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Projekt: Der geplante Krimi

BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 13:54
Hi!

Zu der immer wieder auftauchenden Diskussion "Schreibe ich mit Plan oder aus dem Bauch heraus" möchte ich hier einen Versuchsballon starten, der sich genau mit diesem Thema befasst, eben mit "Schreiben mit Plan oder aus dem Bauch".

Hier soll ein Krimi geplant werden! shocked eyes

Jede/r kann, darf, soll an diesem Projekt teilnehmen und seine Ideen und Meinungen einbringen. Ziel ist es, am Ende eine Romansstruktur und entsprechendes Material für das Schreiben eines Krimi vorliegen zu haben (ob und wer dann den Krimi tatsächlich schreibt, ist eine ganz andere Frage). Daneben soll natürlich jede/r auch Erfahrungen mitnehmen können, wie es ist, "planerisch" zu schreiben.

Wenn also Interesse besteht, gebe ich den Startschuss - und mache gleichzeitig die Koordination hier für dieses Projekt (aber nur, wenn wirklich Interesse besteht).

LG
Siegfried

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Grüße
Siegfried

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  Siegfried 
 
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BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 19:22
hhhmmmm,
die Stille hier - macht mich jetzt sehr nachdenklich, wo doch das Bauchschreiben auch nicht so der Hit zu sein scheint.
zwinker

Ich hätte schon Interesse, kenne mich mit Krimis aber gar nicht aus. Aber möglicherweise nur, weil ich noch keinen geplant und geschrieben habe. Ich wär bei dem Versuch dabei. Auf jeden Fall interessiert mich, wie man so eine Story plant und abwickelt. thumb up

LG Grete
 
  g.c.roth 
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BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 19:28
Hi,

seien wir ehrlich, vielen wird einfach die Zeit dazu fehlen, längere Abhandlungen für ein experimentelles Projekt zu entwerfen, von dem wir nicht wissen, ob es überhaupt zu Ende geführt wird. Mir fehlt diese Zeit jedenfalls. Und die Sonne da draussen tut ihr Übriges. Very Happy Und die netten Leute auch. cool cheezy grin

VG
lofi
 
  LOFI 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 19:37
Naja, Zeit kostet es natürlich.
Aber es wird eh nicht von jetzt auf gleich zu bewerkstelligen sein.
Aber macht das was aus?

Hier gibts was zu lernen, für den einen oder anderen.
Ich wüsste z. B. nicht, wie ich einen Krimi (oder Roman) aus dem Ärmel schütteln sollte. Würds aber gern wissen.
Man kann sich die Techniken sicher auch irgendwie zusammenlesen, aber 'learning by doing' ist für mich immer noch der beste Weg.
Es gibt Autoren, die kennen den Trick und verdienen damit sogar Geld ... jede Woche ... oder so ...
 
  g.c.roth 
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BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 19:49
Ich hätte Interesse und Ideen cheezy grin
Auf das Konzept wie das hier bewerkstelligt werden soll warte ich. (Däumchen dreh -ab jetzt)
 
  Kris. K. 
 
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BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 20:03
shocked eyes Rolling Eyes

Ich wär an sich auch interessiert.
Ich frag mich nämlich schon lang, ob es nicht möglich
wär in Teamarbeit ein gutes Buch hinzubekommen.

Nur frag ich mich, ob so ein Projekt übers Internet
vielleicht zu umständlich ist.

Man muss vieles demokratisch beschliessen, das geht einfach besser
wenn sich ein paar Leute im "realen" Leben treffen.

Da kommen sicher spontan viele gute Ideen auf.

Grüsse.

Chnuppesaager shocked eyes Very Happy


P.S.

Ich finde das Thema "das perfekte Verbrechen" interessant.

Was ich sehr schlecht finde: Kommissare mit achso "menschelnden" Marotten. Mal ehrlich: der eine schlotzt permanent Lollies, der andere muss immerzu Pudding essen ... uswuswusw ... Naja. Irgendwie wird das langsam öde.

