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Über Verlag oder BoD?

BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 14:51
Hi Leute,


schreibe grade mein zweites Sach/Fachbuch, dafür habe ich auch schon den Vertrag eines Verlages auf dem Tisch. 10% Autorenhonorar. Ich verkaufe im Monat etwa 150-250 Bücher des ersten Bandes, Stückpreis 20 Euro.

Ich frage mich nun, ob es für mich nicht besser ist, das Buch über BoD zu produzieren, anstatt über den Verlag. Hintergrund ist, dass ich viel Werbung in Internet mache und auch eine ganz gut besuchte Homepage zu dem Buch bzw jetzt der Buchreihe habe (ca. 1000 Besuche/Monat) und ich glaube, dass viele Interessenten über diese Seite auf das Buch aufmerksam werden.

Wenn ich es also selbst vertreibe, könnte ich es über meine eigene Seite verkaufen und natürlich weit mehr verdienen. Wenn ich zb 200 Exemplare selbst ordere über BoD und die für 20 Euro Ladenpreis über meine Homepage verkaufe, dann lohnt sich das ja schon ziemlich.

Was denkt Ihr? Lieber "sicher" gehen über einen Verlag oder die vor den Kopf stossen (habe ja den Vertrag schon) und lieber selber Produktion anleiern? Damit das Buch vernünftig aussieht, würde ich sicherlich bei BoD 400 - 800 Euro lassen müssen.

Für Eure Meinungen wäre ich sehr dankbar!
Lg,
DocSchmitti
 
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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 15:09
BoD kann ich nur empfehlen.

Aber ansonsten glaube ich dir kein Wort, von deinem Posting.

Viel Erfolg weiterhin

Jacqueline

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 15:13
Jacqueline Ehmke hat Folgendes geschrieben:
BoD kann ich nur empfehlen.

Aber ansonsten glaube ich dir kein Wort, von deinem Posting.

Viel Erfolg weiterhin

Jacqueline


Wieso glaubst Du das nicht? Das überrascht mich ... ist es normal, dass Leute hier Lügen verbreiten?
Zur genannten Webseite zum Buch geht es hier: www.na-einsatz.de

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 15:43
Hi Doc, setze doch mal den Link zu deiner Website ein - dann können sich hier alle ein Bild dessen machen, was du publizierst.

Vielleicht auch mal ein paar ausführlichere Infos über dich.

Haifischfrau

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 15:45
Na siehst du, manchmal muss man eben ein bissel provozieren, damit die richtigen Infos kommen, gell?

Nicht persönlich nehmen.
Herzlich willkommen hier im Forum!

Du wirst hier bestimmt kompetenten Rat bekommen.

Ich kann dir BOD wirklich nur empfehlen. Schau dir die Verträge an. Fair, und keine versteckten Kosten.

Jacqueline

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 15:54
Haifischfrau hat Folgendes geschrieben:
Hi Doc, setze doch mal den Link zu deiner Website ein - dann können sich hier alle ein Bild dessen machen, was du publizierst.

Vielleicht auch mal ein paar ausführlichere Infos über dich.

Haifischfrau


Hallo Haifischfrau,

hier nochmal der Link:
www.na-einsatz.de

Lg,
Daniel Schmitz

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 15:56
Jacqueline Ehmke hat Folgendes geschrieben:
Na siehst du, manchmal muss man eben ein bissel provozieren, damit die richtigen Infos kommen, gell?

Nicht persönlich nehmen.


Naja, unter provozieren verstehe ich was anderes, als jemanden der Lüge zu bezichtigen. Und das sage ich, ohne beleidigt zu sein, (was mir aber wohl wieder keiner glaubt....)
Lg,
Daniel

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 15:58
Wow, Respekt.

Also wenn das tatsächlich so ein Selbstläufer ist, die Reputation eines Verlages keine Rolle spielt, weil der Vertrieb über die Webseite erfolgt, dann hat man bei BOD wohl die bessere Marge.

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg
Christian

P.S. Das Prinzip eines "Spielebuchs" war mir bis heute nicht bekannt, klingt interessant, leider hab ich keine Ahnung von Medizin.

