 | Überarbeiteter Prologbeginn... | Verfasst am: 10.03.2009, 13:08 |
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...bitte um Kritik!
Der Traum
Dienstag, 6. Aug. 2001
Schweißgebadet wurde Josch von einem schlimmen Traum aus dem Schlaf gerissen. Er lag mit starrem Blick im Dunkeln. Es war heiß - zu heiß. Es war einige Minuten nach Mitternacht. Behutsam trocknete er die Stirn mit einem Taschentuch und atmete tief. Seine Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit. Schlaftrunken blickte er sich im Zimmer um.
In drei Sekundenabständen schimmerte rotes Licht durch die Schlitze der halbgeschlossenen Rollläden ins innere des Raumes, in dem sich seine beiden Söhne ein Etagenbett teilten und tief schliefen. Neben ihm lag Monika, ihr Körper mit einer dünnen Seidendecke zugedeckt. Nur ihre Beine und die hälfte des Po`s waren abgedeckt. Der Anblick erregte ihn und er war im Begriff sie zu berühren, ließ es jedoch nach kurzem Zögern sein. Diese Zeit war längst vorüber. Längst hatten sie sich auseinander gelebt, längst liebten sie sich nicht mehr, alles war nur noch Schein.
Sie gab ihm die Schuld am Scheitern der Beziehung, doch Josch wusste, dass es anders war. Sie war es, die plötzlich ihr eigenes Leben, leben wollte und sie war es, die wenig später einen Anderen hatte. Er verspürte, wie sein Herz schneller und schneller zu schlagen begann, wie jedes mal, wenn er über dieses Thema nachdachte. Er verfiel in grenzenlose Wut, so als würde er jeden Moment explodieren.
Vor etwa einem Jahr nahm das Unheil seinen Lauf. Just von dem Zeitraum an, als Josch seinen Job verlor. Täglich stritten sie sich und die Provokationen Monikas wurden von Tag zu Tag heftiger. Sie ging manchmal soweit, dass ihm immer öfters die Hand ausrutschte.
Josch wusste, dass man Frauen nicht schlägt, aber sie hatte es verdient. Sie hatte ihn betrogen, sie zerstörte alles, an das er glaubte. Deshalb hatte sie es verdient. Und Monika hätte in seinen Gedanken noch viel härtere Strafen verdient, manchmal sogar den Tod. Und dennoch glaubte er damals immer noch an ihre gemeinsame Zukunft. Es war wie ein Schlag ins Gesicht, als sie ihm vor genau einem Monat mitteilte, dass sie die Scheidung einreichen werde.
Wieder kochte es in ihm und er verspürte, wie seine Hände zu zittern begannen, als sie sich auf seine Seite drehte. Ihr langes braunes Haar verdeckte einen Teil ihres Gesichtes. Sie war noch immer wunderschön. In drei Wochen würden sie vor dem Richter stehen und dieser würde alles beenden, was so hoffnungsvoll begonnen hatte. Der Urlaub war das letzte gemeinsame Erlebnis vor dem bitteren Ende. Und dies nur der Kinder wegen.
Josch konnte sich nicht erinnern, aber seit einiger Zeit quälten ihn schreckliche Albträume. Es war immer derselbe Traum, in dem ihn eine männliche Gestalt verfolgte. Die Gestalt war viel größer und mächtiger als er, doch er konnte dessen Gesicht nicht erkennen. Nacht für Nacht versuchte er dem Mann zu entfliehen, doch er hatte keine Chance. Der Unbekannte war schneller, und kurz bevor er ihn zu fassen versuchte, wachte Josch auf. Genau wie heute, in dieser Nacht. Wie in Trance starrte er zum Fenster und versuchte sich an das Gesicht zu erinnern. Vergebens, alles was er erkennen konnte waren dunkle Schatten.
Plötzlich vernahm Josch lautes Getöse aus einem der anderen Zimmer, welches sich nach einiger Zeit in ein leises, flehendes Wimmern einer Frau wandelte. Es war ihm, als habe er diese Stimme schon irgendwann in seinem Leben gehört. Sie war ihm vertraut. Josch setzte sich an die Bettkante, und versuchte wahrzunehmen, aus welchem der Zimmer sich die Geräusche ausbreiteten. Eine Tür wurde mit großer Wucht und in unmittelbarer Nähe zugeschlagen.
