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Verlagsgründung

BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 00:59
Hallo alle miteinander,

nachdem ich jetzt mein viertes Buch veröffentlicht habe, gehen mir langsam die Ideen aus. Zwei hab' ich noch in petto aber dann müßte ich mir die Inhalte schon arg aus den Fingern saugen um was zu Papier, resp. auf den Bildschirm zu bringen.

Dabei macht mir die Herstellung eines Buches aber mittlerweile riesigen Spaß. Ich kann stundenlang an einem Cover basteln und es gibt nix Schöneres, als ein Buch zu layouten. Noch schöner ist es, wenn man sieht, daß so ein Buch läuft uind nicht in den Regalen verstaubt.

Ich habe mittlerweile auch viel gelernt (bilde ich mir zumindest ein) und mir ein paar hilfreiche Programme angeschafft. Ich habe ein paar Marketingstrategien ausgekügelt, die -. zumindest bisher - ganz gut funktionieren.

Kurzum, ich möchte im Verlagswesen bleiben, auch wenn ich selber erst einmal keine Bücher mehr schreiben will/kann.

Daher dachte ich über eine Verlagsgründung nach. Nun habe ich mir ein paar Punkte dazu zurecht gelegt und würde Euch bitten, sie zu korrigieren, falls fehlerhaft.

1. Unternehmensgründung/Gewerbeschein.

2. ISBN kaufen. Gibt's im 10er-Pack für nicht viel Geld.

3. Autoren suchen. By the way....wer hätte denn Lust? blink cheezy grin

4. Nach der Buchherstellung, ein BoDClassic-Projekt anlegen und keine ISBN von BoD beziehen, sondern eine aus dem eigenen Pool eintragen.
Jetzt müßte auch der Hinweis zu BoD im Impressum wegfallen bzw. durch meinen Verlagsnamen ersetzt werden. Stimmt das?

5. Alles Weitere läuft wie gehabt. BoD liefert die zwei Pflichtexemplare, bringt das Buch in den Großhandel und sorgt dafür, daß sie in den Onlinehandel kommen. Dieser bestellt auch (über Libri) bei BoD (und nicht etwa bei mir).

Ist das richtig? Oder muß ich jetzt bei BoD eine Kleinauflage beziehen und die Eintragungen selber bewerkstelligen?

Danke für Eure Hilfe
Grüßles
TipEx
 
  TipEx 
 
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Re: Verlagsgründung

BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 01:29
TipEx hat Folgendes geschrieben:
Ist das richtig? Oder muß ich jetzt bei BoD eine Kleinauflage beziehen und die Eintragungen selber bewerkstelligen?


Guck mal hier: cheezy grin

Zitat:

Renditechancen dank Books on Demand
Der Strukturwandel im Buchmarkt stellt Verleger vor wachsende Heraus-forderungen. In einem harten Wettbewerbsumfeld mit hohem Kostendruck wird es zunehmend schwieriger, ein breites Titelprogramm außerhalb des Bestseller-Segments anzubieten.

Mit BoD haben Verlage die Chance, risikolos kleinauflagige Titel zu publizieren. Denn BoD produziert Bücher erst dann, wenn sie bestellt werden, und das jeweils ab Auflage eins. Eine schnelle Belieferung des Handels ist dabei inklusive: Nach Bestelleingang bei BoD ist jedes Buch innerhalb von nur zwölf Stunden gedruckt, gebunden und ausgeliefert.

Mit BoD als starkem Vertriebspartner können Verleger jetzt die Effizienz ihrer Distributionsprozesse steigern.

Vorteile auf einen Blick
    Zeit und Geld sparen – mit BoD bekommen Sie maßgeschneiderte Systemlösungen aus einer Hand und können zudem alle Projekte komfortabel und ökonomisch online abwickeln
    Effizienz optimieren – auf Wunsch schafft BoD vollelektronische Anbindungen zu den Verlagsauslieferungen. Bestellungen werden dann als Drop Shipment direkt aus der Druckerei verschickt
    Vertrieb stärken – durch die Listung in allen relevanten Großhandelskatalogen sind Sie flächendeckend im stationären und Online-Buchhandel vertreten
    Liquidität steigern – durch die innovative "on Demand"-Technologie entfallen riskante Auflagenvorfinanzierung sowie Lager- und Handlingskosten
    Produkte differenzieren – Sie haben die freie Wahl bei Buchformaten, eine breite Palette von Ausstattungsvarianten und die flexible Integration von einzelnen Farbseiten im Buch
    Verlagsprofil schärfen – mit BoD haben Sie kein Auflagenrisiko und können daher Ihr Programm ganz nach dem gewünschten Profil gestalten