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BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 20:15
Kris. K. hat Folgendes geschrieben:

Auf das Konzept wie das hier bewerkstelligt werden soll warte ich.


Und das ist genau der Knackpunkt bei solchen Projekten. (nicht wertend gegen dich Kris, denn so denken verständlicherweise viele zunächst)
Erst mal abwarten cheezy grin
Das tun alle
Und dann wird es nix.
Ich sehe es skeptisch.

Wer fängt nun wirklich an? Das ist die Frage.

VG

lofi
 
  LOFI 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 20:29
noch ein Nachtrag zum Thema Kommissars-Marotten shocked eyes

Zuerst war da Sherlock Holmes mit seiner Pfeife ...
Cool
Dann kam Kojak mit seinen Lollies shocked eyes

... dann kam Liebling Kreuzberg mit seinen
wabbligen Wackelpuddingen shocked eyes dozey

Ja, so viel zum Thema "Degeneration" cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 20:32
Die Thematik eines Krimis ist ja vergleichsweise festgefahren: Ein Mord (oder zumindest ein(e) Tote(r)).
Bleibt die erste wichtige Frage - das Erschaffen eines Helden (oder Antihelden).
Sollte er den allgemeinen Klischees entsprechen (ich für meinen Teil mag Klischees cheezy grin ) also ein Kettenrauchender Detektiv mit Familienproblemen und voller zynismus unter dem Bogard-Hut?
Oder etwas unkonventionelleres: Jemand der nicht aus der Scene kommt aber dennoch damit (mit dem Mord) konfrontiert wird. Zum Beispiel eine alte Nachbarin, die zuviel Columbo glotzt und als dann die Tat geschieht, beschliest den Fall aufzuklären.

Mein (Anti) held wäre wohl ein Obdachloser junger Junkie, der den Mord an seinem besten Fixerkumpel( Liebsten) aufklären will- bin halt eher für die Underdogs.- wenn alle damit einverstanden sind nehmen wir das cheezy grin
 
  Kris. K. 
 
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BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 20:36
Die Idee ist auf jeden Fall ganz nett, und der Deutsch-LK meines ehemaligen Gymnasiums hat ebendies als Langzeitprojekt auch verwirklicht. Ob der Krimi wirklich logisch zusammenpasste und sich gu las, weiß ich leider nicht, aber er wurde gedruckt und in unserer örtlichen Buchhandlung verkauft.

MÖGLICH IST ES ALSO!

Für die Diskussionen zur Planung sollte man sich am besten im Chat treffen und Aufgaben genau definieren und verteilen. Dann bräuchte es einen, der die von den einzelnen Mitautoren geschriebenen Szenen zusammensetzt und eventuell die Stile angleicht (man sollte sich vorher auf einige Eckpfeiler für den Stil einigen, damit die Angleichung leichter wird).

So, dass mal meine Vorschläge zur Durchführung, auch wenn ich mich an der Schreiberei selber nicht beteiligen werde, da ich bekennende Bauchschreiberin bin und ein Krimi ein Genre ist, das wirklich Planung benötigt und mir demnach nicht wirklich liegt.

Bin aber gespannt, ob euer Vorhaben wirklich in die Tat umgesetzt wird.

Liebe Grüße,
Theresa
 
  Thesken 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 21:07
... oder man befördert einen ganz normalen Bürger in einige misslige Situationen, durch die er in eine Lebenssituation hineinrutscht, in der er plötzlich vor Entscheidungen steht, die ihn mit Gesetz und Moral in Konflikt bringen. Eine unglückselige Verkettung von Umständen, die ihn zwingen, kriminell zu werden. Im Laufe der Story könnte er gefallen an seinen aufgezwungenen Untaten bekommen. Er fängt an mit seiner neuen Lebenssituation zu spielen und entdeckt seine versteckte kriminelle Energie. Irgendwann macht er einen entscheidenden Fehler ...

