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SCHULEN BRAUCHEN GUTE LEHRER - Verhaltens-Ratgeber ...

BeitragVerfasst am: 27.08.2015, 10:49
Titel: SCHULEN BRAUCHEN GUTE LEHRER - Verhaltens-Ratgeber ...
Autor: Peter Denker

Verlag: BoD
ISBN: 978-3-7347-9789-7
Seiten: 360
Preis: 13,95 €

Der Autor über das Buch:

Von wegen "Die Lehrerpersönlichkeit kann man nicht lernen" (FAZ am Sonntag, 23.08.2015, auf S. 11): Das Buch "Schulen brauchen gute Lehrer" gibt eben dazu praktische Anregungen, Tipps, Übungen und Warnungen.
Es schließt die beklagenswerte Lücke der Lehrerausbildung, die der pädagogischen Kompetenz der Lehrer gegenüber ihrer fachlichen, didaktischen und methodischen Kompetenz viel zu wenig Entwicklungshilfe bietet. Es beantwortet die Frage, worauf genau es ankommt, damit ein Lehrer als Persönlichkeit darauf hinwirken kann, dass sich Schüler zu Persönlichkeiten entwickeln, die mit sich, mit andern und mit der Umwelt gut umgehen können. Perspektivwechsel kommt unter den "bewusstseinsbildenden Methoden" eine Schlüsselrolle zu.

Klappentext:

Schulen brauchen gute Lehrer
- selbstverständlich, aber worauf kommt es dabei an?
• „Auf die Lehrer“, sagt Hattie,
• „auf die Wissenschaft“ sagen die Hochschulen,
• „auf den Unterricht“ die Seminare,
• „auf die Selbststeuerung“ sagt dieser Ratgeber.

Wenn Lehrer gegenwärtig unsicher sind,
wie sie als Erzieher wirken können,
weil es ihnen dazu an Anleitung fehlt,
will dieser Ratgeber behilflich sein,
die Lücke praxisnah und verständlich
zu schließen.

Deswegen zeigt dieses Buch auf,
• was einen „guten Lehrer“ ausmacht,
• mit welchen Methoden „Erziehung als Bewusstseinsbildung“
konkret verwirklicht werden kann,
• wie guter Umgang mit sich und
andern bedacht und geübt wird,
• auf welche Weise Schülern für deren Persönlichkeitsentwicklung
Orientierung gegeben werden kann und
• was hilfreich ist, um als Lehrer mit
Erfolg und Freude am Beruf dessen Anforderungen zu meistern.


Inhalt:

Dieser Verhaltens-Ratgeber will dazu beitragen, die pädagogische Kompetenz von Lehrern zu fördern, und ihnen behilflich sein, die Herausforderungen des Schulalltags zu meistern.
Dafür wird die Fähigkeit des Lehrers angesprochen, seine Einstellungen, seine Emotionen und sein Verhalten kontrollieren und steuern zu können.
Dazu gehört, dass er Eigenschaften reflektiert und Verhaltensweisen einübt, die ihn als Lehrerpersönlichkeit auszeichnen. Es sind dies die gleichen Persönlichkeitsmerkmale, bei deren Entwicklung er seinen Schülern behilflich sein möchte. Er kann sie beispielsweise nur begeistern, wenn er selbst begeisterungsfähig ist. Ganz ähnlich verhält es sich mit Geduld, Ausdauer, Kritikfähigkeit, dem pädagogischen Optimismus und vielerlei weiteren Fähigkeiten, die zum guten Umgang mit sich selbst und Anderen gehören.
Den Anregungen liegt das Konzept von Erziehung als Bewusstseinsbildung zugrunde. Dabei kommen dazu passende Methoden zur Anwendung wie zum Beispiel Perspektivwechsel, Umdeutung, Übertragung, Folgenabschätzung, Balance und erweiterte Wiedergutmachung. Auch bewusstes und einfühlsames Wahrnehmen, bedächtiges Deuten, symmetrische Kommunikation und Emotionale Intelligenz gehören dazu.
Die pädagogische Grundeinstellung des Lehrers soll seine Schüler spüren lassen, ihm wertvoll und wichtig zu sein. Seine pädagogische Aufgabe ist Entwicklungshilfe zu deren Persönlichkeitsbildung. Frei und verantwortlich sollen sie handeln können, indem sie lernen und üben, gut mit sich, mit andern und der Umwelt umzugehen. Die pädagogische Kompetenz des Lehrers gibt
den Schülern und Eltern dazu Orientierung, den Kollegen und Vorgesetzten Unterstützung.
Eine Vielzahl von Überlegungen, Tipps und Übungen bieten anhand von Beispielen aus dem Schulalltag wirklichkeitsnahe und praxisbewährte Entwicklungshilfe für Lehrer. Dazu gehört auch die Frage der Eignung für den Lehrerberuf, über die einige Warnungen zur kritischen Selbstprüfung anleiten.
 
  Peter Denker 
 
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BeitragVerfasst am: 27.08.2015, 11:52
Inwieweit geht dieses Buch auf die Mobbing-Problematik an Schulen ein?

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BeitragVerfasst am: 30.08.2015, 12:02
Mir kräuseln sich immer die Fußnägel, wenn Ratgeber als Allheilmittel für bestehende Probleme angepriesen werden. Lies dieses Buch und alle deine Probleme lösen sich wie von selbst...

Sorry, aber dafür ist das Thema "schulische Bildung" und die damit verbundenen Probleme einfach zu komplex, um es auf schlanken 360 Seiten heilsbringend abzuhandeln.

Wünsche dir aber dennoch gute Verkaufszahlen.
 
  Sir Adrian Fish 
 
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BeitragVerfasst am: 08.09.2015, 03:44
Bardioc hat Folgendes geschrieben:
Inwieweit geht dieses Buch auf die Mobbing-Problematik an Schulen ein?


javascript:emoticon('book') Die Antwort findet sich unter http://www.publicationes.de/allgemeines/35-nachrichten0/192-sbgl-dokumentation.html#Diskussion .

