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"Seelengift" Leseprobe Nr. 2

BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 14:22
Hallo zusammen.
Ich habe die Geschichte meines Buches fertig geschrieben und bin momentan dabei alles noch einmal zu überarbeiten. Ich würde euch gern das erste Kapitel vorstellen. Entschuldigt, dass es trotz Kürzung noch recht lang ist... Ich habe bereits Meinungen von Testlesern und wollte es noch einem kritischeren Publikum vorstellen. cheezy grin

Ich bin für jede Hilfe dankbar!
lg Maria

edit: Niemand soll den ganzen Text lesen, ich wollte ihn nur einstellen, falls sich jemand ein Bild von der eigentlichen Geschichte machen möchte. Zum Beurteilen könnten vielleicht schon die ersten Absätze genügen.

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London

Selene trat die Wohnungstür zu, ließ die schwarze Handtasche auf den Boden gleiten und streifte ihre Schuhe ab. Beim Durchqueren des schmalen Flures spürte sie das Holz unter ihren nackten Füßen knarren – es fühlte sich gut an, beinahe lebendig. Sie schleppte sich ins Wohnzimmer und stolperte wie so oft über den Türabsatz. Ein Schmerz durchfuhr ihre kalten Zehen, aber heute war er ihr willkommen. Es war ein guter Schmerz – er zeigte ihr, dass ihr Körper noch lebte und die Nervenenden funktionierten.
In den letzten Stunden hatte sie davon nicht viel gemerkt. Selbst wenn sie gewollt hätte, hätte sich da wahrscheinlich kaum etwas in ihr geregt. Selbst wenn sie es versucht hätte, wäre ein Gefühl ausgeblieben. Aber warum sollte man so etwas schon wollen? Doch nicht an einem solchen Tag. Das würde keinen Sinn ergeben.
Sie ließ sich auf das Sofa nieder und verbarg ihr Gesicht in den Kissen. Dieser Tag musste enden, aus ihrer Erinnerung verschwinden. Am liebsten würde sie zwei Jahre in die Zukunft springen, um die Zeit der Trauer zu überbrücken. Doch die Couch nahm sie wie ein alter Freund in die Arme – Geborgenheit schlich sich für einen kurzen Moment in ihr Herz und wärmte es. Sie genoss die wenigen Sekunden, gleich wäre der Moment vorbei und die Realität zurück. Kalt und unbarmherzig – wie Realitäten nun mal sind.
Zu weinen würde nichts bringen. Eigentlich wollte Selene etwas völlig anderes und dieser Wunsch würde unerfüllt bleiben. Reiß dich zusammen! Hör auf darüber nachzudenken! Doch die Erinnerung des Tages kroch ihr eiskalt die Wirbelsäule hoch. Verdammt!

Eine Beerdigung dauert für gewöhnlich etwa zwei Stunden. Doch diese Zeit kam ihr wie eine Ewigkeit vor. Als würde der Tod eines Menschen jedem Betroffenen alles an Trauerzeit abverlangen, was möglich war.
Während dieser endlosen Stunden hatte Selene die Sonne verflucht, die so verdammt fröhlich am Himmel und ihr ins Gesicht geschienen hatte. Regen war etwas Gewöhnliches in London. An einem Tag wie heute dann keinen zu haben, erschien ihr lächerlich. Die Sonne strahlte, als ob sie ihr etwas mitteilen oder mit aller Macht die Traurigkeit aus dem Gesicht prügeln wollte. Selene weigerte sich zuzuhören. Das grelle Licht von oben kam ihr wie eine Folter vor. Am liebsten hätte sie es einfach ausgeschaltet.
Vermutlich hatte der Pfarrer mitfühlende Worte an die Angehörigen gerichtet, doch sie konnte sich an keines erinnern. Worte hätten auch nicht weitergeholfen. Das Entsetzen, das ihren Körper vor ein paar Tagen gelähmt hatte, war immer noch da und würde sich wohl nicht vertreiben lassen. Die Lähmung schickte ihren Blick geradeaus, niemals auf den Sarg. Notgedrungen musste sie Grace ansehen. Die gute Freundin ihrer Mutter weinte und klammerte sich an ein schwarzes Taschentuch.
Ob sie in Graces Alter auch ein schwarzes Taschentuch für Anlässe wie diese besitzen würde?
Ob es ihr geholfen hätte, in ein schwarzes Seidentuch zu weinen? Vielleicht hätte sie tatsächlich weinen können, würde sie nur ein schwarzes Taschentuch besitzen.
Grace wurde von ihrem Ehemann getröstet. Neben ihn reihten sich viele ehemalige Arbeitskollegen und einige Personen, die Selene vorher noch nie gesehen hatte. In manchen Gesichtern war neben der Trauer auch ein Ausdruck von Erleichterung zu erkennen. Als Tochter wusste sie nur zu gut, warum. Und sie hasste jeden, der so empfand.
Ihre Mutter war lange Zeit krank gewesen und hatte sich in den letzten Wochen nur noch gequält. Nächstes Jahr wäre sie fünfzig geworden. Nun war es zu spät. Darüber brauchte Selene nicht nachdenken. Es konnte nicht mehr eintreten.
Sie hatte wohl stets mit dem Schlimmsten gerechnet. Aber als es dann geschah, wünschte sie sich plötzlich, sie hätte noch einen Tag länger bei ihrer Mutter sein können… obwohl sie wusste, wie sehr sie sich die Erlösung gewünscht hatte. Auch wenn sie früher kein besonders inniges Verhältnis gehabt hatten, so war Selene durchaus fähig, diesen einen Wunsch ihrer Mutter nachvollziehen zu können.
Der Mann, den sie als ihren Stiefvater bezeichnete, stand neben ihr. Er weinte nicht, das war wohl das Einzige, was sie gemeinsam hatten. Für einen kurzen Moment fühlte Selene sich mit ihm verbunden. Doch der Augenblick war so schnell verschwunden, wie er gekommen war. Ihr Stiefvater starrte auf den Sarg, als ob er hindurchsehen könnte. Seine Mimik wirkte kantig und streng. Manchmal schien es, als ob sich kein einziger Muskel in diesem Gesicht je regen würde. Selenes Mutter hatte ihn geliebt.