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 16:02
Hallo DocSchmitti,

Wenn ein klassischer Verlag dein Buch in einer Auflage von 5000 Stück druckt, sind die nach etwas mehr als zwei Jahren abverkauft. Das Autorenhonorar hast du in der Tasche.

BoD kommt etwas teurer im Druck, weil ja in kleinen Portionen gedruckt wird. Werbung mußt du dann komplett selbst machen. Wenn du das Buch im Eigenvertrieb hast, kommt noch der Aufwand für Versand und Verpackung dazu, was deinen Gewinn schmälert. Jeden Tag zwei bis drei Bücher versenden ist auf die Dauer auch anstrengend, gerade wenn du das nach Dienstschluß machst. Und du mußt den Geldeingang überwachen und alles verbuchen....

Da sind die verlockenden 12,23 Euro (268 Seiten, 19,95 Euro Verkaufspreis, Eigenbedarf 200 Stück zu 7,77 Euro) vielleicht doch schneller verbraucht als gedacht...

Und die höheren Anlaufkosten müssen auch gedeckt werden...

Zu selbstgeführten Onlineshops wurde hier im Forum schon viel geschrieben. Unter anderem muß das Versandmaterial recyclebar sein (mit Nachweis). Nutz mal die Suchfunktion. Du wirst überrascht sein, wieviele Fallstricke das Eigengeschäft hat.

Schön, wenn deine Website so einen traffic hat, aber ob sich da auch immer ein Verkauf generiert? Ich persönlich ziehe es vor, bei bekannten Onlineversendern zu ordern oder in der Buchhandlung, auch unter dem Gesichtspunkt der steuerlichen Absetzbarkeit von Fachbüchern, da hätte ich lieber eine Rechnung von einem bekannten Laden als von einem selbstgestrickten Onlineversand.


Viele Grüße

Torsten

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 16:13
Hallo Torsten,


vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich denke, ich bleibe beim Verlag... man muss sich tatsächlich einfach um nix kümmern und das ist ja auch was (geld)wert.
Gruss,
Daniel

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 16:52
Hallo Daniel,

ich denke auch, dass du beim Verlag bestens aufgehoben bist - gerade bei derartigen Fachbüchern finde ich einen Verlag hinter dem Werk schon sehr sinnvoll (und verkaufsfördernd). 10 % sind eine gute Autorenmarge.

Habe ich dich richtig verstanden, dass du 100 - 250 Exemplare monatlich verkaufst? Über welchen Zeitraum?

Ich habe selbst sowohl bei bod als auch über Verlage veröffentlicht; mein bod-Sachbuch habe ich zu ca. 40 % selbst verkauft, d.h. über Kleinauflage.
Ohne eine Vielzahl von Lesungen wäre der damit verbundene Aufwand sehr groß geworden, die in Versand und FiBu investierte Zeit muss ja auch als
unbezahlter Aufwand berechnet werden. Mein neues Fachbuch erscheint nun in einem entsprechenden Verlag und ich habe nichts mehr mit dem Verkauf am Hut. Nur bei Lesungen nehme ich einige Bücher zum Verkauf mit. (Rest dazu über PN)

Gruß
Haifischfrau

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BeitragVerfasst am: 16.09.2010, 21:39
Hallo Daniel,

ich habe auch beides gemacht und rate zum Verlag. Gratulation zu den guten Verkäufen!

Grüßle
Judith

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BeitragVerfasst am: 28.09.2010, 17:50
Solltest Du wirklich einen Verlag in der Hinterhand haben, dann würde ich diesen auch in Anspruch nehmen! Ausnahme hier wäre für mich, wenn ich die nötige Zeit für Verpackung, Versand und Rechnungswesen hätte, was ich mir bei einem praktizierenden Arzt nur schwer vorstellen kann Confused

Bod kann ich persönlich sehr empfehlen, da ich bisher auf eine faire und übersichtliche Abrechnung der Margen zurückblicken kann und sich meine Buchtitel durch einen fachlich ambitionierten und daher eingeschränkten Leserkreis quasi von selbst vermarkten. Für mein nächstes Buch, welches ein eher breiteres Publikum ansprechen soll, wäre ich einem Verlag aber auch nicht abgeneigt. Beide Veröffentlichungsformen haben, wie schon öfter im Forum besprochen, Vor- und Nachteile!

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg,

Gerrit

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