 | (Unge-)Reimtheiten | Verfasst am: 07.02.2011, 14:55 |
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Titel: (Unge-)Reimtheiten
Autor: Wille Diwisch
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-8391-4656-9
Seiten: 92
Preis: 9,90
Der Autor über das Buch:
Selbst beruflicher „Mundwerker“ war ich stets fasziniert von den Versen z.B. Busch, Roth, Tucholsky, Ringelnatz und natürlich Erhard, die es verstanden, Alltäglichkeiten so in Verse zu fassen, dass man sich ein Schmunzeln oder Lachen nicht verkneifen konnte.
So habe auch ich die Dinge hinter den Dingen gesucht, Wortspielereien genutzt oder unerwartete Folgerungen gezogen, um den Blickwinkel für alltäglichen Situationen oder Sachen zu ändern oder der Witzigkeit preiszugeben. Ein Buch für alle, die Spaß an munteren Reimen und Humor haben.
Klappentext:
Gedichtchen und Reimereien über Alltäglichkeiten, manche mit Augenzwinkern, manche mit Überraschungseffekt und manche einfach aus Spaß am Verseschmieden. Bestimmt werden sich die Gedichtchen noch weiter vermehren, wenn sie durch das strenge Lektorat meiner Frau gegangen sind. Einen herzlichen Dank dafür, Wille.
Inhalt:
- Tintenklecks und Musenkuss
- Freude und Harmonie
- Jahreszeitliches
- Kokolores
- Flüssiges und Überflüssiges
Leseprobe:
Dichterlos
Ich sitz´ vor einem Blatt Papier
und überleg´, was schreib´ ich hier:
Soll mahnend ich den Finger heben
mit Weisheiten aus meinem Leben?
Soll ich hier dichten über Sachen,
die bringen meistens mich zum Lachen?
Und wie ich sinne und hier sitz´,
ich erst einmal die Feder spitz´,
dreh´ auf danach das Tintenfass
und mache meine Feder nass.
So vorbereitet und gerüstet
es mich nach Poesie gelüstet:
Von Mägdelein und zarten Banden
und wie die zwei zusammenfanden,
von Blüten und von Rosenduft
und der Natur, die sanft uns ruft.
Da merke ich es – zwick und zwack –
wie packt mich da der Schabernack:
Vielleicht kann ich ja auch berichten
von Unsinns- oder Sachgeschichten,
die mit dem Ende vehement
verblüffen, weil es keiner kennt.
Da stört des Dichters tiefstes Sinnen
vom Küchenherd der Gattin Stimmen:
„Was ich gerade denn so treibe?“ –
Ich säße hier am Tisch und schreibe. –
„Wenn ich zu tun nichts Bess´res wüsste…
…dann schreib´ mir mal die Einkaufsliste!“
Freundschaften
Die erste Freundschaft, die man schließt,
im Sandkasten beim Bauen,
wird einem allzu schnell vermiest,
wird man vom Freund verhauen.
Auch in der Schulzeit sie nicht bleibt,
wenn Banknachbarn verpetzen,
dass man beim Klassentest abschreibt,
und fraglich wird´s Versetzen.
Die echte Jugendfreundschaft dann
denkt man, die ist von Dauer.
Geht´s um ein Mädchen irgendwann
wird jeder Kumpel sauer.
Die Freundschaft in der Arbeitswelt
wird nur solang gelebt
bis nach Karriere, Macht und Geld
auch der Kollege strebt.
In Kneipen oft bei Bier und Rauch
wird Freundschaft schnell geschlossen.
Genauso schnell vergeht sie auch
ist´s letzte Bier genossen.
Oft erst im Alter man erkennt,
rückblickend als Beweis,
wen man als echten Freund noch nennt,
wenn spärlich wird der Kreis. |
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Zuletzt bearbeitet von Wille Diwisch am 08.02.2011, 09:53, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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Wille Diwisch |
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 | | Verfasst am: 07.02.2011, 15:11 |
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Lieber Wille,
deine Leseprobe liest sich lustig! Du solltest aber vielleicht nochmal drüberschauen, es sind dir ein paar kleine Tippfehler reingeraten (ich habe an einigen - wenigen - Stellen besonders bei den Reimwörtern gestutzt), die den Lesegenuss stören.
Das aber nur als kleine Anregung und nicht bös gemeint - ich mag deine Gedichte (bin auch ein Freund von Ringelnatz, Erhard und Tucholsky).
LG, Anke |
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_________________ www.hoehl-kayser.de |
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Anke Höhl-Kayser |
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 | | Verfasst am: 08.02.2011, 10:00 |
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Danke für die Rückmeldung.
Ja, trotz Thesaurus schleichen sich noch Fehler ein. Und als Autor übersieht man diese leider allzu leicht. Ich hoffe, hier sind jetzt alle ausgemerzt und im Buch werden ich noch einmal sehr genau drüber schauen.
Wille |
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Wille Diwisch |
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 | | Verfasst am: 27.02.2011, 19:58 |
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Hej, welch Freude hier nen Dichter zu finden, der meinen Geschmack zielgenau trifft. Eine Wohltat für mein Empfinden wie du mit dem Versmaß umgehst.
Und dass du mit "Köpfchen" den Sinn hineingibst, klasse!
Gefällt mir richtig, richtig gut!!!
LG Kerstin
ups, grad gesehen, dass der User so lang schon nicht mehr hier war. Schade.... |
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Kerstin05 |
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 | | Verfasst am: 28.02.2011, 18:26 |
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Danke für die nette Rückmeldung, dass es gefällt.
Ja wenn ich lange nicht hier war, lag das wohl daran, derzeit neue Verse auszusinnen. Ihrgendwann soll das Buch ja auch ein Schwesterchen oder Brüderchen bekommen.
Grüße von Wille |
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Wille Diwisch |
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 | | Verfasst am: 28.02.2011, 18:47 |
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Deine Gedichte gefallem mir auch.
Sie sind sehr Ringelnatz geprägt. |
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Max |
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