Etwas peitschte laut gegen die Fenster. Es musste Regen sein. Endlich Regen – sie hätte ihn früher gebraucht.
Ihre Augen brannten und ihre Kehle war zugeschnürt. Sie zitterte. Eines der Couchkissen hatte sie vor die Brust geklammert und entkrampfte sich mühevoll, als sie es registrierte. Die plötzliche Entspannung irritierte ihre Arme. Sie wollten sich wieder um das Kissen legen, aber Selene zwang sie zur Seite. Sie schluckte den Kloß hinunter, blinzelte ein paar Mal und versuchte sich zu besinnen.
Atme!
Es fühlte sich an, als würde ihr Herz von einer Art Dunkelheit umschlossen werden. Schwachsinn! Du brauchst nur Ablenkung!
Die Fernbedienung landete wie von allein in ihrer Hand und schaltete das alte Gerät ein. Gewohnt flackerndes Licht zog sie in den Bann und scheuchte ihre Gedanken fort – schon besser. Selene fiel mit ihrem Oberkörper zu Seite und schlang sich eine Decke um den Leib, obwohl sie nicht fror. Die Kissen schmiegten sich scheinheilig an ihre Wange, doch sie versuchte sich auf die flimmernden Bilder zu konzentrieren, was immer sie ihr auch zeigen wollten.
Augenflüssigkeit sammelte sich am untersten Winkel des Lides und drohte, bei jedem Wimpernschlag, überzulaufen. Kein Grund zur Sorge. Das passierte immer, wenn sie liegend fern sah.

Ihre Sicht war getrübt, ohne, dass es ihr Angst gemacht hätte. Langsam erkannte Selene jedoch, dass sie sich in einem Wald befand. Sie bewegte, nein, sie rannte sogar. Ihre nackten Füße trugen sie in eine bestimmte Richtung - immer weiter vorwärts. Die Erde fühlte sich weich und beinahe warm an.
Aus irgendeinem Grund trug sie ein Kleid aus dunkelblauer Seide, das sich ungewohnt sanft an ihre Haut schmiegte. Es störte sie nicht. Aus wahrscheinlich demselben Grund trug sie ihre Haare offen und akzeptierte die Spitzen, die ihre Schultern und den Rücken entlang streichelten. Selbst die Luft um sie herum wirkte lebendig - und säuselte ihr liebevolle Gedanken zu.
Selene lief wie von einer unsichtbaren Hand geführt. Große, mit Blüten geschmückte Bäume säumten den Weg, als würden sie ihr sagen: Hier bist du richtig! Das Licht, das ihr von vorn entgegen strahlte, war unglaublich hell, aber es blendete nicht, sondern ließ die Natur in einem nebulösen Schein erstrahlen. Alles wirkte so malerisch und friedvoll und Selene fand es wunderschön – warum auch immer.
Nach und nach baute sich ein großes, schweres Tor vor ihr auf. Es wirkte monströs, aber nicht angsteinflößend. Helles Holz und eiserne Scharniere schmückten die Pforte. Sie legte ihre Hand auf den silbernen Türknauf und übte leichten Druck aus. Als es sich öffnete, wehte ihr eine würzige Brise entgegen und löste eine angenehme Regung in ihr aus – ein Gefühl, das sie normalerweise verstörte.
Die Dunkelheit vor ihr löste sich auf und offenbarte eine riesige Eingangshalle mit einer über drei Meter hohen Decke und Wänden, die sich nach rechts und links ins Unendliche erstreckten. Geradezu führte eine breite Treppe hinauf in die Finsternis.
Sie betrat den dunklen Holzboden und sah sich um. Die Wände waren mit nachtblauen und goldenen Stoffen behangen und wurden von altertümlichen Wandleuchten erhellt. Und direkt vor ihr ragte ein beeindruckender Kronleuchter von der Decke und beleuchtete ein Mosaik am Fuße der Treppe. Selene näherte sich und erkannte saphirblaue Steine, die das Abbild eines Tieres einrahmten. Es glich einem Löwen, aber er hatte Hörner und längeres Fell, eher wie ein Wolf. Er war schön, doch seine Anmut war mit einer unterschwelligen, wenngleich unverkennbaren Drohung unterlegt. Je länger sie das Wesen betrachtete, desto stärker schien seine Macht sie zu fesseln und einzuschüchtern.
Etwas Feuchtes traf ihre Füße. Selene erschrak, blieb aber wie selbstverständlich an Ort und Stelle stehen und sah zu, wie das schöne Mosaik von einer dunkelroten Flüssigkeit verschluckt wurde. Plötzlich begann ihr Herz zu schmerzen, als würde es krampfen, als hätte sie Angst. Auf ihre Sicht legte sich ein dunkler Rahmen. Aber das Meer aus Schwarz, das die Halle flutete und auf sie hereinbrach, erfasste sie trotzdem.
Selene konnte nicht fliehen – sie wusste, sie würde ertrinken.