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  Peter Denker 
 
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BeitragVerfasst am: 08.09.2015, 04:10
Sir Adrian Fish hat Folgendes geschrieben:
Mir kräuseln sich immer die Fußnägel, wenn Ratgeber als Allheilmittel für bestehende Probleme angepriesen werden. Lies dieses Buch und alle deine Probleme lösen sich wie von selbst...

Sorry, aber dafür ist das Thema "schulische Bildung" und die damit verbundenen Probleme einfach zu komplex, um es auf schlanken 360 Seiten heilsbringend abzuhandeln.

Wünsche dir aber dennoch gute Verkaufszahlen.


Es geht mit dem Ratgeber weder um Verkaufszahlen noch um die Absicht "Allheilmittel als heilsbringend" anzupreisen. Das Buch widmet sich lediglich dem Bereich, der in der Lehrerausbildung sträflich vernachlässigt wird, nämlich dem Lehrerverhalten - nicht mehr und nicht weniger. Es stellt die Erfahrungen eines langen Berufslebens fundiert, verständlich und praktikabel denjenigen zur Verfügung, die diesen Mangel mindern möchten oder sich fragen, ob sie überhaupt Lehrer werden sollten.
Das Buch ist eine Dienstleistung, deren Preis so knapp kalkuliert ist, dass der Autor auch bei exorbitanter Nachfrage damit nicht reich werden könnte.

Diese Klarstellung möge dazu beizutragen, dass sich Ihre "Fußnägel wieder entspannt gerade ausrichten" können.

Vielleicht schauen Sie sich mal die Dokumentation auf http://www.publicationes.de/allgemeines/35-nachrichten0/192-sbgl-dokumentation.html an? Und dort vielleicht auch, was andere über das Buch meinen, unter "Resonanzen"? Vielleicht mögen Sie danach Ihre flüchtige Einschätzung nach Untertitel und Seitenzahl doch noch revidieren?

Wären Ihre wohlklingenden Wünsche weniger ironisch, könnte der Autor sich sogar darüber freuen und sich dafür bedanken; im Kontext Ihres Vorurteils aber halten Sie ja die Käufer des Buches für so töricht wie dessen Autor. Das aber ist ein Stil, der mehr über Sie selbst als über den Autor und sein Buch aussagt. Es täte Ihnen und dem Autor gut, es nicht dabei zu belassen.

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BeitragVerfasst am: 08.09.2015, 12:32
Peter Denker hat Folgendes geschrieben:
Bardioc hat Folgendes geschrieben:
Inwieweit geht dieses Buch auf die Mobbing-Problematik an Schulen ein?


javascript:emoticon('book:') Die Antwort findet sich unter http://www.publicationes.de/allgemeines/35-nachrichten0/192-sbgl-dokumentation.html#Diskussion .

Schon wenn man das Inhaltsverzeichnis sieht ist klar, daß Sie sich mit diesem Buch sehr viel Mühe gemacht haben. Es ist auch eine sehr schöne Idee, daß sie auf bereits gestellte Fragen Antworten geben. Mich persönlich enttäuscht es natürlich, daß dem Phänomen Mobbing kein eigenes Kapitel gewidmet ist, gerade weil es sehr großen Einfluß auf alle Beteiligten (Schüler, Lehrer, Eltern, etc.) hat.

Zu Ihrer Eingangsfrage, was einem von der eigenen Schulzeit in Erinnerung geblieben ist:
Ich war froh, diese staatlich legitimierte Kindesmißhandlungsanstalt endlich hinter mir zu lassen. Ich habe versucht, mich möglichst an nichts mehr zu erinnern und habe und will auch keinen Kontakt mehr zu meinen ehemaligen Mitschülern. Ich habe nur noch (sporadisch) Kontakt mit einem meiner ehemaligen Lehrer.

Wenn man mal vom Mobbing des einen Teils meiner Mitschüler und von der Gleichgültigkeit des anderen Teils der Mitschüler absieht, dann sind mir auch die meisten Lehrer in schlechter Erinnerung. Es gab viel zuviel Hausaufgaben, so daß keine Zeit mehr für andere Aktivitäten blieb, der Sportunterricht und insbesondere die Umkleidekabinen waren grauenvoll, in der 5. Klasse waren wir über 40 Schüler in einem viel zu kleinen Klassenraum (die Schule war gerade neu erbaut worden), einer der Klassenräume hatte keine Fenster, die Klasse mußte ständig den Raum wechseln. Einer der Lehrer zeigte immer nur Filme (als Hausaufgabe mußten wir dann endlose Inhaltsangaben schreiben), anstatt daß er normalen Unterricht machte, er brachte Zoten im Unterricht (wenn wir mal keinen Film sahen) und stellte Schüler vor der ganzen Klasse bloß. Diese Schüler (u. a. auch ich) wurden dann teils extrem gemobbt, auch wenn es damals diesen Begriff noch nicht gab. Die erste Klassenfahrt wurde aus einem mir nicht ersichtlichen Grund vorzeitig beendet, auf der Klassenfahrt ein Jahr später gab es zuerst eine freiwillige Nachtwanderung. Auf dieser Nachtwanderung -- an der nur Jungen teilnahmen -- trug uns dieser Lehrer auf, auf der nächsten Nachtwanderung jeweils eines der Mädchen beiseitezuziehen, um ihr Angst zu machen. So ein Lehrer gehört standrechtlich erschossen!

