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Verkauf auf Homepage etwas günstiger als über Buchhandel OK?

BeitragVerfasst am: 04.12.2009, 13:47
Hallo

Ist es legal mein Buch über meine private Homepage bzw. über den Bekanntenkreis (Vereinsfreunde) etwas günstiger zu verkaufen,als über den Buchhandel bzw. Online Buchhandlungen (wie auch BOD)?

Denn allgemein gilt ja die Buchpreisbindung? Aber über die private Homepage doch nicht- Oder?

Wie ist das, wenn ich von meiner 100 Kleinmengenbestellung, 10-15 Bücher in einem Laden in Kommission zu dem Privatverkaufspreis auslege?

Danke,
Steffen
 
  steffenkb 
 
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BeitragVerfasst am: 04.12.2009, 14:00
Die Buchpreisbindung gilt grundsätzlich - auch wenn du über deine Website verkaufst. In dem Moment, wo du verkaufst, ist die Seite auch nicht mehr
privat.

Gruß
Haifischfrau
 
  Haifischfrau 
 
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BeitragVerfasst am: 04.12.2009, 15:17
Hallo,

wie Haifischfrau schon gesagt hat, die Buchpreisbindung gilt immer.
Um den Preis zu senken, kannst du nur den Buchpreis im Allgemeinen, also für alle, verringern. (Das geht aber nur, solange dein Buch noch nicht abgeschlossen und in Auftrag gegangen ist.)
Mit einem verringerten Buchpreis von z.B. 13 Euro statt 15 Euro machst du natürlich weniger oder keinen Gewinn, aber erreichst dadurch womöglich einen größeren Lesekreis (entsprechende Werbung vorausgesetzt).

Viele Grüße,
David.

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  David Damm 
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BeitragVerfasst am: 04.12.2009, 15:33
FAQ zum Thema Buchpreisbindung
http://www.internetrecht-rostock.de/faq-buchpreisbindung.htm#8


und Gesetz dazu
http://bundesrecht.juris.de/buchprg/BJNR344810002.html
Ausnahmen siehe § 7
(falls alle deine Freunde Lehrer sind)
 
  holz 
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BeitragVerfasst am: 04.12.2009, 16:02
ich würde es über die homepage nicht riskieren die bücher vor der 18 monatsfrist billiger anzubieten. was du privat machst geht ja eigentlich niemanden was an, allerdings könntest du die bücher ohne gewinn zu machen billiger verkaufen, darf eben gar kein gewinn gemacht werden. faglich ob man an feunden gewinn machen würde wenn man denen was verkaufen würde.
 
  streng vertraulich 
 
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Buchpreisbindung wirklich so eng gefasst???

BeitragVerfasst am: 05.12.2009, 02:02
Hallo Nochmal

Hm, damit hätte ich nicht gerecht, dass ich, wenn ich über meine Homepage meine Bücher verkaufe, an die Buchpreisbindung rechtlich gebunden bin. Schließlich ist es nicht wirklich gewerblich. Ich rechne mit dem Verkauf von 80-100 Büchern in 4-6 Monaten und da liege ich doch unter der Rechtsprechnung von 40 Büchern in 6 Wochen.Wegen der Frage, gewerblich oder nicht.

Ich wollte das neue Buch natürlich über BOD-Classic Im Handel für 22,90 anbieten (Gewinn nahezu Null, nach der Preiskalkulation) und beim privaten Verkauf über Homepage 19,90. Gewinn etwas um meine UNkosten etwas reinzukriegen. Kriege ich die 80-100 los ist, ist alles dann grob PlusMinusNull. Und ich wäre zufrieden.

Das der Verkauf, wie gedacht über die HP nun ungesetzlich sein soll, passt mir eigendlich nicht so richtig!!


Gruß Steffen
 
  steffenkb 
 
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Re: Buchpreisbindung wirklich so eng gefasst???

BeitragVerfasst am: 05.12.2009, 10:33
Hallo, Steffen.
steffenkb hat Folgendes geschrieben:
Hm, damit hätte ich nicht gerecht, dass ich, wenn ich über meine Homepage meine Bücher verkaufe, an die Buchpreisbindung rechtlich gebunden bin. Schließlich ist es nicht wirklich gewerblich.

Es ist aber nur logisch, dass auch dort die Buchpreisbindung gilt. Denn warum sollte ein Kunde, der über deine Webseite bestellt, einen finanziellen Vorteil gegenüber Buchhändlern vor Ort oder Online-Shops haben? Denn das hätten sie ja. Diese Ausnahmeregel in der Realität gesetzlich/staatlich zu kontrollieren, wäre ein enormer Aufwand.

