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Rechtschreibfehler

BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 09:50
Hallo und guten Morgen!

Trotz aller Sorgfalt und zeitintensiver Überprüfung, habe ich im Buch nun doch noch zwei Schreibfehler entdeckt Sad

Wie würdet Ihr das handhaben? Überarbeiten und eine 2. Auflage an BoD übermitteln?

Ich empfinde das schon als recht peinlich und möchte es vermeiden, ein typisches BoD-Klischee zu erfüllen.

Liebe Grüße

Pamela

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 09:58
Das Schöne an der on-demand-Produktion ist ja, dass Du zu jeder Zeit korrigierend einwirken kannst. Bei meinem vorletzten Buch waren zwar auch »nur« acht Satz- und Trennungsfehler drin, aber die waren mir wirklich so peinlich, dass ich dafür auch noch einmal € 39,00 sowie den Hinweis »2. Auflage« in Kauf genommen habe.

Perfekt ist niemand - aber man kann (fast) alles ausbügeln. Ich würd's machen ...

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 10:11
Ich würde das Buch noch zwei bis dreimal durcharbeiten (und durchlesen lassen), ob noch weitere Fehler drin sind. Dann würde ich eine Neuauflage starten.

Bei meinen Büchern will ich auch völlige Fehlerfreiheit. Schon ein einziger Fehler würde mich stören.

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 10:55
Dann werde ich mal eine 2. Auflage an den Start bringen…

Vorher möchte ich aber noch wissen, in welchem Schurkenstaat die Rechtschreibfehler ausgebildet werden?

Man verfolgt Sie, man sucht Sie, man schaut hinter jeden Buchstaben und jedes Satzzeichen, auf jeder Seite, man versucht sie auszurotten. Und irgendwann verfällt man dem trügerischen Gedanken, dass man sie alle erwischt und erledigt hat und schickt trunken vor Glück seinen Text auf Reisen.

Dann kommt der Moment, dieser magische Moment in dem man sein eigens Buch in den Händen hält. Fast platzend vor Stolz öffnet man es und dann, im gleichen Augenblick springen sie einem mit einem lauten ÄTSCHIBÄTSCH förmlich mitten ins Gesicht.

Was für eine Saubande…!

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 11:34
Hallo,

das mit den Rechtschreibfehlern ist schon ärgerlich, allerdings sind Bücher von namenhaften Verlagen wie zb. Harry Potter oder Biss auch nicht fehlerfrei (der letzte Biss Teil hat über 15 Fehler!). Von daher würde ich mir bei einem oder zwei Fehlern keine Gedanken machen, aber muss jeder selber wissen Wink

LG Vanessa
 
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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 11:46
Ich bedaure, das so sagen zu müssen, aber ich halte das 100%ig fehlerfreie Buch für eine Illusion. Je größer der Textumfang, desto größer die Fehlersumme vom Start weg - und umso schwieriger die Korrektur.

@ Pamela und nessa: Ihr habt beide Recht.
Fehler findet man überall auch in den Büchern der großen Verlage - ich habe vor kurzem ein Buch von Blanvalet weggelegt, weil die Rechtschreib- und Übersetzungsfehler das Maß der Erträglichkeit überschritten haben.

Und Pamela sagt es schon: sie tarnen sich halt, die kleinen Biester. Twisted Evil
Aber das gängige BoD-Klischee zu bedienen, sollte man auf jeden Fall vermeiden.

Auch deshalb möchte ich für meine eigenen Bücher dieser Illusion so nahe wie eben möglich kommen - weil es mir einfach nicht gefällt zu überlegen, welche Leser sich wohl über den Fehler auf S.32 amüsieren und welche den Fehler auf S.101 schöner finden. Wink

Sich das Manuskript laut vorlesen, hilft dabei sehr: Zuerst, bevor man den Buchsatz durchgeführt hat, und anschließend noch einmal, weil einem im neuen Schriftbild auch immer noch einiges auffällt.

Liebe Grüße,

Anke


Zuletzt bearbeitet von Anke Höhl-Kayser am 13.08.2010, 11:47, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 11:47
cheezy grin


Zuletzt bearbeitet von Angelina am 15.08.2010, 01:56, insgesamt einmal bearbeitet
 
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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:14
Nur, weil in anderen Büchern Fehler zu finden sind, ist man nicht verpflichtet, selbst Fehler zu machen. So kommen mir manche Postings hier nämlich vor.

