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Tu felix Austria – die andere Seite der Alpenrepublik

BeitragVerfasst am: 05.06.2009, 11:35
Titel: Tu felix Austria – die andere Seite der Alpenrepublik
Autor: Robert Brettschneider

Verlag: BoD
ISBN: 978-3-8391-0489-7
Seiten: 208
Preis: EUR 12,90

Der Autor über das Buch:

Der Autor möchte in diesem Buch zeigen, dass Österreich abseits der Klischees von Walzerseeligkeit, Gemütlichkeit und den Wiener Sängerknaben auch eine andere Seite hat.
Es wird untersucht, ob die Ursache für die Mittelmässigkeit und die oft doch eher durchschnittlichen Resultate Österreichs auf wirtschaftlichen und anderen Gebieten wirklich nur darin zu erblicken sind, dass es sich um ein „kleines Land“ handelt – oder ob diese Mittelmässigkeit vielleicht sogar erwünscht ist, da sie besser zu dem „subventions-orientierten Sozial-System“ des Landes passt. All dies wird auch im Kontext der historischen Entwicklung – von Fürst Metternichs Zeiten bis heute – beleuchtet.
Daneben kommt natürlich auch der Humor nicht zu kurz, wenn beispielsweise geschildert wird, wie es auf einem Wiener Amt so zugeht und wie ein Wiener Ober mit seinem „Schmäh“ eine EU-Verfassung auf die Beine bringt.
Auch praktische Tipps fehlen nicht, etwa, welche Voraus­setzungen zur Erlangung des Ingenieurtitels nötig sind und was man bei Dienstzeugnissen in Österreich beachten sollte.
All dies wird mit authentischen Schilderungen illustriert, der Autor verfügt als ehemaliger Betriebsprüfer beim Finanzamt über fundiertes Insider-Wissen.
Ein Buch für alle, die sich für Österreich und seine Menschen näher interessieren!

Klappentext:

„Tu felix Austria“ – ein Buch, welches sich kritisch und auf humorvolle Weise mit den Zuständen in Österreich auseinan­dersetzt.
Der Autor lässt den Leser hinter die Kulissen der Alpenrepublik blicken, wir erfahren, welche Macht Behörden in Österreich haben und wie das System der „Gleichmacherei“ funktioniert.
Wir lernen auch die Mentalität der Österreicher kennen
und erfahren viele interessante Details, etwa, dass Wolfgang Amadeus Mozart gar kein Österreicher war und der Maler Oskar Kokoschka nur durch einen „Trick“ des damaligen Bundes­kanzlers Kreisky einer werden konnte.
Natürlich sind auch die aufsehenerregenden Skandale des Landes ein Thema.
Ein Buch, das unter die Haut geht!

Leseprobe1:

Tatsache ist jedenfalls, dass es die Österreicher bis heute nicht verkraftet haben, ein Imperium besessen und wieder verloren zu haben und nun keine Großmacht mehr zu sein.
Man wird ja auch – besonders in Wien – auf Schritt und Tritt an die ehemals glanzvolle Zeit erinnert.
Die Prachtbauten und Paläste der Wiener Ringstraße spiegeln die versunkene Macht vergangener Tage wieder, gleiches gilt für das Schloss Schönbrunn und andere Prestigebauten, die mit der jetzigen Dimension des »Zwergstaates Österreich« so gar nicht zusammenpassen wollen.
Andererseits kann man von diesem historischen Erbe ganz gut leben, die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr sichern ein aus­kömmliches und bequemes Dasein.
Diese »Denkmalpflege« hat allerdings auch zur Folge, dass es in Österreich wenig Modernes gibt.
In der Architektur merkt man dies sehr deutlich.
Man hat jeden erdenklichen Ehrgeiz daran gesetzt, alles wie zu Maria-Theresias Zeiten zu restaurieren und zwar so originalge­treu wie möglich.
Wien wurde somit zu einem gigantischen Museum.
Dies bringt natürlich auch den Vorteil, dass man sich solcherart gewissermaßen in einem »denkmalgeschützten Bereich« bewegt, in Erinnerungen schwelgen kann und sich somit nicht den An­forderungen der Realität stellen muss.
Allerdings bewirkt die moderne Mediengesellschaft zwangsläufig eine Auseinandersetzung mit dem aktuellen Geschehen.

