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» Anfang einer Novelle

BeitragVerfasst am: 01.08.2008, 12:12
Interessant. cheezy grin
@ Siegfried:
Der Protagonist, der den Prolog erzählt, sagt ja am Ende eindeutig, dass er selbst voreingenommen ist. Natürlich wird er es deshalb so darstellen, dass er zu den "Guten" gehört, und die Anderen zu den "Bösen". Eben genau das ist ja menschlich.
Die Geschichte sollte ja genau in diesem Problem gipfeln, dass nämlich die (angeblich) so guten Eurasier auch nicht so gut sind, wie sie es glauben. Dass sie sich zu Handlungen gezwungen fühlen, die sie eigentlich gar nicht wollen, aber von den AUFern gezwungen werden, und somit die gleiche Argumentation verwenden, die sie bei den AUFern anprangern. (Warum die AUFer nicht auf das Metall gekommen sind, ist einfach zu erklären. Sie forschen erst gar nicht in diese Richtung. Warum sie das nicht tun, dürfte aus dem Prolog klar ersichtlich sein.)
Das ist doch die Idee dahinter. Der Prolog zeichnet ein relativ eindeutiges, wertendes Bild. Natürlich sollen die Leser erstmal auf der Seite der Eurasier stehen. Doch im Laufe der Geschichte soll dieses Bild eben ins Wanken geraten. Das macht die AUFer dann zwar nicht besser, aber auch nicht schlechter. Auch das ist ein nicht untypisches Element der Mangageschichten. Es ist nicht eindeutig, wer gut und wer schlecht ist. Die Grenzen verwischen.
Die "Züchtung von Metall" cheezy grin , wird in der Geschichte eh nur als Zufall dargestellt werden. Das ganze wird als einmaliger Glückstreffer der Wissenschaft hinzustellen sein. Keiner weiß, wie es gemacht wurde, keiner weiß, wie es wiederholt werden kann. (Die tatsächlichen Fähigkeiten dieses Metalls, werden ohnehin jegliche Logik überschreiten. Es ist ja nicht nur, dass es gezüchtet wurde, es soll ja sogar eine Symbiose mit menschlicher DNS eingehen. Also, wissenschaftlich gesehen ohnehin Unsinn.)
Um es völlig zu verwirren, könnte man diesen Zufall als einen Fingerzeig Gottes beschreiben, der dummerweise ausgerechnet den ungläubigen Eurasiern zugute kam.
Wobei es sich noch rausstellen wird, ob es denen tatsächlich zu gute kommt. Denn sollte ihnen "Gott" tatsächlich etwas derartiges geschenkt haben, müsste Gott ja dann doch existieren, was bedeuten würde, dass die AUFer mit ihrem Glauben recht haben. Das würde jedoch bedeuten, dass die Ethik der Eurasier die falsche wäre.

Und letztlich ist es wenig relevant, ob dieses Metall überhaupt existieren könnte. Dem gleichem Problem stehen wir ja auch gegenüber, wen wir von Gott reden. Der ist wissenschaftlich auch nicht belegbar. Man braucht ja nur zu glauben. Der Glaube sorgt dafür, dass wie die Idee, die dahinter steht, verstehen.


Gruß
Hakket

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Stahl-Seelen-Engel
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