BoD – Ihr Systemdienstleister für kleinauflagige Titel
Über 300 Verlage nutzen bereits die Services von BoD und legen ihre ehemals vergriffenen Titel wieder neu auf. Zu den Verlagskunden zählen u.a. Campus, GWV Fachverlage von Springer Science + Business Media, Beltz oder die Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Für Verlage hat das BoD-Verfahren gleich mehrere Effekte: eine erhebliche Kostensenkung und Rentabilitätssteigerung bei gleichzeitiger Schärfung des Verlagsprofils. Hier stellen wir ein Beispiel vor, das zeigt, welchen Nutzen Verlage aus einer Zusammenarbeit mit BoD ziehen.

Beispiel GWV Fachverlage – Profitablere Backlist
Über eine direkte Schnittstelle zur Verlagsauslieferung VVA nutzen die GWV Fachverlage von Springer Science + Business Media den Drop Shipment-Service von BoD. Und das funktioniert so: Die Auslieferung nimmt so lange Bestellungen entgegen, wie ein Titel verfügbar ist. Sobald das Buch vergriffen ist, wird auf das On-Demand-Verfahren von BoD umgestellt. BoD versendet die Ware mit der Rechnung direkt an die Zieladresse. Die Handlingkosten für Kleinauflagen entfallen, denn BoD versendet direkt ab Auflage eins an den Kunden des Verlags. Für die Fachverlagsgruppe GWV, die ca. 5000 Titel anbietet, bringt dieser Service erhebliche Vorteile. Vertriebsleiter Gabriel Göttlinger, Vertriebsleiter der GWV Fachverlage, über den Nutzen der Zusammenarbeit: "Durch die Umstellung auf das BoD-Prinzip sind unsere Titel dauerhaft verfügbar, die Backlist wird profitabler, und wir stellen unser Verlagsprogramm auf eine breitere Basis und schärfen damit unser Profil. Bei Büchern mit Farbanteil sind unsere Produktionskosten deutlich gesunken. Nicht zu vernachlässigen sind die Einsparungen bei der Lagerhaltung."

Die Vorteile für die GWV Fachverlage auf einen Blick
    Stärkung des Verlagsprofils
    Kostensenkung
    Rentabilitätssteigerung
    Kleinauflagen-Handling entfällt



Alles Informationen von der BoD-Homepage.
Und eine Kontaktmöglichkeit ("Ansprechpartner") gibt es da auch. Da kann man sich an die "Vertriebsleitung" wenden, an den "Key Accounts Verlage" und an den "Kundenservice Verlage". Vermutlich bekommst du da wesentlich qualifizierte Antworten als hier.

Ach ja ... mit den ganzen Rechten und Pflichten des Kaufmanns solltest du dich auch auskennen. Und dir einen vertrauenswürdigen Steuerberater zulegen ... cheezy grin

Buchempfehlung:

Manfred Plinke
Mini-Verlag
Verlag Autorenhaus
ISBN 978-3866710702
19,90 €

http://www.amazon.de/Mini-Verlag-Verlagsgr%C3%BCndung-Buchherstellung-Buchmarketing-Direktvertrieb/dp/3866710704/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1268353709&sr=1-1

Grüße
Siegfried

_________________
Grüße
Siegfried

***
Hartmut Dühr - Ergebung ohne Widerstand
ISBN 978-3-8423-3030-6
***
»Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein« (Hans Rosenthal)
 
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BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 07:20
zu 2.
Nimm gleich 100.

zu 5.
Die Pflichtexemplare musst du in diesem Fall selbst abliefern
(2 x an die Nationalbibliothek, 1 x an die Landesbibliothek).
http://www.bod.de/fileadmin/bod_de/...../GZW_Pflichtexemplare.pdf
 
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BeitragVerfasst am: 12.03.2010, 11:18
Zu 1.: Spare ich mir. Kann mich niemand zu zwingen.
Zu 2.: Spare ich mir auch. ISBN sind Nummern. Wer meint, daß sich ein Buch schlechter verkauft, weil man an der ISBN BoD erkennen würde, macht meines Erachtens einen Fehler (was im Klartext geheißen hätte: "tickt nicht richtig").
Zu 3.: Hm. Die kommen zu mir.
Zu 4.: Siehe 2.
Zu 5.: n. a.

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Re: Verlagsgründung

BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 00:47
Hallo TipEx,

TipEx hat Folgendes geschrieben:
1. Unternehmensgründung/Gewerbeschein.