Für jemanden, der gemobbt wird, ist es sehr belastend, auf Klassenfahrten mitzufahren. Ich habe das nach dieser zweiten Klassenfahrt immer verweigert, was zu Ärger in der Familie führte. Offenbar gab es von seiten der Schule (oder des Lehrers) Druck auf die Eltern, die Kinder mitfahren zu lassen. Auch alle weiteren Lehrer in der Realschule waren mehr oder weniger seltsam, außer der Englisch-, der zweiten Französisch- und der Werklehrerin. Die Englischlehrerin, die noch ganz jung war (wir waren vermutlich ihre erste Klasse) wurde von den Mobbing-Terroristen, die auch mich mobbten, ebenfalls ziemlich geärgert. Die Werklehrerin mußte zwei Klassen gleichzeitig betreuen, was dazu führte, daß ich in der Zeit, in der sie nicht da war, wieder geärgert wurde.

Lieber Herr Denker, ich finde es ja ganz gut, daß Sie sich so für die Verbesserung der Lehrerausbildung einsetzen, aber letztlich lernt es sich besser ohne Schule und Lehrer. In Amerika gibt es das Homeschooling, das sollten wir hier auch einführen -- und die ideologische ''da (Schule) muß jeder durch'' Mentalität aufgeben. Ich habe auch die größten Probleme, wenn Sie von Erziehung als einen ''bewußtseinsbildenden Prozeß'' sprechen, so als ob ein Schüler am Anfang kein Bewußtsein hätte. In der Oberstufe habe ich mal meinen Deutschlehrer damit ganz schön erschreckt, als ich ihm eine Hausaufgabe zum Thema vorlas, in dem ich ganz offen von ''Erziehung ist Mord'' sprach. Letztlich ermordet der Erzieher die natürliche Persönlichkeit des Kindes, indem er es in die (vom Staat?) gewünschte Richtung ''zieht'' (er- in erziehen so wie er- in ertrinken). Und auch die Mobbing-Terroristen hatten schon ein Bewußtsein und genossen es, andere und auch mich zu ärgern. Und auch ihre ''bewußtseinsbildenden Methoden'' wie beispielsweise der von Ihnen erwähnte ''Perspektivwechsel'' kommen mir höchst fraglich vor: Die Mobbing-Terroristen wissen, was sie tun, sie genießen ja ihre Macht über jemanden, wer ihnen da mit Perspektivwechsel (in die Perspektive des Opfers?) kommt, über den lachen sie bloß. Vielleicht nicht laut, aber sie weden sich schon ihren Teil denken. Sie dürfen nicht glauben, daß Schüler naiv sind und sich mit einfachen Psychotricks ''erziehen'' lassen. Ein Mobbing-Terrorist wendet Psychotricks an, er geht ihnen deshalb sicher nicht so einfach auf den Leim.

Auch die ''erweiterte Wiedergutmachung'' halte ich für ziemlich naiv. Als Mobbing-Opfer will ich meine Ruhe vor den Terroristen, sicher keine Geschenke, die mich nur immer wieder an diese Leute erinnern. Ich glaube auch nicht, daß sich ein Mobbing-Terrorist je ändern wird, und selbst wenn er das täte, würde ich es ihm nicht abnehmen.

Ich empfehle Ihnen meine beiden Bücher Gewalt an den Schulen und On Bullying -- Heretical Thoughts. Gerade im ersten geht es auch um ''Wiedergutmachung'' und warum die nicht gut für ein Mobbing-Opfer ist.

Es ist meines Erachtens nicht hinreichend, wenn Sie zum Thema Mobbing nur auf bewußtseinsbildende Methoden setzen. Was wichtig ist, daß die Opfer endlich einmal zu Wort kommen dürfen, was die wollen, und daß das Rumpsychologisieren aufhört. Was sind denn ''geeignete, nicht konfrontative Abwehrstrategien''? Ich bin fast meine gesamte Schulzeit gemobbt worden, wie es heute ''so schön'' heißt -- klingt irgendwie wie Staubwischen und wird daher nicht ernst genommen, der Begriff ''Bullying'' wäre besser -- und ich denke, daß ich alles versucht habe, was möglich ist, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Und ich weiß, daß das auf die Dauer nicht geht. Also tun Sie bitte nicht so, als ob es ein Patentrezept gegen Mobbing gibt. Außerdem können Sie von Schülern nicht erwarten, daß sie hochgeistige psychologische Strategien umsetzen können, die letztlich nicht wirken, weil sie der Mobbing-Terrorist durchschaut. Und wenn man an Mobbing am Arbeitsplatz denkt, dann sind da sogar Erwachsene machtlos den Mobbern gegenüber. Als Opfer brauche ich auch keine ''Stärkung meines Selbstbewußtseins''. Das ist psychologisierender Schwachsinn. Wenn Sie sinnvoll gegen Mobbing vorgehen wollen, dann rate ich Ihnen: vergessen Sie die Psychologie, sondern fragen Sie die Opfer, was die für richtig halten, denn die haben die meiste Erfahrung. Mobbing ist keine Frage des Bewußtseins, sondern eine Psychotechnik, mit der man in unserer gegebenen Gesellschaft unter Umgehung von Gesetzen Macht ausüben kann.

Werden Sie endlich dem Schutz von Mobbing-Opfern gerecht und schaffen entweder eine eigene Strafrechtsnorm „Mobbing“ oder einen neuen Qualifikationstatbestand im Rahmen der §§ 224 und 226 StGB!

Bessere Konzepte gegen Mobbing

Verhindern von Mobbing

Leider leben wir in einer Gesellschaft, die Sachverhalte nur dann anerkennt, wenn sie durch den Filter einer (Pseudo)Wissenschaft gegangen sind. Dabei werden Sachverhalte verdreht und Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern gemacht.

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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 14:07
Schul- und Bildungsreform, Legalisierung des Homeschooling, Möglichkeiten der Organisation von privaten kleinen Lerngruppen

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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 19:49
Bardioc hat Folgendes geschrieben:
Peter Denker hat Folgendes geschrieben:
Bardioc hat Folgendes geschrieben:
Inwieweit geht dieses Buch auf die Mobbing-Problematik an Schulen ein?


javascript:emoticon('book') Die Antwort findet sich unter http://www.publicationes.de/allgemeines/35-nachrichten0/192-sbgl-dokumentation.html#Diskussion .