[]In diesem Absatz wird der Akkadier Roven vorgestellt. Er macht sich auf die Suche nach seinem Kameraden Lennart und teleportiert sich nach London.[]


Selene wachte auf und starrte an die Decke – unfähig sich zu bewegen. Der Schock hatte sie gelähmt. Sie fühlte ihren Puls durch den Körper jagen, als ob er ihr zeigen wollte, dass sie von Kopf bis Fuß panisch war. Ihre Augen flackerten hin und her. Erst nach und nach erkannte sie, dass sie zu Hause war. Hier war kein Blut – nichts, worin sie ertrinken konnte. Sie zwang sich dazu, die angehaltene Luft langsam auszustoßen, schenkte ihren Augen aber keine Ruhe. Doch die Umgebung blieb, wie sie war, nichts rührte sich. Scheinbar war es die Realität.
Als sie einatmete, fühlte ihr Körper sich langsam wieder lebendig an. Das Atmen tat gut, es lockerte ihre versteiften Glieder und gab ihr schließlich die Kraft, sich aufzurichten. Sie brauchte dringend Ablenkung, konnte sich nicht länger allein in dieser Wohnung aufhalten. Sie musste hier raus, brauchte Luft. Immer noch benommen erhob sie sich von der Couch und stieg die Treppen zum Schlafzimmer hinauf. Die Sportsachen lagen stumm im Schrank, warteten auf Verwendung. Selene zog sich um und startete den MP3-Player. Der tiefe, grollende Bass von David Guettas „If we ever“ dröhnte in ihren Ohren und vertrieb die Stille. Dann erst begann ihr Herz wieder zu schlagen. Besser! Die Musik übertönte ihre Gedanken und erleichterte es ihr abzuschalten.
Selenes Wohnung lag in der Queens Road, gleich neben dem Epping Forest. Sie verließ die menschenleere Straße im Laufschritt und steuerte auf den Wald zu. Sie joggte nicht – sie rannte, vielleicht auch davon. Sie wusste nur, dass sie ihren Körper überanstrengen wollte, damit das Adrenalin alle Gedanken und vor allem die Erinnerungen fern halten konnte. Solange ihr Körper zu erschöpft zum Denken war, war alles in Ordnung. Als sie den Wald erreichte, jagte sie hindurch. Der kalte Wind zerrte an ihren Sachen, reizte die Haut und brachte ihre Augen zum Tränen. Ihr Gesicht brannte vor Erschöpfung. Doch sie dachte nicht daran, langsamer zu werden. Die Lungen pumpten unaufhörlich Luft. Ihre Atemwege verengten sich unweigerlich und versorgten das Gehirn mit weniger Sauerstoff. Gut so! Sie fühlte die leichte Benommenheit, rannte beinahe wie in Trance. Nicht langsamer werden! Der Weg führte tiefer in den Wald hinein. Rechts und links rasten die sonst so grünen Bäume an ihr vorbei, doch zu dieser Tageszeit waren sie schwarz und wirkten unheimlich. Sie nahm die Kurve des Waldweges viel zu schnell und kratzte mit ihrem Arm am Gestrüpp entlang. Es spielte keine Rolle.
Der Vollmond erstrahlte über ihr und lockte sie tiefer ins Dickicht. Selene rannte unaufhörlich und hob ihren Kopf, um den Schein in sich aufzunehmen. Es war irrsinnig, aber aus irgendeinem Grund wirkte das Mondlicht wärmer auf sie, als es die Sonne je getan hatte. Es war beruhigend.
Sie schloss ihre Augen für einen kurzen Moment.
Nur um zu blinzeln.
Nur um sich der Umarmung dieser Nacht für den Bruchteil einer Sekunde hinzugeben.
Selene prallte mit voller Wucht gegen irgendetwas, das vorher garantiert nicht in dieser Stelle war. Sie fiel rückwärts und knallte heftig mit dem Kopf auf den Waldboden. Kurz vermutete sie, sie würde vielleicht noch träumen, doch die Kopfschmerzen, die sie heimsuchten, waren nicht zu leugnen. Sie besann sich nur langsam und versuchte zu verstehen, doch einen Sinn ergab dieser Sturz nicht. Im Dunkel des Waldes etwas zu erkennen, sollte aber nicht allzu schwierig sein. Selene blickte auf. Insgeheim hatte sie damit gerechnet, nichts zu finden und war umso entsetzter, als sie das riesige, dunkle Etwas erblickte. Ein gewaltiger, schwarzer Berg – direkt vor ihr. Der Abend verbesserte sich nicht wirklich. Unsicher schaute sie weiter nach oben. Es war ein Mann. Schwarz gekleidet und unverhältnismäßig groß ragte er über ihr auf und verdeckte den Mond hinter sich. Seine Züge waren schwer zu erkennen, nur das weißblonde Haaren leuchtete im Mondlicht. Eine Gesichtshälfte wurde dadurch verdeckt, in der anderen erkannte sie ein Auge, das sie unverwandt anstarrte.
