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Umgang mit Fehlern... Korrektur?

BeitragVerfasst am: 08.01.2012, 23:32
Wenn ihr im ersten fertigen Exemplar eigene Tipp-Fehler findet, wie geht ihr damit um? Kann man den Verlag bitten, ein neues Upload zu machen, um die Fehler korrigieren zu können oder einfach drin lassen? Wir hatten bei uns mehrere Korrekturdurchgänge und finden nun immer nochmal etwas. Wie viele verbleibende Fehler sind bei Büchern pro 100 Seiten "normal" oder sind viele Bücher wirklich 100% frei von Tippfehlern o.ä.?
j.
 
  jenne 
 
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BeitragVerfasst am: 08.01.2012, 23:49
Nobody is perfect! Da bleibt nichts anderes, als damit zu leben oder sofort eine neue Auflage zu starten.
In meinem ersten Büchlein habe ich auch noch Tippfehler drin - trotz sorgfältiger Korrektur. Die sind aber nicht so schlimm. Kommt vielleicht auch auf die Art des Buches an, ob das als schlimm empfunden wird oder nicht.

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BeitragVerfasst am: 08.01.2012, 23:59
100% kenn ich keins. Wirklich schlimm fände ich das Fehlen eines Wortes oder einen peinlichen Rechtschreibfehler. Weniger unangenehm fallen vielleicht falsche Zusammen/Getrenntschreibungen auf. Ob da nun hierbleiben oder hier bleiben steht, mag den meisten Lesern im Eifer des Gefechts vielleicht nicht auffallen. Ärgerlich, aber auch nicht so sehr leseflussbremsend sind kleine Kommafehler. In meinem Buch hab ich später noch ein Anführungszeichen unten gefunden, das aber nach oben gehört hätte. Fällt vielleicht auch keinem auf.

Besonders aufpassen sollte man bei den letzten Überarbeitungen. Es kann nämlich passieren, dass beim Umstellen eines Satzes plötzlich ein Wort fehlt, zuviel ist oder ähnliches.

Ich denke, es zählt nicht so die Anzahl, als viel mehr die Art des Fehlers.
Wenn auf jeder Seite ein Fehler wäre, der nicht so auffällt, würde ich sagen, naja, blöd, aber lass es. Aber zum Beispiel auf jeder dritten Seite ein richtiger Rechtschreibefehler, da würd ich wahrscheinlich ne Neuauflage starten.
Bisher sind mir keine Fehler von Lesern gemeldet worden. Und ich selbst schaue nicht mehr rein, aus Angst, noch welche zu entdecken.


Feige, ich weiß.

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 00:17
Gleich eine Neuauflage? Das wäre dann auch eine neue ISBN, oder?

Gerade gefunden: http://www.pahlke-online.de/buchsatz/rechtschreibhilfen.php , also alle 6000 Zeichen ein Fehler, ist die Grenze bei professionellen Korrektoren. Wir haben etwas über 268000 Zeichen... wären ca. 45 erlaubte Fehler Smile. Ich denke, soviele sind es wohl nicht, aber wer weiß. Ich habe noch nichts bemerkt, aber jetzt nach Upload auch kaum drin gelesen (bin wohl auch feige Wink). Mein Mit-Autor fand aber schon was. Mal schauen, welcher Art die Fehler sind.

Ja, dass Überarbeitungen im Satz neue Fehler reinbringen können, hatte ich auch schon mal.
j.
 
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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 00:31
Also die Quote kann ich mit Sicherheit auch halten. Erstaunlich, dass Profis so viele Fehler übersehen "dürfen". Kommt vielleicht auch wieder auf die Art des Fehlers an. 30 Rechtschreibfehler in meinem Buch fände ich richtig schlimm!!

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 01:01
Wie BoD das handhabt weiß ich nicht, aber von anderen Selbstpublizierern weiß ich, daß bei reiner Fehlerkorrektur keine neue Auflage notwendig ist. Einfach mal anfragen. Wenn die Fehlerkorrektur einfach so möglich ist, würde ich es machen, denn es fuchst einen ja doch, wenn man weiß, daß da Fehler im Buch sind...

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 01:04
@ Isautor

Also zuweilen schaue ich schon wieder mal in meine Bücher, und bislang habe ich da auch noch nichts Dramatisches entdeckt. Bei einer anderen Veröffentlichung schon, aber da konnte ich korrigieren ohne eine neue ISBN anlegen zu müssen. Da hatte ich dann auch eine Zeitlang drüber nachgedacht, ob ich wohl mit dem Fehler lebe, aber nach zwei Tagen ging's dann doch nicht mehr. Smile

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 13:31
Hallo Jenne,

jenne hat Folgendes geschrieben:
Gleich eine Neuauflage? Das wäre dann auch eine neue ISBN, oder?


Wenn es sich nur um Druckfehlerbereinigungen handelt, darfst du die alte ISBN weiterverwenden.

Auch wenn hier immer wieder behauptet wird, dass für die Frage alte oder neue ISBN BoD zu fragen sei, für die Antwort ist nicht BoD zuständig, sondern alleine die ISBN-Agentur für Deutschland, die wiederum die Vorgaben der Internationalen Organisation für Normung zu beachten hat.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 13:41
Liebe/r/s jenne,


wenn du die Option "Neuauflage" wählst, wirst du anschließend gefragt, ob du die alte ISBN weiterverwenden möchtest. Im Falle einer bloßen Korrektur, egal wie umfangreich, wäre das die korrekte Vorgehensweise.