Wie reagiert der Österreicher nun darauf?
Er flüchtet.
Er flüchtet in eine Welt, die er sich selbst zurecht gezimmert hat.
Dies äußert sich unter anderem dadurch, dass Österreicher mit einer Art beleidigter Arroganz zu reagieren pflegen, wenn sie auf ihre – doch eher bescheidene – Rolle innerhalb Europas ange­sprochen werden.
Ganz besonders leiden jedoch die Beamten darunter, dass Ihre Macht so krass beschnitten wurde.
Ja, unter Metternich, da waren sie noch jemand.
Metternich, wer war denn das eigentlich?
Wir schlagen im Lexikon nach:
»Klemens Wenzel Nepomuk Lothar Graf von Metternich-Winneburg (1773-1859) war ein Staatsmann im Kaisertum Österreich.«
Und was bitte, ist so Besonderes an diesem Metternich, einmal abgesehen von der Tatsache, dass er Vorsitzender des Wiener Kongresses und österreichischer Staatskanzler – eine Art »Bun­deskanzler mit Sonderbefugnissen« – war?
Und was hat dies alles mit der österreichischen Beamtenseele und den heutigen Zuständen in diesem Land zu tun?

Nun, besagter Metternich war erwiesenermaßen kein Freund von Demokratie und freier Meinungsäußerung.
Nicht nur, dass unter ihm diktaturähnliche Zustände herrschten (strenge Zensur, Versammlungsverbot etc...), hatte er auch eine Art »Zwei-Klassensystem« errichtet, dessen Auswirkungen wir in verfeinerter, subtiler Weise bis in die heutige Zeit zu spüren bekommen.
Die eine Klasse, das war die so genannte »Obrigkeit« und damit sind im Prinzip die Behörden gemeint.
Deren Macht war praktisch unbeschränkt, dem »Geheiß« eines Beamten war unbedingt Folge zu leisten.
Die andere Klasse, das waren die Untertanen, also die Bürger, welche seitens der Obrigkeit auch gerne als »Subjekte« (englisch: subjects = Diener, Untertanen) oder noch schlimmer, als »Bitt­steller« bezeichnet wurden.
Diese Zweiteilung hat sich in etwas abgeschwächter Form bis heute erhalten und als direkter »Rechtsnachfolger« der ehemals kaiserlichen Residenzstadt Wien ist der ostösterreichische Bereich diesbezüglich besonders »kontaminiert.«
Meinem Vater wurde beispielsweise anlässlich seines Wider­spruchs gegen einen Zahlungsbefehl folgendes mitgeteilt:
»Passen Sie auf, wenn Ihnen eine Österreichische Behörde einen Strafbetrag vorschreibt, dann haben Sie diesen zu bezahlen, egal ob Sie meinen, das Delikt begangen zu haben oder nicht. Mit solchen Schpompanadln* wie Widerspruch und so weiter fangen wir gar nicht erst an.«
*Aus dem Wienerischen: »Schpompanadln« = Extratour, Sonderbehand­lung, widerborstiges Verhalten.
Auch wenn sich der geschilderte Vorfall in den 1960-er Jahren zugetragen hat und sich seither – so hoffe ich – einiges geändert hat, ein beklemmendes Gefühl beschleicht einen doch.
Ein Beamter hat als Vertreter der »Obrigkeit« einfach immer Recht und er weiß diese Macht auch durchzusetzen.
Wobei dieser Begriff sogar noch erweitert wurde, denn heute werden nicht nur Beamte, sondern auch Ärzte, Anwälte und sogar Funktionäre als »Obrigkeit« wahrgenommen, was deren faktische Unantastbarkeit bedeutet.
»Aber wieso?«, werden Sie jetzt fragen, es gibt doch sicher auch in Österreich Gesetze, an die sich jeder halten muss und im Notfall kann man doch einfach zu Gericht gehen und klagen oder etwa nicht?
Ja sicher, theoretisch ist das schon richtig, theoretisch ist da was dran.
Wie gesagt: theoretisch.
In der Praxis hat ein Amtsorgan zahlreiche Möglichkeiten dem Bürger, also dem »Bittsteller«, seine Überlegenheit zu demon­strieren.
Ein beliebtes Mittel (geht übrigens ebenfalls auf Metternich zurück) ist in so einer Situation das Heben der Stimme seitens des Beamten.
Dies funktioniert wie folgt:
Beim Eintreten des Bittstellers füllt der Beamte sein »Amtsorgan« bis zum Maximalvolumen mit Luft und brüllt los, was das Zeug hält.
Was er (der Bittsteller) hier zu suchen hätte und wie er (der Beamte) dazu käme, »wegen so einem Sch...« seine kostbare Zeit zu verschwenden, wo er doch so viel Wichtigeres zu tun hätte und so weiter.
Hierbei kommt ein simpler psychologischer Trick zur Anwen­dung, demzufolge jemand der wütend ist oder die Wut über­zeugend spielen kann, einem Gegner von vornherein überlegen ist.
Und rechtlich kann man dem Beamten nichts anhaben, denn Schreien ist nach österreichischem Recht nicht verboten.
Diese Demonstration der Macht wird durch die Inneneinrichtung der Amtsstube noch verstärkt.
Der Beamte sitzt auf einem besamteten Stuhl vor einem prunk­vollen Schreibtisch aus Mahagoni, hinter ihm das Bild des öster­reichischen Bundespräsidenten.
Dem Bittsteller wird ein alter, klappriger Stuhl zugewiesen, auf dem er sich noch kleiner vorkommt, als er ohnehin schon ist.
Sollte nun dieses offen zur Schau getragene Machtgefälle wider Erwarten noch immer nichts nützen und es der Bittsteller am Ende gar wagen sich bei der Amtsleitung zu beschweren, so wird man seine Beschwerde höflich lächelnd entgegennehmen, nützen wird es absolut nichts.
Und das Ersuchen des Bürgers, weswegen er am Amt erschienen ist, wird mit Sicherheit abgelehnt.

