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Buch ohne ISBN

BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 20:30
10,90 Euro mit vielen Bildern?
Da kann aber der Textanteil nicht besonders hoch sein!
Reizt dich das als Autor überhaupt oder anders gefragt: "Bist du dann nicht eher ein Fotograf?"

LG Heidi zwinker
 
  Heidi Christina Jaax 
Gast 
 
 
   
   

BeitragVerfasst am: 22.08.2010, 14:22
Hallo Jens,

Jens D. hat Folgendes geschrieben:
Wenn es aber keine ISBN Nummer und keinen Handel gibt, kann auch keiner einen Preis unterbieten weil er das Buch ja gar nicht anbieten kann.


Wenn du das nächste Mal verreist, dann gehe mal in Geschäfte mit Urlaubsandenken, in Heimatmuseen oder schau dir Kioskauslagen an.

Dort findest du garantiert auch Bücher, die sehr spezifisch auf die jeweilige Region eingehen - und häufig keine ISBN tragen. Diese Titel sind häufig so sehr auf eine kleine Region bezogen, dass sie außerhalb kaum interessieren, und werden zudem häufig von Heimatvereinen etc. herausgegeben, die sich mit solchen Dingen nicht auseinandersetzen wollen, zumal es sie auch nur Geld kosten würde, ohnen ihnen etwas zu bringen.

Beste Grüße

Heinz

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  hawepe 
 
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BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 22:09
Verstehe ich es dann richtig, dass ich auch keinen Rabatt auf Sammelbestellungen in einem Forum geben darf?

Ein erdachtes Beispiel:
Ich schreibe ein Buch über Katzenhaltung. Ich bin in einem Katzenforum tätig. Nun bestelle ich mit Autorenrabatt Bücher, um sie mit Gewinnspanne unter dem üblichen Handelspreis im Katzenforum anzubieten. Die Mitglieder im Katzenforum sollen also mein Buch mit Rabatt als Sammelbestellung direkt bei mir kaufen können. Die Sammelbestellung ist (erst mal) eine Einzelveranstaltung.

Damit würde ich, wenn ich es richtig verstanden habe, gegen das Preisbindungsgesetz verstossen. Richtig?

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BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 22:11
Hallo kasapv,

kasapv hat Folgendes geschrieben:
Damit würde ich, wenn ich es richtig verstanden habe, gegen das Preisbindungsgesetz verstossen. Richtig?


Genau. Das hast du ganz richtig verstanden.

Beste Grüße

Heinz

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BeitragVerfasst am: 27.09.2011, 22:15
Dann bliebe ja nur eine anschliessende Spende in die Forumskasse. Das Eine hat ja mit dem Anderen nichts zu tun. cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 04:08
kasapv hat Folgendes geschrieben:
Dann bliebe ja nur eine anschliessende Spende in die Forumskasse. Das Eine hat ja mit dem Anderen nichts zu tun. cheezy grin


Nichts gegen hawepe, dessen Kompetenz ich sehr schätze ... aber, kasapv, hast du schon mal dein eigenes Verhalten betrachtet? cheezy grin

Du stellst eine Frage zu einem rechtlichen Thema, ein Mitglied hier im Forum gibt dir dazu eine Antwort und du nimmst sie als richtig hin ... (wie gesagt, nichts gegen hawepe ... cheezy grin )

Sinnvoller wäre es doch, sich mal mit dem Preisbindungsgesetz direkt zu befassen und es zu lesen und zu verstehen. Das Gesetz bekommt man in jeder Bibliothek oder auch online:

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/buchprg/gesamt.pdf

Wie gesagt: Mich irritiert es zutiefst, wenn man in Rechtsdingen der Aussage einer einzelnen Person traut. Auch wenn sie so kompetent wie hawepe ist. cheezy grin

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Siegfried

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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 04:54
Hallo Siegfried!


Aus meiner Erfahrung heraus sind Gesetze Auslegungssache. Deswegen gibt es ja den Anwaltsberuf. Ein Anwalt interpretiert die Gesetze zu Gunsten seines Mandanten. Da der Kläger und der Angeklagte in der Regel unterschiedliche Meinungen haben, beauftragt jeder von beiden einen Anwalt, um ihn in seiner Sache zu vertreten. Nun legen beide Anwälte die gleichen Gesetze unterschiedlich aus, jeweils zu Gunsten ihres Mandanten. Ein Richter trifft nun die endgültige Entscheidung, manchmal mit Hilfe einer Jury(-empfehlung). Selbst die Entscheidung des Richters kann angefochten werden (u.U. durch mehrere Instanzen).

Gesetze sind also keineswegs so klar, wie sie geschrieben stehen.

