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Veröffentlichen unter einem Pseudonym?

BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 10:42
Lieber Autorenpool,

ich hoffe, ich bin mit dieser Frage hier im richtigen Subforum, wenn nicht möchte ich das aufgrund meiner Unerfahrenheit entschuldigen.
Ich stelle mir momentan die Frage, ob ich mein Buch unter einem Pseudonym veröffentlichen sollte oder nicht. Habt ihr Erfahrungen dazu gemacht? Was sind Vor- und was Nachteile?
Über Antworten würde ich mich freuen.
Liebe Grüße
der Seneca
 
  Seneca123 
 
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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 11:10
ich schreibe unter Pseudonym. Das hat man mir einmal vom Autorenverband geraten und ich finde es auch ganz gut so. Man schützt die Privatsphäre, den Partner, die Familie und letztendlich sich selbst auch. Ich habe auf mein Buch einmal eine Mail von einer Spanierin bekommen, die sehr unter die Gürtellinie ging. Sie hat mich nicht soooo sehr getroffen, weil sie schrieb: liebe Frau Ellis. Wenn sie mich mit meinem realen Namen so angegriffen hätte, wäre ich wohl verletzter gewesen. (Nachdem ich mich mit ihr dann auseinandergesetzt hatte, hat sie sich sogar bei mir entschuldigt.)
Der Nachteil vom Pseudonym ist, dass man im Bekanntenkreis nicht erkannt wird (wenn man es will). Es haben Leute in Buchhandlungen nach meinem Buch unter meinem Realnamen gefragt und da wurde es natürlich nicht gefunden. Beim Signieren musste ich mich auch erst an meinen "neuen" Namen gewöhnen. Wenn man uns dann mal mit dem Pseudonymnamen anspricht, dann haben wir es geschafft. DANN SIND WIR BERÜHMT. thumb up
Gruß Uschi

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  chiquitita 
 
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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 12:15
Ich denke, es kommt auch auf die Art des Buches an.

Wenn man es für den Beruf als Werbung nutzen möchte, wird einem nichts anderes übrig bleiben, als den richtigen Namen zu verwenden.
Ich denke hier in erster Linie an Ratgeber.

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Liebe Grüße
Sonja

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 16:28
Ich denke, die Entscheidung muss man selber treffen, ich meine, die Frage, warum man selbst ein Pseudonym für sich in Anspruch nehmen möchte, beantwortet man sich doch auch am besten selbst.
Vielleicht ist es auch abhängig von dem, was man schreibt.
Eine befreundete Autorin sagte mir einmal, sie denke über ein Pseudonym nach, weil ihr angestammter Name zu unspektakulär sei.
Nun gut, warum muss es denn spektulär sein?
Wie auch immer, ich selber schreibe unter Pseudonym, weil ich schlichtweg damit für mich persönlich meine normale Berufstätigkeit von meiner Autorentätigkeit trenne.

LG
Biene
 
  Abeille 
 
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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 18:13
Abeille hat Folgendes geschrieben:

Wie auch immer, ich selber schreibe unter Pseudonym, weil ich schlichtweg damit für mich persönlich meine normale Berufstätigkeit von meiner Autorentätigkeit trenne.
LG
Biene

So ist es bei mir auch. Seit 10 Jahren schreibe ich Kurzgeschichten für Zeitungen und Zeitschriften unter dem Pseudonym. Wenn ich jetzt ändern würde, finge ich mit dem Bekanntheitsgrad wieder von vorne an. Es ist auch ganz reizvoll unter einem anderen Namen zu schreiben. Man wechselt auch ein bisschen die Person selbst damit. Ich wollte damals nicht, dass mein Arbeitgeber über meinen "Zusatzjob" Kenntnis bekommt. Das Problem habe ich jetzt nicht mehr.
Manche müssen zwingend unter Pseudonym schreiben, wenn sie z.B. über eine Krankheit oder erotische Geschichten schreiben. Da will man ja nicht, dass jeder Nachbar einen gleich identifiziert.
Gruß Uschi

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 18:28
chiquitita hat Folgendes geschrieben:

Manche müssen zwingend unter Pseudonym schreiben, wenn sie z.B. über eine Krankheit oder erotische Geschichten schreiben. Da will man ja nicht, dass jeder Nachbar einen gleich identifiziert.