Leseprobe2:

...und was die österreichische Diplomatie und die berühmten »Österreichischen Lösungen« betrifft:
Diese Mischung aus Bauernschläue und Charme-Diplomatie wäre – richtig eingesetzt und qualitätsgesichert – durchaus die Lösung für manch verfahrene Situation und damit auch inter­national sicher gefragt.
Um dies etwas zu illustrieren, möchte ich nun eine – fiktive – Begebenheit erzählen, die zeigen soll, welche Lebenskünstler die Österreicher in Wahrheit sind.
Da bei einer Übersetzung ins Hochdeutsche die »Würze« ver­loren gehen würde, habe ich den Text im wienerischen Original belassen und mir erlaubt, danach einen Auszug der wichtigsten Vokabel und deren Übersetzung anzubieten, was das Verständnis erleichtern sollte.
Aber genug geredet, wir schalten nun live in das bekannte Wiener Künstler-Café* »Hawara« welches unter anderem dadurch Be­rühmtheit erlangte, dass dort vor einigen Jahren ein »Nackerter« sein Wesen getrieben haben soll.
Ob es sich dabei um eine tatsächliche Begebenheit gehandelt hat oder eher um einen Publicity-Gag, konnte allerdings nie eruiert werden.

*Ein Kaffeehaus als »Café« zu bezeichnen bedeutet in Österreich keine Abwertung, eher im Gegenteil. Vor allem, wenn eine nähere Bezeichnung angeführt ist: Künstler-Café, Literaten-Café...

