Ich habe es lange vor mit hergeschoben, weil es viele andere Bücher zu lesen gab. Und ich glaube, ich habe mittlerweile sehr viele wichtige Bücher gelesen und mir eine solide geistesgeschichtliche Grundlage geschaffen, wenn auch Einzelheiten wegen persönlichen Geschmacks außen vor blieben.
Aber ich hatte immer im Hinterkopf mich mal an das sehr umfangreiche Gesamtwerk von Michael Moorcock zu machen. Mit den "Von Bek" Romanen habe ich nun endlich angefangen.
Nun, ich habe wirklich erst angefangen und kann daher nicht garantieren, dass ich bei diesem Vergleich bleiben werde. Momentan fühle ich mich aber geneigt zu sagen, Michael Moorcock ist der Shakespeare unserer Tage (an Goethes Faust fühle ich mich ebenfalls erinnert).
Moorcocks Werk nährt sich zum Einen aus so gut wie allen heute maßgeblichen Philosophien, zudem kenne ich keinen zeitgenössichen Autor, der so präzise mit von ihm selbst ganz klar verstandenen Archetypen umgeht wie Moorcock. Die Eleganz seiner Sprache mag nicht jedem Leser auffallen. Sie liegt aber zweifelsfrei in eben jener psychologischen Präzision.
Wenn ich nicht noch bei späterer Lektüre enttäuscht werde, ist Michael Moorcock für mich eindeutig ein zeitloser zeitgenössischer Autor.
Beim Umfang seines Werks steht zunächst die Frage nach der Reihenfolge im Raum. Eine Antwort gibt folgende Seite, nach der ich mich ab jetzt richte: http://www.multiverse.org/fora/showthread.php?t=3562
Sicher ist mein Shakespearevergleich wohl besonders geprägt durch meine (wie ich denke vergleichsweise aufmerksame) Lesart von Jung und Sartre, womit meine Ausgangsposition umrissen wäre. |
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