Hinsichtlich der Umsetzung eines gemeinsamen Krimis könnte man auch einmal versuchen, jedem Autor eine bestimmte Rolle der mitwirkenden Figuren zu geben, denen er dann seinen bevorzugten Charakter einhaucht.
 
  g.c.roth 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 01.05.2009, 21:43
Das hört sich auch gut an- obwohl es für meine simplen Ansprüche zu komplex wäre- eine Art Psychoanalyse des Menschlichen Abstieges- mhm- könnte je nachdem wie man es schreibt, nachvollziehbar sein.
Oder wie Woyzeck sagen würde. "Arme Menschen können sich keine Moral leisten." cheezy grin
 
  Kris. K. 
 
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BeitragVerfasst am: 02.05.2009, 15:05
Meine Vorschläge, wie gestartet werden kann:

1. Stil des Krimis festlegen
Im Großen und Ganzen gibt es vier Stilrichtungen, wie eine Geschichte erzählt werden kann

a) das Milieu: das Individuum und die Gesellschaft; Einfluss der Gesellschaft auf die Hauptfigur; vgl. "Gullivers Reisen")

b) die Idee: (Geschichten um das Rätsel, wer der Täter ist; klassischer Krimi-Plot)

c) der Charakter: Entwicklung und Veränderung der Hauptfigur durch das Geschehen

d) die Ereignisse (Action-Plot; die intakte Welt gerät in Unordnung und der Held muss das Chaos beseitigen)


Wenn der Rahmen (oder auch der Kern) festgelegt wurde, ist in Abhängigkeit des gewählten Typus die zentrale Aussage der Erzählung festzulegen (wer Frey gelesen hat: die Prämisse). Danach sollten Hauptfigur und Gegenspieler aufgebaut werden, denn die Handlung ergibt sich aus den Figuren, nicht umgekehrt.

Hat man Typus, Prämisse und Hauptfiguren, wird das dramaturgische Gerüst aufgebaut. Die Grobplanung wäre ein Vierakter:
1. Akt: Eröffnung, Vorstellung der Hauptfiguren, Auslösendes Moment aller Handlung (erster Wendepunkt)
2. Akt: Die Hauptfigur verstrickt sich im Geschehen und muss die ihr gestellte Aufgabe trotz inneren Widerstandes annehmen. Am Ende des zweiten Aktes erkennt die Hauptfigur, dass nur sie selbst die gestellte Aufgabe lösen kann (Handlungsmitte)
3. Akt: Sich zuspitzender Konflikt mit dem Gegenspieler, zunehmende Aussichtslosigkeit auf Lösung oder Rettung; Zwang des sich stellen müssens gegenüber dem Gegenüber (Beginn des Showdowns am Übergang von 3. zum 4 Akt; zweiter Wendepunkt)
4. Akt:Ablauf des Showdowns mit Sieg oder Untergang der Hauptfigur sowie einer Darstellung der unmittelbaren Folgen des Showdowns; Abschluss und Ende der Handlung

Wenn das Grobgerüst steht, geht es in die Feinplanung für die einzelnen Szenen, damit die Übergänge zwischen den Akten passen und die Handlung am Ende immer eine logische Motivation durch den Anfang findet (Handlungslöcher stopfen).

Diskussion freigegeben! cheezy grin

LG
Siegfried

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Siegfried

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BeitragVerfasst am: 02.05.2009, 15:30
Ich würde gerne mitmachen, weiß aber - obwohl ich alle Beiträge gelesen habe - immer noch nicht genau, wie das ablaufen könnte / würde.
Muss aber zugeben, dass ich keine Krimis lese, mich also eigentlich nicht auskenne mit Stil, Spannungsaufbau, Verwirrung, was den Täter angeht, usw.

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Liebe Grüße
Christel

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BeitragVerfasst am: 02.05.2009, 18:12
Bärentante hat Folgendes geschrieben:
Muss aber zugeben, dass ich keine Krimis lese


Es muss ja kein klassischer Kimi (Polizist, Detektiv usw.) werden - Alternativvorschläge werden gerne gesehen! cheezy grin Wenn die Mehrheit sich für einen Liebesroman ereifern kann - warum nicht?

LG
Siegfried

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