 | Produktionskosten senken? | Verfasst am: 06.08.2010, 15:08 |
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Hey,
ich stehe kurz vor der Veröffentlichung meines ersten Buches und habe ein großes Problem:
Ich habe 289 Seiten Paperback und der Preiskalkulator sagte mir jetzt 18,90 Euro. Aber wer kauft schon einen Fantasyroman von einer unbekannten Autorin, wenn die Bücher von den bekannten Autoren günstiger sind - und außerdem deutlich dicker!! Jetzt frage ich, ob mir jemand helfen kann: Wie kann man die Produktionskosten etwas senken? Kleinere Schrift geht nicht mehr und einkürzen auch nicht
Hoffe auf Hilfe, danke schonmal im voraus,
lg Janika |
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Janika |
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 | | Verfasst am: 06.08.2010, 15:16 |
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1. Das größte Standardformat mit der größten bedruckbaren Fläche nehmen um ggf. die Seitenzahl doch noch zu reduzieren.
2. Die Seitenränder verkleinern (wenn möglich).
3. Doch eine kleinere Schrift nehmen / Zeilenabstand verkleinern?
4. 200 Bücher für 9 € kaufen und für 14,80 € selbst vermarkten.
Die Variante unter Punkt 4 mit eigenem Online-Shop mache ich. |
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 | | Verfasst am: 06.08.2010, 15:19 |
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Danke, Punkt 1 und 2 werde ich mal ausprobieren 3. geht leider nciht mehr so wirklich viel und selbst vermarkten möcht ich ja garnicht  |
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Janika |
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 | Re: Produktionskosten senken? | Verfasst am: 06.08.2010, 15:41 |
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| Janika hat Folgendes geschrieben: |
Wie kann man die Produktionskosten etwas senken? Kleinere Schrift geht nicht mehr und einkürzen auch nicht
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Wenn es dir ausschließlich um den Ladenpreis geht:
Bei 292 Seiten (289 Seiten nimmt BoD gar nicht an) muss man keine 18,90 Euro nehmen. Das ist nur ein Vorschlag vom BoD-Rechner, wenn man unbedingt 10% oder mehr an Marge haben will.
Der Preis lässt sich ohne weiteres auf 16 Euro drücken. Dann liegt die Marge aber nur noch bei 4% - wie gesagt: Wenn es ausschließlich um den Ladenpreis geht.
Ansonsten bietet sich natürlich das Aufteilen auf zwei Bände an (wird hier immer wieder als Vorschlag gebracht). Ob das machbar ist, musst du anhand des Manuskriptes entscheiden.
Als letzte Möglichkeit: Das Manukript kürzen! Ich weiß, du hast geschrieben "Einkürzen geht nicht", aber das ist etwas, was alle Autoren sagen. Kürzen geht immer! Das fängt bei Beschreibungen an (sind sie in der Länge erforderlich? Kann ich einzelne Adjektive rauswerfen?), setzt sich über die Dialoge fort (welche Sprecherverben sind überflüssig? Wo wirkt ein Dialog hohl? Wo werden im Dialog unnötige Informationen geliefert?), und endet bei ganzen Kapiteln, die eingedampft oder gar ganz wegfallen können, ohne das die Handlung darunter leidet.
Was das Kürzen des Textes angeht, verweise ich der Einfacheit halber auf folgende Seite (sonst heißt es womöglich, ich würde hier Unsinn erzählen! )
http://www.andreaseschbach.de/schreiben/page96/page96.html
Oder zeige es an einem konkreten Beispiel:
Im Winter meines siebten Lebensjahres, als ich in die zweite Klasse ging, beschloss meine Mutter, mich zum Klavieruntericht zu schicken, warum, weiß ich nicht. Wir hatten ein kleines Klavier zu Hause. Solange ich zurückdenken kann, hatte es niemand angerührt. Es war einfach ein Möbelstück, das man nie benutzt, wie ein schmückendes Schrankmittelteil, oder die Stühle, die meine Mutter sorgfältig unter Plastik gehüllt hatte und auf denen wir nie saßen. Wir bewegten uns mit einer Art ritueller Sicherheit durch unser Haus, sorgsam darauf bedacht, nichts auf diesen Tisch zu stellen, uns nicht auf jenen Stuhl zu setzen oder diesen Läufer zu betreten. Mit dem Klavier war es das Gleiche, es wurde selten aufgeklappt. In jedem Fall benutzte es niemand, und vielleicht brachte sie das auf die Idee, dass ich Klavierstunden nehmen sollte. Vielleicht hatte das Klavier wie eine im Boden eingegrabene Heuschrecke darauf gewartet, dass ich ein bestimmtes Alter erreichte, in dem sein Zweck offenbar werden konnte. Ich sollte Klavierstunden nehmen und es spielen lernen. Ich hatte nie irgendein Interesse daran gezeigt - ich kann mich nicht erinnern, darauf auch nur einmal herumgeklimpert zu haben, bevor ich Klavierstunden nahm, obwohl ich mich entsinne, dass es nach Nichtgebrauch roch.
Das sind knapp 200 Wörter. Der Text lässt sich problemlos kürzen, ohne dass Qualität oder die Beschreibung darunter leidet.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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