Schon wenn man das Inhaltsverzeichnis sieht ist klar, daß Sie sich mit diesem Buch sehr viel Mühe gemacht haben. Es ist auch eine sehr schöne Idee, daß sie auf bereits gestellte Fragen Antworten geben. Mich persönlich enttäuscht es natürlich, daß dem Phänomen Mobbing kein eigenes Kapitel gewidmet ist, gerade weil es sehr großen Einfluß auf alle Beteiligten (Schüler, Lehrer, Eltern, etc.) hat.

Zu Ihrer Eingangsfrage, was einem von der eigenen Schulzeit in Erinnerung geblieben ist:
Ich war froh, diese staatlich legitimierte Kindesmißhandlungsanstalt endlich hinter mir zu lassen. Ich habe versucht, mich möglichst an nichts mehr zu erinnern und habe und will auch keinen Kontakt mehr zu meinen ehemaligen Mitschülern. Ich habe nur noch (sporadisch) Kontakt mit einem meiner ehemaligen Lehrer.

Wenn man mal vom Mobbing des einen Teils meiner Mitschüler und von der Gleichgültigkeit des anderen Teils der Mitschüler absieht, dann sind mir auch die meisten Lehrer in schlechter Erinnerung. Es gab viel zuviel Hausaufgaben, so daß keine Zeit mehr für andere Aktivitäten blieb, der Sportunterricht und insbesondere die Umkleidekabinen waren grauenvoll, in der 5. Klasse waren wir über 40 Schüler in einem viel zu kleinen Klassenraum (die Schule war gerade neu erbaut worden), einer der Klassenräume hatte keine Fenster, die Klasse mußte ständig den Raum wechseln. Einer der Lehrer zeigte immer nur Filme (als Hausaufgabe mußten wir dann endlose Inhaltsangaben schreiben), anstatt daß er normalen Unterricht machte, er brachte Zoten im Unterricht (wenn wir mal keinen Film sahen) und stellte Schüler vor der ganzen Klasse bloß. Diese Schüler (u. a. auch ich) wurden dann teils extrem gemobbt, auch wenn es damals diesen Begriff noch nicht gab. Die erste Klassenfahrt wurde aus einem mir nicht ersichtlichen Grund vorzeitig beendet, auf der Klassenfahrt ein Jahr später gab es zuerst eine freiwillige Nachtwanderung. Auf dieser Nachtwanderung -- an der nur Jungen teilnahmen -- trug uns dieser Lehrer auf, auf der nächsten Nachtwanderung jeweils eines der Mädchen beiseitezuziehen, um ihr Angst zu machen. So ein Lehrer gehört standrechtlich erschossen!

Für jemanden, der gemobbt wird, ist es sehr belastend, auf Klassenfahrten mitzufahren. Ich habe das nach dieser zweiten Klassenfahrt immer verweigert, was zu Ärger in der Familie führte. Offenbar gab es von seiten der Schule (oder des Lehrers) Druck auf die Eltern, die Kinder mitfahren zu lassen. Auch alle weiteren Lehrer in der Realschule waren mehr oder weniger seltsam, außer der Englisch-, der zweiten Französisch- und der Werklehrerin. Die Englischlehrerin, die noch ganz jung war (wir waren vermutlich ihre erste Klasse) wurde von den Mobbing-Terroristen, die auch mich mobbten, ebenfalls ziemlich geärgert. Die Werklehrerin mußte zwei Klassen gleichzeitig betreuen, was dazu führte, daß ich in der Zeit, in der sie nicht da war, wieder geärgert wurde.

Lieber Herr Denker, ich finde es ja ganz gut, daß Sie sich so für die Verbesserung der Lehrerausbildung einsetzen, aber letztlich lernt es sich besser ohne Schule und Lehrer. In Amerika gibt es das Homeschooling, das sollten wir hier auch einführen -- und die ideologische ''da (Schule) muß jeder durch'' Mentalität aufgeben. Ich habe auch die größten Probleme, wenn Sie von Erziehung als einen ''bewußtseinsbildenden Prozeß'' sprechen, so als ob ein Schüler am Anfang kein Bewußtsein hätte. In der Oberstufe habe ich mal meinen Deutschlehrer damit ganz schön erschreckt, als ich ihm eine Hausaufgabe zum Thema vorlas, in dem ich ganz offen von ''Erziehung ist Mord'' sprach. Letztlich ermordet der Erzieher die natürliche Persönlichkeit des Kindes, indem er es in die (vom Staat?) gewünschte Richtung ''zieht'' (er- in erziehen so wie er- in ertrinken). Und auch die Mobbing-Terroristen hatten schon ein Bewußtsein und genossen es, andere und auch mich zu ärgern. Und auch ihre ''bewußtseinsbildenden Methoden'' wie beispielsweise der von Ihnen erwähnte ''Perspektivwechsel'' kommen mir höchst fraglich vor: Die Mobbing-Terroristen wissen, was sie tun, sie genießen ja ihre Macht über jemanden, wer ihnen da mit Perspektivwechsel (in die Perspektive des Opfers?) kommt, über den lachen sie bloß. Vielleicht nicht laut, aber sie weden sich schon ihren Teil denken. Sie dürfen nicht glauben, daß Schüler naiv sind und sich mit einfachen Psychotricks ''erziehen'' lassen. Ein Mobbing-Terrorist wendet Psychotricks an, er geht ihnen deshalb sicher nicht so einfach auf den Leim.

Auch die ''erweiterte Wiedergutmachung'' halte ich für ziemlich naiv. Als Mobbing-Opfer will ich meine Ruhe vor den Terroristen, sicher keine Geschenke, die mich nur immer wieder an diese Leute erinnern. Ich glaube auch nicht, daß sich ein Mobbing-Terrorist je ändern wird, und selbst wenn er das täte, würde ich es ihm nicht abnehmen.

