle | Verfasst am: 25.06.2009, 14:07 |
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Noch mal der überarbeitete Text.
Die Festung mit ihren efeubewachsenen Mauern stand südlich des eigentlichen Standortes. Ihre Zugbrücke war gerade geschlossen, so dass jedermann der Zutritt zum Festungsinneren verwehrt blieb. In einem der oberen Turmzimmer wuselte eine kleine Gestalt herum. Ihre Haare waren weiß wie Schnee und auf ihrer Nase hatte sie eine dicke Warze. Die Kleider waren zerrissen. Auf dem Umhang schien eine Sonne.
„Gewusst hab ich´s! Immer gewusst! Jetzt ist er da!“, murmelte sie.
Sie mischte leise murmelnd und mit krächzender Stimme Zaubertränke aus Krähenfüßen und seltsam riechenden Kräutern zusammen und blickte hin und wieder hektisch aus dem Turmfenster in Richtung der grünen Ebene, an dessen Horizont sich ein Fluss entlangschlängelte. Zu dessen rechter Seite befand sich ein dunkler Wald. Sie wusste, dass er da war. Der eine, der sie aufhalten konnte. Der eine, der sie bezwingen konnte. Ununterbrochen blickte sie aus dem Fenster. Ihre Augen blitzten hin und her. Ihre Pupillen waren geweitet und das Weise schien alles zu verschlingen. Urplötzlich erschrak sie. Eine Krähe hatte sich auf das Fenster gesetzt und blickte sie starren Blickes an. Ihr krächzend riss sie aus den Gedanken.
Etwas Seltsames ging in dieser Festung vor. Die Gestalt mischte und rührte weiter ihren Trank zusammen, flüsterte magische Zauberformeln, was in eine Art monotones und hypnotisierenden Singsang überging. Wild kreiste die Gestalt mit ihren knochigen Händen über dem Topf, unter dem das Feuer immer mehr zu flackern begann, bis hohe Flammen emporschossen. Dann goss sie sich mit einer eisernen verrosteten Kelle etwas Zaubertrank in einen Becher, setzte ihn an ihren Mund und trank diesen vollkommen leer. Wenig später hörte man es ächzen und gurgeln und dann verwandelte sich die Gestalt in ein Monster. Ein großes graues Monster, das Feuerspeien konnte, stand jetzt mitten im Zimmer. Es war eine Mischung aus Drachen und Pferd.
Ich bedanke mich schon mal für die Unterstützung!!
lg
Bianca |
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Zuletzt bearbeitet von Bianca am 25.06.2009, 17:20, insgesamt 3-mal bearbeitet _________________ Augustus ISBN: 978-38370-9066-6
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Bianca |
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 | | Verfasst am: 25.06.2009, 14:39 |
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Hallo Bianca,
ich kann mir gut vorstellen, dass daraus eine gute Geschichte werden kann.
Du solltest versuchen, deine Beschreibungen mehr in die Geschichte einfließen zu lassen. Nach dem Motto "show, don't tell".
Insbesondere in der zweiten Hälfte des ersten Absatzes solltest du deine gehässige Fee handeln lassen z.B. könnten ihre Haare, die so weiß, wie Schnee waren, in den Topf mit dem Gebräu rein hängen lassen. Das kann sie sich dann aus dem Gesicht streichen, oder aber, sich gar nicht erst davon stören lassen. Ihre Warze könnte sich in dem Gebräu spiegeln. Die Sonne fiel durchs Fenster auf den Umhang der Fee und erwärmte ihn (dann hast du gleich eine Sinneswahrnehmung mit drin und keine trockene Beschreibung).
Dass sie die gehässigste Fee im ganzen Lande war, würde ich auf keinen Fall schreiben! Lass es den Leser selbst herausfinden - zeige ihre Gehässigkeiten (was du später sicher sowieso machen wirst).
Im zweiten Absatz solltest du die Sätze unbedingt kürzer halten. Aus dem ersten Satz kannst du mindestens zwei machen, eher sogar drei.
Auch dass sie nervös war, würde ich nicht mit einem Wort ausdrücken. Das kannst du den Leser fühlen lassen. Beschreibe ein paar Kleinigkeiten, die Menschen machen, wenn sie nervös sind. Dann springt diese Empfindung auf den Leser über. Er kann die Nervösität fühlen und liest nicht nur eine einfache Beschreibung über ihren Zustand.
"Das der Auserwählte in diesem Augeblick" ... Da reicht es, wenn du schreibst, "sie wusste, dass der Auserwählte im Land war" - es ergibt sich ja von allein, dass er das nicht gestern oder morgen sein wird, sondern jetzt.
Das Füllwort "einfach" würde ich "einfach" streichen - ohne ist es knackiger und sagt genauso viel aus.
