 | Skrupel | Verfasst am: 29.04.2011, 10:09 |
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Schmietwech |
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 | | Verfasst am: 29.04.2011, 14:45 |
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Klopfer |
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 | ... | Verfasst am: 29.04.2011, 17:08 |
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MichaelHA |
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 | | Verfasst am: 29.04.2011, 17:24 |
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| Ihr Ruf ist der doch egal. Sie hat bereits mit einem neuen Machwerk nachgesetzt. |
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Punani |
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 | Re: Skrupel | Verfasst am: 29.04.2011, 18:06 |
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Hallo Schmietwech,
| Schmietwech hat Folgendes geschrieben: |
| Ich hätte gewaltige Skrupel. Und dann auf Platz 3! Da klingelt aber die Kasse. |
Angebot und Nachfrage regeln eben manchmal doch noch den Markt. Und wenn die Nachfrage eben so groß ist, dass die Flut solcher Titel noch nicht ausreicht, dann lassen sich eben auch solche Preise auf dem Markt durchsetzen.
Warum sollte man da Skrupel haben? Niemand muss ein bestimmtes Buch kaufen. Bei Lehrbüchern hätte ich dafür Verständnis, denn die muss man meistens kaufen, egal was sie kosten. Aber in diesem Fall?
Beste Grüße
Heinz |
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hawepe |
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 | | Verfasst am: 30.04.2011, 19:54 |
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Skrupel?
Skrupel hätte ich im Schnäppchen-Shop zum 2,- Euro T-Shirt zu greifen, wohl wissend, dass da Kinderarbeit im Spiel war.
Skrupel hätte ich auch, in der Kühltheke nach Billigfleisch zu wühlen, wohl wissend, dass das Fleisch aus einer Tierhaltung stammt, die eigentlich verboten gehört. Oder mir ein XXL Schnitzel zu bestellen, wohl wissend, dass sie Hälfte davon im Müll landet.
Skrupel hätte ich E10 zu tanken, in dem Wissen, dass schon jetzt Hektar um Hektar Regenwald abgeholzt wird, um darauf genmanipuliertes Gestrüpp zur Gewinnung von "Biosprit" zu pflanzen.
Skrupel hätte ich, meine Mitarbeiter mit Dumpinglöhnen abzuspeisen, während das Unternehmen fette Gewinne einfährt.
Ich könnte dich jetzt stundenlang mit weiteren Dingen langweilen, bei denen ich Skrupel hätte. Aber Skrupel wegen des Buchpreises für ein Erotikbuch? Hätte ich nicht die Bohne!
Es ist ja kein Artikel, den irgendjemand zwingend zum Überleben braucht. Der Preis ist dem Käufer vor dem Kauf bekannt und wenn er ihn akzeptiert, why not? Wer weiß, vielleicht liest ein Paar das Buch ja gemeinsam und verlebt, angeregt durch das Buch, danach eine tolle gemeinsame Nacht?
Nur kein Neid, man muss auch gönnen können! (In jeder Hinsicht.)
PS: Sieh es mal so: Ein Besuch im Freudenhaus dürfte wesentlich teurer und viel schneller vorbei sein. Wenn das Buch also ein ähnliches Endresultat für seinen Konsumenten liefert, ist es doch fast schon wieder ein Schnäppchen.  |
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Schreiberin |
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 | | Verfasst am: 30.04.2011, 20:37 |
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@Schreiberin: Ich verstehe, was du sagen willst, aber irgendwo bezweifle ich doch, dass du im Kern wirklich so skrupellos wärst. Dass es ein Erotikbuch ist, spielt ja hier im Prinzip keine Rolle, also mal ganz nüchtern gefragt: Hättest du persönlich tatsächlich keine Skrupel, für dein 100-Seiten-Buch knapp 30 Euro zu verlangen? Würdest du dir tatsächlich nicht sagen: "Also das wäre mir mein Buch selbst nicht wert", oder auch "Ich biete meinen Lesern mit dem bisschen Text nicht genug, um so einen riesigen Preis zu rechtfertigen"?