Da du nicht (nur) eigene Bücher drucken willst, geht es nicht ohne Gewerbeschein. Der Vorteil ist, dass du damit auch schnell Zwangsmitglied der IHK wirst und Anspruch auf deren Leistungen hast. Für Existenzgründer gibt es häufig kostenlose Weiterbildungsangebote, die man wirklich nutzen sollte.

Zitat:
2. ISBN kaufen. Gibt's im 10er-Pack für nicht viel Geld.


Der Nachteil ist allerdings, dass du dich dann selbst um den Zugang zu den Barsortimentern kümmern musst. Aber wenn du als Verlag in der Branche anerkannt werden willst, kommst du kaum darum herum. Soll alles mehr wie ein Hobby laufen, reichen die ISBN von BoD.

Bei BoD gibt es zu dem Themenkomplex übrigens einige Infos.

Zitat:
3. Autoren suchen. By the way....wer hätte denn Lust?


Das ist das geringste Problem. Schwerer ist es, Manuskripte zu finden, deren Vermarktung realistisch erscheint.

Zitat:
4. Nach der Buchherstellung, ein BoDClassic-Projekt anlegen und keine ISBN von BoD beziehen, sondern eine aus dem eigenen Pool eintragen.
Jetzt müßte auch der Hinweis zu BoD im Impressum wegfallen bzw. durch meinen Verlagsnamen ersetzt werden. Stimmt das?


Ich denke ja, aber dazu bietet, wie gesagt, BoD einige Infos auf ihrer Homepage an.

Zitat:
5. Alles Weitere läuft wie gehabt. BoD liefert die zwei Pflichtexemplare, bringt das Buch in den Großhandel und sorgt dafür, daß sie in den Onlinehandel kommen. Dieser bestellt auch (über Libri) bei BoD (und nicht etwa bei mir).


Wenn du eigene ISBN verwendest, meines Wissens nicht.

Beste Grüße,

Heinz.

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Re: Verlagsgründung

BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 01:35
hawepe hat Folgendes geschrieben:

Zitat:
5. Alles Weitere läuft wie gehabt. BoD liefert die zwei Pflichtexemplare, bringt das Buch in den Großhandel und sorgt dafür, daß sie in den Onlinehandel kommen. Dieser bestellt auch (über Libri) bei BoD (und nicht etwa bei mir).


Wenn du eigene ISBN verwendest, meines Wissens nicht.

Beste Grüße,

Heinz.


Wie soll auch BoD ein Buch produzieren, wenn sie eine ISBN-Bestellung bekommen mit einer ISBN, die sich gar nicht herstellen bzw. von der sie nicht wissen, dass sie zu einem ihrer Bücher gehört?
Dann müsstest du die Bestellungen entgegennehmen, das an BoD weiterleiten (über die Projektnummer) und die Bücher da bestellen bzw. im besten Falle schon bestellt haben und zuhause lagern, daraufhin die Bücher an die Kunden verschicken und die Versandkosten denen in Rechnung stellen.

Das würde 2 Dinge bedeuten:

1. Enormer Zeitaufwand.
2. Unternehmerisches Risiko, wenn man 100 Bücher auf Lager bestellt und nur 5 davon bestellt werden. Alternativ für jede Buchbestellung BoD anschreiben und bei denen bestellen, das heißt noch mehr Aufwand, geringerer Kostenüberschuss (1 Buch kostet pro Stück mehr als 100) und doppelte Versandkosten (BoD zu dir, Du zum Kunden) was man sicherlich nicht einfach auf den Kunden abwälzen kann, ohne dass der zu revoltieren anfängt (wer kauft sich ein Buch für 9€ bei 7€ Versandkosten?).

Ich sehe wirklich nicht wo das einen Vorteil bringen sollte, außer dass man die wenigen verlagstechnischen Sachen, die BoD übernimmt, auch noch selbst macht. Da kann ich die Bücher auch selbst ausdrucken und zusammenkleben cheezy grin

Liebe Grüße,
Tim

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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 09:36
@ Tim: Wenn du z.B. BoD Classic mit einer eigenen ISBN machst, stellt BoD die Bücher sehr wohl aufgrund einer x-beliebigen Bestellung aus dem Buchhandel her, denn im VLB gibt es hier eine entsprechende Verlinkung. Ich habe in meinem Programm ein Buch, das so produziert wurde und seit Jahren so läuft.

