 | Prolog für einen historischen Roman | Verfasst am: 22.02.2010, 19:08 |
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Hey,
ich habe einige Projekte nebenbei laufen, eines davon ist das hier: "Eine Sage zu Hartenstein"
Wie findet ihr den Prolog?
Prolog
In den Jahren 1524 bis 1526 wurde das Land von einem schweren Bürgerkrieg überzogen. Jeder Mensch war mit seinem Herrn unzufrieden und Thomas Müntzer fachte den ganzen Hass, der in den Leuten brodelte, noch weiter an. Die Lehnsherren schlossen sich zusammen, um diesen Aufstand niederzuschlagen. Sie schaften es im Jahr 1525, Thomas Müntzer festzunehmen. Er wurde gefoltert bis zum Tag seiner Hinrichtung.
Doch nicht nur in großen Städten war die Unzufriedenheit zu spüren, auch in kleineren wie Hartenstein. Als ihr Lehnsherr Ernst II. von Schönburg sich 1525 den Kämpfen gegen Thomas Müntzer anschloss, formten die Bauern ihr eigenes kleines Heer und belagerten die Burg Stein, die direkt an der Mulde gelegen hat.
Ernst wurde vom Kriegsschauplatz zurückgerufen, um diesen Aufstand entgegen zu treten. Die Bauern hatten kaum eine Chance gegen diese militärische Übermacht, doch kämpften auch sie erbittert um ihre Rechte. Denn jeder einzelne von ihnen hatte eine Familie zu ernähren, doch es fehlte jedem einzelnen Mann von ihnen an Geld und sie alle nagten schon seit einer geraumen Zeit am Hungerstuch.
Doch Ernst schien dies alles nicht zu interessieren. Er durchbrach die Barrikaden und rieb das Heer der Bauern auf. Einige wurden sofort getötet, andere fest genommen und gefoltert und ein anderer Teil wegen Hochverrates hingerichtet.
Es war ein dunkler Tag vor den Mauern von Burg Stein, das Pflaster verfärbte sich rot mit Blut und rann hinab in die Mulde, die an diesem Tag genauso rot war wie der Lebenssaft, der von den Bauern vergossen wurde.
Ernst dachte nur an die juristischen Hintergründe und fühlte keinerlei Mitleid mit den Bauern, die gestorben oder hingerichtet wurden. Die meisten Menschen sahen ihn als kalten Herrscher an, die anderen wiederum empfanden ihn als gerechten Herrscher. Doch an diesem Abscheulichen Tag wurde der Wilde Graf geboren, wie ihn nun die meisten seiner Untertanen nannten. Durch seine Taten hatte er sich nicht sehr beliebt gemacht. Nur ruhte sich der Graf auf seinen Lorbeeren aus und merkte nicht was die Leute ausheckten. Er war sowieso mit dem Weiterbau an seiner Burg bei Hinterglauchau beschäftigt.
Doch während der Hunger weiterhin das Land aufzehrte, wuchs wieder ein neuer Aufstand, doch nur in den Gebieten um Hartenstein, und die Leute wappneten sich, um ihrem tyrannischen Herrn endlich zu entfliehen. |
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Bella Z. |
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 | | Verfasst am: 22.02.2010, 19:12 |
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Also mir gefällt es ziemlich gut. Liest sich wie geschmiert.
Leider bin ich nur kein Fan, von histroischen Geschichten et cetera, als würde es mich nicht weiter ansprechen. Aber wie schon gesagt. Sehr gut geschrieben.  |
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Xenia G. |
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 | | Verfasst am: 22.02.2010, 19:46 |
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Wenn das dir gefällt ist es mir schon viel Wert  |
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Bella Z. |
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 | | Verfasst am: 22.02.2010, 21:31 |
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Hallo Bella,
inhaltlich hast du m.E. den Prolog gut erstellt, sprachlich bedarf er allerdings noch einigen Feilens. Wortwiederholungen in einem Satz sind nur dann schön, wenn sie das Besondere durch die Wiederholung unterstreichen. Zu oft leitest du Sätze oder Satzteile mit "doch" ein. Einige Verben scheinen mir etwas unpassend und zumindest an einer Stelle:
"die gestorben oder hingerichtet wurden"
Vielleicht gehst du den Text nochmals durch.
Das Thema gefällt mir.
