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» Der Ball trägt Prada

BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 12:19
chnuppesaager hat Folgendes geschrieben:
@ Siegfried

Noch ein Schmankerl für Dich: Du kennst ja sicher den Film "Die Hard" mit Bruce Willis. Das ist auch so ein lustiger Fall.

Die Übersetzung des Filmtitels lautet: "Stirb langsam"

cheezy grin


Was völlig falsch ist. "Die Hard" bedeutet sowas wie "sehr widerstandsfähig", bzw. Neudeutsch: "ultra taff"

(Steht in den USA oft auf Schraubenschlüsseln und anderen Werkzeugen)


cheezy grin cheezy grin cheezy grin

Das passt so richtig in die Linie der deutschen Falschübersetzungen für englische Begriffe. cheezy grin

Wer den deutschen "Chef" im Englischen ruft, wird sich wundern, wenn der Koch auftaucht (das ist ein "Chef" in Englisch);

Wenn Obama von BP "50 billion dollars" einfordert, sollte man sich nicht wundern, wenn BP nur "50 Milliarden Dollar" bezahlt (bei großen Zahlen entsprich die englische Zählweise nicht der deutschen).

Und wenn man Appetit hat auf ein Steak im Zustand "blutig", sollte man nach Möglichkeit kein "bloody steak" ordern - der Mann am Grill wird sich vielleicht fragen, warum man ein "verdammtes Steak" haben will.

Interessant wird es auch, wenn ein englischsprechender Gast in einem deutschen Hotel einen "Callboy" ordert. Für den Gast ist das nichts weiter als der Hotelpage - für uns falsch übersetzenden Deutsche ... nun ja ...

Die Krönung der falschen englischen Begriffe findet sich aber immer noch in den Fußgängerzonen dieses Landes, wenn die jungen Damen einem erklären, wie herrlich und praktisch doch so ein "Bodybag" ist. Sie meinen damit eine Art Rucksack mit nur einem Trägergurt - benutzen dafür aber das englische Wort für "Leichensack". cheezy grin

Grüße
Siegfried
 
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 12:26
Übrigens bedeutet »public viewing« eigentlich »öffentliche Aufbahrung«, wie ich neulich vernahm – also die Möglichkeit, am offenen Sarg des Verstorbenen vorbeizudefilieren. Was das wohl für den deutschen (und natürlich auch den anderen) Fußball bedeuten mag ...

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 12:30
Siegfried hat Folgendes geschrieben:
Interessant wird es auch, wenn ein englischsprechender Gast in einem deutschen Hotel einen "Callboy" ordert. Für den Gast ist das nichts weiter als der Hotelpage - für uns falsch übersetzenden Deutsche ... nun ja ...


*Hüstel cheezy grin cheezy grin cheezy grin

Noch ein Nachtrag zum "Die Hard"-Beispiel: Ich habe gerade im Pons-Online Wörterbuch geguckt -> Es gibt da schon: "to die hard" = nur langsam sterben.

Allerdings war es eine Native Speakerin, die mich auf den lustigen Umstand der "Stirb langsam"-Falschübersetzung gebracht hat, die hat sich da schlapp gelacht.

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 15:34
"Ovationen" kommt vom lat.: ovare, frohlocken, und ein "stehendes Frohlocken" wird auch niemandes Sprachgefühl verletzen. Im Übrigen ist der Ausdruck "stehende Ovationen" in der deutschen Sprache ein eingebürgerter Begriff und jede Haarspalterei darüber obsolet.

Aber natürlich wissen wir alle, dass diese nebensächliche Diskussion nur davon ablenken soll, dass sich hier einige mit ihrer überzogenen Kritik an meiner Story blamiert haben.

Es hätte von charakterlicher Größe gezeugt, wenn dies eingeräumt worden wäre.

Ich freue mich dennoch über meinen (kleinen) Erfolg, und daran werden auch hämische Sticheleien nichts ändern.

@mtg and to whom it may concern:

Es tut mir leid, dass meine Story offensichtlich für dich aufgrund deiner persönlichen Situation ein Trigger war. Aber bitte verteufele nicht jeden, nur weil er das Thema Homosexualität und dessen Variationen tabulos anspricht. Damit wirst du weder dir selber noch anderen gerecht.

Ich hoffe, wir können zu einem erwachsenen Umgang miteinander zurückfinden und solche kindische und unwürdige Streitereien unterlassen.