Ich bin ganz offen neidisch. Nicht weil die Autorin nicht verdient hätte, mit ihrem Buch Geld zu verdienen, sondern weil ICH nie im Leben die Chuzpe hätte, so einen Preis zu verlangen, und außerdem auch genau weiß, dass ich damit furchtbar auf die Schnauze fliegen würde. (Ich hab Bücher mit fast doppelt so viel Seiten veröffentlicht, die weniger als die Hälfte kosten, und ich kam trotzdem "nur" auf Platz 10 der Charts.) Ich bin natürlich neidisch darauf, dass sie so viele Käufer hat. Neidisch zu sein und etwas zu gönnen schließen sich nicht aus. Und ich würde tatsächlich gerne wissen, wo die Frau wie Werbung macht. Egal wie gut das Buch ist, bei dem Preis fliegt man auf die Fresse, wenn man nicht schon verdammt gut irgendwo präsentiert wird. Ist ja nicht so, als wenn man Sexgeschichten nicht auch wesentlich billiger kriegen würde. |
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Klopfer |
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 | | Verfasst am: 30.04.2011, 21:16 |
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Also so eine Diskussion, ob jemand „skrupellos“ ist, hätte ich nie angefangen und das gleich bei einem Mitautor
Ich meine klar, ich finde den Buchpreis (112 Seiten für 30 € mehr als happig mal ganz von der Qualität oder dem Inhalt abgesehen und den kenn ich nicht)
Als ich das erste Mal von BoD gehört habe und mir ein Bestellkatalog durchblätterte fand ich alles total überteuert – 100 Seiten: 10 € Geht’s noch???
Auf dem Grabbeltisch bei Karstadt gibt es (und ich meine teilweise 2. oder 3. klassige Bücher neben Bestsellern für 1,50 €, im Buchhandel kostet ein durchschnittliches Buch 9,95 € mit mehreren hundert Seiten)
Heute - nachdem ich selbst ein Buch verlegt habe, weiß ich, dass 1. BoD den Preis selbst in die Höhe schießt (er gibt nämlich einen Mindestpreis vor, den ich für zu überteuert halte) – natürlich kenn ich die Geschichte, BoD muss extra für ein einziges Buch die Maschine anwerfen, aber das interessiert den Markt doch nicht und 2. bleibt selbst für den Autor kaum was übrig.
Der Grund, weshalb das Buch 29,95 € kostet und nicht vielleicht die Hälfte - no se, ob es Farbbilder hat, no se, ob der Autor das aus eigenem Profit macht.
Wenn ich ein Buch haben möchte kauf ich mir das, wenn nicht, lass ich es.
Falls Ihr Erotikstories haben wollt, gibt es bestimmt auch Sexbücher, die etwas billiger sind oder ihr schaut mal bei ebay unter gebrauchten Büchern nach :
Liebe Grüße!!! |
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Tito |
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 | | Verfasst am: 30.04.2011, 23:42 |
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| Tito hat Folgendes geschrieben: |
Als ich das erste Mal von BoD gehört habe und mir ein Bestellkatalog durchblätterte fand ich alles total überteuert – 100 Seiten: 10 € Geht’s noch???
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Ich kann dir dein Buch (100 Seiten, s/w, Softcover) bei einer mir bekannten Druckerei für 2,40 Euro je Exemplar drucken, binden und verpacken lassen - wenn du 500 Stück auf einen Schlag nimmst. Du musst dann nur noch zusätzlich für den Vertrieb (Belieferung der Buchhandlungen) sorgen.
Aber vermutlich möchtest du kein finanzielles Risiko von 1.200 Euro eingehen und auch nicht die lästige Versandarbeit machen. Und aus sicherer Position über die hohen Preise schimpfen, ginge dann ja auch nicht mehr ...  |
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_________________ Grüße
Siegfried
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 01.05.2011, 12:13 |
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| Klopfer hat Folgendes geschrieben: |
Ich bin ganz offen neidisch. Nicht weil die Autorin nicht verdient hätte, mit ihrem Buch Geld zu verdienen, sondern weil ICH nie im Leben die Chuzpe hätte, so einen Preis zu verlangen, und außerdem auch genau weiß, dass ich damit furchtbar auf die Schnauze fliegen würde. |
Das ist eine ganz andere Sache. Skrupel hatte ich im Sinne von Gewissensbisse verstanden, und die hätte ich aus den o.g. Gründen definitiv nicht. Ob ich den Mut hätte knapp 30,- Euro für ein Buch mit 112 Seiten zu verlangen, ist eine andere Frage. Die kann ich aber so nicht beantworten, weil ich nicht beurteilen kann ob, oder ggf. wie außergewöhnlich das Buch im Vergleich zu anderen Büchern dieses Genres ist.