In dem geschmackvoll eingerichteten Kaffeehaus herrscht reges Treiben.
Zwei jüngere Damen trinken Kaffee und unterhalten sich, ein älterer Herr – Künstlertyp mit wallendem Haar – liest versunken in der Zeitung und in der Ecke versucht ein trübsinniger Student durch Verschlucken eines Kaffeelöffels Selbstmord zu begehen.
Alles also ganz normal.
Plötzlich öffnet sich die Tür und ein adrett und vornehm geklei­deter südländischer Typ, dem man seine Weltgewandtheit sofort ansieht, betritt das Lokal.
Der Mann ist prominent, wie wir gleich erfahren werden.
Es handelt sich nämlich um Senor Barolo, den bekannten und mächtigen EU-Kommissar aus Brüssel.
Er ist nicht etwa hier, um sich zu betrinken. So etwas tut ein EU-Kommissar nicht.
Auch nicht, um zu plaudern.
Er ist hier, weil er sich Antworten auf seine Fragen erhofft.
Ein Wiener Bekannter, dem er sein Leid geklagt hat, gab ihm den Tipp: »Gehn´s doch zum Herrn Franz, das ist der Ober im Hawara, der weiß immer Rat!«
Da Senor Barolo von den Wiener Obern schon wahre Wunder­dinge vernommen hatte und ihm überdies der Wiener Kaffee ganz vorzüglich schmeckte, beschloss er, diesen Herrn Franz auf­zusuchen.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass diese – leider aussterbende – Spezies der Ober wirklich eine alte Tradition repräsentiert und gewissermassen als Wiener Institution angesehen werden kann.
Man erkennt einen Wiener Ober – der ja streng genommen nichts anderes ist, als ein gewöhnlicher Kellner – in der Regel daran, dass man stets das Gefühl hat, ihn zu stören, wenn man als Gast etwas von ihm möchte.
Anders ausgedrückt:
Der Gast ist für den Ober da, nicht der Ober für den Gast.
Dies ergibt sich auch daraus, dass man diesen entweder mit »Herr Ober« oder mit seinem Vornamen und voran gestelltem »Herr« anzureden hat.
Aber zurück zu unserer Geschichte.
Der Herr Franz geleitet Senor Barolo an einen freien Tisch und erkundigt sich sogleich nach seinen Wünschen:
»Was darf´s sein, gnä´ Herr?«
»Eine Melange, bitte«, antwortet Senor Barolo, der mit der Wiener Kaffeekultur schon gut vertraut ist.
Der Ober bringt das gewünschte.
Erfahren und wie die meisten Ober mit einer hellseherischen Gabe ausgestattet, sind dem Herrn Franz die Sorgenfalten auf Senor Barolos Stirn natürlich nicht entgangen.
Auch weiß er natürlich, dass viele Gäste vor allem deshalb kom­men, um sich aussprechen zu können.
»Hamma Sorgen, Euer Gnaden?«, fragt der Ober höflich.
Senor Barolo, der gut Deutsch spricht, bedeutet dem Ober mit einer Handbewegung, Platz zu nehmen.
»Wissen Sie, die EU-Verfassung macht mir Kopfzerbrechen. Seit Jahren basteln wir daran schon herum, halten ein Referendum nach dem anderen ab und stets legt sich irgendein Mitgliedsland quer, einmal die Franzosen, dann die Polen und die Spanier.
Oft ohne wirklich nachvollziehbare Begründungen.«
Der Ober überkreuzt lässig die Beine, klopft mit einer routinier­ten Handbewegung eine Zigarette aus der Packung und steckt sie sich an.
»Mit solche Tanz´ kammaten de bei mir net durch. Denen tät´ i die Wadeln scho fire richten. Und überhaupt, Referendum und so an Kas, des brauchen´s alles gar net.«
Senor Barolo versteht die Welt nicht mehr.
»Aber die EU-Gesetze verpflichten mich dazu, bei derart ein­schneidenden Veränderungen wie es eine Verfassung nun einmal darstellt, muss ich vorher ein Referendum abhalten.«
Nun ist es an dem Ober, gleich einmal eine Wiener Lebens­weisheit von sich zu geben:
»Sterben müss´ ma – des is alles «, meint er gelassen, dann ent­spannt sich seine Miene.
»Schaun´s, alles was Sie brauchn, is der richtige Schmäh, dann rennt des wia g´schmiert. Die richtige Strategie, comprendre?«
Der EU-Kommissar ist etwas konsterniert über den Verlauf, den das Gespräch nimmt.
»Wie würden denn Sie nun die Sache anpacken, mein Herr?«
»Oiso passens amal auf«, der Herr Franz nimmt einen tiefen Zug von seiner Zigarette, »de G´schicht is eigentlich ganz einfach....

Tja, welchen Ratschlag hat der Ober nun für den EU-Kommissar? Die Antwort erfahrt ihr im Buch...