@ Heinz: Sorry, aber die Abhängigkeit zwischen BoD-ISBN und "nicht als Verlag ernst genommen werden" kann ich nicht erkennen. Für mich ist und bleibt eine ISBN eine Nummer. Wer anhand einer ISBN über die Erkenntnis, daß diese ISBN BoD gehört, qualitative Beurteilungen anstellt, macht m.E. einen - m.E. dummen! - Fehler. - Aber ansonsten ist das eine Argumentation, die ich andauernd zu hören und zu lesen bekomme. Insofern ... Ei drüber Smile

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selbstverlag

BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 11:09
Hallo TipEx,

ich habe im letzten Jahr einen Eigenverlag für regionale Sachbücher gegründet. Mit allem, was üblich ist. Das ganze Prozedere! Nachem ich bei BoD zuvor einen fast 300 Seiten Roman veröffentlicht hatte, kann ich dir den Tipp geben, bei deinen Verlagsprodukten auf das Verhältnis von Buchpreis und Gewinnmarge zu achten. Da gibt es automatisch eine Schere. Bücher mit wenig Seiten rechnen sich über BoD. Bücher mit mehr als etwa 200 Seiten, rechnen sich nicht. Das ist kein böser Wille von BoD sondern einfach ein Fakt. BoD hat seine Kosten und der Buchmarkt kundenfreundliche Preise. An beiden kommt man nicht vorbei.

Also - ich habe mein Regionalbüchlein in einer hiesigen Druckerei produzieren lassen und dadurch einen guten Buchpreis und einen super Gewinn realisieren können. ABER - die Arbeit! Ich bekomme Bestellungen von BH aus ganz Deutschland. Nur etwa 60 Prozent zahlt die Rechnung!!! Die wissen, dass der verlegerische Kleinling rechtlich im Sumpf hockt.

Und eben da liegt der große Vorteil von BoD. Der gebotene Service ist unschätzbar. Ich kann dir nur raten, deinen Verlag rundherum ordentlich mit den marktüblichen Bedingungen zu gründen. Dann aber mit zunächst "schmalen" Büchern zu beginnen, die du über BoD, aber mit deiner Verlags-ISBN produzierst.

Ich werde die Englischübersetzung meines ersten Verlagsbuches unter diesen Aspekten bei BoD produzieren. Und freue mich jetzt schon, bei dem professionellen Vertrieb die Beine untern Tisch zu strecken ...

Viel Erfolg! thumb up

augustina

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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 12:04
Ich habe 2008 einen Verlag gegründet, welcher bisher komplett auf die BoD-Logistik aufsetzt. Diese Konstruktion habe ich gewählt, weil ich möglichst wenig mit Lagerung, Verkauf und Versand der Bücher zu tun haben wollte. Wie bei den "normalen" BoD-Buchprojekten kann ich mich so voll und ganz auf die Erstellung der Bücher konzentrieren, den Rest übernimmt weitgehend (s.u.) BoD. Man kann sich aber bei Bedarf natürlich zusätzlich auch selbst im Vertrieb engagieren (z.B. mit eigenem Online-Shop).

Hier die wichtigsten Besonderheiten als BoD-Verleger in einer Übersicht (einige Punkte wurden schon in verschiedenen Beiträgen benannt; Nummerierung wie oben):

1. Gewerbeanmeldung ist nötig. Dies ist allerdings schnell gemacht und kostet nicht die Welt. Vom Gewerbeamt wird auch gleich das Finanzamt benachrichtigt, welches dann seinen Fragebogen verschickt. Eine Eintragung ins Handelsregister wird erforderlich, wenn man bestimmte Umsätze überschreitet oder dem Verlag einen Phantasienamen geben möchte. Ohne Eintragung ins Handelsregister muss der Verleger mit seinem eigenen Namen auftreten (so mache ich es).

2. ISBN selbst besorgen (mit einer BoD-ISBN wäre BoD der Verlag). Ich empfehle auch den 100er-Pack. Den Barcode erzeugt dann BoD.

3. Autoren melden sich meist ungefragt, sobald man als Verlag am Markt auftritt.

4. Impressum: eigener Verlag + Herstellung BoD (s. auch http://www.bod.de/fileadmin/bod_de/....._tricks/TR_Buchaufbau.pdf )

5. BoD liefert die Bücher aus, versorgt die Großhändler, trägt in die Online-Kataloge (z.B. Amazon) ein und verschickt Rezensionsexemplare. Den kostenpflichtigen(!) Eintrag ins Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) muss man bei Bedarf allerdings selbst vornehmen. Dort kann man auch BoD als Auslieferung eintragen, so dass die Buchhandlungen direkt dort bestellen. Die Pflichtexemplare muss man ebenfalls auf eigene Kosten an die Deutsche Nationalbibliothek (2x) und die Bibliothek des jeweiligen Bundeslandes (1x) verschicken.