Spätestens jetzt wich auch das letzte bisschen Kraft aus ihren Gliedern. Selene war wie gelähmt vor Angst und außer Stande auch nur einen Ton rauszubringen. Obwohl sie eigentlich gar nichts sagen wollte, vielleicht wollte sie schreien, aber sie vermutete, dass ihr die Stimme auch dabei versagen würde. Ihre Hände gruben sich in die Erde. Sie begann zu zittern und wusste in diesem Moment leider so gar nicht, wie sie aus dieser misslichen Lage herauskommen sollte.
Plötzlich streckte er eine Hand nach ihr aus. Selene zuckte unwillkürlich zurück. „Bitte...“ Hatte sie das gesagt? Nein. Sie war sich sicher, dass ihre Stimme nicht funktionierte, dann musste er es gewesen sein. „Hab… keine Angst.“ Seine Worte versuchten sie zu beruhigen. Doch es war der Bass seiner Stimme, der auf ihrer Haut vibrierte und sie entspannte. Ein derart tiefes, vollmundiges Grollen hatte sie noch nie gehört – es war einfach wunderschön. Und ohne jeden Anlass verlor Selene die Angst, die sie noch vor kurzem so gepackt hatte und fühlte sich wohl – mitten im finsteren Wald, auf der kalten Erde, einem Fremden ausgeliefert – nur weil er gesprochen hatte.
Es war absurd, doch ehe sie sich’s versah, streckte sie ihm die Finger entgegen.
Er kam einen Schritt auf sie zu und legte seine riesige Pranke unter ihre zarte Hand. Als er sie berührte, fuhr ein warmes Kribbeln durch die Fingerspitzen direkt in ihren Arm hinein. Tatsächlich hörte sie auf zu zittern und fühlte sich ungewohnt behaglich. Ihr Puls wurde schneller und schickte das Kribbeln in ihren Bauch – beinahe wie Schmetterlinge. Die Situation gewann an Kuriosität, konnte Selene aber dennoch keine Angst einjagen.
Der Fremde umfasste ihre grazilen Finger mit seiner rauen Haut und zog sie behutsam auf die Beine. Plötzlich war sie ihm fürchterlich nahe. Sie blickte auf seine Brust und konnte diese Hitze überall um sich herum spüren. Ihr Körper wurde beinahe von seiner Wärme umarmt und wollte sich ihr hingeben.
Ihr wurde bewusst, dass er ihre Hand immer noch festhielt – zärtlich aber bestimmt. Und sie wollte eigentlich auch nicht so recht loslassen... Du liebe Güte, was machte sie hier eigentlich? Doch bevor sie zur Besinnung kam, bewegte sich etwas an ihrer Haut. Der Fremde strich mit seinem Daumen sanft über ihren Handrücken. Selenes Herz machte einen kleinen Sprung. Ihre Lippen teilten sich vor Verzückung. Sie war überrascht von dieser Reaktion, so etwas wie Lust hatte sie seit Ewigkeiten nicht gefühlt.
Okay, jetzt krieg dich mal wieder ein! „Ich… sollte gehen!“ Sie versuchte überzeugend zu klingen.
„Bleib…“, bat er, „noch ein bisschen. Ich… werde dir nichts tun.“ Warum glaubte sie ihm?
Selene spürte, wie er seine andere Hand vorsichtig an ihren Rücken legte und ließ es geschehen. Gott! Das fühlte sich so gut an! Sie zwang sich weiterhin auf seine Brust zu starren, wusste nicht, was passieren würde, wenn sie ihm erst in die Augen sah. Die Hand an ihrem Rücken übte sanften Druck aus - er zog sie an sich. Sie war außer Stande sich zu wehren. Ihre Brust berührte seinen Oberkörper und das Leder seines Mantels knarrte begierig. Schlagartig wurden ihre Sinne von einem intensiven Aroma geflutet. Sein Duft? Es roch nach orientalischen, scharfen Gewürzen, die eine eigenartig beruhigende Wirkung auf sie hatten. Sie kannte diesen Geruch, irgendwoher. Und entgegen aller Vernunft hob sie langsam ihren Kopf und sah in seine Augen. Erst jetzt erkannte sie die Farbe – sie waren saphirblau – und strahlten sie begierig an.

