| Wie fanden Sie die Kurzgeschichte "Quo vadis?" ? |
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 | "Quo vadis?" - Kurzgeschichte von Anton Cos | Verfasst am: 01.03.2009, 20:19 |
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( Oben, beim Abstimmen läuft es nach der Schulnotenart )
"Quo vadis?"
Es war, soweit ich mich noch erinnern kann (was verwunderlich wäre, falls nicht), kurz davor eineprächtige „ schneeweiße Weihnacht“ zu werden, die Voraussetzungen waren jedenfalls gegeben,damals als wir( meine Familie und ich ) geschätzte 3-4 Monate davor nach Hannover-Kirchrode gezogen kamen. Wie schon unausgesprochen erwähnt, dominierte eine, in unserer Landeshauptstadt so seltene Kälte, wie Schnee. Aus diesem Grund galt meine vollkommene Bewunderung am Tag des Heiligen Abend nicht dem, für die Christmette erhaltenen neuen Anzug, sondern eher einer Familie, Freunde unserer, die am 24. ihr neues Haus, welches sich auf um 200m Distanz erhöht, von meinem Kabuff erstreckte, bezogen und dabei , ob sie nun wollten oder nicht, den Witterungsverhältnissen anpassend trotzten. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht hätte ahnen können, dass jemand, in geringer Zeit, dem Charme der Natur nicht widerstehen konnte. Im wahrsten Sinne des Wortes. Erzähle ich bis dahin fort. Schleichend, gleich einem stillen Hasen auf Samtpfoten, setzte die Dämmerung ein und mit ihr, genauso auffällig unauffällig, wobei man das „auffällig“ als ein „ an-ein-nicht-gedachtes Problem“ betrachten sollte: das Glatteis. Adrett angezogen, sich auf den Abend vorbereitend, klingelten die eben zugezogenen Anwohner mit der Frage, ob ich denen meinen kleinen Tannenbaum, der von mir aus meinem Ersparten, wegen einer Traumverwirklichung (meine eigene Tanne) erworben wurde, stiften könne, auf Grund der Tatsachen, da deren Pflanze, die in der Garage überwintern musste, weil für die Kinder der Weihnachtsmann trotz der mittlerweile 100 Jahre Existenz, keineswegs ein toter Methusalem war, gefrostet wurde und beim Befreiungsakt, des Auftauens wegen, der Baumwipfel den Abgang machte ( abgesägt, um es zu konkretisieren) und trotz alledem nicht mehr durch die Tür passte. So jovial, wie ich nun mal bin und durch den Hintergedanken: „Do, ut des“ - ( Ich gebe, damit du gibst! ) motiviert, versprach ich den Baum hochzubringen. Nolens volens. Im Auto auf den Weg zur Liturgie, als es bei den Heiligen Engeln in Kirchrode anhielt, gelang, was ausnahmsweise nicht nur mir geschah, den meisten Besuchern übrigens auch, mir, des Glatteises wegen: Die Straße verwandelte sich in einer Schlittschuhbahn, fast die Zähne an der Bordsteinkante auszuschlagen. Finsternis und astronomische Gebilde umkreisten meinen Kopf. Das einzige, was noch leuchtete, war des Ereignisses wegen, die erscheinende Klarheit des einmal von meinem Lehrer losgelassenen Zitates: „ Per aspera ad astra. - ( Durch Steiniges Mühen zu den Sternen.). So wie Fortuna allen bekannt sein dürfte,. braucht es nicht an Debilität zu leiden, um nicht zu verstehen, dass sie sich schon Sorgen wird, mir noch eine Gelegenheit zu schenken, den Medikus mit Geld zu schmeicheln. Da das Wort der allerseits geliebten Glücksgöttin Gewicht hat, schritt ich sogleich zur Tat. Auf dem Weg, per pedes natürlich zu den Nachbarn, welcher anstieg und zudem vom glatten Eis pingelig zugefrostet war, war nicht anders zu erwarten gewesen, rutschte dreimal aus und nahm freundschaftlicherweise, so wie es sich gehört, meinen Vater gleich mit und wir kugelten, einer schweren Stahlkugel gleich, den Hang hinab, wie Hannibal vor den Toren, was dazu führte, dass der Aufstieg erst beim vierten Versuch - zum Glück - erfolgreich war. Ich übergab die Tanne: „Vivat, crescat, floreat!“, mit der hoffnungslosen Erwatung: „Ecce homo!“ ( „Sieh, welch ein Mensch!“).
