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Re: Roman und Sachbuch

BeitragVerfasst am: 04.06.2009, 11:05
Hallo Walter,

WalterJoergLangbein hat Folgendes geschrieben:
(In der Schule mussten wir immer "Plotts" anlegen, nach denen dann Aufsätze geschrieben wurden. Ich habe immer erst den Aufsatz verfasst, den Plott dann hinterher geschrieben. Auf diese Weise stimmten Plott und Aufsatz überein, was bei Mitschülern nicht immer der Fall war...)


So habe ich es auch immer gehandhabt, weil Aufsatz und Plott sonst zu sehr auseinanderklafften.

Leider (?) bin ich dieser Tage, als ich etwas ganz anderes suchte, auch auf einige der damaligen Aufsätze gestoßen Crying or Very sad

Sagenhaft, wie ich teilweise geschwafelt habe und mir immer wieder der rote Faden verloren ging. Im Nachhinein denke ich, dass es vielleicht doch besser gewesen wäre, sich mehr Gedanken über den Plott zu machen. Die Zeit hätte sich beim Schreiben bestimmt wieder hereinholen lassen.

Heute plotte ich zum Glück immer, wenn auch nicht unbedingt vorher, sondern meistens erst, wenn die ersten Seiten geschrieben sind. Und ich ändere den Plott auch meistens während des Schreibens noch mehrere Male, weil mir neue Ideen und Erkenntnisse kommen, aber die Grundstruktur bleibt in der Regel erhalten.

Beste Grüße,

Heinz.

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  hawepe 
 
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BeitragVerfasst am: 04.06.2009, 23:12
Ich bin nach wie vor kein Freund des Plottens. Cool

Das ist mir viel zu viel Zeit, die dafür draufgeht, nur die Handlung zu entwerfen. Für gewöhnlich habe ich ein paar fixe Szenen im Kopf und baue den Rest passend dazu auf, wobei ich einfach alles passieren lasse, ohne mir allzu sehr Gedanken dazu zu machen.

Ich habe allerdings einmal an einem langen Fantasy-Roman geschrieben und bin irgendwann nach ein paar hundert Seiten in Straucheln geraten. Plötzlich war mir alles zu viel, ich konnte die ganzen (es waren wirklich viele) Handlungsstränge nicht mehr richtig einordnen, wusste nicht mehr genau über den Kenntnisstand der einzelnen Charaktere bescheid und schon gar nicht über die diversen Standorte einzelner Gruppen.
Ich habe dann für jede einzelne Person einen kompletten Handlungsablauf aufgeschrieben. Was sie in Szene 1, 2, 3 ... macht und denkt, was sie sagt und wie sie es tatsächlich meint und wann sie wo auf wen trifft, etc ...
War ein unglaublich großer Aufwand ... und gebracht hat's gar nichts! Laughing

Soviel dazu.

Grüße,
chris
 
  CM87 
 
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BeitragVerfasst am: 04.06.2009, 23:30
Hallo,

plotten ist für mich im Prinzip die Hauptarbeit am ganzen Roman und kommt noch vor der Recherche. Erst danach kommt das Schreiben. Liegt vielleicht daran, dass ich mehr Zeit zum Denken als zum Schreiben habe. blink

Als ich 'ernsthaft' mit dem Schreiben angefangen habe, mit 12 etwa, habe ich einfach drauf losgeschrieben und was dabei herausgekommen ist, läßt mich heute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Heute entwickelt sich eine Geschichte erst langsam in meinem Kopf, wie bei meinem aktuellen Projekt. Die Protagonisten 'wohnen' schon seit Monaten in meinen Gedanken und sind beinahe schon gute alte Freunde. Ich kenne sie in- und auswendig, kenne ihre Lebensgeschichte, weiß was sie denken und fühlen. Ihre Geschichte habe ich so oft im Kopf durchgespielt, dass ich sogar davon träume.

Das Problem ist, dass es dadurch schwierig wird, sich im Roman auf den Kern der Sache zu beschränken. Ich könnte zu den 500 Seiten locker noch 1000 dazuschreiben, die keinen Menschen interessieren.

Fazit: Meine nächsten Roman werde ich distanzierter angehen und nur den ungefähren Ablauf grob skizzieren. Aber ein bißchen plotten oder planen muss einfach sein.

Gruß,
Kerstin

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Re: Plotten - macht ihr das?

BeitragVerfasst am: 05.06.2009, 03:02
Plotten gehört für mich dazu, ohne das würde ich mich in meinen Geschichten verlieren.

Wie ich das mache, ich besorge mir ein Notizbuch und dann wird fleißig geplottet.

Das läuft vor dem Kapitel, dabei und noch danach.
Ich kann leider nicht genau beschreiben, wie ich es mache, es geschieht einfach.
Aber ohne Plotten wäre ich verloren. angle
 
  JessM 
 
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Plotten - macht ihr das?
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