Zuletzt bearbeitet von Nitram am 11.06.2009, 12:42, insgesamt 7-mal bearbeitet
 
  Nitram 
 
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BeitragVerfasst am: 05.06.2009, 16:30
Gratuliere, das passende Buch für den Österreich-Einwanderer. thumb up

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Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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BeitragVerfasst am: 05.06.2009, 23:06
MarleneGeselle hat Folgendes geschrieben:
Gratuliere, das passende Buch für den Österreich-Einwanderer. thumb up

Genau.
Wobei ich jedem, der sich mit dem Gedanken trägt, nach Österreich einzuwandern, den Rat geben würde, sich das gut zu überlegen.
Denn Österreich als Tourist kennenzulernen und in Österreich zu leben, sind zwei verschiedene Dinge.
Es hat eben alles zwei Seiten.
Zum Beispiel die berühmte österrreichische "Gemütlichkeit".
Die ist ja beim Heurigen* durchaus willkommen: Man kommt schnell ins Gespräch, trinkt ein Glaserl oder zwei, lacht, hat Spass, kein Stress....
Super!
Allerdings:
Wenn jemand in Österreich das Pech haben sollte, einer Straftat beschuldigt zu werden (und das geht schneller als man glaubt), so lernt derjenige schnell die "andere Seite Österreichs" kennen.
Der Richter, dem er vorgeführt wird, ist dann nämlich genauso "gemütlich".
Was bedeutet:
Die Wahrheit (das tatsächliche Geschehen) ist für ihn sekundär, er möchte eine einigermassen plausible "Geschichte" hören, die Verhandlung möglichst schnell beenden um wieder die Justizkantine aufsuchen zu können.
Das ist dann weniger "gemütlich".
Zumindest nicht für denjenigen, der dann wegen eines Fehlurteiles unter Umständen jahrelang hinter Gitter muss.
Es hat eben alles zwei Seiten....
Gruß
Nitram
*Heuriger: eine Art Buschenschank, in der hauptsächlich frisch gelesener Wein ausgeschenkt wird. Daher der Name "Heuriger" = "heuriger Jahrgang". Daneben gibt es kaltes Buffet mit Aufstrichen etc...

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Tu felix Austria - die andere Seite der Alpenrepublik - zweite Auflage
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BeitragVerfasst am: 07.06.2009, 20:32
Hallo Nitram,

ich durfte ja eine weitere Leseprobe lesen und bin begeistert.

Österreich mal aus dem Blick eines Insiders/ Bewohners und nicht der Blick aus der Sicht eines Touristen.

Gut gelungen!
Ich denke wenn Dein Buch mal richtig in "Fahrt" kommt und es sich herum spricht, werden die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen.

Mach es bekannt und es geht ab wie eine Rakete.

Das Buch steht bei mir ganz oben auf der Kaufliste, ich brauche nur eine kleine Lücke in meinem Zeitkalender.

Lieben Gruß vom Richard

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Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
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BeitragVerfasst am: 07.06.2009, 21:17
Hallo Nitram,

nett erzählt, nur stören mich einige Kleinigkeiten.
Erstens verstehe ich denn Titel nicht.
Zweitens hast du bei Wörtern wir darf´s ein Leerzeichen zu viel, es müsste darf's heißen.
Dann heißt es Señor und nicht Senor.
Ich hoffe, im Buch sind diese Fehler nicht drin.

Grüßle,
Judith

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BeitragVerfasst am: 07.06.2009, 22:12
Wiki weiß alles ..

Mit dem Ausspruch Felix Austria wird den Österreichern eine besonders glückliche Veranlagung oder Lebensart nachgesagt. Das zugrunde liegende Zitat bezieht sich jedoch gar nicht auf den ostbairischen Volksstamm, sondern auf die Heiratspolitik der Habsburger.

Jetzt wissen wir mehr cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 08.06.2009, 08:39
Richymuc hat Folgendes geschrieben:

Mit dem Ausspruch Felix Austria wird den Österreichern eine besonders glückliche Veranlagung oder Lebensart nachgesagt. Das zugrunde liegende Zitat bezieht sich jedoch gar nicht auf den ostbairischen Volksstamm, sondern auf die Heiratspolitik der Habsburger.