Ich empfehle Ihnen meine beiden Bücher Gewalt an den Schulen und On Bullying -- Heretical Thoughts. Gerade im ersten geht es auch um ''Wiedergutmachung'' und warum die nicht gut für ein Mobbing-Opfer ist.

Es ist meines Erachtens nicht hinreichend, wenn Sie zum Thema Mobbing nur auf bewußtseinsbildende Methoden setzen. Was wichtig ist, daß die Opfer endlich einmal zu Wort kommen dürfen, was die wollen, und daß das Rumpsychologisieren aufhört. Was sind denn ''geeignete, nicht konfrontative Abwehrstrategien''? Ich bin fast meine gesamte Schulzeit gemobbt worden, wie es heute ''so schön'' heißt -- klingt irgendwie wie Staubwischen und wird daher nicht ernst genommen, der Begriff ''Bullying'' wäre besser -- und ich denke, daß ich alles versucht habe, was möglich ist, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Und ich weiß, daß das auf die Dauer nicht geht. Also tun Sie bitte nicht so, als ob es ein Patentrezept gegen Mobbing gibt. Außerdem können Sie von Schülern nicht erwarten, daß sie hochgeistige psychologische Strategien umsetzen können, die letztlich nicht wirken, weil sie der Mobbing-Terrorist durchschaut. Und wenn man an Mobbing am Arbeitsplatz denkt, dann sind da sogar Erwachsene machtlos den Mobbern gegenüber. Als Opfer brauche ich auch keine ''Stärkung meines Selbstbewußtseins''. Das ist psychologisierender Schwachsinn. Wenn Sie sinnvoll gegen Mobbing vorgehen wollen, dann rate ich Ihnen: vergessen Sie die Psychologie, sondern fragen Sie die Opfer, was die für richtig halten, denn die haben die meiste Erfahrung. Mobbing ist keine Frage des Bewußtseins, sondern eine Psychotechnik, mit der man in unserer gegebenen Gesellschaft unter Umgehung von Gesetzen Macht ausüben kann.

Werden Sie endlich dem Schutz von Mobbing-Opfern gerecht und schaffen entweder eine eigene Strafrechtsnorm „Mobbing“ oder einen neuen Qualifikationstatbestand im Rahmen der §§ 224 und 226 StGB!

Bessere Konzepte gegen Mobbing

Verhindern von Mobbing

Leider leben wir in einer Gesellschaft, die Sachverhalte nur dann anerkennt, wenn sie durch den Filter einer (Pseudo)Wissenschaft gegangen sind. Dabei werden Sachverhalte verdreht und Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern gemacht.

Mein Buch "Schulen brauchen gute Lehrer" will genau solche Schulerfahrungen, wie Sie sie durchlitten haben, verhindern - ohne Verzicht auf Schulpflicht und ohne Veränderungen an Schulformen. Was sich vor allen Dingen ändern muss ist die innere Einstellung und damit das Verhalten vieler Lehrer, deren Ausbildung diese Aspekte sträflich vernachlässigt.

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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 20:30
Peter Denker hat Folgendes geschrieben:
Mein Buch "Schulen brauchen gute Lehrer" will genau solche Schulerfahrungen, wie Sie sie durchlitten haben, verhindern - ohne Verzicht auf Schulpflicht und ohne Veränderungen an Schulformen. Was sich vor allen Dingen ändern muss ist die innere Einstellung und damit das Verhalten vieler Lehrer, deren Ausbildung diese Aspekte sträflich vernachlässigt.

Vom Prinzip her finde ich es gut, daß Sie dieses Buch geschrieben haben, um damit Ihre Lebenserfahrung für künftige Lehrergenerationen verfügbar zu machen. Allerdings ist Mobbing eine so schwerwiegende Sache, daß das Fehlen dieses Themas ein schwerwiegender Nachteil des Buches ist, insbesondere, da so ziemlich jeder Lehrer eher früher als später mit dem Phänomen konfrontiert wird.

Ich habe nie davon gesprochen, daß ich die Schulpflicht aufheben will. Allerdings bin ich der Ansicht, daß Homeschooling eine Option sein sollte, ev. auch in kleinen Gruppen. Die Schulformen werden sich ändern, denn was für einen Sinn macht es, wenn es kaum mehr Hauptschüler gibt, dafür aber das Gymnasium überlaufen ist, wodurch auch das Niveau gedrückt wird. Ich stimme Ihnen gerne zu, daß sich auch das Verhalten vieler Lehrer und deren Ausbildung ändern muß.

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BeitragVerfasst am: 11.09.2015, 01:23
Bardioc hat Folgendes geschrieben:
Peter Denker hat Folgendes geschrieben:
Mein Buch "Schulen brauchen gute Lehrer" will genau solche Schulerfahrungen, wie Sie sie durchlitten haben, verhindern - ohne Verzicht auf Schulpflicht und ohne Veränderungen an Schulformen. Was sich vor allen Dingen ändern muss ist die innere Einstellung und damit das Verhalten vieler Lehrer, deren Ausbildung diese Aspekte sträflich vernachlässigt.

Vom Prinzip her finde ich es gut, daß Sie dieses Buch geschrieben haben, um damit Ihre Lebenserfahrung für künftige Lehrergenerationen verfügbar zu machen. Allerdings ist Mobbing eine so schwerwiegende Sache, daß das Fehlen dieses Themas ein schwerwiegender Nachteil des Buches ist, insbesondere, da so ziemlich jeder Lehrer eher früher als später mit dem Phänomen konfrontiert wird.