Anton Cos - verfasst von Anton Cos. Rechte liegen beim Autor.
Hat Ihnen die Geschichte gefallen, laden Sie sich doch diese von meiner Homepage runter:
www.antoncos.de
Dort können Sie auch Ihren Kommentar dazugeben. |
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_________________ - Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -
Johann Paul Friedrich Richter |
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autoranton |
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 | | Verfasst am: 07.03.2009, 23:33 |
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Nimm die Klammern raus und setz ein paar Absätze rein. So ists etwas zu unübersichtlich zum Lesen bzw sehr unübersichtlich. Und mach kürzere Sätze.
Ein Ausschreiben der Zahlen wär auch noch ganz nützlich fürs Schriftbild. |
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Menschenfresser |
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| Anmeldedatum | 29.08.2008 | | Beiträge | 58 | |
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 | | Verfasst am: 10.07.2009, 23:13 |
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| Nach langer Zeit will ich mehr Kritik Feedback bitte! |
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_________________ - Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -
Johann Paul Friedrich Richter |
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autoranton |
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| Anmeldedatum | 22.02.2009 | | Beiträge | 263 | |
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 | | Verfasst am: 10.07.2009, 23:28 |
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Wie schon unausgesprochen erwähnt, dominierte eine, in unserer Landeshauptstadt so seltene Kälte, wie Schnee.
(Kälte ... wie Schnee? )
Okay, der Satz ist merkwürdig. Man könnte zwar eine gewisse Verbindung zwischen Kälte und Schnee herstellen, wirkt auf mich aber etwas gewollt. Oder nicht schön. Oder nicht ganz passend. Oder daneben fabuliert.
Vorschlag: Les dir das mal laangsam und laut vor, mit fast schon übertriebener Betonung. Die Schachtelsätze sind gar nicht schlecht, wenn zum Teil auch etwas übertrieben und sehr gewollt. Die Einschübe mit Klammern finde ich lustig.
Insgesamt gefällt mir das besser als deine ... Gedichte. Hier ist eine gewisse Portion Nonsens vorhanden, die sich in ein übertriebenes Möchtegernintellektuellenkleid verhüllt. Das ist insgesamt fast schon komisch. Meiner Meinung liegt deine Stärke auf jeden Fall ehr in soetwas, als in deinen ... Gedichten.
Feile an dem Text, les ihn dir laut vor. Punkte tun nicht weh. Auch wenn sich die Sätze als solches verkürzen und dadurch nicht mehr ganz so aufwändig wirken.
Den Sätzen kann das egal sein. Die haben nix zu sagen. Auch wenn sie schreien.
Gruß
Hakket |
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_________________ www.tordenfjord-verlag.de |
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M-F Hakket |
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| Anmeldedatum | 20.08.2009 | | Beiträge | 1596 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 09:51 |
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| schlechter geht es kaum noch |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 10:03 |
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hallo Anton,
schön das du es immer wieder aufs Neue probierst. Ich finde die Kurzgeschichte auf jeden Fall besser als deine
Gedichte, ABER:
Die übermäßig langen Sätze gehen meiner Meinung nach garnicht. Also ich musste mich schon zwingen die Hälfte davon zu lesen.
Dann solltest du auch deine Sprache nochmal überdenken. Es wirkt auf mich so, als wolltest du mit deinem außergewöhnlichen Wortschatz prahlen. Aber der Protz geht leider in Langeweile über.