Zum letzten Absatz, auch da würde ich die Sätze in mehrere kürzere Sätze aufteilen. Das Wort "Gestalt" wiederholt sich zu oft. Und die Verwandlung zum Monster kannst du viel viel lebendiger beschreiben! Schrumpfe diese wichtige (ich gehe mal davon aus, dass es wichtig ist) Tatsache nicht zu einem Satz zusammen. Lasse den Leser an jedem einzelnen Akt dieser Verwandlung teilhaben. Stell dir vor, was genau sich verändert und dann lass die Fingernägel, die Haare und sonstwas wachsen. Lass Geräusche dabei im Raum dröhnen, beschreibe die vielleicht verwirrten Gefühle dabei (falls sie das zum ersten mal machen sollte).
Du kannst diesem Abschnitt noch viel mehr Leben einhauchen und ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.
Lieben Gruß
Tanja |
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 | | Verfasst am: 25.06.2009, 14:57 |
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Danke Tanja,
für deine Hilfe. Was mich am Anfang allerdings irritiert hatte, war ein Beitrag von mir, wo ich solche STellen beschrieben habe und da hieß es ich soll das sein lassen. Jetzt schreibst du ich soll diese Szenen zeigen damit die Leser mitempfinden können. Diesen Weg werde ich jetzt einschlagen. Und das Beste aus der Sache machen.
lg
Bianca |
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 | | Verfasst am: 25.06.2009, 15:00 |
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Zum Glück kenne ich den Beitrag nicht, und habe vollkommen unbefangen geschrieben
Letztendlich musst du es immer so halten, wie du selbst davon überzeugt bist. Dort, wo viele Leute, etwas zu sagen haben (oder meinen, zu sagen zu haben ) wirst du IMMER verschiedene Meinungen hören. Die Kunst ist es, die Meinungen heraus zu picken, die dich selbst überzeugen. |
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 | | Verfasst am: 25.06.2009, 17:17 |
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Hi Bianca,
du hast dich gemacht. Dieser Text klingt nach einer Entwicklung deiner Schreiberei. Prima.
Was Beschreibungen angeht: Alles Geschmacksache. Für mich gibt es nichts schlimmeres, als einen trockenen und bildlosen Text, der mit der Begründung geliefert wird, der Leser muss seine Phantasie benutzen können, um sich ein eigenes Bild von der Situation zu machen. Natürlich kann es wie überall zuviel oder zuwenig des Guten geben.
Ansonsten sehe ich es teilweise so wie Tanja. Über Satzlängen lässt sich ebenfalls streiten, manche könntest du wirklich aufteilen. Auch hier gilt es, Maß zu halten. Zu kurz und abgehackt aneinander gereihte Sätze eignen sich für schnelle oder schnell aufeinanderfolgende Abläufe, während ein längerer Satz auch schon einmal Ruhe in ein Geschehen bringen kann. Allerdings, auf Wortwiederholungen auch bei Satzverbindungen würde ich noch achten.
Die Sache mit den ss beim dass hast du fast raus. Prima, nur unten im letzten Satz ist ein s zuviel am das, denn hier könntest du ja auch "welches" schreiben.
Ansonsten weiter so, du steigerst dich.
VG
Lofi |
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 | | Verfasst am: 25.06.2009, 17:24 |
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Danke Lofi,
Ich bin auch momentan mit dem Band, das schwert der Wahrheit beschäftigt, da kannich mir viel rausnehmen. Ausser bei einem Satz, da hab ich zweimal lesen müssen. Oder hast du schon mal geräuschvollen Nebel durchs land ziehen sehen. *grübel*
Jedenfalls schreibt der Autor dort: der Nebel zieht geräuchlos durchs land. (kurzfassung) Vielleicht will er aber auch nur die gegenwärtige Stille zeigen. Bin am Überlegen.
lg
Bianca |
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 | | Verfasst am: 25.06.2009, 17:48 |
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| Bianca hat Folgendes geschrieben: |
| der Nebel zieht geräuchlos durchs land. |
Hat was Poetisches, vielleicht ist es Absicht.
VG
Lofi |
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 | Re: noch mal die Textstelle | Verfasst am: 25.06.2009, 18:10 |
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Ein paar Kleinigkeiten,die mir beim Anlesen aufgefallen sind:
| Bianca hat Folgendes geschrieben: |
Die Festung mit ihren efeubewachsenen Mauern stand südlich des eigentlichen Standortes. Ihre Zugbrücke war gerade geschlossen, so dass jedermann der Zutritt zum Festungsinneren verwehrt blieb. In einem der oberen Turmzimmer wuselte eine kleine Gestalt herum. Ihre Haare waren weiß wie Schnee und auf ihrer Nase hatte sie eine dicke Warze. Die Kleider waren zerrissen. Auf dem Umhang schien eine Sonne.
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und
| Zitat: |
Sie mischte leise murmelnd und mit krächzender Stimme Zaubertränke aus Krähenfüßen und seltsam riechenden Kräutern zusammen ... |
Mit krächzender Stimme lässt sich schlecht murmeln.
Besser ist vielleicht:
... mal leise murmelnd, mal mit krächzendem Gemecker ...
oder so  |
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 | | Verfasst am: 26.06.2009, 17:33 |
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