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Pseudonym und Impressumspflicht im Internet

BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 10:42
Guten Tag,

ich stehe kurz davor mein erstes Werk auf BoD zu veröffentlichen. Dies möchte ich aus verschiedenen Gründen unter einem Pseudonym tun. Um die Vermarktung und von diesem und späteren Folgeprojekten zu erleichtern, soll es natürlich zu eine Website zu eben diesem Pseudonym geben. Da diese Website offensichtlich nicht ausschließlich private Ziele verfolgt, ist sie laut deutschem Recht also impressumspflichtig. Wie kann man hier sinnvoll vorgehen, war schon mal jemand von Ihnen in dieser Situation? Mir ist klar, dass es immer auf Umwegen möglich ist die Person hinter einem Pseudonym zu ermitteln, aber etwas schwieriger als in das Pseudonym auf der Website zu schauen sollte es dann doch schon sein, somal auch Impressumseiten von Suchmaschinen erfasst werden und der Name somit recht schnell mit dem Werk / Pseudonym in Verbindung gebracht wird.

Eine Möglichkeit, die mir in den Sinn gekommen ist, wäre für das Pseudoym eine Firma zu Gründen - das würde dann aber den Vorteil der Freiberuflicheit von Schriftstellern entgegenwirken.

Irgendwelche Ideen oder Tips?

Gruß
Chris
 
  Chris Germ 
 
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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 11:08
Ich selbst habe auch unter einem Pseudonym veröffentlicht, meine HP lautet auch auf diesen Namen. Es wird aber auf der HP schnell klar, dass der Name nur ein Pseudonym ist, im Impressum stehen meine richtigen Daten. Wenn du in verschiedenen Foren dein Buch vorstellst und auch mit deinem Pseudonym die Autorenportraits erstellst, werden die Leute, die über Google nach dir oder deinem Buch suchen auch nur diesen Namen finden ...

LG

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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 11:13
gelöscht


Zuletzt bearbeitet von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 10:29, insgesamt einmal bearbeitet
 
  Klaus D. Klimke 
 
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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 11:21
Vielen Dank für die schnellen und sehr hilfreichen Antworten! Im Prinzip haben Sie recht und ich halte das für eine gute Idee. Der Haupthintergrund soll sein, das ein späterer Arbeitgeber nichts meinen echten Namen bei Google eingibt und dann sofort mein Pseudonym und das dazugehörige Buch an erster Stelle ankommen - Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht mit Inhalten, die für das Privatleben zwar interessant und lustig sind, im beruflichen und professionellen Umfeld aber doch auch einen seeehr schlechten Eindruck machen könnten.
 
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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 11:23
Ach so, um solch ein Buch handelt es sich. Ja, das wäre sicherlich sehr schlecht für dich, vor allem, wenn du über deinen Arbeitgeber schreibst.

Ach ja, noch ein Rat: Wenn du über google nach deinem Buch oder dem Pseudonym suchst, kann es gut sein, dass auch viele Beiträge aus dem Forum hier dort erscheinen, ist mir jedenfalls so passiert ...

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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 11:23
Also häng in deiner Signatur nicht dein Buch als Werbung dran, das findet google ganz schnell und listet diese Ergebnisse ganz oben!

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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 11:36
Ne, um den Arbeitgeber oder etwas jobrelevantes geht es in dem Buch nicht - eher um Blödsinn den man (Mann) so in jungen Jahren treibt. Aber auch das muss ein potentieller Arbeitgeber nicht vorab wissen. Vielen Dank für den Hinweis nochmal.

Viele Grüße,
Chris
 
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Re: Pseudonym und Impressumspflicht im Internet

BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 12:25
Hallo Chris,

Chris Germ hat Folgendes geschrieben:
Eine Möglichkeit, die mir in den Sinn gekommen ist, wäre für das Pseudoym eine Firma zu Gründen - das würde dann aber den Vorteil der Freiberuflicheit von Schriftstellern entgegenwirken.


Und es wäre auch nicht gerade billig, da du trotzdem einen Strohmann bräuchtest. Eine GmbH z.B. muss auf ihrer Website ihren Geschäftsführer nennen. Ähnlich sieht es auch bei den anderen Rechtsformen aus.

Es gibt aber die Möglichkeit, die Verantwortung an einen Treuhänder zu geben. Dazu gab es im Forum auch schon mal einen Bericht. Was es kostet, weiß ich nicht. Aber mit Sicherheit wirst du die Kosten über den zusätzlichen Buchverkauf nie hereinholen.