Beim Lesen möchte man Spaß haben und nicht erst tausend komische, viel zu lange Sätze entschlüsseln.
Ps: Vielleicht solltest du etwas Kritikfähiger werden. Wenn dunach Schulnoten bewertet werden willst, solltest du auch alle Schulnoten aufzählen (die 6 fehlt )
WEnn du dagegen nur Lob willst, mach doch einfach nur die 1 und die 2.
Liebe Grüße und arbeite an Dir,
Marcel |
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_________________ Ich bin ein 16 Jähriger Thrillerautor, der Momentan an seinem ersten richtigen Buch arbeitet.
www.twitter.com/marcelr93 |
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Marcel R. |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 10:10 |
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Ein interessanter, insgesamt gelungener Text. Die Satzeskapaden rufen in mir mitunter Vergleiche mit der Prosa von Thomas Bernhard hervor...  |
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_________________ Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich! |
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hwg |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 6042 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 10:12 |
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Zum Schulnotenvergleich vorhin: Bei uns gibt's gar keinen Sechser.... Ich habe dem Text einen Zweier gegeben. |
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hwg |
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| Anmeldedatum | 24.04.2007 | | Beiträge | 6042 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 14:15 |
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Ein übler Text.
Nicht weil er aus sehr langen und sehr verschachtelten Sätzen besteht, sondern weil sich der Autor in diesem selbstgebastelten Labyrinth hemmungs- und rettungslos verläuft.
Es war, soweit ich mich noch erinnern kann (was verwunderlich wäre, falls nicht), kurz davor eine prächtige „schneeweiße Weihnacht“ zu werden, die Voraussetzungen waren jedenfalls gegeben, damals als wir( meine Familie und ich ) geschätzte 3-4 Monate davor nach Hannover-Kirchrode gezogen kamen.
Die erste Hälfte dieses Satz funktioniert noch, die zweite hingegen überhaupt nicht, da sie einen fehlerhaften Zeitbezug aufbaut. Zunächst ist die Rede von Weihnachten, also einem konkreten durch den Kalender bestimmten Zeitpunkt. Es droht sogar, eine weiße Weihnacht zu werden, jedenfalls sind die Voraussetzungen dazu gegeben, und das bereits drei bis vier Monate vorher, als der Ich-Erzähler in den genannten Stadtteil zog. Drei bis vier Monate zuvor, das wäre August/September - recht beeindruckend, wenn da bereits die Voraussetzungen für eine weiße Weihnacht gegeben sind. Nein, nicht beeindruckend, es ist einfach falsch.
Wie schon unausgesprochen erwähnt, dominierte eine, in unserer Landeshauptstadt so seltene Kälte, wie Schnee.
Der Satz geht gar nicht. "Unausgesprochen erwähnt" - wie macht man das? Bitte vormachen! Das Komma hinter "eine" verstehe ich auch nicht. Wenn "in unserer Landeshauptstadt so seltene Kälte" einen Einschub darstellen soll, der vom Hauptsatz per Komma abgetrennt wird, dann lautet der Satz:
Wie schon unausgesprochen erwähnt, dominierte eine wie Schnee.
Solche Sätze sind eines Schriftstellers unwürdig.
Aus diesem Grund galt meine vollkommene Bewunderung am Tag des Heiligen Abend nicht dem, für die Christmette erhaltenen neuen Anzug, sondern eher einer Familie, Freunde unserer, die am 24. ihr neues Haus, welches sich auf um 200m Distanz erhöht, von meinem Kabuff erstreckte, bezogen und dabei , ob sie nun wollten oder nicht, den Witterungsverhältnissen anpassend trotzten.
Als erstes frage ich mich auch hier, was das Komma nach "dem" für eine Funktion haben soll. Gleiches gilt für das Komma nach "erhöht". Warum steht dort ein Komma? Beginnt dort ein neuer Nebensatz? Handelt es sich um einen Einschub? Beides wage ich zu bestreiten. Die Kommasetzung ähnelt einem Salzstreuer, dessen Inhalt sich großzügig über die Tischplatte verteilt.