Ich habe nie davon gesprochen, daß ich die Schulpflicht aufheben will. Allerdings bin ich der Ansicht, daß Homeschooling eine Option sein sollte, ev. auch in kleinen Gruppen. Die Schulformen werden sich ändern, denn was für einen Sinn macht es, wenn es kaum mehr Hauptschüler gibt, dafür aber das Gymnasium überlaufen ist, wodurch auch das Niveau gedrückt wird. Ich stimme Ihnen gerne zu, daß sich auch das Verhalten vieler Lehrer und deren Ausbildung ändern muß.


Mobbing ist fürchterlich, wo immer es auftritt. In meiner Tätigkeit als Lehrer konnte ich Mobbing mit den von mir dargestellten Methoden vorbeugend vermeiden. In einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung tritt Mobbing nämlich nicht auf. Vorbeugen ist doch wohl besser als heilen. Oder nicht? Ein Buch deswegen zu disqualifizieren, weil es den Umgang mit etwas nicht beschreibt, dessen Auftreten bei Befolgen seiner Ratschläge nicht zu erwarten ist, wird weder dem Autor noch dem Buch gerecht.

Meine Anmerkung zur Schulpflicht bezog sich auf die Ihren Beitrag begleitenden Appelle zur Unterstützung Ihrer Petitionen. Ich lehne diesbezügliche Verfassungsänderungen ab und möchte darüber in diesem Forum und im Zusammenhang mit meinem Buch nicht diskutieren.

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BeitragVerfasst am: 17.09.2015, 12:20
Peter Denker hat Folgendes geschrieben:
Mobbing ist fürchterlich, wo immer es auftritt. In meiner Tätigkeit als Lehrer konnte ich Mobbing mit den von mir dargestellten Methoden vorbeugend vermeiden. In einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung tritt Mobbing nämlich nicht auf. Vorbeugen ist doch wohl besser als heilen. Oder nicht?

Es ist die Frage, ob Sie -- in Ihrem Unterricht -- Mobbing tatsächlich vermeiden konnten, oder ob nur während Ihres Unterrichts keine Mobbing-Handlungen stattfanden, außerhalb Ihres Unterrichts, z. B. zwischen den Schulstunden, auf dem Schulhof, in den Toiletten, in Umkleidekabinen, auf dem Schulweg, im Schulbus, auf Klassenfahrten, etc. aber schon. Mobbing ist für Außenstehende -- und als Lehrer sind Sie das -- u. U. kaum erkennbar. Der Mobbing-Terrorist hat ein Interesse daran, unentdeckt zu bleiben: Wenn Sie als Lehrer hinschauen, wird er sich z. B. betont freundlich oder nett seinem Opfer gegenüber verhalten, aber wenn Sie wegschauen beginnt der Terror von neuem. Die Leute sind nicht naiv! Es ist daher für mich fraglich, ob Ihre Methoden überhaupt gegen Mobbing wirksam sind. Die ''gegenseitige Achtung'' muß dafür von Anfang an gegeben sein, wenn ein Mobbing-Prozeß bereits besteht, wenn Sie die Klasse übernehmen, dann richten Sie damit auch nichts mehr aus. Auch zu meiner Zeit hat es Lehrer und Unterrichtsstunden gegeben, in denen keine Mobbing-Handlungen stattfanden, auch nicht im Umfeld, z. B. im Stenographieunterricht.

Zitat:
Ein Buch deswegen zu disqualifizieren, weil es den Umgang mit etwas nicht beschreibt, dessen Auftreten bei Befolgen seiner Ratschläge nicht zu erwarten ist, wird weder dem Autor noch dem Buch gerecht.

Ich bezweifele ja gerade, daß die Befolgung Ihrer Ratschläge Mobbing verhindert. Es ist unwahrscheinlich -- aber nicht unmöglich, habe ich selbst erlebt --, daß gerade während des Unterrichts Mobbing-Handlungen stattfinden, dafür gibt es bessere Gelegenheiten, siehe oben. Und gerade diese Gelegenheiten fallen bei Homeschooling weg! Lernerfolg hängt nicht nur von der ''Lehrerpersönlichkeit'' ab, sondern auch von der Lernbereitschaft des Schülers. Und wenn diese durch Mobbing oder andere Faktoren (z. B. Krankheit oder Tod eines Verwandten) gemindert ist, nutzt auch der beste Lehrer nichts.

Mir erscheint es eher so, daß Sie das Thema Mobbing von Anfang an gar nicht berücksichtigt hatten, sich aber auf meine Frage hin genötigt fühlten, doch etwas dazu zu sagen, da dieses Thema heutzutage aktuell ist. Und gerade wegen dieser Aktualität und den bekannten, katastrophalen Folgen (Schulschießereien, kaputte Familien, etc.) ist es von derartiger Wichtigkeit, daß das Fehlen dieses Themas in einem Buch wie dem Ihren einen erheblichen Mangel darstellt. Daß gegenseitige Achtung das Lernklima verbessert ist keine neue Erkenntnis.

Wenn ich Phrasen wie „Erziehung als Bewusstseinsbildung“ oder "auf welche Weise Schülern für deren Persönlichkeitsentwicklung Orientierung gegeben werden kann" lese, schrillen bei mir die Alarmglocken. Sie unterstellen dabei, daß ein Schüler kein (gebildetes) Bewußtsein hat oder Orientierung für seine ''Persönlichkeitsentwicklung'' braucht. Dies ist mir zu psychologisierend und greift auch erheblich in die Privatsphäre des Schülers ein. Davor hatte ich schon als Schüler der unteren Klassen der Sekundarstufe I Angst gehabt.

Es ist auch problematisch, zu sehr auf das Verhalten eines Schülers zu schauen. Mobbing findet hauptsächlich versteckt statt, deswegen nenne ich es auch ''wiederholter, versteckter, gezielter Terror''. Dies führt dazu, daß das Opfer ''verhaltensauffällig'' wird, denn genau das soll es nach dem Willen des Täters auch sein, während das unterschwellig provozierende Verhalten des Mobbing-Terroristen übersehen wird. Und gefragt wird das Opfer ja eh nicht. (Zumindest war das zu meiner Zeit so, kann sein, daß sich heute einiges geändert hat.)