Gruß
Haifischfrau |
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Haifischfrau |
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 | | Verfasst am: 22.02.2010, 21:47 |
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Hallo Bella,
gerade hatte ich mir überlegt, wie ich es schreibe, da ist mir die Haifischfrau zuvorgekommen.
Inhaltlich ok und sicherlich gut ausbaubar.
Die Sprache holpert, ist nicht flüssig und das "doch" ist nict so toll.
Außerdem ist der rote Faden nicht so toll zu finden.
Da steht:
...... und Thomas Müntzer fachte den ganzen Hass, der in den Leuten brodelte, noch weiter an. Die Lehnsherren schlossen sich zusammen, um diesen Aufstand .....
Also, dass es einen Aufstand gab, sehe ich nicht daraus. Wieso kann man dann einen niederwerfen.
Du solltest im ersten Satzteil auch erwähnen, dass er die Leute aufgehetzte und den Aufstand anzettelte, der dann von den Lehnsherren .....
Außerdem lassen sich nach meinem Sprachempfinden die Sätze öfters halbieren und umformulieren um flüssiger und leichter lesbar zu werden.
Gruß Uwe |
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buchselstabe |
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 | | Verfasst am: 26.02.2010, 19:32 |
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Meiner Meinung nach fehlt der rote Faden, der durch den ganzen Abschnitt hindurch leitet.
Ich weiss nicht genau, ob es um das chronologische Erzählen geht (In den Jahren 1524 bis 1526..., ...im Jahr 1525...), ob es um Thomas Müntzer geht, um Ernst II. von Schönburg, um die Burg Stein, um den "Wilden Grafen", um die rebellischen Bauern....
Der Inhalt klingt wirklich vielversprechend, aber wie schon die Haifischfrau und der buchselstabe erwähnt haben, muss der Text sprachlich noch "reifen".
Ich möchte dich aber ermutigen, auf alle Fälle weiter zu fahren, denn je mehr du übst, desto besser wirst du auch.
Viel Erfolg weiterhin!
Gruss, Tamira |
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Tamira |
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 | Re: Prolog für einen historischen Roman | Verfasst am: 26.02.2010, 19:55 |
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| Bella Z. hat Folgendes geschrieben: |
Hey,
ich habe einige Projekte nebenbei laufen, eines davon ist das hier: "Eine Sage zu Hartenstein"
Wie findet ihr den Prolog?
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Meine Vorschläge:
Den Prolog ins Präsens setzen - auch wenn die Geschichte in der Vergangenheitsform erzählt wird.
Die Sätze kurzer halten, damit der Leser in eine geschilderte Situation gezogen wird und nicht das Gefühl eines Geschichtsunterrichts bekommt.
Klar herausarbeiten, wessen Geschichte da eigentlich erzählt wird: die von Ernst II.? Oder die von Thomas Müntzer? Oder die eines am Aufstand beteiligten Bauern?
Der Prolog sollte ein Ziel haben, an seinem Ende auf etwas hindeuten, was den Leser veranlasst, in dem Buch weiterzulesen.
Dem Prolog ruhig eine gewisse "reißerische Komponente" verpassen. Ob jemand das Buch kauft, hängt sehr häufig von den ersten drei, vier Seiten ab.
Grüße
Siegfried |
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_________________ Grüße
Siegfried
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Hartmut Dühr - Ergebung ohne Widerstand
ISBN 978-3-8423-3030-6
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»Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein« (Hans Rosenthal) |
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Siegfried |
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 | Prolog historischer Roman | Verfasst am: 26.02.2010, 21:42 |
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Hallo, Bela
dein "Prolog" bzw. der angedachte inhaltliche Stoff hat mich angesprochen. Ich finde ihn gut. Abgesehen der sprachlichen Fehler, die bereits angesprochen wurden, möchte ich noch zwei Gedanken anfügen:
Ein historischer Roman braucht einen Helden. Welcher das sein soll, ist mir nicht klar geworden. Ich meine sogar, du weißt es selbst nicht. Des weiteren ist Thomas Müntzer 1525 gestorben. Du kannst ihn also danach nicht weiter leben lassen. Ein historischer Roman enthält keinen Prolog.
Das ist die Vorrede zu einem Drama.
Wegen der grammatischen und orthographischen Fehler würde ich mir keinen Kopf machen. Suche dir eine Person, etwa Germanistik-Student, der deinen Text korrigiert.
guenther |
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guenther klein |
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