Der genannte Ortsteil in Hannover muss ein putziges Stadtviertel sein und die Charakteristika der Hochalpen aufweisen, immerhin will uns der Autor Glauben machen, das Haus der befreundeten Familie stünde 200 Meter höher als das eigene. Hannover liegt meines Wissens in der norddeutschen Tiefebene und mitnichten dürfte es innerstädtische Anstiege von 200 Metern oder mehr geben.
Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht hätte ahnen können, dass jemand, in geringer Zeit, dem Charme der Natur nicht widerstehen konnte.
Man mag es literarische Freiheit nennen, aber ich betrachte solche Sätze bar jeden Hauptsatzes als sprachlich derangiert.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Erzähle ich bis dahin fort.
Schleichend, gleich einem stillen Hasen auf Samtpfoten, setzte die Dämmerung ein und mit ihr, genauso auffällig unauffällig, wobei man das „auffällig“ als ein „ an-ein-nicht-gedachtes Problem“ betrachten sollte: das Glatteis.
Hier betrachte ich das gewählte Bild "gleich einem stillen Hasen auf Samtpfoten" als gescheitert. Der Begriff der Samtpfote wird der Katze zugeordnet, nicht dem Hasen. Nun mag man diskutieren, ob die Samtpfote nicht doch auf den Hasen zu übertragen wäre, allein schon aus literarisch-künstlerischen Gründen. Ich denke nein, denn die Pfoten eines Hase sind grundätzlich anders aufgebaut als die einer Katze. Eine Katze benötigt Samtpfoten, um sich an ihre Beute heranzuschleichen, ein Verhalten, das ein Hase niemals an den Tag legen würde.
Adrett angezogen, sich auf den Abend vorbereitend, klingelten die eben zugezogenen Anwohner mit der Frage, ob ich denen meinen kleinen Tannenbaum, der von mir aus meinem Ersparten, wegen einer Traumverwirklichung (meine eigene Tanne) erworben wurde, stiften könne, auf Grund der Tatsachen, da deren Pflanze, die in der Garage überwintern musste, weil für die Kinder der Weihnachtsmann trotz der mittlerweile 100 Jahre Existenz, keineswegs ein toter Methusalem war, gefrostet wurde und beim Befreiungsakt, des Auftauens wegen, der Baumwipfel den Abgang machte ( abgesägt, um es zu konkretisieren) und trotz alledem nicht mehr durch die Tür passte.
Auch hier stimmt die zeitliche Abfolge nicht. Offenbar ist der Autor unsicher im Umgang mit dem Partizip Präsens. So stehen die jüngst zugezogenen Nachbarn "sich auf den Abend vorbereitend" vor der Tür und klingeln. Sie klingeln und bereiten sich gleichzeitig für den Abend vor. Wie?
Das "da deren Pflanze" nehme ich als Vertipper, wo das Doppel-s unterschlagen wurde. Sollte jedoch tatsächlich das "da" als das gemeint sein, wie es dort steht, so funktioniert der Satz nicht mehr in der Form, wie er zum "da deren Pflanze" hinführt: "auf Grund der Tatsachen" erfordert ein "dass", nicht ein "da".
So jovial, wie ich nun mal bin und durch den Hintergedanken: „Do, ut des“ - ( Ich gebe, damit du gibst! ) motiviert, versprach ich den Baum hochzubringen.
Nolens volens.
Im Auto auf den Weg zur Liturgie, als es bei den Heiligen Engeln in Kirchrode anhielt, gelang, was ausnahmsweise nicht nur mir geschah, den meisten Besuchern übrigens auch, mir, des Glatteises wegen: Die Straße verwandelte sich in einer Schlittschuhbahn, fast die Zähne an der Bordsteinkante auszuschlagen.