Trotzdem sehe ich keinen Grund den Erfolg zu neiden, denn die Autorin hatte halt den Mut und ist damit auch das Risiko eingegangen evtl. auf die Nase zu fallen. Es hat aber geklappt, also Glückwunsch! Wer nicht wagt…
Vielleicht ist der Buchpreis aber auch deshalb so hoch, weil die Autorin sehr viel Geld für Werbung investiert und das von Anfang an in die Kalkulation einbezogen hat? Wäre auch eine Möglichkeit. Aber nur eine von vielen. Nix jenaues weiß man nich.
Was mich aber immer wieder wundert: Kein Mensch meckert, wenn er bei der Fastfoodkette 10,- Euro für ein labbriges Brötchen, eine mit Eiswürfeln verwässerte Cola und ein paar Pommes zahlen muss. (Ganz zu schweigen von den Preisen, auf Messen und Veranstaltungen für qualitativ minderwertige Snacks verlangt werden.) Da meckert kaum jemand, da stehen die Leute Schlange ohne zu murren. Beim Altstadtbesuch 5-9 Euro für einen einzigen Cocktail auf den Tresen zu legen, bereitet auch kaum jemandem Kopfzerbrechen. Aber ein Buch darf, selbst wenn es gut ist, bloß nicht mehr kosten als eine Pommes mit Mayo?
Sollte man Bücher vielleicht in Zukunft mit einem Tütchen Senf, Mayo und Ketchup bestücken und sie mit dem Hinweis "essbar" versehen? (Der Geschmacksunterschied zum Burger wäre ja wahrscheinlich gar nicht mal soooo groß.)
PS: Klopfer, ich hab gerade mal auf deine Seite geklickt und möchte ein Kompliment loswerden: Die Buchcover deiner Bücher sind genial und absolut professionell! Auch das Logo und die Website, echt klasse!  |
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Schreiberin |
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 | | Verfasst am: 02.05.2011, 08:17 |
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Hallo Schreiberin,
| Schreiberin hat Folgendes geschrieben: |
| Aber ein Buch darf, selbst wenn es gut ist, bloß nicht mehr kosten als eine Pommes mit Mayo? |
Jede Branche erzieht sich ihre Kunden nach ihren eigenen Wertvorstellungen. Auch wenn im Forum ständig darüber gelabert wird, dass Verlage nur bestseller-verdächtige Titel auf den Markt bringen, sieht die Realität anders aus. Es werden Massen nur schwer verkäuflicher Titel auf den Markt geworfen, die dann innerhalb kürzester Zeit verramscht werden.
Nun wäre gegen diese Titel nichts zu sagen, wenn die Verlage mehr Ausdauer beweisen und diese Titel über eine längere Zeit regulär anbieten würden, aber das würde Kapital binden und Lagerraum erfordern. Längerfristig würde sich das auszahlen, kurzfristig ist Verramschen aber lukrativer.
Ihren ganz kleinen Anteil an dieser kaputten Geschäftspolitik haben übrigens auch BoD-Autoren. Gerade haben sie noch ihren Buchpreis festgelegt, schon klagen sie, warum sie diesen Preis nicht unterbieten dürfen. Oder Autoren werden anderen Autoren Raffgier vor, weil sie sich nicht mit einer Gewinnspanne von 50 Cent begnügen wollen, sondern mit ein, zwei, drei Euro kalkulieren.
Wie sollten Leser Bücher aber in ihrem Wert schätzen lernen, wenn es die Verlage und Autoren selbst nicht tun?
Beste Grüße
Heinz |
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hawepe |
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