In meiner beruflichen Funktion als Verwalter verklage ich gerade den Hauptbesitzer eines Condo-Hotels, der seit Jahren nicht seine Verwaltungsgebühren bezahlt hat. Eigentlich ein klarer Fall. Er hat seine Gebühren nicht bezahlt, was er offensichtlich auch nicht anders belegen kann. Gemäss der gesetzlichen Bestimmungen schuldet er mit gesetzlich festgelegten Zinsen über $1,1 Mio USD. Für jeden ist es eigentlich ein klarer Fall. Dennoch ist besagter Hauptbesitzer anderer Meinung und sein Anwalt legt die Gesetze zu seinen Gunsten aus. Die Geschichte allein wär Stoff für ein weiteres Buch. Soll aber nur dazu dienen, aufzuzeigen, dass ich nicht ganz so blauäugig bin, wie ich vielleicht in meinen vorigen Beiträgen erscheinen mag.

Mir ist klar, und das sollte es jedem anderen Forumsmitglied auch sein, dass eine Rechtsfrage in keinem Forum 100%ig beantwortet werden kann. Wenn selbst studierte Menschen, die sich ihr täglich Brot mit Gesetzestexten verdienen, durch langwierige Gerichtsprozesse eine Antwort finden müssen, dann bekomme ich in einem Forum alle möglichen Aussagen. Da gibt es von Hörensagen über Wunschdenken bis Vermutungen und wilden Theorien einfach alles.

Aber, es gibt mir eine Tendenz an, was die Mehrheit der antwortenden Forenmitglieder glaubt und zu begründen versucht. Dazu kommen dann meist wichtige faktische Antworten (wie z.B. Dein Link im Beitrag). All das wird mich dazu führen, mir eine bessere Meinung zu bilden, als ich zu Beginn der Frage hatte.

Am Ende der Diskussion kann ich entscheiden, ob ich das Risiko eingehe, nicht eingehe oder fachkundigen Rat bei einem Anwalt suche. In meinem Fall mit dem (erdachten) Katzenbuchbeispiel ginge ich ja gar kein Risiko ein, da ich meiner Meinung nach sehr wohl gegen das Preisbindungsrecht verstossen würde. Hawepe hat mich darin bestätigt. Und wenn er mir, sei es aus Unwissenheit oder böser Absicht, dazu geraten hätte, eine Sammelbestellung mit vermindertem Verkaufspreis durchzuführen, könnte ich ihn ja nicht haftbar machen und müsste die Konsequenzen meiner Entscheidung tragen.

Wink

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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 05:46
Nur als Anmerkung: Es gibt durchaus auch Verlage, die es dem Verkäufer gestatten, Endabnehmern einen Mengennachlaß einzuräumen - die diesbezüglichen Konditionen (wieviel Prozent Rabatt bei welcher Stückzahl) legt allerdings der Verlag fest, und der Buchhandel hat sich genau daran zu halten. Außerdem trägt er die Preisdifferenz allein, falls ihm der Verlag nicht aus Kulanz beim Rabatt entgegenkommt.

Ich hab gerade im Forum gesucht - das Thema wurde schon einmal diskutiert, scheint aber ergebnislos vertagt worden zu sein. Zumindest habe ich auf die Schnelle jetzt keine Antwort gefunden. Falls du Genaueres wissen wolltest, müßtest du dich an BoD wenden, kapsav, und sie fragen, inwiefern Mengennachlässe gestattet sind. - Dürfte vermutlich kein Thema sein, mit dem BoD sich allzu oft beschäftigen muß. Wink

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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 06:24
kasapv hat Folgendes geschrieben:

Gesetze sind also keineswegs so klar, wie sie geschrieben stehen.


Darum geht es mir gar nicht. Es geht darum, dass hier ein rechtliches Problem diskutiert wird, wo man sich - meiner bescheidenen Meinung nach - erst einmal direkt im Gesetz kundig machen sollte. Das unterbleibt aber bei vielen Diskussionen. Interessanterweise glaubt der Fragende aber anstandslos den angebotenen Lösungen (das gilt unabhängig davon, ob die Antwort nun richtig oder falsch ist). Die Frage ist, ob so ein Verhalten nicht grundsätzlich von jedem selbst hinterfragt werden muss. Wenn mir jemand eine rechtliche Auskunft gibt, dann möchte ich - auch hier nur meiner bescheidenen Meinung nach - einen entsprechenden Verweis auf Gesetze oder Gerichtsurteile haben. Alles andere ist für mich Mutmaßung und Stochern im Nebel.

kasapv hat Folgendes geschrieben:

Mir ist klar, und das sollte es jedem anderen Forumsmitglied auch sein, dass eine Rechtsfrage in keinem Forum 100%ig beantwortet werden kann.


Genau das ist auch wieder ein Rechtsproblem. In einem Forum darf keine Rechtsberatung erfolgen. Nur Richter, Anwälte und Steuerberater dürfen Rechtsauskünfte geben. Dies in einem öffentlichen Forum zu tun, kann zur Abmahnung führen. Das mag in den USA anders sein, in D läuft man da Risiko.

