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Schicksalsleiden - Der Weg zur Normalität

BeitragVerfasst am: 01.07.2009, 22:53
Jaul! Das Raubtier präsentiert:

Schicksalsleiden - Der Weg zur Normalität

Beschreibung (sozusagen Prolog; Ich duze):

Stell dir vor, du lebst in einer Zeit, lange vor dem 20. Jahrhundert. Im Zeitalter der Ritter und Hexen, im Zeitalter des Aberglaubens und der Volksmythen. Zu dieser Zeit gab es einen Wolf, gepeinigt von Leid, Krankheit und Schmerz. Man nannte sie "Consacrate la Moarte", nach ihrer unglaublichen Eleganz, der unglaublichen Pein, die sie durchlebt hatte, und der unglaublichen Ängste wegen. Sie sah den Mord an ihren Eltern mit an, sah Verzweiflung und wurde vom Hunger bis zum Äußersten getrieben.
Nun erkannte sie eines Tages ihre Grausamkeit, pure Verzweiflung hatte sie hierzu gezwungen, und sie überkam pure Scham.
Ihre Vernunft zwang sie dazu, einen ruhigen Ort der Einkunft zu finden, um sich dort zu sammeln und ihre schlimmen Zeiten hinter sich zu lassen.
Moarte ging auf Wanderung - auf einer sehr lange Wanderung, wie sie später merkte.
Ich war die Wölfin getrieben von Hunger und Pein und hier sollst du meinen Friedensweg, meinen Schicksalsweg, kennen lernen.



Mit aufgerissenen, blutenden Pfoten erklomm ich den letzten Gipfel. Erleichternde Euphorie überkam mich, als ich das Tal erblickte. Ein salzhaltiger Wind erfrischte mein Fell und ich roch Artgenossen, aber auch viele andere Tiere. Ich war angekommen im Paradies.
Mein Ruf erfüllte die beruhigende Stille und rauschte durch das ganze Tal. Ich musste dies tun, ich war zu überwältigt. Diese Freiheit, die mir hier entgegenschlug, wie ein zarter Nebelstreif, raubte mir den Atem. Ja, ich war jetzt endlich frei. Ich konnte die vergangenen Strapazen, die vergangene Grausamkeit vergessen. Endlich daheim.
Der Abstieg ging leicht von Hand. Trotz den Schmerzen, der Müdigkeit schaffte ich es in nie dagewesener Leichtigkeit. Die Aussicht auf Frieden beflügelte mich, trieb mich an.
Lange lief ich nicht mehr. Ich suchte mir einen Platz unter einer alten, riesigen Eiche, legte mich in ihre knorrigen Wurzeln und ließ mich völlig hinübergleiten in mein von Alpträumen gepeinigtes eigenes Reich.
Die Schnauze hoch in den Wind gereckt, sog ich schnarchend die Luft ein, immer auf dem Sprung.
Ich ließ mich gleiten, wollte nie mehr wieder kehren; liebte diesen einen wunderschönen Traum, von einer glücklichen Zukunft. Würde ich ab jetzt immer so gut träumen? Oder war das nur ein Trugbild, das Erschöpfung und Überwältigung mir vorgaukelten? Sollte es war sein?
Jaulend und mit eiskalten, wunden Pfoten sprang ich auf. Der Traum war verzischt, wie Wasser auf dem heißen Stein. Er hinterließ eine Spur des Todes, der Verzweiflung ...
Irritiert sah ich mich um. Meine Zunge war trocken, rissig. Ich brauchte Wasser. Unruhig zog ich wieder von dannen, weiter durch das Tal, immer auf der Suche nach frischem Trinkwasser.
Der Geruch des kühlen Nasses stieg mir in Nase, als der Mond schon verblasste und die ersten Strahlen der riesigen, hellen Sonnenscheibe über die Berge kletterten.
Mit einem herzerweichenden Jaulen stellte ich meine Pfoten in das eiskalte Quellwasser und labte mich sogleich daran. Ich meinte nie köstlicheres Wasser getrunken zu haben.
Die frischen Perlen rannen meine Kehle hinab, fegten die Wüste leer und ließen mein rotes Fleisch auferstehen.
Der Durst war überwältigend, aber ich wusste, dass es genug war. So fiel ich ins Gras neben dem Flussufer und begann mit einem wachsam geöffneten Auge zu schlafen.
Später würde ich mich um meinen Magen kümmern, jetzt wollte ich nur noch schlafen.

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BeitragVerfasst am: 01.07.2009, 23:07
Hey, die Geschichte an sich liest sich super thumb up

Nur den Prolog finde ich nicht sehr gelungen ... er wirkt irgendwie erzwungen, während die eigentliche Geschichte dahinzufließen scheint.

Bis auf ein oder zwei Komma-Fehler sind mir beim Lesen auf Anhieb auch keine weiteren Fehler ins Auge gesprungen.

Liebe Grüße,
Theresa (die mehr von dir lesen will Wink )
 
  Thesken 
Gast 
 
 
   
   

Re: Schicksalsleiden - Der Weg zur Normalität

BeitragVerfasst am: 02.07.2009, 17:37
Carnivora hat Folgendes geschrieben:

mein von Alpträumen gepeinigtes eigenes Reich.
.


