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» Dieter

BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 07:16
Hallo Hakket,

Hakket (Moderator) hat Folgendes geschrieben:
Wie gasagt, ich habe keine Ahnung, wie weit eine Digitaldruckmaschine in der Farbe schwanken darf/kann.


Ich habe mich zu diesem Thema in der letzten Zeit mit etlichen Menschen unterhalten. Die Schwankungsbreite haengt ganz erheblich von der Druckmaschine ab. Sehr hochwertige, moderne Maschinen (wie sie vermutlich BoD verwendet) haben dieses Problem nicht mehr, bei einfacheren Maschinen muss damit immer noch gerechnet werden.

Das eigentliche Problem liegt aber woanders.

Im Book on Demand wird davon ausgegangen, dass die Datei ueber mehrere Jahre gedruckt werden kann. In der Zeit kann die Druckmaschine ausgetauscht worden sein, können sich die Druckfarben veraendern und kann das Papier gewechselt werden. Den Kunden einfach ein bestimmtes CMYK-Farbprofil zu nennen, das er verwenden soll, birgt also ziemliche Risiken.

BoD hat daraus die Konsequenz gezogen und empfiehlt ECI-RGB., um erst unmittelbar vor dem Drucken on the fly umzuwandeln. Das waere kein Problem, wenn vorher ausreichend getestet wuerde. Mein Verdacht ist allerdings, dass darauf verzichtet wird, denn ...

... die Zahl der Autoren, die mit einem farbkalibriertem Monitor und ECI-RGB arbeitet, ist verschwindend gering. Wie die Farben dann aussehen, haengt alleine vom Drucker ab. Er kann den Auftrag dann nach Schema F abarbeiten, aber er kann auch schauen, welche Farben gemeint sein koennten.

Vielleicht bringt das ein wenig Licht ins Dunkel.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Druckschwankungen

BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 08:23
Hallo,

das mit den Druckschwankungen hast Du gut beschrieben.
Wir jedenfalls sind kalibriert. Zumindest monatlich bei den Bildschirmen.

Das Problem bei BoD ist ja nicht die Schwankung der Farben, sondern daß sie nicht in der Lage sind, die Vorgaben exakt zu definieren und dies auch dem (blöden) Kunden zu vermitteln.
Eigentlich ja ein Call-Center Problem. Man hat pro Kunden nicht viel Zeit (bei einer Auflage von 1 Stück und einem Rohertrag von 2.50 Euro pro Buch MUSS man zumindest knapp kalkulieren.

Ein gutes Call-Center würde aber schnell erkennen, wenn jemand Ahnung hat und dann den Level höher schrauben. Man kennt das ja von EDV-Call Centers. "Haben Sie den Computer eingeschaltet?".

Meine Ätze (!) gilt ja nicht dem Farbproblem, sondern dem kundenverachtenden Reklamationsmanagement.

Gut, daß es Probleme gibt im Geschäftsleben. Davon leben wir Projektabwicklungsmenschen ja. Als Weltverbesserer ist man aber fassungslos, wenn man diese dumme Art der NICHT-LÖSUNG wie bei BoD Norderstedt sieht.

Und würde das alles so nicht passieren, hätte ich keine neuen Anekdoten für meinen zweiten Band: Sägezahn ZWO.

Übrigens: wenn man bei Google: "BoD zu kotzen" sucht, findet man "mein Memo" über diesen Vorfall.........
(das steht natürlich so nicht im Memo, da würde ich mir ja eine Ehrenbeleidigungsklage reinziehen...)

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BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 10:33
@ Heinz:
Danke für die Info. Dass die Farben abhängig sind von der Druckmaschine hätte man sich denken können - eben Digidruck und kein Offset (und sicher, das Papier spielt auch eine Rolle, allerdings sollte schon irgendwie darauf geachtet werden, dass sich die Papiertypen soweit ähneln, dass große Farbschwankungen nicht auftreten.). Wie gesagt, bisher habe ich mit meiner Druckerei keine Probleme. Auch die Nachdrucke sind so, wie die ersten Bücher. Wenn die Farben ein wenig von den "Monitorfarben" abweichen, finde ich das nicht so schlimm, Hauptsache, die komplette Auflage und die Nachfolgeauflagen sind gleich.

