 | Projekt: Der Krimi aus dem Bauch heraus | Verfasst am: 01.05.2009, 13:58 |
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Hi!
Zu der immer wieder auftauchenden Diskussion "Schreibe ich mit Plan oder aus dem Bauch heraus" möchte ich hier einen Versuchsballon starten, der sich genau mit diesem Thema befasst, eben mit "Schreiben mit Plan oder aus dem Bauch".
Hier soll ein Krimi einfach so aus dem Bauch heraus heruntergeschrieben werden!
Da ich mich ganz offen dazu bekenne, kein Bauchschreiber zu sein, ist das auch für mich eine völlig neue Erfahrung. Von daher kann ich nicht sagen, ob und wie das funktioniert. Vermutlich werden wir uns von einer Szene zur nächsten hangeln und irgendwann so 100 oder 160 Seiten zusammen haben. Schauen wir einfach mal, wie das funktioniert - wenn sich denn einige von euch bereit erklären, da mitzumachen.
Wer reicht als erster seinen Vorschlag für die erste Szene ein?
LG
Siegfried |
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Siegfried
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 01.05.2009, 16:12 |
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Oh, mal abgesehen davon, dass ich so gar kein Krimifan bin,
braucht man mit oder ohne Bauchschreiben, wenigstens einen klitzekleinen Punkt, an dem man die Geschichte aufhängen kann. Also ich bräuchte das jedenfalls.
Banküberfall? Wirtschaftskrimi? Mord? ...
Bande? Einzeltäter? Zufallstäter? ...
Und wenn verschiedene Autoren aus dem Bauch schreiben, wirds ohne Planung vermutlich ein Chaos.
Hilfreich sind da oft die kleinen Zeitungsrandmeldungen. Da stehen zumindest mal die wichtigsten Eckdaten drin. Die genügen, um die Story aus dem Bauch zu lassen. Jedenfalls, wenn nur 1 Autor die Geschichte bastelt. Bei mehreren fließen natürlich auch völlig verschiedene Bilder ein. Und es ist mehr Planung und Absprache nötig.
Einfach irgendeine Szene schreiben, davon haben wir schon zwei oder drei Versuche mit Open End im Forum.
LG Grete |
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 | | Verfasst am: 01.05.2009, 16:21 |
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Hi,
aus dem Bauch heraus schreiben könnte ich teilweise wohl, wenn es denn nur meiner wäre. Wenn aber mehrere aus ihren Bäuchen schreiben an einer Story kommt wahrscheinlich nur Unverdauliches bei heraus. Deswegen: Bauchschreiben ist für mich etwas Persönliches. Sobald mehrere Leute an etwas schreiben, geht das wohl sinnvoll nur koordiniert - wie auch immer das dann aussieht.
VG
Lofi |
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 | | Verfasst am: 01.05.2009, 16:56 |
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| Schöne Idee, wenngleich es gerade bei einem Krimi schwierig ist, wenn nicht alle Beteiligten vorher "den Täter" kennen und den Handlungsfaden entsprechend verwickeln können. So wird es leicht an Spannung oder Logik fehlen. Am ehesten machbar erschiene mir ein Krimi nach Art von Helge Schneider, wo es mehr auf Skurrilität oder Situationskomik ankommt. Aber vielleicht ist auch Ernsthaftes möglich. |
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haekelschwein |
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 | | Verfasst am: 01.05.2009, 18:17 |
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| g.c.roth (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
Und wenn verschiedene Autoren aus dem Bauch schreiben, wirds ohne Planung vermutlich ein Chaos.
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Der Trick ist ganz einfach:
Wer mitmachen will, schreibt eine Szene. Aus allen vorliegenden Szenen wird dann die ausgewählt, die in die eigentliche Geschichte eingebunden werden soll. Dann schreiben alle Interessierten (auch Neueinsteiger) die nächste Szene. Jede Szene muss natürlich zu den vorhergehenden Szenen passen (also auftretende Figuren, beschriebene Orte, usw. - oder es werden neue Personen und neue Orte eingeführt)
Das Bauchschreiben setzt ja gerade voraus, dass es eben keine Planung gibt, also nicht bekannt ist, ob die Figur A oder die Figur B in der nächsten Szene wegen durchgeschnittener Bremsleitungen mit dem Auto an einem Baum klebt. Oder ob überhaupt jemand mit dem präparierten Fahrzeug verunglückt. Genau das macht doch das Bauchschreiben aus: Dass man eben nicht weiß, was in der übernächsten oder überübernächsten Szene geschieht.
Oder doch nicht? Habe ich da das Vorgehen beim Bauchschreiben falsch verstanden?
LG
Siegfried |
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Siegfried
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 | | Verfasst am: 01.05.2009, 18:28 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Oder doch nicht? Habe ich da das Vorgehen beim Bauchschreiben falsch verstanden?
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Hi,
das geht nur, wenn alles aus einem Bauch kommt. Sonst sind alleine die Stile und Gedankengänge doch überhaupt nicht richtig zusammenzusetzen, glaube ich. Ein Flickenroman würde das, abstrakte literarische Kunst.
VG
lofi |
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 | | Verfasst am: 01.05.2009, 18:32 |
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| LOFI (Moderator) hat Folgendes geschrieben: |
das geht nur, wenn alles aus einem Bauch kommt. Sonst sind alleine die Stile und Gedankengänge doch überhaupt nicht richtig zusammenzusetzen, glaube ich. Ein Flickenroman würde das, abstrakte literarische Kunst.
VG
lofi |
Das Stilistische ist doch nur eine Nacharbeit, wenn der Roman komplett steht. Es geht doch zunächst nur darum, nach dem Bauchverfahren die einzelnen Szenen zu schreiben. Wenn dann alle Szenen zusammengestellt sind, dann muss mal einmal drüberschauen, wo es von der Sprache und dem Stil her nicht so ganz passt.
LG
Siegfried |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 01.05.2009, 19:14 |
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Daraus machen wir schon mal den Titel:
Patchworkmörder
Ich bastel schon mal das Cover!
Also, so eine Story gemeinsam zu schreiben, die Idee finde ich gut. Denke aber, dass es schon mit Konzept, ein gewaltiges Projekt, mit viel Zunder und Diskussionen wird. Aber ohne Start, Weg und Ziel, fürchte ich mich davor, mein Energie hineinzustecken.
| Zitat: |
| Wenn dann alle Szenen zusammengestellt sind, dann muss mal einmal drüberschauen, wo es von der Sprache und dem Stil her nicht so ganz passt. |
Machst du das dann bitte eben schnell, Siegfried?!  |
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 | Der Patchworkmörder | Verfasst am: 01.05.2009, 21:09 |
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O.K., Grete.
Der Patchworkmörder
"Schon wieder fehlt ein Stück Stoff", stellte Kriminalinspektor Moser fest und deutete auf den zerfetzten rostroten Rock der Leiche.
"Wie bei den anderen siebzehn Frauen", bestätigte seine Assistentin Marion. Ihr tiefer Seufzer klang resigniert. "Und immer noch keine Spur vom Mörder."
Alle Frauen waren jung, blond und hatten eine weibliche Figur. Und bei allen fehlte ein mindestens Handteller großes Stück Stoff am Rock, der Bluse oder ihrer Hose. |
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Judith |
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