Und: Wenn eine Privatperson eine rechtliche Beratung durchführt ("mach dir keine Sorgen, das ist erlaubt"), welches Recht auf Schadenersatz hat der Fragesteller, wenn die Beratung falsch war und der Fragesteller plötzlich zu einer Strafe verdonnert wird? Ein Anwalt oder ein Steuerberater muss für seine Fehlinformation haften.

Ich kenne aus vielen anderen Foren die Regel, dass rechtliche Fragen niemals persönlich, sondern immer nur allgemein gestellt werden dürfen. Rechtsauskünfte im Forum sind ein sehr heißes Thema! Deshalb: Gesetze selber lesen! (Aber mit dem Lesen von Texten haben einige Autoren ja mächtige Probleme cheezy grin )

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Grüße
Siegfried

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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 07:19
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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 09:18
Siegfried hat Folgendes geschrieben:
Es geht darum, dass hier ein rechtliches Problem diskutiert wird, wo man sich - meiner bescheidenen Meinung nach - erst einmal direkt im Gesetz kundig machen sollte.

Oder, wie es in ein im BMJ tätiger Freund gerne formuliert: »Ein Blick ins Gesetz fördert zuweilen die Rechtsfindung.«

Es ist ein uraltes Forumsprinzip, dass lieber Fragen gestellt werden in der Hoffnung, sie beantwortet zu bekommen ... als dass man selbst die Zeit mit der Recherche nach der richtigen Antwort vertrödeln möchte.

Und es ist ein alter Fehlglaube, dass alle Gesetze nur ihrer Neu-Auslegung harrten. Das Buchpreisbindungsgesetz sagt eindeutig aus, dass der Endkäufer den gebundenen Preis bezahlen muss. Ausnahmen: Mängelexemplare, Subskription oder aufgehobene Buchpreisbindung.

Und schon am letzten Begriff wird klar: Wenn etwas nicht mehr gilt, weil es aufgehoben wurde, gilt es natürlich so lange, wie es nicht aufgehoben wurde.


Zuletzt bearbeitet von mtg am 28.09.2011, 16:07, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 13:39
Siegfried hat Folgendes geschrieben:

Und: Wenn eine Privatperson eine rechtliche Beratung durchführt ("mach dir keine Sorgen, das ist erlaubt"), welches Recht auf Schadenersatz hat der Fragesteller, wenn die Beratung falsch war und der Fragesteller plötzlich zu einer Strafe verdonnert wird? Ein Anwalt oder ein Steuerberater muss für seine Fehlinformation haften.


Wenn ich als Privatmensch in eine Schlägerei verwickelt werde, sieht es auch ganz anders aus, als wenn ich ein professioneller Boxer wäre. Das Gericht sieht den Boxer in erheblichem Vorteil, geradezu als wären seine Fäuste Waffen. Und als Profi hätte ich (als Boxer) mich unter Kontrolle haben müssen. Ich laufe sogar gefahr Berufsverbot zu bekommen, weil mental instabil.

Wenn ich als Privatperson meine Meinung kund tu, ganz nach Meinungsfreiheit, dann ist das auch was anderes, als wenn ich als studierter Steuerberater oder Anwalt das mache. Als Letztere würde ich auch Honorare verlangen, bevor ich mein Wissen, nicht meine Meinung, kund tu.

Siegfried hat Folgendes geschrieben:

Ich kenne aus vielen anderen Foren die Regel, dass rechtliche Fragen niemals persönlich, sondern immer nur allgemein gestellt werden dürfen. Rechtsauskünfte im Forum sind ein sehr heißes Thema! Deshalb: Gesetze selber lesen! (Aber mit dem Lesen von Texten haben einige Autoren ja mächtige Probleme cheezy grin )

In diesem Forum gibt es sogar einen Bereich, der "Rechtliches, Verträge und Co." heisst. Vielleicht wäre es dann sinnvoll, dort einen Hinweis als erstes Unterthema festzuheften.

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BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 20:03
mtg hat Folgendes geschrieben:
Es ist ein uraltes Forumsprinzip, dass lieber Fragen gestellt werden in der Hoffnung, sie beantwortet zu bekommen ... als dass man selbst die Zeit mit der Recherche nach der richtigen Antwort vertrödeln möchte.


Wo brauche ich denn dann noch ein Forum, wenn ich keine Fragen stelle, sondern mich grundsätzlich selber darum bemühe eine Anwort zu finden, bzw. die Frage und ggf. auch das Bemühen der Suchfunktion in einem Forum dient doch u.a. dazu noch offene Fragen zu klären.
 
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BeitragVerfasst am: 29.09.2011, 01:01
Sir Adrian Fish hat Folgendes geschrieben:
Wo brauche ich denn dann noch ein Forum, wenn ich keine Fragen stelle, sondern mich grundsätzlich selber darum bemühe eine Anwort zu finden, bzw. die Frage und ggf. auch das Bemühen der Suchfunktion in einem Forum dient doch u.a. dazu noch offene Fragen zu klären.

Wozu brauche ich noch ein eigenes Gehirn, wenn ich andere für mich denken lassen kann ...

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