 | Re: Selbstpublizierer und Qualität | Verfasst am: 08.11.2011, 14:29 |
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mtg |
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 | Re: Selbstpublizierer und Qualität | Verfasst am: 08.11.2011, 14:38 |
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| Richard Bercanay hat Folgendes geschrieben: |
| Ich will kein großes welterklärerisches Werk schreiben, sondern es wird um den Politikwechsel innerhalb der Sozialdemokratie weg von sozialdemokratischen Werten hin zum neoliberalen Programm Gerhard Schröders (Agenda 2010). |
Da hast Du Dich für ein äußerst schwieriges Thema entschieden.
Erstens kannst Du die wichtigsten Grundlagen nicht ansprechen. Zum Beispiel warum die SPD die Verursachung der Massenarbeitslosigkeit durch die Hochzinspolitik der FED und der Bundesbank ab 1979/80 so widerstandslos geduldet hat. Das allein wäre für die Leser schon zu viel und zu kompliziert.
Oder nehmen wir den Einfluss der US-Regierung auf unsere Parteien. Die sind ja heute noch wie seit 1945 fest im Griff der Angloamerikaner. Da wirst Du auf ganze Seilschaften von CIA und MI6 stoßen. Zum Beispiel der Michael Naumann, der ehemalige Schwiegersohn des BND-Präsidenten Wessel. Wieder ein Thema für sich, ohne das die Politik der SPD nicht verständlich ist.
Dann noch die übliche Korruption. Dass die halt alle noch viel Geld damit machen. Siehe Rürup und Riester. Da hat ein führender Gewerkschafter der IG-Metall für Millionen Rentner in Zukunft Armutsrenten durchgesetzt, damit die sich über Maschmeyer und Konsorten privat versichern müssen. Jetzt kassiert der als Vortragsreisender vor den Versicherungsvertretern groß ab.
Dann haben die Bertelsmänner und die INSM im Interesse der deutschen Exportfirmen auf den Euro reagiert, der ein deutsches Lohndumping zu einem Bombengeschäft für die Ausbeuter machen musste. ...
Wenn Du aber diese Grundlagen weglässt, dann wird nur noch Gewäsch zur Erklärung der Agendapolitik übrig bleiben. Das Thema würde ich lassen, das bringt nichts. |
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_________________ Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre
Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat
Der preußische Regierungsagent Karl Marx |
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W.Waldner |
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 | | Verfasst am: 08.11.2011, 14:53 |
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Die Wende trat parallel mit einem moralischen Niedergang innerhalb der SPD Führungsspitze ein. Kurz gesagt, nach Brandt und während der Amtszeit Schmidt.
Ob man als Auslöser für den Niedergang nun den erzwungenen Rücktritt und das Schlucken der SPD Führungsspitze dieses nicht gerechtfertigten Schrittes ansieht oder die Sache im Umgang mit Schleyer, wo einige Leute über dessen Ende nicht unglücklich waren, sei dahin gestellt. Oder die Tatsache, das einem Mann wie Schröder Sozialdemokratie als Philosophie grundsätzlich fremd sind. Ein reiner Karrierist, ohne SPD hätte er auch in der FDP seinen Managerposten ausgefüllt.
Ansatzpunkte gibt es genügend und zu Schreiben zum Thema gibt es auch genügend! Also Richard, mach mal! |
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SandraR |
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 | | Verfasst am: 08.11.2011, 15:00 |
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| W.Waldner hat Folgendes geschrieben: |
Oder nehmen wir das Beispiel Pear Harbor:
Die hatten da eine Radaranlage!
Die Radaranlage musste also die japanischen Träger orten können. Selbst wenn die den Anflug nicht mitbekommen hätten, weil da jemand dachte, das wäre eine technische Störung oder es wären eigene Flieger.
Spätestens den Rückflug und die Landung auf den Trägern hätten die genau orten müssen. Wisst Ihr, was eine Handvoll landgestützter Bomber aus vier georteten Trägern machen, die zur Landung ihrer Flugzeuge fast manövrierunfähig sind? Ohne Jagdschutz, weil die alle leergeschossen sind, ohne Flak, weil die nicht in die eigenen landenden Maschinen reinballern können?
Kein japanischer Träger hätte das überstanden. Wieder eine Verschwörung.  |
So werden aus wild zusammengeschusterten, ungeprüften Behauptungen Verschwörungstheorien gebastelt.
Nur ein paar Fakten dazu:
Die japanischen Träger lagen ca. 450 km von der Insel entfernt - das Radar von Hawaii vom Typ SCR-270 hatte eine Reichweite von etwa 150 Meilen (240 km). Wie man da die Schiffe per Radar entdecken will, ist mir schleierhaft.
