 | Soll ein Krimi werden | Verfasst am: 15.06.2009, 21:55 |
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Entschuldigt, Leute. Ich bin wirklich blöd, denn ich habe versehentlich meinen Eingangspost hier überschrieben. Leider bin ich internetalisch nicht so versiert und habe dicke Wurstfinger.
Ich hoffe, Ihr könnt das Verzeihen.
Krimisequenz die dritte:
Mensch bin ich blöd. Ich gehöre zu der Kategorie Mann, der einen Anzug mit zwei Hosen kauft und sich am nächsten Tag das Jackett verbrennt … Kam ich nach einem Einkauf mit dem Fahrrad unter starkem Regenbeschuss nach Hause und bekam die Wohnungstür nicht auf. Da ich den Hausschlüssel vorne in meiner Hosentasche hatte, ging ich davon aus, ihn darin verbogen zu haben, denn aufgrund von einem Likörchen zu viel bei Hansens bockte mein Fahrrad in einem Schlagloch, weshalb ich einen gekonnten Überschlag hinlegte. Meine Wohnungstür ziehe ich gewohnheitsmäßig nur zu, deshalb kam mir spontan die Blitzidee: Einbruch in die eigene Wohnung. Ruckzuck zog ich meine alte Büchereikarte aus der Joppentasche und schob sie zwischen Tür und Schließer. Schwupps machte die Tür und war auf! Was dann passierte, wird an Peinlichkeit kaum zu überbieten sein, denn ich war doch glatt in der falschen Wohnung gelandet, ich Trottel. Au Backe. Da hatte ich mich doch glatt in der Etage verirrt. Könnte mich kringelig lachen, wenn´s nicht so peinlich wäre. Vorhin war mir gar nicht zum Lachen zumute. Das Blut schoss mir in den Kopf, als ich den Irrtum bemerkte. Unheimlich still, dunkel und süßlich miefig war´s in der Wohnung. Schnell zog ich die Tür wieder zu, um meine eigene Wohnung aufzusuchen. Und zwar genau ein Stockwerk tiefer. Zum Glück war niemand im Flur. Wäre ne schöne Blamage geworden. Ich − Neuankömmling im Sechsparteienhaus und Einbrecher zugleich.
@ Thomas
Das mit der Leiche finden findet ein paar Tage später statt. Den Text dazu roll ich Euch dann hier auf, wenn er fertig ist. |
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Zuletzt bearbeitet von WaVer am 16.06.2009, 14:19, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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 | | Verfasst am: 15.06.2009, 22:01 |
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Offengestanden ... nicht wirklich.
Die Sequenz hat weder Konflikt noch Spannung und es fehlen sämtliche Details, die daraus ein Stück lesenswerten Roman machen könnten.
Versuche einmal, dieselbe Szene mit allen Sinnen zu beschreiben. Was sieht, hört und denkt deine Figur? Konflikt kann aufkommen, wenn deine Figur (die z.B. ziemlich angetrunken sein könnte, um zu erklären, warum sie in der falschen Wohnung gelandet ist) merkt, dass jemand nach Hause kommt und sie zu überraschen droht. Wie entkommt deine Figur unerkannt aus der Wohnung, ohne dass der Wohnungseigentümer sie erwischt und kurzerhand die Polizei ruft?
Das Ergebnis kannst du ja hier nochmal posten...  |
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Zuletzt bearbeitet von Richard Norden am 15.06.2009, 22:08, insgesamt einmal bearbeitet _________________ http://Ezine.WritersWorkshop.de
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Richard Norden |
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 | | Verfasst am: 15.06.2009, 22:07 |
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Zuletzt bearbeitet von holz am 16.06.2009, 07:36, insgesamt einmal bearbeitet |
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 | | Verfasst am: 15.06.2009, 22:33 |
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Heute ist der Tag der Diskrepanz zwischen Threadtitel und Postaussage
Zu:
Soll ein Krimi werden
Klar, aus der Idee kann man was machen.
Zu:
Kann sich jemand vorstellen, dass das eine Sequenz aus einem Krimi sein könnte?
Nein, so nicht. Wenn ich mir mal eine mögliche Szene, in der diese Aussage stehen könnte, vorstelle, dann hakts bei:
... was denken Sie ...
... hi,hi...