Ich würde, wenn es denn ein Pseudonym sein muss, auf die Website verzichten.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 12:32
Dann stellt sich mir die Frage, warum du über Sachen, die du mal als junger Mann verzapft hast und die keiner mit dir in Verbindung bringen sollte, überhaupt ein Buch schreiben willst?
Also jeder hat ja mal Blödsinn fabriziert, aber wenn mir die peinlich wären, würde ich die unter den Tisch kehren und hoffen, dass sie nie wieder zum Vorschein kommen, aber keinesfalls ein Buch darüber schreiben.

Dann musst du schon dazu stehen, aber nicht so halbe Sachen machen, oder?

Wenn du bei deiner Idee bleibst, dann könntest du die Story ja aufbauen, als wenn es die eines Unbekannten wäre, der von seiner Vergangenheit erzählt, dann könntest du das Buch auch unter deinem Namen herausbringen, und keiner würde dich damit in Verbindung bringen. Und aufpassen, dass du keinen Ärger bekommst wegen den Leuten, die du in deinem Buch erwähnst ...

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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 13:22
Ruth hat Folgendes geschrieben:
Dann stellt sich mir die Frage, warum du über Sachen, die du mal als junger Mann verzapft hast und die keiner mit dir in Verbindung bringen sollte, überhaupt ein Buch schreiben willst?
Also jeder hat ja mal Blödsinn fabriziert, aber wenn mir die peinlich wären, würde ich die unter den Tisch kehren und hoffen, dass sie nie wieder zum Vorschein kommen, aber keinesfalls ein Buch darüber schreiben.

Dann musst du schon dazu stehen, aber nicht so halbe Sachen machen, oder?


Es geht nicht um dazu stehen oder peinlich sein. Menschen die mich privat kennen wissen eh davon und kennen mich nicht anders. Wenn ich allerdings Personalverantwortung habe und mir eine Bewerbung auf dem Tisch habe, kann so etwas den ersten Eindruck negativ beeinflussen. Berufs- und Privatleben passen in vielen Fällen nunmal nicht zusammen und sollten getrennt bleiben. Denn auch wenn Dinge aus dem Privatleben von anderen vielleicht als negativ eingestuft werden, ändert das nichts an der professionalität der Person - Was in der Praxis leider trotzdem oft anders ausgelegt wird. Ich würde ja auch bei einem Bewerbungsgespräch keine offenen Tätowierungen tragen, da es einen negativen Einfluss ungeachtet meiner Fähigkeiten haben kann. Trotzdem stehe ich dazu das ich sie habe und peinlich sind sie mir auch nicht. Ok, das war jetzt etwas ausschweifend, aber ich hoffe ich konnte eine erklärende Analogie herstellen.

@ Heinz: Die ebenfalls vielen Dank für die Tips!
 
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Re: Pseudonym und Impressumspflicht im Internet

BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 14:02
hawepe hat Folgendes geschrieben:
Ich würde, wenn es denn ein Pseudonym sein muss, auf die Website verzichten.

Genau, Heinz.

Das ist der Grund, warum ich keine Website habe.
Vielleicht muss man sich einen Webhoster in Tuvalu suchen, damit man um das Impressum herum kommt?


Gruß, Valerie

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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 16:47
Hallo Chris,

danke für deine Erklärung, ich weiß schon, was du meinst.
Aber eine Frage hast du mir immer noch nicht beantwortet: Warum möchtest du dieses Buch schreiben? Für wen soll es sein? WER soll daraus WAS lernen?

LG

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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 17:37
Ruth hat Folgendes geschrieben:
Warum möchtest du dieses Buch schreiben? Für wen soll es sein? WER soll daraus WAS lernen?


Bei dem Buch handelt es sich um einen Erfahrungsbericht über Backpacking verpackt in mehrere Kurzgeschichten, allerdings nicht mit dem Hauptfokus auf das Reisen und die Organisation, sondern auf die einzelnen Erlebnisse und Erfahrungen und eben all die Sachen die man in der Zeit als Backpacker so angestellt hat. Zielgruppe sind vorallem Jugendliche, die sowas vor haben oder gerade machen, schon gemacht haben und sich damit identifizieren können. Aber es ist auch für andere Leute interessant und vorallem unterhaltsam.
 
  Chris Germ 
 
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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 22:43
Jetzt versteh ich überhaupt nix mehr, ich dachte, das Buch sei über deine Jugendsünden ...

Warum dann das ganze Theater?

LG

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