Hallo an alle.
Habe mich entschlossen neben dem Titelgedicht meines zukünftigen Buches auch noch das letzte Kapitel, den Zyklus "Samael", zur Schau zu stellen. Ich hoffe er weiß zu gefallen. Viel Spaß.
Samael
I
Ein einsam Kind das nicht mehr fror
Verloren und verlorn, verlorn…
Getrieben aus des Menschen größter Heimat Herz
Verblieben kauernd, sinnend, wartend auf…
Sitzt dort nun seit Äonen auf der Heide
Gar wie gepflanzt auf seine Trauerweide
Säuselt stumm sein Lied voll Schmerz
Es bricht die Axt, es beißt das Herz
Spielt auf der Leier noch dazu
Auf dass die Ruhe möge holen, endlich, ihn
II
Spiel Knabe, Spiel nur zu
Doch gewarnt seiest du, die Geister
Die du willst gerufen haben
Sind am Wege, sind im Gange
Schwarz wird ihrer Seelen Gnade
Dich verschlingen, so wie du es willst
Und nichts wird sein was dich jemals befriedigt
Denn was du willst ist nicht für dich zu haben
III
Ein Ruck, ein Schlag, ein Donnergroll
Teuflische Posaunen in Himmlischen Triolen
Der Baum zerfährt in sieben Stücke
Ein Flammenmeer entspringt der dunklen Nacht
Der Wahnsinn packt den Burschen hart im Nacken
Die Augen grell, verzerrt von Schmerz
Sowie von Lust und grauenhafter Anmut
Er öffnet gleich den Mund wie zum Gespräch
Heraus nur kommen Blut und innre Säfte
Die Erde dreht sich um wie tausend Mal im Kreis
Und verschlingt den Jungen dann wie tausend Mal
; – Nichts davon.
Die Erde dreht sich um, gleich so wie sie es immer tat
Der Jüngling fällt zu Boden, still und tot
IV
Es sitzt der Jüngling wie gepflanzt
Die Augengruben leer und hohl
Die Äpfel längst verrottet und im Äther
Ein blinder Bub auf seines Grabes Stein
Die Leier ist beim Fall zerbrochen
Doch dem zum Trotz; Sein Lied klingt weiter fort
Zusammen mit dem Chor der Toten
So werden sie wohl nicht verstummen
Wann immer nur die Welt sich dreht |
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T.Tharun |
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| Anmeldedatum | 07.09.2009 | | Beiträge | 141 | |
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