Roven war überwältigt. Was tat er hier? Sie war eine Fremde und er nutzte ihre Wehrlosigkeit gerade unverschämt aus. Er wand seine Kräfte an, um ihr die Angst zu nehmen, die sie einem Fremden wie ihm gegenüber eigentlich haben sollte – Angst, die sie vor einer Kreatur, wie er es war, eigentlich schützen sollte und sie dazu gebracht hätte, in die für sie einzig sichere Richtung zu laufen – weg von ihm. Stattdessen vernebelte er ihren Verstand um sie hier zu behalten. Es gab keine Erklärung dafür, er schob es auf seine Instinkte.
Er landete nicht wie geplant in der Innenstadt, sondern völlig unerwartet in diesem Waldstück. Seine Teleportation war noch nie misslungen. Er verstand einfach nicht, wie er sein Ziel dermaßen verfehlt haben konnte. Und kaum da er Gestalt angenommen hatte, war sie völlig unerwartet in ihn hineingelaufen. Was für ihn ein leichter Aufprall war, warf sie dank seiner unnachgiebigen Statur grob nach hinten. Bei dieser kurzen Berührung flackerten plötzlich Erinnerungen in seinem Kopf auf.
Hatte er von ihr geträumt?
Das Bild in Rovens Kopf zeigte ihm eine junge Frau mit einem fast milchfarbenen Hautton. Sie trug ein elegantes Kleid. Blauschwarzes Haar ergoss sich wellenförmig über ihre Schultern und den Rücken hinunter. Er sah sie nur von hinten, aber er konnte ihre Glückseligkeit spüren. Sie liebte die Natur um sie herum, liebte den Wald, in dem sie sich gerade befand und die Erde, die sie unter ihren nackten Füßen fühlen konnte. Und sie war in einen hinreißenden Duft gehüllt – er atmete tief ein und genoss jede einzelne Schwingung dieses Geruches. Wahnsinn! Sie roch wie ein Engel. Beinahe machte in dieses Aroma hungrig.
Ihr Ziel klar vor Augen, durchquerte sie das Waldstück, bis sie vor der Pforte Avenstones zu stehen kam - fasziniert und neugierig. Es war äußerst ungewohnt für ihn, eine junge Frau – noch dazu menschlich – vor seinem Eingangstor warten zu sehen. Sonst verirrte sich kein Sterblicher mit gesundem Verstand in diese Gegend, schon allein deswegen, weil die Burg verborgen lag und für niemanden auffindbar war. Aber diese Schönheit war nicht verängstigt, sondern wirkte gespannt und wissensdurstig. Und er wollte ihren Durst stillen – egal wie.
Sie stieß das Tor mit Leichtigkeit auf und betrat die Eingangshalle – eine zierliche, halbnackte Frau in seinem Heim. Irgendwie gefiel ihm das Bild, aber es ergab keinen Sinn. Sie sah sich um und entdeckte das alte Mosaik, das im Holzboden eingelassen war. Es zeigte die Göttin Ishtar – und gleichzeitig auch die Bestie, die der Akkadier in sich trug. Beinahe liebevoll berührten ihren elfenbeinfarbenen Finger die antiken Steine. Rovens Nackenhaare stellten sich auf, als er sich vorstellte dass ihre Haut die seine berühren würde. Warum nur träumte er so etwas – es war nicht richtig.
Und das erkannte er in dem Moment, als er ihr erschrockenes Gesicht sah. Blut begann die Halle zu tränken, Unmengen von Blut. Es verschlang ihre Füße, dann die Beine. Doch sie blieb wie angewurzelt. Nur ihre vorher so sanften Augen starrten jetzt entsetzt in seine Richtung. Und sie wartete… bis sie völlig von der Flut verschluckt wurde, bis ihr wunderschönes Antlitz vom tiefen Rot getränkt war.
Göttin, er hatte das Gefühl, er wäre Schuld daran. Als ob er dieses Unglück ausgelöst hatte. Aber das spielte keine Rolle, es war nur Traum, richtig? Und es war Zufall, dass er jetzt genau hier vor ihr landete. Zumindest wäre es Zufall, wenn er an Zufälle glauben würde.
Er konnte seinen Blick nicht von ihr lassen und als sie zu ihm aufsah, versank er in der Wärme ihrer Iriskreise. Das Gesicht war engelsgleich, zeichnete weiche Kurven unter den Augen und verlief zu einer zarten Kinnpartie. Die weich geschwungene Form ihrer Lippen versprach Sinnlichkeit pur. Er schätzte sie auf Ende Zwanzig. Aber ihre Augen wirkten älter, sprachen Bände. Er spürte diese Sorglosigkeit nicht mehr, die er im Traum wahrgenommen hatte. Was nur konnte einer jungen Frau wie ihr solche traurigen Augen bereiten? Und warum zum Teufel wollte er das eigentlich wissen – sie war nur ein gewöhnlicher Mensch, nichts Besonderes... nur ein fremder Engel, zu dem er sich ungewöhnlich stark hingezogen fühlte. Ein Engel, der seine Instinkte lockte und ihn die Vernunft vergessen ließ. Je länger sie seinem Blick standhielt, desto mehr geriet sein Blut in Wallung. Er wollte sie. Hier und jetzt. Er wollte ihren Körper in den Waldboden drücken und sich über sie legen. Er würde ihre Lippen und ihr Blut kosten und sich bis zum Morgengrauen an ihr laben. Verdammt noch mal. Erkonnte nicht widerstehen.
Der Akkadier berührte das Kinn der Fremden und zog sie zu sich. Sollte er wirklich? Er beugte sich hinunter und hielt inne... Sie wehrte sich nicht, doch er war sich nicht sicher, ob er ihr überhaupt eine Wahl ließ. Vorsichtig legte er seine Lippen auf die ihren. Oh Göttin! Seine Sinne drehten durch. Sie schmeckte so gut – süßlich, ein bisschen nach Honig, aber auch leicht bitter. Und plötzlich entströmte ihr ein Duft, der ihm die Beherrschung raubte – sie war erregt, gegen ihren Willen, aber zweifelsohne erregt. Es war nicht richtig, er musste widerstehen! Er musste – wirklich!