Gleichzeitig mit dem Anflug der Japaner erreichte eine Staffel amerikanischer B-17-Bomber die Hawaii-Inseln. Die B-17 besaßen kein IFF-System, da sie nicht im Einsatz waren, sondern einen Überführungsflug vom Festland durchführten. Somit war eine Differenzierung zwischen japanischen Flugzeugen und den B-17 nicht möglich
Die Anzeige der damaligen Radaranlagen lieferte nur ungenaue Angaben über die Anzahl der Flugzeuge (die Briten hatten im Jahr davor die gleichen Schwierigkeiten. Die Anzahl einfliegender Maschinen musste optisch - also durch Beobachtung des Himmels - ermittelt werden). Von daher war das Signal der Japaner durchaus mit dem Signal der B-17 zu verwechseln.
Die beiden Soldaten der Radarstation hatten keine Information darüber, dass sich B-17 der Insel näherten. Als sie ihre Beobachtung über eine normale Telefonverbindung der Zentrale meldeten, wurden sie vom dortigen Diensthabenden, einem neuen, unerfahrenen und für die aktuelle Tätigkeit unzureichend ausgebildeten Offizier, auf die B-17 hingewiesen. Damit war das Thema für die Radar-Leute durch.
Das Radar-System unterstand dem Oberkommando des Heeres, während die Insel selbst ein Marinestützpunkt ist. Die Kommunikation zwischen diesen beiden Truppenteilen war ausgesprochen schlecht und höchst kompliziert. Eine Entdeckung der japanischen Flugzeuge durch Heeres-Soldaten hätte eine lange Zeit benötigt, um bei den den zuständigen Marine-Stellen anzukommen (zum Vergleich: Die japanischen Flugzeuge wurden 55 Minuten vor dem Angriff entdeckt). Danach kontaktierten die Radar-Soldaten ihre Zentrale und erhielten die Auskunft, bei den Flugzeugen handele es sich um die B-17.
Wie viele landgestützte Bomber gab es beim Angriff auf Pearl Harbor, und wie viele davon waren sofort einsatzfähig? Um einen Bomber einsatzfähig zu bekommen (aufgetankt, mit Bomben und Munition beladen, die Besatzungen entsprechend gebrieft), benötigt man erhebliche Zeit (abgesehen davon, dass die erforderlichen Einrichtungen auf den Flugplätzen zerstört oder beschädigt waren). Der Anflug auf das Ziel hätte mindestens 2 Stunden Zeit gekostet. Ein möglicher Luftschlag der Amerikaner gegen die Flugzeugträger wäre also frühestens nach 4 bis 5 Stunden möglich gewesen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Amerikaner die Flugzeugträger nie geortet haben.
Nichts hält also einer genaueren Prüfung stand. Aber Hauptsache, man kann Verschwörungstheorien wie religösen Dogmen in die Welt setzen.  |
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_________________ Grüße
Siegfried
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 08.11.2011, 16:03 |
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| SandraR hat Folgendes geschrieben: |
Die Wende trat parallel mit einem moralischen Niedergang innerhalb der SPD Führungsspitze ein. Kurz gesagt, nach Brandt und während der Amtszeit Schmidt.
Ob man als Auslöser für den Niedergang nun den erzwungenen Rücktritt und das Schlucken der SPD Führungsspitze dieses nicht gerechtfertigten Schrittes ansieht oder die Sache im Umgang mit Schleyer, wo einige Leute über dessen Ende nicht unglücklich waren, sei dahin gestellt. Oder die Tatsache, das einem Mann wie Schröder Sozialdemokratie als Philosophie grundsätzlich fremd sind. Ein reiner Karrierist, ohne SPD hätte er auch in der FDP seinen Managerposten ausgefüllt.
Ansatzpunkte gibt es genügend und zu Schreiben zum Thema gibt es auch genügend! Also Richard, mach mal! |
Ja, das sehe ich weitgehend auch so. Die eigentliche programmatische Wende setzte bereits unter Schmidt ein, wurde durch die Oppositionszeit unterbrochen, kam aber noch während dieser zum Tragen. Ich setze den direkten programmatischen Wandel, der sich zur Angenda 2010 hin enwickelt hat, auf die Zeit um Rudolf Scharping herum an. Das dürfte in etwa der Zeitraum gewesen sein, in dem sich die Netzwerke gefestigt haben, auf die Schröder später zurückgreifen konnte.
Der Grundstein wurde bei Schmidt gelegt, was möglicherweise auch erklärt, wieso er sich jetzt so für Steinbrück starkmacht, den er ja offenbar als seinen Enkel oder Erben oder so etwas betrachtet.
