 | Textarbeit/Lektorat | Verfasst am: 11.09.2011, 15:00 |
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Ich suche dringend jemanden, der mir beim Erstellen einer Anthologie hilft. Genauer gesagt, bei der abschließenden Textarbeit.
Voraussetzungen:
Erfahrung in Textarbeit
Viiiiieeeeeel Geduld ... ich bin nämlich gelegentlich etwas stur ^-^ (aber nicht unbelehrbar)
Zeit!! In der Antho sollen 8 - 10 Geschichten erscheinen und sie sollte Anfang Dezember auf dem Markt sein (BoD)
Entlohnung: ... öhm ... ja ... also ... Eine namentliche Nennung im Buch ist schon drin  |
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silbergrau |
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 | Re: Textarbeit/Lektorat | Verfasst am: 11.09.2011, 15:41 |
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| silbergrau hat Folgendes geschrieben: |
Voraussetzungen:
Erfahrung in Textarbeit
Viiiiieeeeeel Geduld ... ich bin nämlich gelegentlich etwas stur ^-^ (aber nicht unbelehrbar)
Zeit!! In der Antho sollen 8 - 10 Geschichten erscheinen und sie sollte Anfang Dezember auf dem Markt sein (BoD)
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Der Zeitrahmen ist nicht dein Ernst, oder?
Wenn das Buch Anfang Dezember erscheinen soll - ich gehe jetzt einfach mal vom 7. Dezember aus -, dann sollte es wegen des Weihnachtsgeschäftes bei BoD mindestens drei Wochen vorher eingestellt werden. Das wäre der 16. November. Bleuben also 8 Wochen für 8 bis 10 Geschichten. Folglich maximal 1 Woche pro Geschichte.
Eine Geschichte lesen, sacken lassen, lektorieren, die Anmerkungen erläutern, dir zuschicken, ausdiskutieren, die neue Version lektorieren, erneut diskutieren - das dauert mehr als eine Woche. Wenn es wirklich gut gemacht werden soll.
Also viel Erfolg! |
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_________________ Grüße
Siegfried
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 | | Verfasst am: 11.09.2011, 16:44 |
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| Die meisten Geschichten sind fertig und es geht höchstens um Kleinigkeiten. |
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 | | Verfasst am: 11.09.2011, 20:38 |
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| silbergrau hat Folgendes geschrieben: |
| Die meisten Geschichten sind fertig und es geht höchstens um Kleinigkeiten. |
Kleinigkeiten? Was für Kleinigkeiten? |
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 | Re: Textarbeit/Lektorat | Verfasst am: 11.09.2011, 22:32 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Der Zeitrahmen ist nicht dein Ernst, oder?
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Die "Bezahlung" hoffentlich auch nicht...
Ich fürchte, lieber Silbergrau, da wird sich niemand melden, der wirklich die dafür notwendigen Kompetenzen hat. Ich nehme momentan 2-3 Euro pro Seite (abhängig von der Art des Buches) - und das ist schon ein eigentlich indiskutabler Stundenlohn. Wenn man es richtig machen will, und das hat Siegfried ja schon sehr treffend beschrieben, wäre man bei Deinem Projekt zwei Monate dauerhaft mit der Arbeit befasst. Und das völlig ohne Lohn - wie soll das gehen?
Dass Du persönlich der Ansicht bist, dass nur noch Kleinigkeiten zu erledigen sind, ist ja schön und gut - das muss ein kompetenter Lektor allerdings nicht zwangsläufig ebenso sehen. |
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 | | Verfasst am: 11.09.2011, 22:40 |
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Danke für eure Antworten - ich habe jemanden gefunden. (Germanisten/Journalistin)
Alle Texte sind Fehlerfrei (Rechtschreibung/Grammatik).
Alle Texte sind weitgehend Füllwörterfrei (weit unter 3%)
Alle Texte sind frei von Wortwiederholungen und Passivformulierungen.
DAS meine ich mit Kleinigkeiten  |
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 | | Verfasst am: 11.09.2011, 22:52 |
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| silbergrau hat Folgendes geschrieben: |
Danke für eure Antworten - ich habe jemanden gefunden. (Germanisten/Journalistin)
Alle Texte sind Fehlerfrei (Rechtschreibung/Grammatik).
Alle Texte sind weitgehend Füllwörterfrei (weit unter 3%)
Alle Texte sind frei von Wortwiederholungen und Passivformulierungen.
DAS meine ich mit Kleinigkeiten  |
Das ist aber auch kein Lektorat. Oder höchstens ein Teil davon. Sätze auf Passivformulierungen zu untersuchen ist nun wirklich kein Akt. (Ganz abgesehen davon, dass ich diese kategorische Verteufelung der Passivform auch nicht teilen mag. Sie hat schon ihre Funktion in der Sprache.)
