Forum für Books-on-Demand-Autoren -> Jungautoren (bis 18 Jahre) » Schreibübungen » Szenen
Hier klicken, um Mitglied zu werden  Hier klicken, um Mitglied zu werden » falls euch mal nichts mehr einfällt...
» Wie bastel ich mir einen Roman?

Szenen

BeitragVerfasst am: 04.08.2010, 13:47
Hallo zusammen, liebe Mitautoren!

Ich hätte mal Lust, ein bisschen was zu unternehmen mit euch ... ^^
Deswegen habe ich dieses Forum eröffnet, in dem es mir darum geht, dass wir zu einer vorgegeben Situation eine möglichst interessante und passende Szene schreiben und dann einander auch aufrichtig(!) kritisieren. Um einen Anfang zu machen, hätte ich bereits drei unterschiedliche Anfangssituationen, von denen ich jeden Monat eine neue drauftun möchte. (Jedesmal wenn ich eine neue Aufgabe starte, sind Beiträge zu den vergangenen Aufgaben unerwünscht!)
Je nachdem wie gut ihr mitmacht, werde ich das Forum natürlich weiterführen und ich hoffe, dass nach diesen drei Monaten auch Vorschläge von euch kommen werden ... Rolling Eyes

Um es ein bisschen im geordneten Rahmen zu halten, möchte ich noch ein paar Regeln erwähnen:
Zuerst einmal gelten natürlich dieselben Regeln wie im ganzen BoD-Forum, also: keine gewaltverherrlichenden oder pornographischen Texte, keine Beleidigungen unter der Gürtellinie, etc.
Dann dürfen eure Texte nicht länger als 4000 Zeichen sein und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es wird schnell unübersichtlich und da es ja nur eine Übung ist, dürfte dies eine angemessene Grösse sein.
Die letzte Regel geht nur die älteren Semester etwas an, also alle die über 18 Jahre alt sind. Euere Mitarbeit beim Korrigieren, Kommentieren und Kritisieren ist herzlich willkommen, aber ich bitte euch, keine Beiträge zur Aufgabe zu veröffentlichen, denn mir geht es in erster Linie darum, die jüngeren Autoren ein bisschen mehr zu motivieren und aktivieren ... thumb up

Also, jetzt komme ich endlich zur ersten Aufgabe:

1. Eine Frau hat gerade ihren tyrannischen Ehemann umgebracht. In der Szene, die die darauffolgenden Minuten/Stunden darstellt, darf der Mord nicht erwähnt werden!

Viel Spass wünscht euch allen

Tamira
 
  Tamira 
 
Anmeldedatum 10.02.2010
Beiträge 41
 
 
   
   

Hä??

BeitragVerfasst am: 06.08.2010, 13:41
Also ich hatte hier eigentlich schon was reingestellt keine Ahnung wohin das verschwunden is shocked eyes Also nochmal; und wieder mach ich nur ein wenig um mich nicht reinzuschreiben, und hoffe dass es okay ist, wenn ich Namen erfinde Very Happy


Sabine Winter stand über dem Getöteten, ihr Atem ging leicht stoßweise. Das Messer hatte sie noch in der Hand, Blut tropfte daran herab, auch rund um die Einstichwunde am Rücken ihres Mannes - nein, jetzt Ex-Mannes - glänzte alles feucht und rot.
Gerade wollte sie das Messer und alle anderen Beweise entsorgen - die Polizei würde sicher nicht verstehen, dass diese Tat notwendig gewesen war - als das Telefon plötzlich schrillte. Kurz zögerte sie, dann lief sie in den Flur und nahm den Schnurtelefon- Hörer ab. "Ja bitte?", meldete sie sich und verfluchte in Gedanken den leicht schrillen Unterton in ihrer Stimme. "Hallo Sabine, ich möchte bitte den Kalle sprechen." Sabine erkannte die Stimme. Sie gehörte Robert, einen Kollegen ihres (Ex-)Mannes.Ein netter Kerl, er ar oft zu Besuch gewesen, auch wenn Kalles Gesellschaft nicht gerade stimmungsfördernd gewesen war. Erschrocken stellte Sabine fest, dass sie eine leichte Gänsehaut bekam. "Das... das geht gerade nicht... er shcläft gerade!", antwortete sie unbewusst, "Ruf doch in ein paar Stunden oder morgen wieder an. Ich gehe jetzt auch." Mit zitternder Hand legte sie den Hörer auf. Was hatte sie getan? Indem sie abgenommen hatte, war klar, dass sie sich zur Tatzeit im Haus befunden hatte!
 