... um meine eigene Wohnung aufzusuchen. ...
Streichen wir die erste und dritte Zeile, könnten wir uns mit etwas Phantasie in einem MSN-Chat zweier 15jähriger befinden.
Das "Sie" und das "aufzusuchen" passen da nicht rein. Für eine Szene, in die diese beiden Formulierungen glaubwürdig wirken, ist die Schilderung an sich zu spontan und umgangssprachlich.
Sprachlich ist aber eh noch Luft nach oben.
Die Herausforderung ist übrigens nicht, dass diese Szene aus einem Krimi stammen soll/kann/muss, sondern, dass sich ein Fiction-Autor vorstellen können sollte, sie wäre es  |
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Hypewriter |
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 | | Verfasst am: 15.06.2009, 23:19 |
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@ Hyperwriter
Muss es in einem Krimi immer steril zugehen? Warum kann die Hauptperson nicht auch Humor haben und zeigen?
Werd mir Eure Worte aber mal an die Brust kleben und meine Gehirnwindungen nach anderen Formulierungen auspulen.
WaVer
Krimisequenz die Zweite:
Ich werd auch von Tag zu Tag blöder. Kam ich nach einem verregneten Einkauf mit dem Fahrrad nach Hause und bekam die Wohnungstür nicht auf. Da ich den Hausschlüssel vorne in meiner Hosentasche hatte, ging ich davon aus, ihn darin verbogen zu haben. Meine Wohnungstür ziehe ich gewohnheitsmäßig nur zu, deshalb kam mir spontan die Blitzidee: Einbruch in die eigene Wohnung. Ruckzuck zog ich meine alte Büchereikarte aus der Joppentasche und schob sie zwischen Tür und Schließer. Schwupps machte die Tür und war auf! Was dann passierte, wird an Peinlichkeit kaum zu überbieten sein, denn ich war doch glatt in der falschen Wohnung gelandet, ich Trottel. Au Backe. Da hatte ich mich doch glatt in der Etage verirrt. Könnte mich kringelig lachen, wenn´s nicht so peinlich wäre. Vorhin war mir gar nicht zum Lachen zumute. Das Blut schoss mir in den Kopf, als ich den Irrtum bemerkte. Unheimlich still, dunkel und süßlich miefig war´s in der Wohnung. Schnell zog ich die Tür wieder zu, um meine eigene Wohnung aufzusuchen. Und zwar genau ein Stockwerk tiefer. Zum Glück war niemand im Flur. Wäre ne schöne Blamage geworden. Ich − Neuankömmling im Sechsparteienhaus und Einbrecher zugleich.
WaVer |
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 | | Verfasst am: 15.06.2009, 23:54 |
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Willst du basteln?
Mal ein paar Gedanken:
Der erste erste Satz war stärker.
Ich bin sowas von blöd.
Ja, mit "Ich". Warum verkürzen? Jetzt ein Grund für die Blödheit. Du willst humorvoll sein? Die Gelegenheit!
Ich bin der Typ, der seine Busfahrkarte zusammen mit dem Kaugummipapier wegwirft und dann prompt kontrolliert wird.
Und nun zur Handlung:
Gestern habe ich mich selbst übertroffen: Ich kam nach (was ist ein "verregneter Einkauf"?) Hause ... und die Tür ging (nicht "kam" und "bekam" in einem Satz) nicht auf.
...
Na ja, so könnte man anfangen  |
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Hypewriter |
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 | | Verfasst am: 16.06.2009, 00:10 |
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Besser ist vielleicht, wenn Du vorher mit Deinem Rad stürzt, dabei ist eventuell der Wohnungsschlüssel verbogen worden.
Der Schlüssel ist doch nicht aus Butter, dass er sich soo einfach verbiegen lässt.
Nachdem Du versehentlich die falsche Wohnung betreten hast, nimmst Du einen süßlich, miefigen Geruch war … Dann entdeckst Du die Leiche. „Verdammt, meine Fingerabdrücke“, schießt es Dir in den Kopf…
Das könnte ein Krimi werden. |
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Thomas Becks |
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 | | Verfasst am: 16.06.2009, 00:18 |
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Warum nicht?