Zitat:
Meine Anmerkung zur Schulpflicht bezog sich auf die Ihren Beitrag begleitenden Appelle zur Unterstützung Ihrer Petitionen.

Die Petition für Homeschooling ist nicht von mir, ich unterstütze sie bloß.

Zitat:
Ich lehne diesbezügliche Verfassungsänderungen ab und möchte darüber in diesem Forum und im Zusammenhang mit meinem Buch nicht diskutieren.

Homeschooling bedeutet nicht, die Schulpflcht aufzuheben, sondern diese wird durch das Homeschooling erfüllt. In anderen Ländern, z. B. Australien oder Amerika, geht das ja auch. Dort ist es u. U. unpraktikabel bzw. sogar unmöglich, daß Schüler jeden Tag hunderte von Kilometern in die nächste Schule fahren. Sowas trifft natürlich auf Deutschland nicht zu. Aber deutsche Klassen sind oder waren -- zumindest zu meiner Zeit -- überfüllt, und auch da könnte Homeschooling Abhilfe schaffen, insbesondere, wenn es in kleinen Schülergruppen stattfindet, so daß diese Möglichkeit nicht nur Reichen offenstehen würde. Und die Lehrer-Schüler-Relation würde sich erheblich verbessern, was auch zu mehr Aufmerksamkeit für einen einzelnen Schüler führen würde.

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BeitragVerfasst am: 17.09.2015, 15:40
Bardioc hat Folgendes geschrieben:
Peter Denker hat Folgendes geschrieben:
Mobbing ist fürchterlich, wo immer es auftritt. In meiner Tätigkeit als Lehrer konnte ich Mobbing mit den von mir dargestellten Methoden vorbeugend vermeiden. In einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung tritt Mobbing nämlich nicht auf. Vorbeugen ist doch wohl besser als heilen. Oder nicht?

Es ist die Frage, ob Sie -- in Ihrem Unterricht -- Mobbing tatsächlich vermeiden konnten, oder ob nur während Ihres Unterrichts keine Mobbing-Handlungen stattfanden, außerhalb Ihres Unterrichts, z. B. zwischen den Schulstunden, auf dem Schulhof, in den Toiletten, in Umkleidekabinen, auf dem Schulweg, im Schulbus, auf Klassenfahrten, etc. aber schon. Mobbing ist für Außenstehende -- und als Lehrer sind Sie das -- u. U. kaum erkennbar. Der Mobbing-Terrorist hat ein Interesse daran, unentdeckt zu bleiben: Wenn Sie als Lehrer hinschauen, wird er sich z. B. betont freundlich oder nett seinem Opfer gegenüber verhalten, aber wenn Sie wegschauen beginnt der Terror von neuem. Die Leute sind nicht naiv! Es ist daher für mich fraglich, ob Ihre Methoden überhaupt gegen Mobbing wirksam sind. Die ''gegenseitige Achtung'' muß dafür von Anfang an gegeben sein, wenn ein Mobbing-Prozeß bereits besteht, wenn Sie die Klasse übernehmen, dann richten Sie damit auch nichts mehr aus. Auch zu meiner Zeit hat es Lehrer und Unterrichtsstunden gegeben, in denen keine Mobbing-Handlungen stattfanden, auch nicht im Umfeld, z. B. im Stenographieunterricht.

Zitat:
Ein Buch deswegen zu disqualifizieren, weil es den Umgang mit etwas nicht beschreibt, dessen Auftreten bei Befolgen seiner Ratschläge nicht zu erwarten ist, wird weder dem Autor noch dem Buch gerecht.

Ich bezweifele ja gerade, daß die Befolgung Ihrer Ratschläge Mobbing verhindert. Es ist unwahrscheinlich -- aber nicht unmöglich, habe ich selbst erlebt --, daß gerade während des Unterrichts Mobbing-Handlungen stattfinden, dafür gibt es bessere Gelegenheiten, siehe oben. Und gerade diese Gelegenheiten fallen bei Homeschooling weg! Lernerfolg hängt nicht nur von der ''Lehrerpersönlichkeit'' ab, sondern auch von der Lernbereitschaft des Schülers. Und wenn diese durch Mobbing oder andere Faktoren (z. B. Krankheit oder Tod eines Verwandten) gemindert ist, nutzt auch der beste Lehrer nichts.

Mir erscheint es eher so, daß Sie das Thema Mobbing von Anfang an gar nicht berücksichtigt hatten, sich aber auf meine Frage hin genötigt fühlten, doch etwas dazu zu sagen, da dieses Thema heutzutage aktuell ist. Und gerade wegen dieser Aktualität und den bekannten, katastrophalen Folgen (Schulschießereien, kaputte Familien, etc.) ist es von derartiger Wichtigkeit, daß das Fehlen dieses Themas in einem Buch wie dem Ihren einen erheblichen Mangel darstellt. Daß gegenseitige Achtung das Lernklima verbessert ist keine neue Erkenntnis.

Wenn ich Phrasen wie „Erziehung als Bewusstseinsbildung“ oder "auf welche Weise Schülern für deren Persönlichkeitsentwicklung Orientierung gegeben werden kann" lese, schrillen bei mir die Alarmglocken. Sie unterstellen dabei, daß ein Schüler kein (gebildetes) Bewußtsein hat oder Orientierung für seine ''Persönlichkeitsentwicklung'' braucht. Dies ist mir zu psychologisierend und greift auch erheblich in die Privatsphäre des Schülers ein. Davor hatte ich schon als Schüler der unteren Klassen der Sekundarstufe I Angst gehabt.