LG


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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 13:47
Hallo Isautor,

Isautor hat Folgendes geschrieben:
Also die Quote kann ich mit Sicherheit auch halten. Erstaunlich, dass Profis so viele Fehler übersehen "dürfen".


Ich empfinde es, ehrlich gesagt, als eine sehr niedrige Quote. Wenn ich für Kunden Manuskripte korrigieren soll, stehe ich zwar nicht vor dem Problem, das zu lesen, was ich schreiben wollte, aber trotzdem muss ich immer aufpassen, mich nicht vom Inhalt gefangennehmen zu lassen.

Zitat:
Kommt vielleicht auch wieder auf die Art des Fehlers an. 30 Rechtschreibfehler in meinem Buch fände ich richtig schlimm!!


Natürlich kommt es immer auf die konkreten Fehler an. Häufig gibt es mehrere Möglichkeiten und man muss abhängig von der Aussage entscheiden. Natürlich kann man da auch mal falsch entscheiden.

Den Negativrekord hält bei mir ein Manuskript, in dem ich über 6000 Fehler gefunden habe. Und ich bin mir absolut sicher, dass ich noch sehr viele übersehen habe. In anderen Manuskripten gab es kaum einen kompletten Satz. Oft steht man dann vor der Frage, was der Autor eigentlich sagen wollte - und wie es geschrieben werden müsste, damit der Leser überhaupt eine Chance hat, es zu verstehen.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 14:31
Isautor hat Folgendes geschrieben:
30 Rechtschreibfehler in meinem Buch fände ich richtig schlimm!!


Ich frage mal ganz, ganz vorsichtig an: Wie viele On-Demand-Bücher hast du bisher gelesen?

Ein On-Demand-Buch mit eine Fehlerquote von einem Fehler auf zehn Seiten wäre ja schon sensationell gut. Ich habe da mal eines gehabt .. .120 Seiten, 180 Fehler (und da war ich mit dem Zählen der Fehler noch nicht am Ende Twisted Evil )

Nachtrag:

Ein Beleg aus Amazons "Blick ins Buch". In dem kleinen Schnipsel Text komme ich beim ersten Lesen schon auf 16 (!!!) Fehler.


Zuletzt bearbeitet von Siegfried am 09.01.2012, 14:57, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 14:45
@Siegfried: Ich habe einige on Demand Bücher gelesen. Eines war über korrektes Schreiben und von einer Lektorin verfasst. Da fiel mir kein Fehler auf. In ein paar Sachbüchern fielen mir unzählige Fehler ins Auge, die den Lesefluss massiv störten.
Dann gab es welche, wo gelegentlich Fehler auftauchten, aber im Großen und Ganzen alles in Ordnung war.
Zuletzt habe ich die von dir empfohlenen Bücher bestellt. Der Autor hat ja einmal on Demand und einmal beim Siebenverlag veröffentlicht.
Mein schönstes Fundstück dort war der Reisverschluss. Da es sich um Übungstexte anderer Autoren handelt, dachte ich, naja, dann halt. Aber auf dem Klappentext fehlen in einer Zeile sämtliche Leerzeichen.

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 15:55
Wir haben jetzt doch nur sehr wenige, kleine Sachen gefunden. Wir lassen es so. Ist aber interessant, wie es bei anderen so aussieht Smile.
j.
 
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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 16:06
Ach herjee! »Seid der Trennung...« sollte einem aber nicht passieren... Aber die falsche Anwendung von seid/seit scheint ein Grundsatzproblem von Mirador zu sein.

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BeitragVerfasst am: 09.01.2012, 16:28
Bei dem von Siegfried geposteten Beispiel fiel mir spontan folgende Webseite ein: http://www.seit-seid.de/ cheezy grin

Ich zählte übrigens auf Anhieb 9 Fehler. Also nur 56% von dem, was Siegfried fand. blink So'n bisschen erschreckend finde ich das schon. Zum Glück darf man ja dazulernen.

Bei meinem Werk habe ich bis fast zur letzten Durchsicht folgenden Fehler nicht bemerkt, und dass, obwohl ich schon zig Male das Manuskript korrigiert hatte. Statt "Fischerboote" schrieb ich "Schifferboote". Das wäre mir dann doch peinlich gewesen, wenn ich es nicht doch noch gefunden hätte. Selbst im Musterbuch steht noch "Schifferboote". cheezy grin

Ich werde die Endversion noch einmal durchlesen, sobald sie denn ankommt, und dabei einen Bleistift griffbereit halten. Darüber hinaus werde ich alle Fehler markieren, auf die ich von Lesern aufmerksam gemacht werde. Danach werde ich dann mit dem Engelsdorfer absprechen, wie wir diese beseitigen. Ich denke, das geht recht unkompliziert, indem ich einfach die letzte Word-Datei von denen bekomme, die Fehler korrigiere und zurück schicke. Diese Datei wird dann sicherlich für die folgenden Bestellungen zum Drucken genommen. Da ihr die Dateien ja eh selber hochladet bei BoD, sollte es ebenfalls keine grossen Schwierigkeiten machen. Einfach mal kurz von BoD bestätigen lassen und gut.

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