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Seit meiner Kindheit möchte ich ein Buch schreiben.

BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 14:12
Ich heiße Jennifer, bin 25 Jahre jung und strebe danach, bald mein erstes eigenes Buch in den Händen halten zu dürfen.
Ich wohne mit meinem Freund in einem kleinen verträumten Dörfchen in der südlichen Hälfte Deutschlands. Hier wuchs ich auf, hier begann mein Leben.

Erst kürzlich stieß ich hier auf dieses Forum. War gleich begeistert, eine solche Vielzahl verschiedenster Autoren und Autorinnen kennen lernen zu dürfen. Ich bin, was das Schrieben angeht, speziell das Schreiben von Kurzgeschichten oder Büchern noch sehr unerfahren. Habe dennoch schon mein ganzes Leben diesen Druck in mir, endlich mein eigenes Buch, meine Geschichte, meine Welt zu erzählen. Meine Welt auf ein Blatt Papier niederzuschreiben. Ich fing schon in sehr jungen Jahren an, schon im Kindheitsalter. Bereits in der zweiten, dritten Klasse aufwärts konnte ich nirgends hingehen ohne mein Blatt Papier und meinen Stift mitzunehmen. Ich musste immer alles festhalten, was ich erlebte, was ich sah oder was mir gerade durch den Kopf ging. Nur so fühlte ich mich wohl. Ich hatte immer schon Märchen von Fabelwesen im Kopf aber auch Skurriles aus dem Alltag. Immer wieder fing ich an, mir Geschichten auszudenken. Ich glaube es war mit 11, als ich meine erste Geschichte schrieb. Sie hatte weit aus mehr Inhalt als nur ein Aufsatz aus dem deutsch Unterricht im Grundschulalter. Bei jeder Gelegenheit geht mir der Gedanke durch den Kopf - Ich will ein Buch schreiben!
Über die Pubertät hinweg, fing ich immer wieder an Texte zu beginnen und auch immer wieder aufs neue, brach ich nach wenigen Seiten ab.
Ich habe das Gefühl, dass ich nun endlich angekommen bin. Ich will endlich meine Gedankenwelt in einem Buch zusammenfassen. Wesen, Kreaturen, Landschaften Hass und Liebe zum Leben erwecken und zusammenführen.
Habe die letzten Tage intensiv in Foren gelesen und Tipps und Tricks sämtlicher Autoren nachgeschlagen.
Jeden Tag sitze ich an meinem PC und starre auf meinen Bildschirm. Ich habe das Gefühl als würde er mich auslachen. Ich sitze da und weiß nicht weiter. "Meine Story für dieses Manuskript ist doch schon fertig, aber wie fange ich am besten an? Wie beginne ich die ersten Zeilen? Mein ganzes Leben hatte ich solch einen Ideenreichtum und plötzlich stellt mir mein Kopf eine solche Blockade? " Ich will es richtig machen, vielleicht ist es diese Perfektion die ich gerne verwirklichen würde, die mir diese Hürde stellt?"
Ich gehörte immer schon zu den Menschen die nicht gern Bücher lasen. Ich stelle mir selbst die Frage, "Bin ich überhaupt schon soweit ein Buch zu schrieben, oder sollte ich erst noch mehr über dieses Thema lernen? Mittlerweile lese ich unglaublich gern, jeden Abend ziehe ich mein Buch aus meinem Nachtschränkchen und wühle mich durch. Ich dürste nach Input und nach Wissen.
Wie habt ihr eure ersten Schritte gewagt? Wie seid ihr vorgegangen und vor allem wie war eure Gefühl, als ihr euer erstes fertiges Manuskript in den Händen gehalten habt?



Gleich drauf los schreiben oder erst noch mehr dazu lernen?



Grüße Jennifer

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BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 15:18
Herzlich willkommen!

Zum Einen der erste Tipp: Schreib langsamer, damit die typischen Fehler weniger werden. So wird dann aus Deinem "schrieben" auch das richtige "schreiben". Wink

Zum Anderen hat es mir geholfen (und ich gebe diesen Tipp gern weiter), nicht mit dem Anfang zu beginnen, sondern mit der "Katastrophe" und dem Ende. Der Anfang ist nun einmal das Schwerste und warum sollte ich es mir auuch noch schwer machen, wo doch im Grunde die spannenden Dinge schon lange feststehen?!

Beginne doch einfach irgendwo und entwickele Deine Geschichte zunächst in die Gegenwart hinein und danch erst in die Vergangenheit. Oder Du arbeitest in Episoden, die später aneinander gefügt werden können.

Aller Anfang ist schwer und damit überspringst Du ihn einfach.

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BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 15:22
Hallo Jennifer!

Ich habe bei meiner Schreibarbeit immer wieder solche Momente erlebt, dass ich Chaos in meinem Kopf hatte, alles durcheinander wirbelte und ich nicht wusste, wie ich das Chaos ordnen kann, wo und wie ich anfangen soll.
Ich habe es so gemacht, dass ich einfach wild drauflos geschrieben habe. Habe es einfach sprudeln lassen. Smile
Dann habe ich eine Nacht drüber geschlafen und am nächsten Tag das Geschriebene noch einmal durchgelesen und überarbeitet, einen roten Faden hineingebracht.
Also mein Tipp an dich: Fang einfach irgendwo an! Ordnen kannst du es dann immer noch, wenn das erste Chaos im Kopf weg ist!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Schreiben!

Jasmin

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BeitragVerfasst am: 10.03.2010, 15:39
Hallo Jennifer,

ich bin zwar weniger aktiv hier, aber ich sage trotzdem "Hallo".

So abgedroschen es auch klingt, ich meine, Schreiben lernt man nur beim Schreiben.
Du kannst dich noch 10 Jahre mit Ideen herumtragen und Notizen machen, aber wenn du nicht anfängst, was aufzuschreiben, lernt es sich schlecht. Finde ich.
Du kannst Bücher übers Schreiben lesen, dich mit Theorie quälen, aber das nützt alles nix, wenn du nicht schreibst.

Ich selber bin eher ein sehr geordneter Schreiberling und schreibe von A bis Z - irgendwie habe ich immer einen Plan, den ich sozusagen abarbeite; ich brauche das, um mich nicht zu verzetteln, aber das funktioniert nicht bei jedem.

Ich würde einfach loslegen, einfach das aufschreiben, was im Kopf schon fertig ist. Ich denke, man muss auch immer die eigenen Gedanken geschrieben sehen (und vielleicht sich auch mal laut vorlesen), dann hat man etwas, was man überarbeiten kann oder so stehen lassen kann.
Andererseits sollte man sich auch nicht unter Druck setzen, wenn einen nichts weiter treibt als der eigene Wunsch, ein Buch zu schreiben.

Fang einfach an, der Fluss wird kommen.

LG
G.


Zuletzt bearbeitet von Abeille am 19.04.2010, 13:35, insgesamt einmal bearbeitet
 
  Abeille 
 
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BeitragVerfasst am: 19.04.2010, 13:13
Hallo Jennifer,

am besten du machst bei einer Schreibwerkstatt oder einem Schreibworkshop mit. Es gibt auch viele Kurse für kreatives Schreiben. Sicherlich auch bei dir in der Nähe, frag' mal in der Volkshochschule/Abendakademie.

Herzliche Grüße,

Bettina
 
  mimicossell 
 
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