Nun, die Nachbarn wären nicht mein Problem, obwohl ich hier im Dorf auch nicht gerne schräg angeguckt werden will, was sowieso schon passiert, wenn man zugezogen ist, mein Problem wäre wohl aber meine Kundschaft. Erotischer Literatur hefte ich persönlich überhaupt keinen Makel an, schreibe zwar auch keine, aber vermutlich würde es meiner Kundschaft sehr sauer aufstoßen, meinen, sagen wir mal, nüchternen Namen, der berufsbedingt auch einige Ämtertouren mit offizieller Unterschrift und Stempel macht, damit in Verbindung zu bringen.

Ich höre zwar öfter in den diversen Schreibclubs etc., in denen ich mich herumtreibe: "Wer unter Pseudonym schreibt, will sich und seine Unzulänglichkeiten verstecken." Buh, böser Pseudonymschreiber.
Mir persönlich ist das gelinde gesagt wurscht, und ich bin absolut "pro Pseudonym".

LG
Biene
 
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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 19:26
Ich schreibe, seit ich schreibe, unter meinem Pseudonym. Dieses habe ich mir künstlich erschaffen, als meine erste Geschichte entstand und einer eingeschränkten Öffentlichkeit präsentiert werden sollte.

Seitdem habe ich begonnen, mir die Domains zu kaufen, die passenden Mailadressen zu reservieren und das Pseudonym bekannt zu machen.

Meine wichtigsten Seiten und Aktivitäten laufen unter diesem Kunstnamen und inzwischen ist es tatsächlich so: Man begrüßt mich mit diesem Namen bei "offiziellen" Treffen. Buchlesungen, Bloglesungen, Rezensionen usw. finden alle dieses gleiche Merkmal.

Erstmals bringe ich mit der Angabe meines realen Namens im Autorenverzeichnis von BoD und in Verbindung mit dem Pseudonym ein wenig mehr Verzahnung ein. Doch im Grunde soll es, wie oben schon erwähnt, dieser Name sein, der in der Welt umher geistert. Schließlich arbiete ich an dessen Bekanntheitsgrad nunmehr schon über 10 Jahre. Und dieses Arbeit hört nicht auf.

Ob ich etwas zu verbergen habe unter dem Pseudonym? Nö. Ich hätte es auch unter meinem banalen echten Namen schreiben können. Als einer von x gleichnamigen Autoren, die sich mit Verwechslungen ihrer Produkte sicherlich täglich herumschlagen müssen.

Es fällt mir nicht leichter oder schwerer, ohne oder mit Pseudonym zu schreiben. Es ist einfach, wie es ist. Einzig die hübsche Tatsache, in der Öffentlichkeit mit dem Künstlernamen angesprochen zu werden, hat einen besonderen Reiz. Wink

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 19:33
Ich habe mich auch für ein Pseudonym entschieden, da mein echter Name viel zu ungewöhlich ist. In der Kombination Name und Nachname gibt es ihn nur zweimal auf der Welt cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 19:42
Das ist cool. Da hätte ich mir glatt überlegt, den als Pseudonym zu nehmen cheezy grin

Aber ich habe ja auch "nen verschärften Knall", wie man mir mal sagte cool silber


Zuletzt bearbeitet von CeKaDo am 23.01.2010, 19:53, insgesamt einmal bearbeitet

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 19:49
CeKaDo hat Folgendes geschrieben:
Das ist cool. Da hätte ich mir glatt überlegt, den als Pseudonym zu nehmen cheezy grin