Kollegiale Grüße
Artus

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 15:44
Artus hat Folgendes geschrieben:

@mtg and to whom it may concern:

Es tut mir leid, dass meine Story offensichtlich für dich aufgrund deiner persönlichen Situation ein Trigger war. Aber bitte verteufele nicht jeden, nur weil er das Thema Homosexualität und dessen Variationen tabulos anspricht. Damit wirst du weder dir selber noch anderen gerecht.


shocked eyes

Oha - Halluzinationen? Ich habe mich überhaupt nicht zu Deiner »Story« geäußert, weil sie weder ein Trigger ist noch ein Wort von mir wert gewesen wäre, bzw. immer noch ist. Denn sie ist einfach nur schlecht – in meinen Augen. Dass es andere geben möchte, die »Halleluja« schreien, weil Du so tabulos bist – fein. Nur: Wo bist Du tabulos? Welches Wort ist so böse, dass Du Dich entschuldigen musst?

Regenguss?
Lederschwuler?
Friseurgeschäft?

Komm schon ... da must Du besser werden. Viel besser. Mit 'nem bisschen Üben wird's aber vielleicht gehen ...

Nota bene: Ich gehe mit meiner persönlichen Situation wahrscheinlich besser um als Du mit Deiner, welche das uninteressanterweise auch immer sein mag. Das merkt man daran, dass Du plötzlich und ungefragt (und unnötigerweise) Rücksicht heuchelst ... also lass' es lieber gleich sein.

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 16:13
@mtg:

Mit Leugnen und Gönnerhaftigkeit beschämst du dich nur selbst.

Und bitte unterlasse deine herabwürdigenden Feindseligkeiten, das ist kein guter Umgangston.

Kollegiale Grüße
Artus

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 16:21
Artus hat Folgendes geschrieben:
Im Übrigen ist der Ausdruck "stehende Ovationen" in der deutschen Sprache ein eingebürgerter Begriff und jede Haarspalterei darüber obsolet.


Hallo,

da stimme ich dir allerdings zu. Sprache unterliegt einem permanenten Wandel, und so ist es mit den "eingebürgerten Begriffen" natürlich so, dass die "beobachtet werden" Und was heute nicht im Duden steht, kann morgen schon dort aufkreuzen. Im englisch deutschen Pons ist dieser Begriff zumindest so implementiert und beweist damit eine Akzeptanz im Sprachgebrauch: Denn Sprache machen Menschen und nicht die Institute.

Die Einbürgerung dieses Begriffes hängt einfach mit der Bildhaftigkeit des Applausmoments zusammen. Das Bild überlagert sich mit der Ausgangsdefinition weil:

a) das Verb "to stand" mehrdeutig ist
b) in dieser Mehrdeutigkeit sowohl auf "andauernd" (laut Definition)
aber auch auf "stehend" passt, weil man bei dieser Art des Applauses meistens auch noch aufsteht. Man sieht sozusagen Ovationen vor sich, die stehen; bildhaft gesprochen.



http://de.pons.eu/dict/search/results/?q=stehende+Ovationen&in=&l=deen

fl


Zuletzt bearbeitet von FL am 15.06.2010, 16:31, insgesamt 2-mal bearbeitet
 
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 16:27
Artus,

nur mal für's Protokoll:

Ich habe mich vor deinem zweifelhaften Beitrag, in dem mein Nick erwähnt wurde, in keiner Weise über Deine »Story« geäußert. Mein Beitrag bezog sich auf die falsche Übertragung eines englischen Idioms in die deutsche Sprache.

Ich würde gerne einmal wissen, was ich hier angeblich »leugne«?

Ich bin auch in keiner Weise »gönnerhaft«, sondern stelle lediglich an Dir eine Art schlechten Gewissens fest, derer ich häufiger zuteil werde und die ich daher gut einsortieren kann.

Ich wüsste nicht, wo ich »herabwürdigend« war ... ich habe lediglich meine Meinung zu Deinem Text gesagt – nachdem Du mir unterstellt hattest, ich habe irgend jemanden »verteufelt«. Ich denke, Du wirst mir die Äußerung meiner Meinung nicht abschlagen – zumal ich Dir im gleichen Atemzug zugebilligt habe, dass andere eine andere Meinung haben können.