Alptraum? Wink

Ein Mann aus den Alpen

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Re: Schicksalsleiden - Der Weg zur Normalität

BeitragVerfasst am: 02.07.2009, 18:09
Hallo Gigger,

Gigger hat Folgendes geschrieben:
Alptraum? Wink

Ein Mann aus den Alpen


Alte Rechtschreibung. Im Zuge der Lautverhärtung im Mittelalter wurde aus dem Albtraum ein Alptraum. Die lautliche Nähe zu den Alpen ist also rein zufällig. Mit der Rechtschreibreform wurde der Alptraum wieder zu einem Albtraum. Falsch ist die alte Schreibweise aber trotzdem nicht.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 02.07.2009, 18:18
Ich find´ das mal echt was neues.
Eine Geschichte aus der ich-Perspektive einer Wölfin.
Kenne mich mit Fantasy nicht aus, vielleicht ist das auch was gebräuchliches, für mich ist es jedenfalls was neues: eine Geschichte
aus der Sicht eines Tieres; gute Sache. Die Grundidee ist super, braucht aber Überarbeitung.

Grüsse,
Ch.

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Re: Schicksalsleiden - Der Weg zur Normalität

BeitragVerfasst am: 02.07.2009, 18:22
Hallo Heinz,

ich habs immer als Albtraum gelernt, Rechtschreibung hin, Reform her.
Aber ich lerne gerne immer wieder dazu und habs auch grad nachgelesen.

Also wird aus meinem Wink ein smart

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BeitragVerfasst am: 03.07.2009, 00:33
Hallo Carnivora,

beim Prolog stimmt so einiges nicht. Beim anderen Text sind es eher viele Kleinigkeiten. Beispiel:

Der Abstieg ging leicht von Hand.
Meintest "ging leicht von der Pfote"?

Mit einem herzerweichenden Jaulen
Würde man kaum über sich selbst sagen

wollte nie mehr wieder kehren

Warum (nicht)? Hatte die Wölfin lange als Putzfrau gearbeitet?

Sollte es war sein?
Ich schenke dir ein h

Es sind auch einige Wortwiederholungen drin und für meine Begriffe ist zu viel Extremes, Superlatives im Text. Aber das wird schon!

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 03.07.2009, 18:35
Judith hat Folgendes geschrieben:

wollte nie mehr wieder kehren

Warum (nicht)? Hatte die Wölfin lange als Putzfrau gearbeitet?

Sollte es war sein?
Ich schenke dir ein h



Ups, sollte ich wohl schon geschlafen haben? Normalerweise fallen mir solche Fehler doch bei fremden Texten sofort auf ... dozey

Aber der Text liest sich trotzdem gut Wink

Liebe Grüße,
Theresa
 
  Thesken 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 12.07.2009, 20:05
Interessant - letztens hast du aber an einer anderen Geschichte geschrieben, oder? Wink
 
  CrackerJack 
 
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BeitragVerfasst am: 15.07.2009, 01:20
Jau, es war wie so oft spät ... Das ist mein Problem. Je später die Nacht, desto mehr Kreativität. Da vergesse ich schon mal die Reform, wobei dieser Text ohne Programm geschrieben wurde und trotzdem waren weniger Fehler drinnen, als mit.
Gut, perfekt ist niemand; ich bin Perfektionistin.
Ach ja, und was die Kommas angeht, darin bin ich zumindest neben CrackerJack (Meine sehr gute Freundin Lilly) eine der besten.
Jetzt könnte ich wieder vom Leid meiner Schullaufbahn reden, aber das belasse ich mal hier.
Ich möchte ja nicht zickig werden, aber auf Anspielungen wie "Kann ja noch werden" reagiere ich momentan sehr empfindlich (entspringt meinem Jahresschulzeugnis).
Bevor hier raus ein seitenlanger Text wird, beantworte ich noch die Kritik (Ja, ich beantworte alles, was in einem der von mir erstellten Threads geschrieben wird).

Hmhm, ich könnte es ja auf meine Unerfahrenheit und vor allem auf mein Alter schieben, aber da ich ja nicht so bin, schiebe ich das ganze Versagen einfach mal auf mein "Talent", denn hier von existieren gerade mal 0,00003%, also im großen und ganzen, gar nichts.
Ich könnte es natürlich auf mein sehr dürftiges Microsoft-Works schieben, immerhin hat das gute Stück zwar 'nen integrierten Duden, aber leider nicht die offizielle Rechtschreib-Reform. Also, Gute Nacht, Marie!

²Lilly: Klar, ich habe aber Unmengen von Texten, angefangenen Manuskripten und Fehlversuchen auf meinem Rechner. Kein Wunder, dass das Teil dauernd hängt.

Es tut mir sehr leid, wenn ich hiermit jemanden angegriffen haben sollte, was wahrscheinlich nicht der Fall ist, da Gefühlseinschätzungen zu meinen großen Schwachpunkten gehört.

Ach ja, wer wissen will, woher die Idee stammt:
Eigentlich war der Text für ein komerzielles Text-Rollenspiel gedacht, (Ja, ich habe noch viel Schwachsinn in der Birne) dann gefiel er mir etwas zu gut und ich ließ das kleine Textstück von meiner Deutschlehrerin checken. Sie fand es sehr interessant, doch sehr verbesserungswürdig und hält eigentlich auch einiges auf mein "Talent", doch riet sie mir erst einmal heranzureifen und dazuzulernen. Gut, wahrscheinlich werde ich dies tun und meine Arbeiten vorerst einstellen, da momentan eh kein geeigneter Gedanke durch die Neuronen und Gliazellen meines Hirns rauscht.
C'est la vie, mes amours!

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