Genauso ist es.
Das komplette Zitat lautet:
„Bella gerant alii, tu felix Austria nube. Nam quae Mars aliis, dat tibi diva Venus.“ („Kriege mögen andere führen, du glückliches Österreich heirate. Denn was Mars den anderen, gibt dir die göttliche Venus.“)

Dies war das Motto des Kaisers Maximilian I., und soll zum Ausdruck bringen, das Österreich seine damaligen Gebiete in der Monarchie weniger durch Kriegführung als durch eine geglückte Heiratspolitik erlangt hat.

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BeitragVerfasst am: 08.06.2009, 08:57
Judith hat Folgendes geschrieben:
Hallo Nitram,

nett erzählt, nur stören mich einige Kleinigkeiten.
Erstens verstehe ich denn Titel nicht.
Zweitens hast du bei Wörtern wir darf´s ein Leerzeichen zu viel, es müsste darf's heißen.
Dann heißt es Señor und nicht Senor.


Hallo Judith, schön, das dir die Leseprobe gefällt.
Das mit dem Titel ist ja jetzt geklärt (siehe posting vom Richard).

Ops, da hab ich doch tatsächlich den Señor etwas "germanisiert", sorry.
Da ausser in dieser Geschichte sonst nirgends ein "Señor" vorkommt, ist es hoffentlich nicht zu schlimm.
Auch mit dem Leerzeichen hast du natürlich recht, das ist reingerutscht.

Eine Leseprobe für dieses Buch auszuwählen war für mich nicht leicht, da es verschiedene Aspekte in dem Buch gibt.
Einerseits wird die Situation in Österreich satirisch dargestellt, andererseits aber auch konkrete Sachinfos angeboten.
Zum Beispiel im Kapitel "Titelsehnsucht", wo die Sucht der Österreicher nach möglichst klingenden Titeln auf die Schippe genommen wird, aber auch erklärt wird, welche Voraussetzungen für den Ingenieurtitel notwendig sind.
Je nachdem, was man dann als Leseprobe anbietet, entsteht ein Eindruck entweder mehr zur Sachebene oder mehr zur Satire hin.
Ich hab halt einmal diese - fiktive - Geschichte ausgewählt, gehört etwa zum Bereich "Österreichische Lösungen".
Gruß
Nitram

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BeitragVerfasst am: 08.06.2009, 13:18
Richymuc hat Folgendes geschrieben:

.... Das zugrunde liegende Zitat bezieht sich jedoch gar nicht auf den ostbairischen Volksstamm...


Jetzt hab ich´s kapiert!
Typischer Fall von langer Leitung. cheezy grin
Aber es ist was dran.
Die Österreicher haben mit den Bayern viel gemeinsam, witzig auch, dass ein Wiener und ein Münchner sich auch dann perfekt verständigen können, wenn Sie in ihrer Mundart reden, ein Wiener versteht einen Salzburger allerdings kaum.

Es grüßt Nitram,
Angehöriger des ostbairischen Volksstammes.... cheezy grin cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 08.06.2009, 13:21
Ja, ja wir Bayern haben noch einige Kolonien.

Den Sachsen haben wir z.B. das Angeln beigebracht, darum gibt es auch die Angelsachsen.

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BeitragVerfasst am: 08.06.2009, 15:01
Richymuc hat Folgendes geschrieben:
Ja, ja wir Bayern haben noch einige Kolonien.

Den Sachsen haben wir z.B. das Angeln beigebracht, darum gibt es auch die Angelsachsen.


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BeitragVerfasst am: 09.06.2009, 09:35
hi nitram,

du kannst wahrscheinlich im buch den reinsten schmäh schreiben, was du natürlich nicht tust, aber den wiener akzent bzw. den österreichischen hast echt gut getroffen. ich les sowas total gern, höre sowas total gern. deshalb ist einer meiner lieblingssänger auch falco.

viele sagen, wienerisch ist eine ganz besch... sprache, aber ich könnte mich da nicht satthören.

lies mir doch mal das telefonbuch vor book cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 09.06.2009, 14:06
Ruth hat Folgendes geschrieben:

du kannst wahrscheinlich im buch den reinsten schmäh schreiben, was du natürlich nicht tust, aber den wiener akzent bzw. den österreichischen hast echt gut getroffen. ich les sowas total gern, höre sowas total gern. deshalb ist einer meiner lieblingssänger auch falco.