Sie verlor sich in einer warmen Dunkelheit, wusste nicht mehr, was sie hier tat, aber warum, war sehr deutlich. Erregung kribbelte durch ihren Körper. Ohne es verhindern zu können, lehnte sie sich gegen den warmen Leib des Fremden und gab sich der Berührung hin. Und er drückte sie an sich, bis ihr fast der Atem stockte. Sein Körper war hart und unnachgiebig, doch seine Hitze fuhr in sie hinein und vertrieb die Kälte der letzten Stunden. Ihr Blut pulsierte schneller, die Muskeln entspannten sich und ihre Knochen froren nicht mehr. Und alles, was sie noch wahrnahm, war seine Nähe.
Er küsste sie sanft, doch hinter dieser Behutsamkeit schlummerte eine unbändige Kraft. Selene wollte mehr. Sie war versucht, die Arme um seinen Nacken zu legen und ihre Lippen zu öffnen. Doch er ließ abrupt von ihr ab. Hätte er seine Hand von ihrem Rücken genommen, wäre sie wohl vor Benommenheit getaumelt. Doch langsam erlangte sie die Kontrolle über ihren Körper wieder und genoss seinen festen Griff ein letztes Mal.
Sie öffnete die Augen und erstarrte.
Zwei leuchtend weiße Iriden blickten auf sie hinab. Es war nichts mehr von dem wunderschönen Saphir zu erkennen. Seine Augen glichen denen eines Monsters. Voller Panik entwand sie sich seinem Griff. Sie war zu entsetzt um zu sprechen. Stattdessen stolperte sie rückwärts und begann zu laufen, erst langsam, dann so schnell sie konnte. Ihre Schritte donnerten auf dem Erdboden. Das war nicht möglich! Hatte sie das wirklich gesehen? Nicht umdrehen, konzentrier dich aufs Laufen! Ihre Beine überschlugen sich. Sie hatte das Gefühl nicht schnell genug zu sein, war aber kurz davor zu stürzen. Doch die Neugier siegte. Selene schaute zurück. Er stand immer noch da... und sah ihr nach. Seine Augen leuchteten tatsächlich, aber er rührte sich nicht. Sie riss sich von diesem Bild los, verließ den Wald und durchquerte die Verbindungsstraße zur Queens Road. Ihre Schuhe machten ein nervöses Geräusch auf dem Asphalt und trieben sie weiter an. Vor Anstrengung begann sie zu keuchen und fühlte, wie ihre Muskeln sich verhärteten. Ein animalisches Brüllen erklang aus dem Wald und jagte ihr einen Schauder über den Rücken. Es hörte sich nach einem Raubtier an, doch das war absurd. Sie war versucht stehen zu bleiben und nachzusehen, hielt sich aber selbst davon ab. Beim zweiten Aufbrüllen gefror ihr das Blut in den Adern. Dreh dich nicht um!
Die Bilder der vergangenen Minuten wurden wie von selbst schwächer. In ihrem Kopf schien auf einmal irgendetwas zu fehlen, als hätte jemand Erinnerungen gelöscht. Selene verlangsamte ihr Tempo und kam vor Ihrer Haustür zum Stehen. Sie war außer Atem und ihre Beine zitterten. Warum war sie so schnell gerannt? Ihr Kopf dröhnte. Sie wollte die Hände gegen ihre Stirn stützten, sah jedoch, dass sie schmutzig waren. War sie gefallen? Hatte sie sich vielleicht den Kopf angestoßen? Sie schloss die Augen, doch da war nichts mehr – keine Bilder, keine Erinnerung.
Unbeholfen ging sie die Stufen hoch und schloss die Tür auf. Dieser Tag musste endlich enden.