Die Schreibe ist grammatikalisch natürlich eine Katastrophe, aber wenn ich mir vorstelle, dass der Prot in einen knallharten Krimi gerät, eigentlich gar nichts damit zu tun haben will, aber durch blöde Zustände trotzdem involviert ist, kann das lustig werden. Die abgehakte Denkweise passt vorzüglich, schließlich denken die meisten auch nicht in ganzen Sätzen.
Iregendwie mag ich solch durchgekanllte Sachen. Ein etwas trotteliger Prot, der immer seinen Senf zu allem, was so passiert, abgibt, ist mal was anderes.
Macht nicht jeder. Vielleiocht solltest du gerade diese abgehakte Denkweise kultivieren. Natürlich nicht grundsätzlich, sondern nur dann, wenn du "nahe" am Prot bist.
Gruß
Hakket |
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M-F Hakket |
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 | | Verfasst am: 16.06.2009, 10:27 |
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moin
also an einen krimi würde ich nicht denken, aber ich könnte mir dich gut auf der bühne vorstellen, wie du das so witzig rüberbringst wie geschrieben. die leute würden brüllen vor lachen, oder? |
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Ruth |
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 | | Verfasst am: 16.06.2009, 10:50 |
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| Richard Norden hat Folgendes geschrieben: |
die z.B. ziemlich angetrunken sein könnte, um zu erklären, warum sie in der falschen Wohnung gelandet ist
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Wie wär´s mit folgender Erklärung:
Dein Lift wurde eine Etage tiefer aufgehalten, ohne das du es bemerkt hast. Somit bist du versehentlich im falschen Stockwerk ausgestiegen und die Wohnungstüren sehen in solchen Zinshäusern ja alle ähnlich aus.
Das ist Bekannten von mir tatsächlich mal passiert und zwar in einem Hotel
Sie haben´s aber noch rechtzeitig bemerkt...
Gruß
Nitram |
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Nitram |
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 | | Verfasst am: 16.06.2009, 14:18 |
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| Thomas Becks hat Folgendes geschrieben: |
Besser ist vielleicht, wenn Du vorher mit Deinem Rad stürzt, dabei ist eventuell der Wohnungsschlüssel verbogen worden.
Der Schlüssel ist doch nicht aus Butter, dass er sich soo einfach verbiegen lässt.
Nachdem Du versehentlich die falsche Wohnung betreten hast, nimmst Du einen süßlich, miefigen Geruch war … Dann entdeckst Du die Leiche. „Verdammt, meine Fingerabdrücke“, schießt es Dir in den Kopf…
Das könnte ein Krimi werden. |
Krimisequenz die dritte:
Mensch bin ich blöd. Ich gehöre zu der Kategorie Mann, der einen Anzug mit zwei Hosen kauft und sich am nächsten Tag das Jackett verbrennt … Kam ich nach einem Einkauf mit dem Fahrrad unter starkem Regenbeschuss nach Hause und bekam die Wohnungstür nicht auf. Da ich den Hausschlüssel vorne in meiner Hosentasche hatte, ging ich davon aus, ihn darin verbogen zu haben, denn aufgrund von einem Likörchen zu viel bei Hansens bockte mein Fahrrad in einem Schlagloch, weshalb ich einen gekonnten Überschlag hinlegte. Meine Wohnungstür ziehe ich gewohnheitsmäßig nur zu, deshalb kam mir spontan die Blitzidee: Einbruch in die eigene Wohnung. Ruckzuck zog ich meine alte Büchereikarte aus der Joppentasche und schob sie zwischen Tür und Schließer. Schwupps machte die Tür und war auf! Was dann passierte, wird an Peinlichkeit kaum zu überbieten sein, denn ich war doch glatt in der falschen Wohnung gelandet, ich Trottel. Au Backe. Da hatte ich mich doch glatt in der Etage verirrt. Könnte mich kringelig lachen, wenn´s nicht so peinlich wäre. Vorhin war mir gar nicht zum Lachen zumute. Das Blut schoss mir in den Kopf, als ich den Irrtum bemerkte. Unheimlich still, dunkel und süßlich miefig war´s in der Wohnung. Schnell zog ich die Tür wieder zu, um meine eigene Wohnung aufzusuchen. Und zwar genau ein Stockwerk tiefer. Zum Glück war niemand im Flur. Wäre ne schöne Blamage geworden. Ich − Neuankömmling im Sechsparteienhaus und Einbrecher zugleich.
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