Hier geschieht jenes, was ich eingangs schon einmal erwähnte: Das Satzkonstrukt wird so artifiziell, dass sich der Autor hemmungslos in seinem Gedankenstrukturen verirrt. Bertachten wir den letzten Absatz für sich und untersuchen ihn stückweise:
| Code: |
Im Auto auf den Weg zur Liturgie,
als es bei den Heiligen Engeln in Kirchrode anhielt,
gelang,
was ausnahmsweise nicht nur mir geschah,
den meisten Besuchern übrigens auch,
mir,
des Glatteises wegen:
Die Straße verwandelte sich in einer Schlittschuhbahn,
fast die Zähne an der Bordsteinkante auszuschlagen. |
Wie lautet nun der Hauptsatz, ohne jeden Nebensatz, ohne jeden Einschub?
Im Auto auf den Weg zur Liturgie gelang mir:
Die Straße verwandelte sich in einer Schlittschuhbahn,
fast die Zähne an der Bordsteinkante auszuschlagen.
Ohne die Schlittschuhbahn hätte der Satz vielleicht noch eine Chance gehabt.
Finsternis und astronomische Gebilde umkreisten meinen Kopf.
Das einzige, was noch leuchtete, war des Ereignisses wegen, die erscheinende Klarheit des einmal von meinem Lehrer losgelassenen Zitates: „ Per aspera ad astra. - ( Durch Steiniges Mühen zu den Sternen.).
Was sich weiter oben bereits andeutete, setzt sich hier fort: Die Salzstreuertaktik der Kommasetzung. Macht das Komma nach "wegen" irgendwie Sinn? Entweder wird "des Ereignisses wegen" zu einem Einschub erklärt - was dann zu einem Komma nach "war" führt -, oder das Komma nach "wegen" ist der Salzkrümel zuviel auf dem Küchentisch. Interessant in diesem Satz ist auch die Vertauschung von Substantiv und Adjektiv durch den Autor. Das artikelbehaftete "einzige" (Artikel sind ein ziemlich untrügliches Zeichen in Richtung Substantiv) müsste groß geschrieben werden, während der Ausdruck "Steiniges Mühen" aus einem Adjektiv samt folgendem Substantiv besteht, wobei das Adjektiv dann logischerweise klein zu schreiben ist.
So wie Fortuna allen bekannt sein dürfte,. braucht es nicht an Debilität zu leiden, um nicht zu verstehen, dass sie sich schon Sorgen wird, mir noch eine Gelegenheit zu schenken, den Medikus mit Geld zu schmeicheln.
Zunächst entdecke ich da einen Punkt. der direkt auf ein Komma folgt - höchst ungewöhnlich in der deutschen Schriftsprache. Wer im Folgesatz mit "es" gemeint ist, entzieht sich mir.
War dem Autor oben der Unterschied zwischen Substantiv und Adjektiv nicht klar, so zeigt er hier Kenntnislücken beim Unterschied zwischen Substantiv und Verb: "Sorgen" in Verbindung mit "wird" bedeutet Kleinschreibung, im Zusammenhang mit "machen" würde "Sorgen" groß geschrieben.
Lange habe ich gegrübelt, ob der letzte Nebensatz nicht eine Dativ statt Akkusativ erfordert. Letztlich hat mir ein schlaues Buch mitgeteilt, dass "schmeicheln" mit einem adverbalen Dativ zu setzen ist. Die Akkusativform gilt als veraltet.
| Willems, Pottelberge - Geschichte und Systematik des adverbalen Dativs im Deutschen hat Folgendes geschrieben: |
| Heute wird schmeicheln im Prinzip mit einem adverbalen Dativ verwendet (jmdm. schmeicheln; es schmeichelt ihm; diese Worte schmeicheln seiner Eitelkeit usw.) |
Da das Wort der allerseits geliebten Glücksgöttin Gewicht hat, schritt ich sogleich zur Tat.