  Janika 
 
Anmeldedatum 27.07.2010
Beiträge 145
Wohnort Schleswig - Holstein
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 07.08.2010, 13:16
Vielen Dank für deinen Beitrag Janika. Es ist völlig okay, dass du Namen erfindest, es war ja keiner vorgegeben. Deine Szene ist spannend und liest sich gut, aber ein paar Kleinigkeiten sind mir dennoch aufgefallen:

Zitat:
Sabine Winter stand über dem Getöteten, ...


Ich finde es nicht nötig, gleich am Anfang den "Getöteten" zu erwähnen, du könntest stattdessen auch einfach "... stand über ihm, ..." schreiben, dort wo dann das Blut erwähnt wird, wird einem ja klar, dass er tot sein muss.

Zitat:
... und nahm den Schnurtelefon- Hörer ab.


"Hörer" hätte hier meiner Meinung nach auch gereicht.

Zitat:
... er ar oft zu Besuch gewesen ...

Zitat:
... er shcläft gerade!


kleine Tippfehler

Der Schluss der Szene gefällt mir, sie klingt so verzweifelt.

Grüsschen Tamira

_________________
„Es gibt nur zwei Kräfte in der Welt, das Schwert und die Feder. Letzten Endes wird immer das Schwert von der Feder besiegt.“ (Napoleon Bonaparte)
 
  Tamira 
 
Anmeldedatum 10.02.2010
Beiträge 41
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 07.08.2010, 13:33
Sooooo ... Jetzt kommt auch noch mein Beitrag zur Aufgabe, habe etwas lange gebraucht bis ich zufrieden war mit der Szene. Sie ist auch etwas malerischer geworden als jene von Janika, aber ich war gerade so in Stimmung für ein bisserl Poesie ... Wink Viel Spass beim Durchlesen!

Der kühle Wind streicht durch mein Haar. Er trägt einen unsäglichen Wohlgeruch mit sich, der so herrlich nach Freiheit schmeckt. Ich atme den Duft der wilden Blumen ein. Der Waldrand leuchtet mir in seinem satten Grün einladend entgegen. Langsam und andächtig schreite ich den Hügel hinunter. Mit jedem Schritt entferne ich mich weiter von dem prachtvollen, majestätischen Schloss, meinem goldenen Käfig. Ich blicke nicht zurück.
Meine Handflächen streichen über das üppige, hüfthohe Gras. Hie und da pflücke ich mir eine Blume ab. Ein tiefer Frieden erfüllt mein Herz. Die heftige Wut, die mich gerade eben noch beherrscht hatte, ist verflogen. Ich bin erlöst, befreit. Nachdem ich es getan habe, ist der angestaute Ärger und die Verzweiflung von mir gewichen. In jedem Augenblick ist mir bewusst, dass sie mich dafür hängen könnten. Aber ich hätte keinen Tag länger mit ihm ausgehalten. Ich sehe sein blutüberströmtes Gesicht vor mir. Mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht, laufe ich auf den Waldrand zu. Ich schaue zu den hohen Baumwipfeln hinauf. Jetzt erscheint mir der Wald nicht mehr einladend, sondern bedrohlich und furchteinflössend. Ein beklemmendes Gefühl breitet sich in mir aus. Es scheint, als hätte meine Tat die besinnliche Atmosphäre des Waldes betrübt – nein, richtiggehend aufgebracht. Mir kommen die Legenden und Geschichten von Baumgeistern und Waldnymphen in den Sinn. Wütend schelte ich mich selbst eine Närrin, dass ich diesem Aberglaube überhaupt Gehör schenke. Ich habe jedoch immer noch ein mulmiges Gefühl im Bauch, als ich in den Wald hineingehe. Ein schmaler Waldweg führt mich immer tiefer und tiefer in das wogende Meer aus Bäumen. Das Holz ächzt und knarrt. Die Äste strecken sich wie Hände und Finger nach mir aus. Ich stolpere über eine dicke Wurzel. Zitternd vor Angst liege ich am Boden. 'Werde ich jetzt dafür bestraft?', frage ich mich stumm.
Nach einer Weile hebe ich den Kopf und schaue auf. Der Sturm scheint sich beruhigt zu haben. Kein Windhauch weht mehr. Ein Sonnenstrahl fällt durch das Blätterdach auf den Waldboden direkt vor mir.