Herzliche Grüße,
Thorsten
 
  Thorsten Boose 
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BeitragVerfasst am: 11.12.2009, 21:03
Hallo Steffen,

die Buchpreisbindung ist auch deshalb so bindend, damit Autoren und Verlage nicht irgendwann gänzlich verhungern. Gäbe es sie nicht, sagt Buchhändler 1 - okay, das Buch von Steffen verhökere ich heute mal für 20 Euro. Der Buchhändler neben an dnekt, "Das kann ich besser" und bietet es für 17 an … du ahnst worauf ich hinaus will ;-)))

Herzliche Grüße

Susanne
 
  Susanne Henke 
 
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BeitragVerfasst am: 11.12.2009, 23:08
Hallo nochmal


Hundertprozentig überzeugt mich das noch nicht. Klar im Buchhandel finde ich die Buchpreisbindung vollkommen richtig und vertrete sie auch, denn im Freundeskreis gibts zwei kleine Buchhändler.
Nun mein Aber zum Vorangestellten; allein im Hinblick auf den Privatverkauf:
Wenn ich also über über meine private Homepage einen Kreis von Freunden, Bekannten und Vereinsmitglieder über das Buch informiere und die Gelegenheit gebe mein Buch etwas günstiger zu kaufen, finde ich das nicht anrüchig. Mal so rein gefühlsmäßig und aus dem Bauch heraus.
Ich habe auch keinen angemeldeten Verlag, Gewerbe etc.

Ich will nichts verdienen, Umsatz machen etc.. Ich muss davon nicht leben. Wenn nach 100 verkauften Büchern alles plus/minus Null ist, bin ich zufrieden.
Ich habe Freude am Erstellen des Buches, was mir Spaß macht und machmal auch Nerven kostet ( Layoutprogramm) und darf meinen engen und weiten Freunden keinen Rabatt einräumen? Verstehe ich nun wirklich nicht.
Auf den Punkt gebraucht bzw. gefragt:
Sollte der direkte Verkauf an Freunde/ Bekannte/ Vereinsleute also wirklich ungetzlich sein?
Mein Freund mit dem Buchladen kriegt von mir ja auch Rabatt und macht mit dem Weiterverkauf Gewinn, den ich natürlich auch gönne.

Steffen
 
  steffenkb 
 
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BeitragVerfasst am: 11.12.2009, 23:21
Die Sache ist, wie schon gesagt, ganz einfach:

Es gilt die Buchpreisbindung; keine Chance Wink
 
  malschaun 
 
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BeitragVerfasst am: 12.12.2009, 01:25
Beitrag gelöscht


Zuletzt bearbeitet von Susanne Henke am 12.12.2009, 18:45, insgesamt einmal bearbeitet
 
  Susanne Henke 
 
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BeitragVerfasst am: 12.12.2009, 13:33
Hallo,

schau einfach mal hier im anderen Thread http://www.bod.de/autorenpool/buchpreisbindung-t8906.html oder direkt unter http://www.zeit.de/newsticker/2009/12/11/iptc-bdt-20091211-538-23264460xml.

Gruß, David.

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BeitragVerfasst am: 12.12.2009, 17:34
Susanne Henke hat Folgendes geschrieben:
Du bringst Dich noch in Teufels Küche Wink Wir leben hier in dem Land mit den kompliziertesten Steuergesetzen und Erbsen zählenden Finanzbeamten, die es fertig bringen, einen kleinen Tabakhöker zu ruinieren, weil er seinem Stammkunden den Schokoriegel zum Einkaufspreis abgegeben hat.


Was liebe ich das Niveau des Autorenpools Twisted Evil

Zitat:
Über Deine öffentliche Homepage können ja nicht nur Deine Freunde einkaufen. Nun stell Dir mal vor, Dein Buch geht weg wie warme Semmeln, dann musst Du auch versteuern und für jedes Buch, das Du verschenkst oder zu einem geringeren Preis abgibst, musst Du die Umsatzsteuer auf den Originalpreis abführen … wegen der Buchpreisbindung Wink)


Hurra, der nächste Märchenthread Twisted Evil Aber könnten sich die Märchenerzähler nicht mal ein anderes Forum suchen Twisted Evil

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:57
Du kannst die Bücher aber als "gebrauchte Bücher, Zustand wie neu" verkaufen, dann gilt die Buchpreisbindung nicht.

Herzliche Grüße, Very Happy

Bettina
 
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BeitragVerfasst am: 15.08.2010, 22:06
Mal eine Frage mit der herzlichen Bitte um sachliche Beantwortung. Gilt die Buchpreisbindung auch für Bücher ohne ISBN, bzw. für Bücher die ausschließlich vom Autor vertrieben werden?

Auf dem Buch ist kein Preis abgedruckt. Er ergibt sich rein aus meinem Shop.
 
  Jens D. 
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