Es entsteht also nur wenig zusätzlicher Aufwand und überschaubare zusätzliche Kosten (Gewerbeanmeldung/Handelsregister, ISBN, Pflichtexemplare). Ansonsten läuft es wie bei anderen BoD-Büchern.

Viele Grüße,
Jens

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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 16:19
Ich würde vor allem auch darauf achten, daß du das Kapital für eine Buchproduktion hast und die Vorfinanzierung über einen nicht bekannten, nicht abzuschätzenden, weil nicht hellzusehenden Zeitraum bewältigen kannst.

Auf der Druckereirechnung steht unten ein Endbetrag. Den hast du zu zahlen, bevor du auch nur _EIN_ Buch verkauft hast.

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Re: selbstverlag

BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 17:06
Hallo Augustina,

augustina hat Folgendes geschrieben:
Nur etwa 60 Prozent zahlt die Rechnung!!! Die wissen, dass der verlegerische Kleinling rechtlich im Sumpf hockt.


Hast du es mal mit Mahnbescheiden versucht? Die Kosten für dich sind niedrig, so dass es sich auch rechnen dürfte, wenn sich einige Kunden als zahlungsunfähig erweisen und du bei ihnen auch noch auf den Kosten für den Mahnbescheid sitzen bleibst.

Eine Alternative wäre auch noch ein Inkassobüro, aber das lohnt sich in der Regel nur bei größeren Beträgen.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 17:12
Hallo Jens,

Jens-Erik hat Folgendes geschrieben:
Eine Eintragung ins Handelsregister wird erforderlich, wenn man bestimmte Umsätze überschreitet oder dem Verlag einen Phantasienamen geben möchte.


Letzteres sollte man sich allerdings sehr genau überlegen. Die Risiken, irgendwelche Marken zu verletzen, ist doch recht groß. Seinen eigenen Namen kann einem jedoch niemand streitig machen. Das Risiko, mit einem Konkurrenten namens- oder markenrechtlich aneinanderzugeraten, ist da doch erheblich geringer.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 13.03.2010, 17:17
Hallo,

Beckinsale hat Folgendes geschrieben:
@ Heinz: Sorry, aber die Abhängigkeit zwischen BoD-ISBN und "nicht als Verlag ernst genommen werden" kann ich nicht erkennen. Für mich ist und bleibt eine ISBN eine Nummer.


Schön für dich cheezy grin

Für mich wärst du allerdings kein Geschäftspartner. Wer sich hinter fremden ISBN, Mailadressen, Internetadressen usw. verbirgt, kann kein Interesse haben, ein Unternehmen mit einem eigenen Profil aufzubauen. Da deutet vielmehr alles darauf hin, dass es zwar eventuell ein tolles Projekt sein mag, es aber nicht längerfristig angelegt ist.

Beste Grüße,

Heinz.

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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 11:09
Hallo, jetzt willst Du auch noch einen Verlag gründen! Ich kapier´s nicht - es gibt doch schon kleine Verlage wie Sand am Meer, von denen viele ums Überleben kämpfen. Sinnvoller wäre ja vielleicht, dies als Vorschlag, bei einem von denen mitzuarbeiten.
Und ausserdem fürge ich mal meinen kürzlichen Kommentar bei mit dem Titel: "Das Ende der Vermittler ?"

Nix für ungut und schönen Frühling
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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 14:06
Jens-Erik hat Folgendes geschrieben:

Es entsteht also nur wenig zusätzlicher Aufwand und überschaubare zusätzliche Kosten (Gewerbeanmeldung/Handelsregister, ISBN, Pflichtexemplare). Ansonsten läuft es wie bei anderen BoD-Büchern.


Zu o.g. Kosten können dem Verleger auch noch Kosten durch Verpackungsverordnung (falls Verkauf über eigene Webseite/Shop an Endkunden erfolgt) bzw. die Künstlersozialabgabe entstehen.

- Verpackungsverordnung (VerpackV)
Alles, was Sie als Händler an den Endkunden schicken (Produktverpackung, Versandkarton oder Versandtasche, Folien und Füllmaterial), muss ordnungsgemäß registriert/lizensiert sein.

http://www.shopbetreiber-blog.de/2009/01/08/die-sieben-haeufigsten-fragen-und-antworten-zur-neuen-verpackungsverordnung/


- Künstlersozialabgabe (§ 24 KSVG)
Der Abgabepflicht unterliegen alle vom Verwerter (z.B. Verlag) an Kreative gezahlten Entgelte (z.B. die an die Autoren gezahlten Honorare).

http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/unternehmer/faqfuerunternehmenundverwerter.php?navanchor=1010030
 
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