Desweiteren wäre ich vorsichtig mit dem Wort »tabulos« ... ich denke, das definieren wir beide sehr unterschiedlich – und Du kommst wahrscheinlich als zweiter Sieger dabei raus. Und wenn nicht, wär's mir auch egal.

Ich bin Dir auch nicht »feindselig« gesonnen. Dafür interessierst Du mich zu wenig.

Ich bitte also, von weiteren persönlichen Ansprachen in diesem Kontext Abstand zu nehmen.

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 16:38
mtg hat Folgendes geschrieben:


Ich bitte also, von weiteren persönlichen Ansprachen in diesem Kontext Abstand zu nehmen.


Darum möchte ich ebenso bitten.

Also zurück zum Thema:

Dankwart P. ist leider gezwungen sich einer Schreibgruppe anzuschließen, aber dass dies nicht in holder Einigkeit ablaufen kann, wird niemanden wirklich überraschen.

Mal sehen, wer sonst noch so dabei ist... cheezy grin

Kreative Grüße
Artus

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 16:51
Artus hat Folgendes geschrieben:
Aber natürlich wissen wir alle, dass diese nebensächliche Diskussion nur davon ablenken soll, dass sich hier einige mit ihrer überzogenen Kritik an meiner Story blamiert haben.

Es hätte von charakterlicher Größe gezeugt, wenn dies eingeräumt worden wäre.


Aus dem Fakt, dass die eigene Geschichte bei einem Wettbewerb angenommen wurde, den Schluss zu ziehen, sie sei gut, ist relativ. Es könnte durchaus sein, dass die anderen noch schlechter waren. Und unter den Blinden ist der Einäugige König. cheezy grin

Ich kenne andere Wettbewerbe, die konsequent eingestellt wurden, weil die eingereichten Beiträge den Ansprüchen nicht genügten, so zum Beispiel der "Deutsche Romanpreis" von Bertelsmann:

Der Spiegel 27.11.2000 hat Folgendes geschrieben:
Deutsche Unterhaltungsliteratur in der Krise? Der einmalig ausgelobte Romanpreis des Bertelsmann-Buchclubs kann wegen ungeeigneter Manuskripte nicht an einen einzelnen Autoren vergeben werden. Die 250.000 Mark Preisgeld werden nun aufgeteilt.



Grüße (weiterhin adjektivfrei)
Siegfried
 
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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 17:00
Siegfried hat Folgendes geschrieben:
Es könnte durchaus sein, dass die anderen noch schlechter waren.


Und wie man sieht waren alle bis auf einen Beitrag einfallslos und langweilig. cheezy grin

Weiterhin adjektivierende Grüße
Artus

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BeitragVerfasst am: 15.06.2010, 17:14
Bei all der Streiterei und dem üblichen Gezänke. Was haltet ihr von einer Frisörgeschichte ohne Klischees, nur zur Entspannung und Aufmunterung:

Warum er ausgerechnet auf die Idee gekommen war, auf dem Meeresgrund einen Friseursalon zu eröffnen, wusste Bodo Maier (Maier mit ai) aus Wilhelmshaven im nachhinein auch nicht mehr zu sagen. Jedenfalls wird mir ein derartiges Unterfangen gewaltig helfen, meine angespannte Finanzlage wieder in den Griff zu bekommen. Da die Leute bekanntlich auf solch ausgefallene Ideen stehen, muss man nur einen richtigen Event daraus machen, dachte er und grinste hintergründig.

Ich werde den Laden schon ankurbeln, vor allem tropentauglich muss er sein, denn ein Ortwechsel wird mir nicht erspart bleiben. Wer von meinen potentiellen Kunden möchte schließlich im kalten Nordseewasser tauchen? Hawaii..., Tahiti... Sundainseln...? Für irgendeinen Ort in dieser Gegend muss ich mich wohl entscheiden. Oben ankert ein kleines Boot, wir werden die Leute in Taucheranzüge stecken, sie einschläfern und gemütlich nach unten bringen. Vor der Tür wecken wir sie wieder auf und sagen ihnen, dass sie ihre staubigen Taucherflossen auf der Fußmatte abtreten sollen. Anschließend kümmere ich mich dann um die Haare.

Warnung an alle Kritiker, ich laufe außer Konkurrenz, bin nur Leser, kein Autor. Werde mich auch nicht ärgern, wenn euch die Geschichte nicht gefällt - versprochen.
 
  Hanibal 
Gast 
 
 
   
   
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