Zuletzt bearbeitet von die_jolie am 19.06.2010, 21:11, insgesamt 2-mal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 15:35
Grundsätzlich finde ich den Einstieg flüssig bin aber sofort über diese Phrase gestolpert Zitat"Flures spürte sie das Holz unter ihren nackten Füßen knarren" Wenn Holz knarrt hört man es, nur Füße haben keine Ohren.
Also entweder "hört Sie unter Ihren Füßen das Knarren des Holzes", oder "Sie spürt wie die alten Dielenbretter unter Ihren Füßen sich bewegen" ....ich persönlich würde einfach spüren gegen hören auswechseln, bewegen finde ich arg weit hergeholt die junge Dame ist ja kein Elephant cheezy grin !

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 15:57
hmm, wer weiß ^^
Danke für den Hinweis, sonst war nichts weiter?

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 16:35
Sorry aber ich habe nicht die Zeit 2 A4 Textpassagen aus einem Forum heraus zu kopieren und dann sorgsam Zeile für Zeile zu lektorieren. Deswegen lese ich immer sorgsam bis zum ersten Satz der nach meiner Meinung nicht funzt..mache eine Anmerkung und der Rest wird nur noch überflogen bis zur Korrektur. Wollte ich den Text richtig lektorieren müsste ich das ganze zuerst in ein Textfile kopieren.
Das sprengt aber sorry den Rahmen meiner freien Zeit. Ich kann keinen professionellen Lektor ersetzen und will ich auch gar nicht. Quer gelesen ist der Text flüssig, was schon mal gut ist.

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 16:38
danke, mehr wollte ich doch gar nich angle

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 17:45
Oh doch, liebe Sandra, man spürt das Knarren des Holzes unter den Füßen, weil das Holz beim Knarren vibriert.

Jolie: warum hast du einige Passagen kursiv geschrieben?
Möchtest du auch Anmerkungen zur Rechtschreibung und Interpunktion?

Gruß
Haifischfrau

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 18:34
Danke für deine Meldung Haifischfrau.
Wenn du dir die Zeit nehmen willst, freue ich mich natürlich auch über solche Anmerkungen.
Alles, was kursiv geschrieben ist, sind Gedanken oder Träume bzw. Erinnerungen.

lg

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 19:06
hallo,

Er landete er nicht wie geplant. - da ist ein er zu viel
und dann denke ich ein ihn ohne h also in gesehen zu haben, dann hat aber leider mein Telefon geklingelt und ich habs danach nicht wieder gefunden.

Ich habs auch nur überflogen, aber es wirkt spannend.
Der Anfang hat mir Tränen in die Augenwinkel getrieben. Aber vielleicht, weil ich meine Tochter in der Selene sah...

Ich wünsch Dir auf jeden Fall viel Erfolg damit.

Viele Grüße
Andrea B.

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 19:11
Danke Andrea, hab beides korrigiert book

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BeitragVerfasst am: 19.06.2010, 20:58
Hallo Jolie,

dein Text ist wirklich sehr lang. Ich rate dir, erstmal die Kursivschrift wegzunehmen, denn Kursiv macht sich im gedruckten Buch nicht gut.
Ich habe deinen Text auch nur kurz überflogen, und leider habe ich zu wenig Zeit, um mich ausführlich damit zu befassen.