Auf dem Weg, per pedes natürlich zu den Nachbarn, welcher anstieg und zudem vom glatten Eis pingelig zugefrostet war, war nicht anders zu erwarten gewesen, rutschte dreimal aus und nahm freundschaftlicherweise, so wie es sich gehört, meinen Vater gleich mit und wir kugelten, einer schweren Stahlkugel gleich, den Hang hinab, wie Hannibal vor den Toren, was dazu führte, dass der Aufstieg erst beim vierten Versuch - zum Glück - erfolgreich war.
Ich übergab die Tanne: „Vivat, crescat, floreat!“, mit der hoffnungslosen Erwatung: „Ecce homo!“ ( „Sieh, welch ein Mensch!“).
Hier arbeitet der Autor mit einem ungenauen Rückbezug, denn nicht der Nachbar steigt an und ist pingelig zugefrostet, sondern der Weg.
Im Hauptsatz übt sich der Autor ein weiteres Mal in der Kunst der Ellipse, nur führt das hier zu erheblichen Verständnisschwierigkeiten und nicht zu stilistischer Schönheit.
| Code: |
Auf dem Weg,
per pedes natürlich zu den Nachbarn,
welcher anstieg und zudem vom glatten Eis pingelig zugefrostet war,
war nicht anders zu erwarten gewesen,
rutschte dreimal aus und nahm freundschaftlicherweise,
so wie es sich gehört,
meinen Vater gleich mit und wir kugelten,
einer schweren Stahlkugel gleich,
den Hang hinab,
wie Hannibal vor den Toren,
was dazu führte,
dass der Aufstieg erst beim vierten Versuch
- zum Glück -
erfolgreich war.
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Was der gute Hannibal jedoch mit einem Hang hinunter rollenden Stahlkugeln gemein hat, hat sich mir auch nach mehrfachem Lesen dieser Zeilen nicht erschlossen.
Sprachlich erinnert der Text an einen Juristen, der nach 40 Jahren Berufstätigkeit eine vermeintliche literarische Ader in sich entdeckt zu haben glaubt und den Stil behördlich gewünschten Amtsdeutschs in eine recht banale Erzählung einfließen läßt.
Nicht jeder, der sich für einen verkappten Thomas Mann (oder Thomas Bernhard ) hält - oder gehalten wird - und solch verunglückte Texte präsentiert, sollte sich Schriftsteller nennen. Das ist dieser Berufsbezeichnung unwürdig.
Das Bewertungsschema gibt Schulnoten von 1 bis 5 vor. Wohlweislich bleibt die 6 außen vor. Schade.
Kollegiale Grüße
Hubert |
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HuWes |
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| Anmeldedatum | 03.02.2008 | | Beiträge | 126 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 14:51 |
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Hallöchen HuWes
Zitat Huwes:
"Ein übler Text."
Komisch, ich dachte es gäbe keine guten oder schlechten Texte,
jedenfalls war das noch am letzten Wochenende deine unerschütterliche Meinung.
Jetzt also doch?
Naja ...
Grüsse |
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_________________ Trinkt ein Vampir Bier? Die Antwort findest Du in meinem Vampir-Lexikon.
Suche Verlag für mehrere Vampir-Projekte. Wenn die Konditionen stimmen, gern Diogenes. |
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chnuppesaager |
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| Anmeldedatum | 05.04.2009 | | Beiträge | 1330 | | Wohnort | Düsseldorf | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 16:18 |
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Hallo, liebe Leut!
Jetzt meine Meinung:
Ich finde Marcel hat vollkommen Recht,
denn auch mir kam es so vor, als ob die
Sätze niemehr enden wollten.
Kürze die Sätze ein wenig, nicht so viele Beistriche
und vor allem keine Klammern!
So, dass ist meine Meinung, ABER:
Wie ich hier gelesen habe, hat jeder hier so richtig
seine Meinung preisgegeben.
Ich selbst finde es natürlich selbstverständlich.