Das wird aber noch etwas dauern, bis ds Buch fertig wird, denn das Thema ist in der Tat ein großes und ich will da auch am Ende ein seriöses Buch abliefern. Ich danke Euch jedenfalls für die Ermutigung! |
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Spuren im Schnee: http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=429828
http://bercanay.wordpress.com/spuren-im-schnee/katze/ |
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Richard Bercanay |
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 | | Verfasst am: 20.11.2011, 10:43 |
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| Zitat: |
| Das allein wäre für die Leser schon zu viel und zu kompliziert. |
Heisst das: Leser=dumm?
Ein paar Hirnwindungen wird wohl jeder haben. Vielleicht haben nicht alle Menschen das gleiche Interesse an den gleichen Themen.
Sinnvolle Schlussfolgerungen kann man doch eigentlich nur ziehen, wenn man alle und vor allem die richtigen Fakten kennt??!! Halbwahrheiten führen doch zu Missverständnissen, eben nichtvieldenkenden Menschen, Vorurteilen und und und...
| Zitat: |
Nichts hält also einer genaueren Prüfung stand. Aber Hauptsache, man kann Verschwörungstheorien wie religösen Dogmen in die Welt setzen. Twisted Evil |
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cam |
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 | | Verfasst am: 28.11.2011, 13:30 |
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Haha, Siegfried und Waldner. Ich liebe es! Bitte macht weiter.
Und danach bitte: Wer hat JFK ermordet...
Ernsthaft, ich mag solche Diskussionen. Ich mag es Gedankenanstöße zu bekommen...
Da ich nie die ganze Wahrheit erfahren werde, bleibe ich bei sowas immer bei der simpelsten Erklärung: Human Error.
Verschwörungstheorien gehen meistens von einer Sache aus: alles funktioniert logisch und sinnvoll.
Leider habe ich in meiner Beratungsfunktion schon zuviele Strukturen in Unternehmen gesehen, wo ich mich gefragt habt: Hä? Dieser Prozess macht doch überhaupt keinen Sinn, ist total ineffizient und verursacht viele Fehler.
Er war aber nunmal historisch gewachsen und vorhanden.
Und ich möchte nicht wissen, wie es in Verwaltungen aussieht.
Dass Personen sich hier und da zusammen tun und sich gegen ihre Gegner verschwören, klar, das gab es schon immer.
Aber bei Pearl Habor zB glaube ich eher an ein mieses System als an eine Verschwörung.
Bei 9/11 bin ich mir nicht sicher...
Bei der Mondlandung gehe ich von einem genialen Marketinggag aus.
Nur um noch ein anderes Beispiel zu nennen: Wusstet ihr, dass jedes Flugzeug, dass den Luftraum wechselt (zb vom deutschen in den französischen) PER TELEFON angekündigt wird? Wenn das mal keine Fehlerquelle ist... |
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vondirke |
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 | | Verfasst am: 28.11.2011, 15:23 |
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| vondirke hat Folgendes geschrieben: |
Nur um noch ein anderes Beispiel zu nennen: Wusstet ihr, dass jedes Flugzeug, dass den Luftraum wechselt (zb vom deutschen in den französischen) PER TELEFON angekündigt wird? Wenn das mal keine Fehlerquelle ist... |
Oder, dass strahlender Atommüll ca. 50.000 Generationen unter Aufsicht bleiben muß?
Huch, was ist denn das für ein Bunker/Stollen aus dem letzten Weltkrieg? Der ist ja nirgendwo verzeichnet. Na ja, ist ja auch schon 66 Jahre her. Den müssen wir erforschen...  |
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Jenselina |
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 | | Verfasst am: 28.11.2011, 15:36 |
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| Jenselina hat Folgendes geschrieben: |
Oder, dass strahlender Atommüll ca. 50.000 Generationen unter Aufsicht bleiben muß?
Huch, was ist denn das für ein Bunker/Stollen aus dem letzten Weltkrieg? Der ist ja nirgendwo verzeichnet. Na ja, ist ja auch schon 66 Jahre her. Den müssen wir erforschen...  |
Mein »Lieblingsargument« ist ja immer das der Gerechtigkeit gegenüber den nächsten Generationen. Fordern neoliberale Politiker mal wieder die nächste Kürzungsrunde im Sozialstaat, begründen sie es gerne mit der Gerechtigkeit gegenüber den nächsten Generationen, denen man ja nicht die vielen Schulden hinterlassen könne. Den vielen Atommüll aber kann man ihnen aber wohl hinterlassen... |
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Richard Bercanay |
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 | | Verfasst am: 30.11.2011, 00:03 |
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Klopfer |
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