"fehlerfrei" und "füllwörterfrei" schreibt man übrigens klein. Und es heißt "Germanistin". Zudem sind Wörter, nur, weil sie nicht konkreten Inhalt bilden, nicht zwangsläufig Füllwörter, sondern oftmals auch stilprägendes Element eines Autors. Ich finde es gefährlich, so eine Lektoratsarbeit derart systematisieren zu wollen. Einfach einen Text auf eine gewisse Wortliste hin zu untersuchen, nur deshalb, weil diese Wörter einmal jemand zu Füllwörtern degradiert hat - das ist ein schlechtes Lektorat, weil es dem Text jegliche Form von Leben nimmt. (Das Gegenteil, also der völlige Verzicht auf eine Füllwortanalyse, ist allerdings bedeutend schlimmer...) |
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 09:42 |
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Herzlichen Dank für die Korrektur meines Postings.
Die schreibfehlerbehaftete Auflistung bezieht sich darauf, wie die Texte VOR einem Lektorat sind.
Zu meinem Stil gehören FW nur dann, wenn sie unvermeidlich oder (ausnahmsweise) hilfreich sind - und natürlich in der wörtlichen Rede.
Ich kann dir versichern, dass meine Texte jede Menge Leben beinhalten. |
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 10:48 |
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| silbergrau hat Folgendes geschrieben: |
Danke für eure Antworten - ich habe jemanden gefunden. (Germanisten/Journalistin)
Alle Texte sind Fehlerfrei (Rechtschreibung/Grammatik).
Alle Texte sind weitgehend Füllwörterfrei (weit unter 3%)
Alle Texte sind frei von Wortwiederholungen und Passivformulierungen.
DAS meine ich mit Kleinigkeiten  |
Okay, das sind Kleinigkeiten.
Als Lektor könnte man auch auf die Idee kommen, das benutzte Erzähltempus der Geschichte zu untersuchen, und da kommt man dann plötzlich in heftige Diskussionen. Weil - wie ich gerade lernen musste - das Präteritum nicht die Vergangenheitsform ist, sondern die Gegenwartsform der Erzählung (das "praeteritum narrans", grammatisch eine Vergangenheitsform, erzähltechnisch aber die aktuelle Position auf dem Zeitstrang) ... und daher das Plusquamperfekt nicht die Vor-Vergangenheit, sondern die Vergangenheitsform der Erzählung.
Die Folge: Der Autor darf nicht ins Präsens fallen - ausgenommen bei der direkten Rede. Gedanken oder indirekte Rede gehören tempusmäßig in das Erzähltempus.
Klingt kompliziert bis unsinnig? Siehst du, schon besteht zwischen Autor und Lektor enormer Diskussionsbedarf.
Nur mal ein Beispiel:
Hier kommen wir nie wieder raus, dachte Carter.
Das wäre falsch. Richtig wäre:
Hier kamen sie nie mehr raus, dachte Carter.
Schwierig?
Hier kann man sich einen entsprechenden Vortrag dazu anhören:
http://www.belleslettres.eu/artikel/ruckblende-vorausschau-tempus-roman.php
Vielleicht verstehst du, warum ein Lektorat etwas komplizierter sein kann. |
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 11:57 |
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Danke für den Link! Da sind ja sehr viele interessante Themen versammelt. Gerade informiere ich mich über den Konjunktiv...
Ich fürchte jedoch, es wird schwierig sein, die dort präsentierten Erkenntnisse stets zu beachten. Man ist einfach zu sehr drin in den Sprachvarianten, die einem im Alltag begegnen. |
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 12:07 |
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Ebenfalls danke für den Link. Interessant!
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 15:08 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Nur mal ein Beispiel:
Hier kommen wir nie wieder raus, dachte Carter.
Das wäre falsch. Richtig wäre:
Hier kamen sie nie mehr raus, dachte Carter.
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Wenn es Spannung bringt, entscheide ich mich auch gerne mal gegen die Regeln.
Ich bin dann der Schriftsteller.
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 21:23 |
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| Sehe ich auch so. Bevor ich etwas schreibe, das bei 90% der Leser eine Stockung des Leseflusses auslöst, schreibe ich lieber ornitologisch und grammatizistisch falsch. |
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 21:39 |
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Wo stehst Du eigentlich auf Deinem Bild? Sieht nach einer Chemieküche aus, in der Du vermutlich die blaue Schriftfarbe herstellst.
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 | | Verfasst am: 12.09.2011, 22:28 |
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| Großstadtpoet hat Folgendes geschrieben: |
Ich fürchte jedoch, es wird schwierig sein, die dort präsentierten Erkenntnisse stets zu beachten. Man ist einfach zu sehr drin in den Sprachvarianten, die einem im Alltag begegnen. |
Siehst du, das macht den Unterschied aus zwischen uns (dir und mir) und einem ... sagen wir mal ... Thomas Mann ...  |
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