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BeitragVerfasst am: 20.10.2011, 14:49
crash ? ....finde ich gut. thumb up


Tja.... würde sagen,..auch die Idee eines crashes,.....hätte durchaus einige interessante Aspekte für mich...... Wink

Dürften sich einige Menschen wieder schlagartig auf das Wesentliche konzentrieren dürfen,.....nämlich was es heißt,...zu leben.

feinen Tag noch.....

Josef

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BeitragVerfasst am: 20.10.2011, 15:30
W.Waldner hat Folgendes geschrieben:

Worauf wartest Du noch? cheezy grin


Ich denke nicht, dass 2 oder 3 % Preissteigerung kein Zeichen für eine galoppierende Inflation ist. cheezy grin

Inflation ist nur gut für jene, die bereits ausreichend Sachwerte besitzen und diese als Sicherheiten für Kredite angeben können. Die "kleinen" Leute ohne größere Sachwerte werden von der Inflation nur gebeutelt. dozey


Oh ... ja ... ehe ich's vergesse ... Meiner Meinung nach liegt die Ursache für die Griechenland/Euro/Finanzkrise im Grundkonzept der gemeinsamen Währung. Man versuchte, einen gemeinsamen Wirtschafts/Währungsraum aufzubauen, ohne die entsprechende politische Einheit zu gestalten. Das konnte nicht gut gehen, von Beginn an.

Die Lösung liegt daher auch nicht in Finanzhilfen für Griechenland oder einer Einschränkung der Handlungsfreiheit für Banken oder einem Fonds, der für die Schulden der "Oliven-Staaten" eintritt.

Die einzige Lösung, die ich sehe, wäre die sofortige Gründung der "Vereinigten Staaten von Europa (VSE)", der alle Länder angehören, die den Euro als Währung haben (wollen). Erforderlich ist dann aber auch die Abtretung aller hoheitlichen Rechte an diesen neuen Staat. Die drei politischen Gewalten gehen an diesen Staat über, ebenso alle wirtschaftlichen und fiskalischen Steuerungen. Die beitretenden Staaten verlieren ihren Nationalitäts-Habitus. Es gibt keine deutsche, französische oder sonstige Staatsbürgerschaft mehr, sondern nur noch die der VSE. Dafür aber verbindliches VSE-Recht, einheitliche VSE-Steuern, einheitliche VSE-Wirtschaftspolitik, einheitliche VSE-Außen- und Verteidigungspolitik. Es gibt ein VSE-Kabinett mit einem entsprechenden Regierungschef, kontrolliert durch ein mit allen Rechten ausgestattetes Parlament.

Erst wenn es diese politische Einheit in Europa gibt, kann auch eine gemeinsame Währung und eine gemeinsame Wirtschaft auf Dauer funktionieren. In Deutschland gibt es das Beispiel mit dem Beitritt der fünf östlichen Bundesländer. Was wäre wohl geschehen, wäre die DDR existent geblieben und hätte sich einfach die D-Mark als Währung gekrallt, andererseits aber ihre Wirtschaft und ihre Gesetzgebung behalten? Sie wäre genau so vor die Wand geknallt wie Griechenland heute. Denn die haben genau diesen Weg beschritten: Sie krallten sich eine neue Währung, agierten politisch aber weiter so wie bisher.

Es gibt in Deutschland große Unterschiede in der Wirtschaftsleistung, etwa zwischen MeckPomm und BaWü. Aber das Gesamtkonzept funktioniert, weil beide Gebiete unter einem einheitlichen politischen Dach stehen. Genau das ist der Unterschied zu Euro-Land. Hier wurstelt jedes Land für sich herum.


Josef Weeke hat Folgendes geschrieben:
crash ? ....finde ich gut. thumb up
[...]
Dürften sich einige Menschen wieder schlagartig auf das Wesentliche konzentrieren dürfen,.....nämlich was es heißt,...zu leben.


Ich denke, im Falle eines Crashs wird dann mehr an das wirtschaftliche Überleben denn an die Bedeutung von Leben gedacht.

Früher nannte man so etwas in meinem Freundeskreis ziemlich zynisch "idyllische Armut". Armut ist aber niemals idyllisch.

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BeitragVerfasst am: 20.10.2011, 15:51
@Siegfried
Nach den Lösungsansätzen Wolfgangs wären deine Ideen dazu sicher auch ganz interessant.

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BeitragVerfasst am: 20.10.2011, 15:54
Büchernarr hat Folgendes geschrieben:
@Siegfried
Nach den Lösungsansätzen Wolfgangs wären deine Ideen dazu sicher auch ganz interessant.


Geschehen ... s. o.

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BeitragVerfasst am: 20.10.2011, 21:42
Siegfried hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, im Falle eines Crashs wird dann mehr an das wirtschaftliche Überleben denn an die Bedeutung von Leben gedacht.

Früher nannte man so etwas in meinem Freundeskreis ziemlich zynisch "idyllische Armut". Armut ist aber niemals idyllisch.

In diesem Punkt stimme ich Siegfried uneingeschränkt zu.

Was die europäische Einigung betrifft, viele Bürger fürchten eine "EUdSSR" mit einer völlig von den Interessen der Menschen abgehobenen Regierung und Verwaltung. Denen kann ich nicht überzeugend widersprechen, aber bis dahin werden wir sicher noch ganz andere Probleme haben.

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