_________________
„Es gibt nur zwei Kräfte in der Welt, das Schwert und die Feder. Letzten Endes wird immer das Schwert von der Feder besiegt.“ (Napoleon Bonaparte)
 
  Tamira 
 
Anmeldedatum 10.02.2010
Beiträge 41
 
 
   
   

Gute Idee!

BeitragVerfasst am: 07.01.2011, 17:19
Coole Idee

Hier mal meine Beitrag:

Blut, überall Blut. Sie würde es vergessen, irgendwann. Es war nicht wichtig! dachte sie Ihn kannte eh niemand! Und doch würde sein bleiches Gesicht sie noch eine Weile begleiten. Er war kein guter Mann gewesen, gegen ihn war sie der reinste Engel! Immer wieder redete sie sich gut zu, aber es nützte nichts. Die gewohnte Umgebung machte alles nur noch schlimmer. Sie erinnerte sich, wie er an dem prachtvollen Eichenschreibtisch saß und das nächste Todesurteil unterschrieb oder wie er in dem Aktenschrank wühlte und sie heimlich beobachtete, wie er die Akte ihrer besten Freundinn herauszog. Siehst du, es war berechtigt! Rache ist süß! Die Stimme in ihrem Inneren wollte nicht aufhören auf sie einzureden. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus; sie trat hinaus und begann zu rennen. Sie rannte immer weiter, selbst als ihr Körper anfing zu streiken hörte sie nicht auf. Sie musste dem allen entfliehen! Dringend! Plötzlich war da ein Licht und sie hielt an. Erst dachte sie, es sei dies berüchtigte Licht am Ende des Lebens, dann sah sie nach unten. Schienen. Unter ihren Füßen. Jetzt erst nahm sie die Geräusche wahr. Ein Zug. Er war zu schnell. Er würde es nicht schaffen zu bremsen und ihr Körper war am Ende, sie würde auch nicht mehr rennen können.
------------------------------
Ich habe jetzt leider keine möglichkeit es zu prüfen, aber ich glaube nicht, dass es über 4000 Zeichen sind.


Zuletzt bearbeitet von Eileen<3 am 18.01.2011, 18:55, insgesamt einmal bearbeitet

_________________
Ich habe das dringende Bedürfnis etwas Schlaues von mir zu geben, also bringet mir Schokolade.
 
  Eileen<3 
 
Anmeldedatum 07.01.2011
Beiträge 20
Wohnort Im Land der Träume, wo Bücher an Bäumen wachsen
 
 
   
   

Übung^^

BeitragVerfasst am: 18.01.2011, 14:46
Ok, die Texte vor mir waren alle totel toll, aber jetzt will ich auch mal! cheezy grin

Nur eine Sache hätte ich noch für dich, Eileen:

Du hast geschrieben "... ich rannte nach draußen und begann zu rennen."
Wenn sie rausrennt, wie kann sich dann nochmal anfangen zu rennen, sie rennt doch schon?
Das Ende finde ich sehr gut! (Bei mir ganz ähnlich^^)
Aber alles in Allem guter Erzählstil!