Vielleicht findet sich aber jemand anders, der (auch) nach Rechtschreibung und Interpunktion schaut.

Evt. wäre es hilfreich, den Text zum Durchlesen hier stark zu kürzen, damit überhaupt jemand motiviert ist, genau zu lesen.

Du hast bestimmt schon gesehen, dass manche Leute hier ellenlange Texte einstellen um dann auf Nimmerwiedersehen zu entschwinden. Das ist natürlich unerfreulich für diejenigen, die sich die Mühe mit dem Durchsehen machen.

Gruß
Haifischfrau

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BeitragVerfasst am: 20.06.2010, 07:24
Hallo Jolie,

zunächst mal: die Rückblenden in Kursivschrift darzustellen, empfinde ich gerade bei Deiner Art zu schreiben als absolut sinnvoll und legitim! Dass man längere Passagen in Kursivschrift schlecht lesen kann, halte ich für ein Gerücht. Wenn man keine absolut unpassende Schrift benutzt, sollte das kein Problem sein.

Ich habe mir den Text komplett durchgelesen.
Hier einige Stellen, die mir aufgefallen sind, was aber nicht immer bedeuten muss, dass das Fehler sind:

"und verbarg ihr Gesicht in den Kissen"
--- "in" finde ich da unpassend. "Unter" den Kissen ...

"in ihr Herz und wärmte es. Sie genoss die wenigen Sekunden, gleich wäre der Moment vorbei und ..."
--- da würde ich nach "Sekunden" einen Punkt setzen und mit "Gleich" einen neuen Satz anfangen. Solche Stellen finden sich öfters:
"Er weinte nicht, das war wohl das Einzige, was sie gemeinsam hatten."
--- Er weinte nicht. Das war ...

"abverlangen, was möglich war."
--- was möglich "wäre" passt da glaub besser, da vorher "würde ..."

"bei ihrer Mutter sein können… obwohl sie wusste"
--- diese Auslassungszeichen "..." müssen mittig im Satz durch Leerzeichen vorher abgesetzt sein, also "können ... obwohl". Das hast Du öfters falsch.

"Sie bewegte, nein, sie rannte sogar."
--- da fehlt das "sich", sie bewegte sich ...

"Alles wirkte so malerisch und friedvoll und Selene fand es wunderschön"
--- Komma vor "und Selene" wäre passend

"Plötzlich begann ihr Herz zu schmerzen, als würde es krampfen, als hätte sie Angst."
--- verkrampfen?

"Selene prallte mit voller Wucht gegen irgendetwas, das vorher garantiert nicht in dieser Stelle war."
--- "an" dieser Stelle

"doch ehe sie sich’s versah, streckte sie ihm die Finger entgegen."
--- da hängt man an dem sich´s ... Die Frage ist, was Du genau sagen willst, und was der Leser zunächst glaubt.

"Erkonnte nicht widerstehen"
--- Er konnte

Generell umschreibst Du einfach zu viel. Der Leser möchte endlich Fakten, aber die bekommt er nicht. Andauernd liest man sowas wie "wusste nicht, verstand nicht, war sich nicht sicher ..."
Das nervt irgendwann angle
"Obwohl sie eigentlich gar nichts sagen wollte, vielleicht wollte sie schreien, aber sie vermutete ..."

Für einen Entwurf gefällt mir der Text. Aber für eine Veröffentlichung scheint mir das alles zu früh.
Mein persönlicher Geheimtipp: kürzen!!! extrem kürzen und den Leser nicht zu lange hinhalten; sonst springt der nach den ersten Kapiteln weg.

Viele Grüße
 
  malschaun 
 
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BeitragVerfasst am: 20.06.2010, 10:42
Hallo malschaun,

vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast. Deine Hinweise werde ich gern berücksichtigen.
Das mit dem Beschreiben fällt mir schwierig einzuschätzen. Aus den Büchern dieses Genres kenne ich da so, weil es eben hauptsächlich um Gefühle geht und dem Leser diese nicht vorenthalten werden sollen... Meine Testleser hat das anscheinend nicht großartig gestört, aber ich werde versuchen einen Mittelweg zu finden.
Nochmals danke! love

lg Maria

edit: Mir ist eben durch den Kopf gegangen, dass das mit dem zu viel Beschreiben vielleicht von Frauen anders empfunden wird? Keine Ahnung, war nur ein Gedanke. Weil das ja meine eigentliche Zielgruppe wäre.. Aber ich weiß es nicht.. blink

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  die_jolie 
 
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"Seelengift" Leseprobe Nr. 2
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