Auf Zehenspitzen schlich er zur Zimmertür, öffnete sie einen Spalt und beobachtete im Hotelflur einen hageren Mann, der langsam und vor sich hinmurmelnd in Richtung Treppenabgang torkelte. Sachte schloss er die Tür und begab sich auf leisen Sohlen zum Fenster. Josch hob den Rollladen so weit an, dass er freien Blick auf die Strandpromenade hatte. Der Hoteleingang befand sich zwei Stockwerke unter dem Zimmerfenster. Und da erblickte er den Fremden wieder. Dieser überquerte schwerfällig die Strasse in Richtung Strand, ehe er am Gehweg einen Augenblick verweilte und sich nochmals zum Hotel umdrehte. Es hatte den Anschein, als habe er irgendetwas vergessen. Suchend blickte er nach oben und plötzlich direkt in Josch`s Augen. Ein anderes Gefühl von Wut stieg in ihm hoch. Es war nicht jenes, das sich so oft gegen seine Frau richtete. Es war eine schreiende Wut nach Vergeltung.
Nach wenigen Augenblicken wand der Fremde den Blick ab und begab sich in die Bar, die sich etwa hundert Meter entfernt befand und deren rot blinkende Leuchtreklame sämtliche Räume und Zimmer im näheren Umkreis beleuchtete.
Josch betrachtete die Strasse, auf der reges Treiben herrschte und das dunkle Meer. Das monotone Rauschen der Wellen und das Rascheln der Pinien des gegenüberliegenden Parks, vermischte sich mit Kindergeheul und jener Stimme, die ihm so vertraut, jedoch nicht mehr flehend, sondern tröstend war. Wie in Trance lauschte er der Stimme und plötzlich befand er sich in mitten einer kleinen Küche und in einer völlig anderen Zeit. |
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roma |
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| Anmeldedatum | 17.12.2008 | | Beiträge | 40 | |
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 | | Verfasst am: 10.03.2009, 15:26 |
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Hallo roma!
Ohne große Umschweife fange ich mal an:
Schweißgebadet wurde Josch von einem schlimmen Traum aus dem Schlaf gerissen.
Ich finde das ein wenig sinnfrei, weil man meiner Meinung nach nicht von einem Traum aus dem Schlaf gerissen werden kann. Schöner und sinniger formuliert wäre "Schweißgebadet erwachte Josch aus einem schlimmen Traum."
Josch betrachtete die Strasse, auf der reges Treiben herrschte und das dunkle Meer.
Ich habe im Duden nachgesehen, Straße schreibt man immer noch mit ß.
Nur ihre Beine und die hälfte des Po`s waren abgedeckt.
und
Suchend blickte er nach oben und plötzlich direkt in Josch`s Augen.
Apostroph finde ich im Deutschen grenzwertig, weil es eigentlich in die englische Grammatik gehört. Würde es einfach weglassen.
Ansonsten nur hier und da ein paar Satzzeichenfehler, aber sonst habe ich nix gefunden.
Inhaltlich muss ich sagen, dass mir der kurze Teil gut gefällt. Vor allem der innere Konflikt von Josch, weil er Monika immer noch begehrt, sie aber am liebsten erdrosseln würde. Sicher ist seine Reaktion ungerechtfertigt (zu einem Beziehungs-Aus gehören ja immer zwei), aber seine Situation ist schön dargestellt.
Der "seltsame" Schluss weckt Interesse, warum Josch sich plötzlich an einem anderen Ort befindet. Finde ich zumindest...
Grüße
Maya |
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 | danke Maya... | Verfasst am: 11.03.2009, 14:01 |
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...für die Kritik. Freut mich, dass es dir einigermaßen gefällt. Etwas positive Kritik tut auch mal gut!!
leibe Grüße |
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roma |
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| Anmeldedatum | 17.12.2008 | | Beiträge | 40 | |
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