Hier dann mein Beitrag:


Nein, dachte ich erschrocken. Nicht, weil ich bereute, was ich getan hatte, sondern weil ich die roten Flecken auf meiner Bluse nicht so einfach unter der dünnen Jacke verstecken konnte. Und das bedeutete Schwierigkeiten, denn die Straßen würden noch immer belebt sein, auch wenn sich der Tag bereits seinem Ende neigte.
Mit dem seltsamen Gefühl der Leere, das sich von meinem Herzen aus in mir ausbreitete, richtete ich mich auf, ohne sein bleiches Gesicht aus den Augen zu lassen. Das Blut war noch dabei aus den Wangenknochen zu weichen. Und das Entsetzen stand genauso in seinen Zügen, wie er sie verzerrt hatte, als das Messer in seinen Leib gedrungen war.
Nein, ich bereute es keines Weges. Und doch spürte ich, wie mir etwas den Hals hinaufkroch, als ich dem Blut zusah, wie es kraftlos, ohne Hilfe des Herzens, aus ihm herausfloss, ohne ein Geräusch zu machen. Gar nichts konnte ich hören. Es war zu still um mich herum. Plötzlich hatte ich das unangenehme Gefühl, mich beeilen zu müssen.
Ohne einen weiteren Blick auf sein lebloses Gesicht zu werfen, wischte ich den Griff des Messers mit einem Tuch ab - damit meine Fingerabdrücke nicht finden konnte - und rammte es in den Holzboden neben sein Gesicht. Dann drehte ich mich um, stolzierte auf das Tor zu, als würde ich nur durch eine Einkaufsstraße laufen.
Meine Hand verharrte auf halbem Weg zur durchgerosteten Klinke, irgendetwas hielt mich davon ab, einfach zu gehen und ihn hier liegen zu lassen, in seinem eigenen Blut.
Mein Herz stockte, mein kleines dummes Herz, das mich dazu getrieben hatte. Zu der Tat, die ich begangen hatte.
Schon oft war ich gefragt worden, ob ich glaubte, den Mumm für einen Mord zu haben – und immer hatte ich geantwortet: „Einen Mord? Sehe ich aus wie eine Psychopathin?!“
Nein, das tat ich nicht.
Aber war ich denn eine?
Das blonde Haar schwang über die Schulter, als ich meinen Kopf drehte. Er lag noch immer so da, wie ich ihn zurückgelassen hatte. Und so plötzlich, dass es mich beinahe von den Füßen riss, kam das Gefühl. Die Angst, vor seinem Körper, der mir doch nichts mehr anhaben konnte. Die Angst vor seinem Geist, obwohl ich nicht an ein Leben nach dem Tod glaubte.
Die Übelkeit stieg in meinem Hals auf. Es riss mir den Brustkorb nach vorn, den Kopf in den Nacken und ich erbrach lautlos zu seinen Füßen.
Und erst als mir so das Gesicht in Richtung Boden gezwungen wurde, bemerkte ich die Blutlache, die sich zu mir hin ausbreitete. Sie erreichte meine Schuhe, schloss sich um mich – mein Gott, ich stand in einem Blutsee!
Mit einem Aufschrei stieß ich zurück – mein Hinterkopf schlug hart auf einem Nagel auf, der krumm aus dem Tor ragte.
So sehr ich es auch wollte, ich spürte keinen Schmerz. Alles war dumpf. Die Welt verschwamm.
So sehr ich es auch wollte, ich spürte keine Zufriedenheit. Nicht mehr, als ich zu Boden glitt und direkt auf sein bleiches Profil blickte.
Die Zufriedenheit war verflogen, aber die plötzliche Reue auch. Alles verflog.
Nur die Farbe des Blutes, das mein Gesicht umspülte, das mein Haar aufsog, verfolgte mich in die Dunkelheit.

Und da sah ich ihn wieder, wie er mit ausdruckslosem Gesicht vor mir stand und den Arm nach mir ausstreckte.

...

_________________
Grüße von KaZu, dem durchgeknallten, verpeilten Friedenskind :3

Fantasie ist wertvoller als Wissen, denn Wissen ist beschrenkt.
 
  KaZuko 
 
Anmeldedatum 16.01.2011
Beiträge 125
Wohnort Man findet mich dort, wo es eine Tastatur und ein leeres Dokument gibt! (Deutschland, Konstanz^^)
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 18.01.2011, 18:58
Zitat:
Du hast geschrieben "... ich rannte nach draußen und begann zu rennen."
Wenn sie rausrennt, wie kann sich dann nochmal anfangen zu rennen, sie rennt doch schon?


Oh, danke! Habs jetzt in sie trat hinaus geändert.

