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» Flammen in El-Hassan

BeitragVerfasst am: 22.09.2009, 17:19
@siegfried,
ich war übers Wochenende offline, deshalb die späte Antwort auf dies posting von Dir:
Das scheint falsch rübergekommen zu sein. Eigentlich wollte ich damit nur ausdrücken: Wenn es mir gelungen ist, diesen recht anspruchslosen Text an einen Zeitschriftenverlag zu verkaufen, dann sollte das dir, die den Text sauber analysiert hat, doch auch gelingen.

cheezy grin na klar könnte es mir gelingen, aber vielleicht will ich nicht.

Einen Text sauber analysieren zu können, bedeutet nicht, dass man auch schreiben kann. Zum Schreiben gehört natürlich das Handwerk, aber zumindest in der Lyrik und Belletristik gehören noch andere Qualitäten dazu, die nicht durchs Handwerk zu ersetzen sind, die sogar manchmal die Regeln des Handwerks hemmungslos umgehen. Wenn es nicht so wäre, könnten ja alle Lektoren wundervolle Romane schreiben.

Du schreibst, dass dein Text recht anspruchslos ist. Klar, es ist einfach ein schlichter kleiner Kurzkrimi mit einer witzigen Poiente und du hast ihn
an einen recht anspruchslosen Verlag verkauft.
Mich interessiert, ob du auch an größeren Projekten arbeitest.

ich gehör übrigens noch zur "Bild killt - killt Bild" Fraktion.
Über den Schatten muss man erstmal rüber, oder auch nicht.
Ich hab mich ansonsten überhaupt noch nicht mit Zeitungsverlagen beschäftigt. Das hat Zeit, bis das Buch fertig ist.


Aber ich verliere es nicht aus den Augen

zwinker
LG
Elisa

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BeitragVerfasst am: 22.09.2009, 17:40
elisa hat Folgendes geschrieben:
Du schreibst, dass dein Text recht anspruchslos ist. Klar, es ist einfach ein schlichter kleiner Kurzkrimi mit einer witzigen Poiente und du hast ihn
an einen recht anspruchslosen Verlag verkauft.
Mich interessiert, ob du auch an größeren Projekten arbeitest.

ich gehör übrigens noch zur "Bild killt - killt Bild" Fraktion.
Über den Schatten muss man erstmal rüber, oder auch nicht.
Ich hab mich ansonsten überhaupt noch nicht mit Zeitungsverlagen beschäftigt. Das hat Zeit, bis das Buch fertig ist.


Nur zur Information:
Der Text ist nicht in der "Bild" veröffentlicht worden. cheezy grin
Zum Springer-Verlag gehören noch einige andere Publikationen, wie etwa "Die Welt", "Die Welt am Sonntag", "Hörzu", "Funk Uhr", "TV Digital", "Musikexpress", "Rolling Stone (Deutschland)" sowie Beteiligungen an diversen Sport-Fachzeitschriften wie "GolfMagazin", ""Mein Pferd", "tennis magazin" und "segeln". Und alle diese Zeitschriften brauchen auch mal etwas Leichtes zur Unterhaltung.

Und größere Projekte? Derzeit sind es drei. cheezy grin

Grüße
Siegfried

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Siegfried

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Verrissvorlage

BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 02:26
Hallo Siegfried, Du hast also absichtlich einen schlechten Text schreiben wollen, um diesen möglichst detailliert verreissen zu lassen. Masochismus ist das, denke ich, bei Dir nicht. Dafür gibst Du selbst zu gern den Gnadenlosen. Also eine Art Kritikerschulung. Du fühlst Dich zu unserem Lehrer berufen? Na gut, vielleicht ist das ja keine grenzenlose Selbstüberschätzung. Allerdings finde ich, dass es Dir nicht wirklich gelungen ist, einen durch und durch minderwertigen Text zu verfassen. Nehmen wir den "Wetterbericht". Für Flachdenker lediglich eine "Null-Acht-Fuffzehn-Einleitung", sagt er mir im Zusammenhang mit dem Weiteren mehr. Die Tage werden kürzer und kälter. Also gewinnt das Dunkle und Abweisende mehr und mehr Raum. Nach einer Zeit, in der es verdrängt war. Es kehrt etwas Ungutes zurück. Eine für meine Begriffe durchaus passende Einleitung für diese Geschichte, denn in ihr wird ja im Weiteren auf ein (noch) nicht bekanntes Ereignis in der Vergangenheit Bezug genommen, das Martin völlig ausrasten lässt, als er durch Bernds Erscheinen daran erinnert wird.
Auch die sterile Atmosphäre der Pizzabude korrespondiert mit Kälte. Trotz des dort unvermeidlichen Ofens.
Dass Bernd sich in den Unterarm zwickt, um sicher zu gehen, dass er einen realen Menschen sieht und kein Phantom, das sich im nächsten Moment in Luft auflöst, lässt vermuten, dass er gelegentlich optische Halluzinationen hat. Diese könnten Symptome einer Psychose sein und ihn zu einer Tat verleitet haben, an die er sich nicht erinnert. Wohl aber Martin, den sie aufs Schlimmste betroffen haben kann. Anscheinend hatte er sogar den Eindruck, sich durch eine neue Identität vor Bernd verbergen zu müssen. Oder wozu sonst die Metapher mit der unscheinbaren Banane, die aber einen süßen, sprich wertvollen "Kern" enthält? In ihrem Verzehr (Verinnerlichung seiner eigentlichen Identität) wird Martin jetzt prompt gestört, als der wegen seiner Erinnerungslosigkeit unbedarfte Bernd auftaucht. Martin weiß nichts von dessen Amnesie, fühlt sich bedroht und flieht. Setzt sich schließlich, verfolgt, zur Wehr.
Bernd wird sich jetzt vielleicht erinnern und womöglich wirklich gefährlich für Martin werden. Dieser hatte wohl nicht nur die kleine Tür als Ausweg, sondern hätte besser getan, den unwissenden Bernd freundlich zu begrüßen. Da er aber weglief, hat er gerade dadurch die Geister der Vergangenheit geweckt, die ihn nun wohl nicht mehr in Ruhe lassen werden.
Tut mir ja sowas von leid, aber der Text ist schlüssig durch seine vielen Bilder und Hinweise, die man nur zu deuten wissen muss. Die Aufgabe eines/einer kompetenten Lersers/Leserin. Es ist Dir nicht gelungen einen schlechten text zu schreiben. Nimm's leicht! Du solltest Dich freuen, dass Du ein guter Autor bist und soviel Selbstwert- und Überlegenheitsgefühl besitzt, andere miserabel zu finden und mit einem klaren Nein zu bedenken, wenn es um die Frage geht, ob auch sie Brauchbares zustande bringen können.

Grüße
Dilletant

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Ich halte meine Texte für nicht schlechter als die der meisten anderen und für das Einzige, was hier zu interessieren hat. Lebensbeichten sind Kommunikation zwischen Exibitionisten und Voyeuren.
 
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