Aber ich habe ja auch "nen verschäften Knall", wie man mir mal sagte cool silber


... wer weisst, vielleicht irgendwann mal. Ich möchte für verschiedene Projekte nicht immer Lisa Coccinella heissen. Unter Lisa Coccinella schreibe ich jetzt, aber für ein z.B. Fantasy-Roman passt es absolut nicht. Dafür wäre mein echter Name besser geeignet cheezy grin oder ich habe einfach eine multiple Persönlichkeitsstörung blink

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 19:57
Ich habe beruflich ab und an mal mit solchen Persönlichkeiten zu tun. Zumindest dann, wenn sie damit umgehen können, fühlen sie sich durchaus gut damit, Dinge aus zweierlei und mehr Ansichten zu sehen und zu erleben.

Manchmal sagt man mir auch nach, ich könne nicht ganz allein bei mir sein.

Aber mal Spaß beiseite: Ich habe auch schon oft überlegt, mir für ein besonderes Projekt auch noch ein weiteres Pseudonym zuzulegen. Doch leider ist das von mir Erwünschte schon belegt. Nicht genutzt, aber leider belegt.

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 20:11
CeKaDo hat Folgendes geschrieben:
Ich habe auch schon oft überlegt, mir für ein besonderes Projekt auch noch ein weiteres Pseudonym zuzulegen. Doch leider ist das von mir Erwünschte schon belegt. Nicht genutzt, aber leider belegt.


Da bin aber jetzt neugierig geworden ... cheezy grin

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 20:22
Nö. Verrate ich nicht.

Und das Projekt ist geheim. Jedenfalls noch so lange, wie es nicht schreibfertig ist.

Ich tu mich übrigens wahnsinnig schwer mit der Ausführung, mal einen richtigen Roman zu schreiben. So dreihundert Seiten lang eine einzige Geschichte. Ideen sind genug da, nur fehlt mir irgendwie dieser Schreibdruck, den ich bei den Kurzgeschichten erlebe.

Dafür sollte nämlich das Zweitpseudonym her. Für ein bißchen längeres Schreiben in der Richtung "Erotic Science Fiction". Liest keiner, wäre aber mal hübsch, die Idee als Buch zu sehen. Bilder dazu habe ich nämlich schon gestaltet.

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 20:31
CeKaDo hat Folgendes geschrieben:
Nö. Verrate ich nicht.

Und das Projekt ist geheim. Jedenfalls noch so lange, wie es nicht schreibfertig ist.

Ich tu mich übrigens wahnsinnig schwer mit der Ausführung, mal einen richtigen Roman zu schreiben. So dreihundert Seiten lang eine einzige Geschichte. Ideen sind genug da, nur fehlt mir irgendwie dieser Schreibdruck, den ich bei den Kurzgeschichten erlebe.

Dafür sollte nämlich das Zweitpseudonym her. Für ein bißchen längeres Schreiben in der Richtung "Erotic Science Fiction". Liest keiner, wäre aber mal hübsch, die Idee als Buch zu sehen. Bilder dazu habe ich nämlich schon gestaltet.


Ja, jeden Tag fünf bis zehn Seiten schreiben ist echt harte Arbeit blink ich muss mich auch immer selbstmotivieren: warum mache ich das? lohnt es sich? Aber wenn ich nicht schreibe, dann denke ich die ganze Zeit über das Schreiben nach dozey oder denke im Romansprache, oder träume im Romansprache. Spätestens da fange ich wieder an zu schreiben Laughing es führt kein Weg daran vorbei book

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BeitragVerfasst am: 23.01.2010, 21:51
Naja, so schlimm ist es bei mir nicht.

Ich habe eher laufend kurze Ideen für kleinere Passagen und bin dann meist irgendwo, wo ich weder notieren, noch sonst irgendwie diese Gedanken festhalten kann. Und später sind sie dann weg.

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