Der springende Punkt jedoch ist, dass man ruhig
seine Meinung mitteilen darf, aber auch sagen
SOLL, warum der Text einem gefällt oder nicht gefällt
(die meisten haben das auch eh gemacht )
und nicht
wie unser geliebtes Teufelchen geschrieben hat:
schlechter geht es kaum noch
? ? ? ? hallo? jeder kann, wie schon gesagt, seine Meinung sagen,
ABER: nicht so! Ich meine, das ist entmutigend, und ich möchte nicht
wissen, wie sich der arme Anton jetzt fühlt
Liebe Grüße,
Angela |
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_________________ Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen. |
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AngelaB. |
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| Anmeldedatum | 18.05.2009 | | Beiträge | 397 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 16:41 |
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| chnuppesaager hat Folgendes geschrieben: |
Hallöchen HuWes
Zitat Huwes:
"Ein übler Text."
Komisch, ich dachte es gäbe keine guten oder schlechten Texte,
jedenfalls war das noch am letzten Wochenende deine unerschütterliche Meinung.
Jetzt also doch?
Naja ...
Grüsse |
Selbstverständlich gibt es gute oder schlechte Texte. Die Frage war, welches Bewertungskriterium hinter einer Aussage "gut" oder "schlecht" steht. Gibt es allgemeingültige Wertmaßstäbe für einen guten oder schlechten Text in seiner Qualität? Diese Frage ist für mich noch immer nicht beantwortet.
Wenn ein noch so guter Text - wie immer der auch ausschauen mag - gespickt ist mit Rechtschreib- oder Logikfehlern, dann ist der Text in seiner Gestaltung vielleicht immer noch "gut", aber er ist von Übel. Das scheint sich zu widersprechen, aber das Problem ist die Definition von "gut". Was ist "ein guter Text"? Ein Text, der unterhält? Ein Text, der zum Nachdenken anregt? Ein Text, der die gesamte Bandbreite der Sprache ausnutzt? Ein Text, der die Sprache derart verdichtet, dass der Text gar nicht anders ausschauen kann, wie er gerade ausschaut?
Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass der vorliegende Text bei mir ziemliches Unwohlsein hervorgerufen hat, weil da jemand meint, dies sei eine schriftstellerische Arbeit. Ich halte den Text für inhaltlich misslungen (er ist schlicht höchst banal) und für stilistisch völlig unausgereift (er ist durch und durch artifiziell). Ob er dennoch gut ist oder schlecht, das kann ich nicht beurteilen. Ich halte den Text für übel.
Kollegiale Grüße
Hubert |
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HuWes |
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| Anmeldedatum | 03.02.2008 | | Beiträge | 126 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 17:29 |
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| AngelaB. hat Folgendes geschrieben: |
Ich finde Marcel hat vollkommen Recht,
Angela |
Ist ja schön, dass du meine Meinung teilst. Und auch ich finde, dass man nicht nur sinnlose Kritik ausüben soll, sondern sie auch wenigstens Begründen soll (siehe Teufel)!
Das Anton sich jetzt schlecht fühlt glaube ich nicht. So wie ich seine Präsens hier im Forum kennengelernt habe, scheint ihn ja eh keine Kritik zu stören oder wachzurütteln.
Auf der einen Seite ist es natürlich gut an sich zu glauben, aber wer nicht kritikfähig ist, hat von vorne herein schlechte Karten!
Liebe Grüße,
Marcel |
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_________________ Ich bin ein 16 Jähriger Thrillerautor, der Momentan an seinem ersten richtigen Buch arbeitet.
www.twitter.com/marcelr93 |
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Marcel R. |
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| Anmeldedatum | 02.06.2009 | | Beiträge | 268 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 21:21 |
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| Wollt ihr noch weiter kritisieren? |
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_________________ - Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -
Johann Paul Friedrich Richter |
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autoranton |
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| Anmeldedatum | 22.02.2009 | | Beiträge | 263 | |
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 | | Verfasst am: 11.07.2009, 21:23 |
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| autoranton hat Folgendes geschrieben: |
| Wollt ihr noch weiter kritisieren? |
nein. |
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Forum für Books-on-Demand-Autoren » Geschichten -> Jungautoren (bis 18 Jahre)
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