Es wäre schön, wenn sich manche BoD-Autoren in der Frage der Qualität, des Schreibstils usw. ebenso mit erfolgreichen Autoren vergleichen würden, wie sie es mit den Fehlern der jeweilgen Setzerei tun. Die Fehler machen nämlich nicht die Autoren - die entstehen im Satz.

Aufgemerkt nun also: Wer macht denn wohl bei on-demand-Büchern den Buchsatz?????

Es grenzt an Augenwischerei und bornierte Überheblichkeit, mit den Fingern auf Fehler anderer zu zeigen, anstatt an seiner eigenen Qualität zu arbeiten. Aber das ist wohl eine Frage der Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ...

Deshalb, Pamela: Wenn Dich die Fehler stören, korrigiere sie. Das ist von allen hier aufgezeigten Möglichkeiten immer noch die beste und empfehlenswerteste.

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:23
thumb up


Zuletzt bearbeitet von Angelina am 15.08.2010, 01:57, insgesamt einmal bearbeitet
 
  Angelina 
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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:27
Mir kommt selten ein Buch unter, das hinsichtlich Rechtschreibung völlig "einwandfrei" ist. Die Fehler sind wahrscheinlich dazu da, um auch peniblen Suchern danach eine Freude zu bereiten... Laughing

Schrecklicher finde ich stilistische Schnitzer. die einem die Lektüre mitunter tatsächlich vermiesen können.

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:30
hwg hat Folgendes geschrieben:
Mir kommt selten ein Buch unter, das hinsichtlich Rechtschreibung völlig "einwandfrei" ist. Sie sind wahrscheinlich dazu da, um auch peniblen Suchern danach eine Freude zu bereiten... Laughing

Schrecklicher finde ich stilistische Schnitzer. die einem die Lektüre mitunter tatsächlich vermiesen können.


Völlig d'accord. Mich stören auch nicht die (behebbaren) Fehler – sondern die Einstellung, die in immer mehr Posts zu finden ist: Pöh ... Fehler. Muss ich nicht korrigieren. Machen andere auch. Außerdem können meine Leser eh nicht richtig schreiben oder sprechen ...

Da freut es mich, wenn Pamela sich um Qualität kümmern will ...

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:44
Darüber bin ich mit Dir völlig einig. thumb up

Ein steirisches Servus!

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:45
Ich habe in meinem Buch auch noch Fehler gefunden, trotzdem ich es von zwei Leuten habe Korrekturlesen lassen + es selbst gefühlte 127 Mal korrektur gelesen habe. Es ärgert mich aber sehe nun "erst Mal" davon ab, es neu aufzulegen. Ich werde sehen, wie sich die Verkäufe sich entwickeln, und ob es überhaupt "lohnt". Für mich sind 39€ eben 39€ und ich möchte nicht unbedingt ein Verlustgeschäft mit dem Büchern machen.
Sollte ich es aber neu auflegen werde ich es noch unzählige Male überarbeiten und es auch einer befreundeten Lehrerin geben, die im Fehler finden geübter ist.
Würde es nichts kosten, hätte ich längst neu aufgelegt. Ich HASSE die Rechtschreibfehler in meinem Buch. Weil sie unnötig und peinlich sind. Crying or Very sad

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:47
Matthias, das wäre nicht nötig gewesen.

Die vorangegangenen Beiträge zeigen mir, dass das Fehlerbewusstsein bei den Selbstverlegern hier sehr hoch ist, und die Bereitschaft zur systematischen Korrektur auch noch nach der Veröffentlichung besteht.

Zum professionellen Umgang mit Büchern gehört aber auch, dass man nicht für einzelne Fehler in Hektik verfällt, sondern genau überlegt: wie schlimm ist der Fehler? Wie schnell muss er behoben werden?

Bei einer fehlenden Seite - sofort.

Bei zwei Tippfehlern - sammeln, neue Auflage planen, lieber nochmal prüfen und dann alles auf einmal korrigieren.

Das mit "Augenwischerei" und "bornierter Überheblichkeit" zu betiteln, ist aus meiner Sicht unangemessen.

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BeitragVerfasst am: 13.08.2010, 12:55
Valerie,

es gab gerade in jüngster Zeit wieder einmal - leider - Postings, die genau diese von mir erwähnte Einstellung an den Tag legten. Und ich finde es unglaublich ... (setze das Wort bitte selber ein), wenn man sich auf der einen Seite beklagt, dass die BoD-Qualität nicht den hehren eigenen Ansprüchen genügt, man sich aber mit den Ansprüchen an die eigene Qualität vornehm zurückhält.

Da stimmt etwas im System nicht - und das System findet im Kopf statt.

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