Jo, wienerisch lernt ma automatisch a bissl, waun ma mei Biachl liast. cheezy grin
Es braucht oba kana a Angst hobn, das a wos net vasteht, wäu es is imma a Übasetzung ins Hochdeitsche dabei, bei de weanarischen Text...

Den Falco hör i a gern, obwoi der gar net wirklich weanarisch singt...
Waunst guate Text auf weanarisch hern wüst, (mit an gewissn Tiafgang, oiso ana "message", wie ma so sogt) kaun i da de frühen Songs vom Wolfgang Ambros empföhln. Zum Beispül: "a Mensch mecht i bleibn" wos um die ideellen Werte geht, de wos in unsara materiellen Wöd allawei z´kurz kumman, oder "da Hofa", wo die Aussenseiter-Problematik behaundelt wird.
De letztn Liadln vom Ambros san alladings a scho recht kommerziell.
Oiso, tat mi hoit gfrein, waun wer mei Biachl liest und ma schreibt, wias eam gfoin hot.
Griass eich,
Nitram

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BeitragVerfasst am: 09.06.2009, 16:03
Hallo Nitram,
ich gehe davon aus, dass du aus Barroso absichtlich einen Barolo gemacht hast??? Und falls du damit dann letztendlich Barroso meinen solltest, müsste es SENHOR heißen, denn Barroso ist Portugiese.

Abgesehen davon finde ich das Thema sehr interessant, die Idee gut und bin auf das fertige Buch gespannt.

Haifischfrau

(die sich immer wieder wundert, mit welch nett klingenden Begriffen die
Österreicher fürchterliche Gerichte im Restaurant bezeichnen)
 
  Haifischfrau 
 
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BeitragVerfasst am: 10.06.2009, 10:06
Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
Hallo Nitram,
ich gehe davon aus, dass du aus Barroso absichtlich einen Barolo gemacht hast??? Und falls du damit dann letztendlich Barroso meinen solltest, müsste es SENHOR heißen, denn Barroso ist Portugiese.

Nun, es ist ja ein Phantasiename, also kann man nicht sagen, welcher Nationalität unser fiktiver EU-Kommissar angehört.
Die Assoziation Barroso - Barolo ergab sich eher zufällig, mehr als "Wortspiel" gedacht (der Barolo ist ja eine Weinsorte), ich brauchte einen Namen und da kam mir diese Idee (weil der "echte" Barroso irgendwie der Inbegriff eines EU-Kommissars ist)
Aber es handelt sich - wie gesagt - im Buch um eine fiktive Figur bzw. Geschichte

Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:

Abgesehen davon finde ich das Thema sehr interessant, die Idee gut und bin auf das fertige Buch gespannt.

Vielen Dank für das Lob!
Die Idee über die Hintergründe und meine persönlichen Erfahrungen mit Österreich ein Buch zu schreiben, kam mir vor ca. 2,5 Jahren anlässlich einer Fernseh-Reportage, wo über Touristen berichtet wurde, die mit einem Tragflügelboot auf der Donau in Wien anlegten.
Da es dann weiter nach Bratislava bzw. Budapest ging, hatten sie in Wien nur 2 Stunden Aufenthalt - zu kurz für ausführliche kulturelle Besichtigungen.
Nach Beendigung ihres "Landganges" wurden sie interviewt:
"Wahnsinn, man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt... dieses "Küss-die-Hand-Getue" kann doch unmöglich ernst gemeint sein..... da müsste man mal hinter die Kulissen gucken, da stimmt doch irgendwas nicht...."

Tja, und dieses "hinter die Kulissen gucken" habe eben jetzt ich in Form dieses Buches gemacht....
Gruß
Nitram

PS: Das Buch ist bereits im Handel!
Schau mal hier bei Amazon:
http://www.amazon.de/Tu-felix-Austria-andere-Alpenrepublik/dp/3839104890/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1244620800&sr=8-1
oder hier:
www.tu-felix-austria.tk

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