_________________
Ich habe das dringende Bedürfnis etwas Schlaues von mir zu geben, also bringet mir Schokolade.
 
  Eileen<3 
 
Anmeldedatum 07.01.2011
Beiträge 20
Wohnort Im Land der Träume, wo Bücher an Bäumen wachsen
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 18.01.2011, 21:54
bitte viel kritiken, war schwer den mord nicht zu schreiben



Ich hatte es wirklich getan. Meine Arme zitterten und mein Atem ging stoßweise. Warum hatte ich es getan? Weil er ein Idiot ist... war. Müsste ich jetzt nicht glücklich oder zufrieden, erleichtert sein? Vielleicht, aber ich war es nicht, im Gegenteil. Aber ich bereute es nicht. Ich bereute auch die letzten Jahre mit ihm nicht. Es wäre dumm Jahre meines Lebens zu bedauern, die mich stärker gemacht haben.
Sie werden herausfinden, dass ich es war. Und man wird mich einsperren. Nun werde ich also fast mein ganzes Leben eingesperrt verbringen. Nun ja einen großen Unterschied wird es wohl nicht machen. Ich drehte mich von seinem Angesicht weg. Ich würde in der Hölle landen, wenn es sie denn gab. Bald würden seine verfluchten Freunde merken, dass er weg war. Sie werden ihn finden und die Polizei wird mich finden. Ein Autor verglich das Gefängnis mit der Kirche, aber so ist es nicht. Die Kirche verlangt Entbehrungen, aber sie lehrt uns Gerechtigkeit, Mitgefühl, Nächstenliebe,hebt den Geist auf ein höheres Level, das Gefängnis zieht dich mit seinem Alltag nur immer weiter runter.
Vielleicht sollte ich ihn verbrennen? Ja, vermutlich. Heute Nacht würde ich weit fahren. Aber jetzt musste ich erst mal alles aufwischen. Klar, konnte ich immer Spuren hinterlassen, aber je weniger, desto mehr Zeit hatte ich zu verschwinden. Ich ging aus dem Wohnzimmer. Ich hatte etwas Schreckliches getan und ich konnte es nicht mehr rückgängig machen. Ich war wie betäubt. Noch einmal sah ich die letzten fünf Minuten vor meinem Auge:
„Mach noch einmal eine Tasse Kaffee, der hier war zu lasch, zu sehr wie du.“ Er hatte die Tasse mit einem lauten Klirren auf den Tisch gestellt. Kaffee schwappte über den Rand. Meine Hände zitterten als ich die Tasse nahm. Und ich war wütend. So unendlich wütend. Aber nicht auf ihn. Auf mich, weil ich mich nicht wehrte. Ich wollte mich wehren. Ich würde mich wehren!
Ich hatte die Tasse in der Küche abgestellt und schaltete die Kaffeemaschine an. Versuchte mich zu beruhigen. Ich würde gehen. Sollte er doch selbst sehen, wie er klar kam. Ich hatte mich bereits zur Treppe gewandt, um meine Sachen zu holen und zu gehen, als er plötzlich direkt vor mir stand. Verdammt, hatte ich gedacht. Sein heißer stinkender Atem strömte mir ins Gesicht, so nah stand er vor mir. Er hatte getrunken, ich roch es. Gleich würde er mich schlagen, ich wusste es. Und noch während er ausgeholt hatte hatte ich das Küchenmesser in der Hand.
Ich schauderte, als ich an die letzten Momente dachte, seinen entsetzten Blick und die Genugtuung, die mich kurz durchströmt hatte. Ich hatte es getan. Falls es ihn gab. Langsam drang der metallische Geruch des Blutes durch meine stumpfen Sinne zu meinem Gehirn vor. Alles wurde schwarz und verschwamm vor meinen Augen. Ich
 
  Frieda^^ 
 
Anmeldedatum 18.01.2011
Beiträge 17
 
 
   
   
Szenen
  Forum für Books-on-Demand-Autoren » Schreibübungen -> Jungautoren (bis 18 Jahre)
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde  
Seite 1 von 1  

  
  


Powered by phpBB, advisormap.de, SEO by SEO-united.de
Literaturtipps Literaturseiten Banner & Buttons Impressum & Rechtliches