Es ist auch problematisch, zu sehr auf das Verhalten eines Schülers zu schauen. Mobbing findet hauptsächlich versteckt statt, deswegen nenne ich es auch ''wiederholter, versteckter, gezielter Terror''. Dies führt dazu, daß das Opfer ''verhaltensauffällig'' wird, denn genau das soll es nach dem Willen des Täters auch sein, während das unterschwellig provozierende Verhalten des Mobbing-Terroristen übersehen wird. Und gefragt wird das Opfer ja eh nicht. (Zumindest war das zu meiner Zeit so, kann sein, daß sich heute einiges geändert hat.)

Zitat:
Meine Anmerkung zur Schulpflicht bezog sich auf die Ihren Beitrag begleitenden Appelle zur Unterstützung Ihrer Petitionen.

Die Petition für Homeschooling ist nicht von mir, ich unterstütze sie bloß.

Zitat:
Ich lehne diesbezügliche Verfassungsänderungen ab und möchte darüber in diesem Forum und im Zusammenhang mit meinem Buch nicht diskutieren.

Homeschooling bedeutet nicht, die Schulpflcht aufzuheben, sondern diese wird durch das Homeschooling erfüllt. In anderen Ländern, z. B. Australien oder Amerika, geht das ja auch. Dort ist es u. U. unpraktikabel bzw. sogar unmöglich, daß Schüler jeden Tag hunderte von Kilometern in die nächste Schule fahren. Sowas trifft natürlich auf Deutschland nicht zu. Aber deutsche Klassen sind oder waren -- zumindest zu meiner Zeit -- überfüllt, und auch da könnte Homeschooling Abhilfe schaffen, insbesondere, wenn es in kleinen Schülergruppen stattfindet, so daß diese Möglichkeit nicht nur Reichen offenstehen würde. Und die Lehrer-Schüler-Relation würde sich erheblich verbessern, was auch zu mehr Aufmerksamkeit für einen einzelnen Schüler führen würde.

Ich möchte diese Diskussion nicht fortsetzen, da sie mehr über Ihre Meinung als über mein Buch handelt.

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Schulen brauchen gute Lehrer

BeitragVerfasst am: 17.09.2015, 21:27
Hallo,
ich finde die Art, wie hier über ein Buch räsonniert wird, ziemlich beschämend. Der eine beklagt sich über einen weiteren Ratgeber und der zweite beklagt, dass dem Mobbing-Thema nicht genügend Platz eingeräumt wird, weil das offensichtlich das Thema seines Lebens ist. Keiner hat wahrscheinlich das Buch bisher gelesen.
Ich auch nicht, aber ich stimme dem Autor zu, dass wesentliche Dinge wie Lehrerpersönlichkeit, Begeisterungsfähigkeit etc. , die eigentlich im Mittelpunkt des Unterrichts- und Erziehungsgeschehens stehen , in der Lehrerausbildung sträflichlichst vernachlässigt werden. Und ich finde es gut, wenn ein Lehrer, der sehr lange diesbezüglich Erfahrungen gesammelt hat, diese in einem Ratgeber weitergibt. (Warum nicht auch neben all den Katzen-, Hunde-,Babyratgebern etc. auch ein Ratgeber, der sich endlich mal mit dem Erziehungsraum befasst, in dem wir alle wesentliche Teile unseres Lebens verbringen.)
Versöhnliche Grüße!
Gerda

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Re: Schulen brauchen gute Lehrer

BeitragVerfasst am: 18.09.2015, 11:12
buehne44 hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
ich finde die Art, wie hier über ein Buch räsonniert wird, ziemlich beschämend. Der eine beklagt sich über einen weiteren Ratgeber und der zweite beklagt, dass dem Mobbing-Thema nicht genügend Platz eingeräumt wird, weil das offensichtlich das Thema seines Lebens ist. Keiner hat wahrscheinlich das Buch bisher gelesen.
Ich auch nicht, aber ich stimme dem Autor zu, dass wesentliche Dinge wie Lehrerpersönlichkeit, Begeisterungsfähigkeit etc. , die eigentlich im Mittelpunkt des Unterrichts- und Erziehungsgeschehens stehen , in der Lehrerausbildung sträflichlichst vernachlässigt werden. Und ich finde es gut, wenn ein Lehrer, der sehr lange diesbezüglich Erfahrungen gesammelt hat, diese in einem Ratgeber weitergibt. (Warum nicht auch neben all den Katzen-, Hunde-,Babyratgebern etc. auch ein Ratgeber, der sich endlich mal mit dem Erziehungsraum befasst, in dem wir alle wesentliche Teile unseres Lebens verbringen.)
Versöhnliche Grüße!
Gerda


Es ist sehr tröstlich, dass Gerda hier zum Ausdruck bringt, was mich selbst genauso bekümmert. Es scheint so, dass manche auf Foren d i e Gelegenheit sehen und ergreifen, sich über andere zu erheben. Hätten sie eine andere Schule durchlaufen, hätten sie Perspektivwechsel, Einfühlsamkeit und Rücksichtnahme gelernt, wäre das gewiss anders. Schade ist, dass sich geistiger Unrat in Foren verbreiten kann, tröstlich, dass es Menschen wie Gerda auf- und missfällt. Danke und liebe Grüße!
Peter J. Reichard (als Autor: Peter Denker)


Zuletzt bearbeitet von Peter Denker am 18.09.2015, 19:47, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 18.09.2015, 17:34
Voll-Quotes ohne eigenen Zusatz finde ich irgendwie ... überflüssig. cheezy grin

Bis repetita non placent, wie der gute Horaz schon sagte.

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Korrektorate, Buchcover, Buchlayout. Brotberuf: Dozent (ohne Uni-Besuch) in der Erwachsenenbildung. (MichaelHA 11.02.2017 17:33: Und übrigens: nicht studiert haben, aber dann Leute indoktrinieren (vulgo: unterrichten) das geht m.E. gar nicht)
 
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