@ Sägezahn:
Dass du über die Art und Weise, wie BOD mit dir umgegangen ist, ärgerlich bist, ist absolut nachvollziehbar. Aber überleg dir doch mal folgendes: Du bist mit deinem Buch bei einem anderen Anbieter und bist zufrieden. Was nützt es dir jetzt noch, dich über BOD aufzuregen? Dass du drüber sprichst - okay, solltest du auch tun. Aber ich habe so den Eindruck, dass du dich immer noch ein bisschen damit "runterziehst" (? blink )
Das ist es doch nicht wert. Du hast einen Dienstleister ausprobiert und bist mit ihm unzufrieden. Also wechselst du ihn.
Mach dich nicht selbst ärgerlich. Sich zu ärgern ist unproduktiv, auch wenn du das Recht dazu hast. cheezy grin .

Okay, ich sehe auch, in welche Richtung dein Buch geht. Zu "meckern" und sich gegen Dinge zu wehren, die nicht so ganz richtig saind, finde ich wichtig.
Aber leider hat man oft den Eindruck, dass man gegen Wände läuft, dass die, denen man eigentlich damit helfen will, diese Hilfe gar nicht wollen ...?

... ist nur so ein Gedanke ...

Gruß
Hakket

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BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 10:56
hallo Hakket,

inhaltlich hast DU vollkommen Recht.

Ich, als Weltverbesserer und Evangelist (obwohl ohne Bekenntnis), MUSS aber weiterkämpfen, gegen die Windmühlen.
Und gegen die Mauern rennen. ....

Das gehört zum SPIEL........

Man wird es vielleicht herauslesen können, daß ich das ganze Thema NATÜRLICH zelebriere.....

aber danke für die Empfehlungen. Ich freu mich.......

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BeitragVerfasst am: 28.05.2008, 11:16
Jep, Sägezahn,
mir macht es ja auch Spaß zu meckern, den Fingernagel in Salz und Chilisoße zu dippen und dann ordentlich in der Wunde rumzubohren Twisted Evil . Aber wenn man anfängt, sich damit zu belasten - ernsthaft - dann hört der Spaß auf. cheezy grin

Wenn du das als eine Art Spiel siehst, machst du es genau richtig thumb up

Gruß
Hakket

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Re: Druckschwankungen

BeitragVerfasst am: 29.05.2008, 07:15
Sägezahn hat Folgendes geschrieben:
das mit den Druckschwankungen hast Du gut beschrieben.
Wir jedenfalls sind kalibriert. Zumindest monatlich bei den Bildschirmen.


Das ging so eben nicht aus deinem Usprungsposting hervor. Und die Erklaerung war ganz allgemein an die Forenteilnehmer gerichtet, weil das Farbproblem ja immer wieder ein Thema ist.

Zitat:
Das Problem bei BoD ist ja nicht die Schwankung der Farben, sondern daß sie nicht in der Lage sind, die Vorgaben exakt zu definieren und dies auch dem (blöden) Kunden zu vermitteln.


Ich weiss nicht, wie das zu CMYK-Zeiten war, aber seitdem sie auf RGB umgestellt haben, gibt es dazu Infos. Uebrigens auch noch zu CMYK, wenn ich mich nicht irre; muesste irgendwo auf der BoD-Homepage im Downloadbereich zu finden sein.

Zitat:
Eigentlich ja ein Call-Center Problem. Man hat pro Kunden nicht viel Zeit (bei einer Auflage von 1 Stück und einem Rohertrag von 2.50 Euro pro Buch MUSS man zumindest knapp kalkulieren.

Ein gutes Call-Center würde aber schnell erkennen, wenn jemand Ahnung hat und dann den Level höher schrauben.


Warum koennen Call-Center so billig arbeiten? Weil sie vor allem Hausfrauen und Studenten rekrutieren, die mehr oder meistens weniger Ahnung vom Fach haben.

Zitat:
Gut, daß es Probleme gibt im Geschäftsleben. Davon leben wir Projektabwicklungsmenschen ja. Als Weltverbesserer ist man aber fassungslos, wenn man diese dumme Art der NICHT-LÖSUNG wie bei BoD Norderstedt sieht.


Nur geht das Geschaeftsmodell doch offensichtlich auf Sad Die Kunden bestimmen, was sie bekommen. Und solange fuer jeden vergraetzten Kunden Hundert neue Kunden Schlange stehen, gibt es fuer BoD keinen Grund, sich mit solchen Problemen auseinanderzusetzen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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