 | | Verfasst am: 03.11.2011, 20:07 |
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| Zitat: |
Dann lass dich man weiter führen, Siegfried.
„Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als eine ruhige Knechtschaft.“
(Jean-Jacques Rousseau)
Alles Gute
Klaus |
Bei solchen Äußerungen ist Siegfried eher nicht der Demagoge.
Er hat aber in Teilen leider einfach Recht. Nicht nur, dass immer noch jeder sich sofort auf die Füße getreten fühlt (die berühmte Kollektivschuld der Deutschen) bei bestimmten Begriffen, ebenso scheint es immer weiter von Generation zu Generation weitervererbt zu werden (während andere Länder stillschweigend über die eigenen Verfehlungen der Vergangenheit hinwegsehen).
Zum Vergleich der Kulturen: Es ist schon irritierend, wie andere europäische Völker bzw. deren Einwohner für ihre eigenen Rechte auf die Strasse gehen, während in Deutschland jede Verfehlung der eigenen Politiker einfach hingenommen wird. Ein wenig mehr Meinungsbekundung in Deutschland würde schon gut tun, so konnte leider eine "eiserne Lady" über Jahre hinweg die Bevölkerung einfach ignorieren zugunsten der Stützung und Subventionierung von Großunternehmen durch massive Steuerlasten und Kostensenkungen im Sozial und Bildungsbereich.
Zur "ich brauche Anleitung und jemand, der mir sagt, was ich machen soll": Mit der Erfahrung von 13 Jahren als Führungskraft: Siegfried hat bei ca. der Hälfte der Menschen Recht.... Mit viel Energie schafft man es mit wenigen Jahren Aufwand die Hälfte seiner Mitarbeiter dahin zu bringen, eigenständig zu agieren und mit zu denken. Die andere Hälfte hat sich schlichtweg geweigert und in Vorgesetztenbeurteilungen diese fehlende "Führung" sogar stark bemängelt.
Das wünschenswerte Ziel wäre aber immer, alle im Sinne von Jean-Jacques Rousseau dazu zu bringen, nicht nur selber zu denken, dieses kund zu tun und danach zu handeln. |
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Dirk Bätjer |
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 | Re: ... | Verfasst am: 03.11.2011, 20:29 |
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| MichaelHA hat Folgendes geschrieben: |
Siegfried kann nun einmal nicht anders, als populistisch wider den Stachel zu löcken.
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Es steht dir jederzeit frei, mich argumentativ zu widerlegen.  |
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Siegfried
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Siegfried |
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 | ... | Verfasst am: 04.11.2011, 08:34 |
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Es gibt Staaten, wie Rußland und China, die allein wegen der Masse an Menschen, die sie regieren müssen, eine Demokratie entweder nur pro forma (wie in Rußland) oder gar nicht (wie in China) darstellen wollen. Unserem Verständnis von Staatsmacht widerspricht dies alles frontal. Und dennoch bleiben wir abhängig - und werden es noch mehr - von Staaten dieser Art, mit entweder halbseidener oder gar keiner Art von Demokratie.
Dies wird auch auf unsere in die Jahre gekommenen Demokratien, in Europa, seine Rückwirkung haben. Denn solange wir uns zu einer echten, identitären, direkten Demokratie, wie in der Schweiz nicht entschliessen können, so lange haben auch unsere Gewohnheitsdemokratien ein gewaltiges und deutliches Legitimationsdefizit.
Beste Grüße
MichaelHA |
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 | Re: ... | Verfasst am: 04.11.2011, 10:39 |
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| MichaelHA hat Folgendes geschrieben: |
Es gibt Staaten, wie Rußland und China, die allein wegen der Masse an Menschen, die sie regieren müssen, eine Demokratie entweder nur pro forma (wie in Rußland) oder gar nicht (wie in China) darstellen wollen. Unserem Verständnis von Staatsmacht widerspricht dies alles frontal. Und dennoch bleiben wir abhängig - und werden es noch mehr - von Staaten dieser Art, mit entweder halbseidener oder gar keiner Art von Demokratie.
Dies wird auch auf unsere in die Jahre gekommenen Demokratien, in Europa, seine Rückwirkung haben. Denn solange wir uns zu einer echten, identitären, direkten Demokratie, wie in der Schweiz nicht entschliessen können, so lange haben auch unsere Gewohnheitsdemokratien ein gewaltiges und deutliches Legitimationsdefizit.
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Den Zusammenhang zwischen "Direkter Demokratie" auf der einen Seite und Handelsbeziehungen zu Russland und China auf der anderen erkenne ich jetzt nicht.
Wenn ich deinen Text richtig verstanden habe, dann führen Handelsbeziehungen mit diesen Staaten zu einer Schwächung der Demokratie. Wie ist dann das umfassende Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China vom 28. Januar 2011 (Vertragsabschluss zwischen Schneider-Ammann, Vorsteher des Schweizer Volkswirtschaftsdepartements, und Chen Deming, chinesischer Handelsminister) zu verstehen? Seit 2002 ist China der wichtigste Handelspartner in Asien (6,7 Mrd Franken Export gegen 5,6 Mrd Franken Import). Bröckelt die Schweizer Demokratie? Schwer zu verstehen  |
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Siegfried
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 | ... | Verfasst am: 04.11.2011, 11:31 |
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MichaelHA |
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 | Re: ... | Verfasst am: 04.11.2011, 12:22 |
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| MichaelHA hat Folgendes geschrieben: |
@Siegfried
Es geht hier um das demokratische Legitimationsdefizit der alteuropäischen "Musterstaaten" - mit den jeweiligen Handelsabkommen mit China hat das rein gar nichts zu tun.
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ich bezog mich auf diesen Teil deiner Aussage:
| MichaelHA hat Folgendes geschrieben: |
Und dennoch bleiben wir abhängig [...] von Staaten dieser Art, mit entweder halbseidener oder gar keiner Art von Demokratie.
Dies wird auch auf unsere in die Jahre gekommenen Demokratien, in Europa, seine Rückwirkung haben. Denn solange wir uns zu einer echten, identitären, direkten Demokratie, wie in der Schweiz nicht entschliessen können, so lange haben auch unsere Gewohnheitsdemokratien ein gewaltiges und deutliches Legitimationsdefizit.
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Wir bleiben abhängig von Staaten wie Russland und China. Diese Abhängigkeit führt zu Rückwirkungen. Hätten wir, wie die Schweiz, eine direkte Demokratie, gäbe es solche Rückwirkungen nicht, die zu einem Legitimationsdefizit führen.
Meine Frage lautet also: Hat ein Staat mit direkter Demokratie aufgrund einer engen Wirtschaftsbeziehung zu Staaten wie Russland und China solche Rückwirkungen nicht zu fürchten? Oder besteht für direkte Demokratien und parlamentarische Demokratien eine gleichgeartete Gefahr?
Wie gesagt: Mir fehlt der Zusammenhang in deiner Aussage zwischen den Beiehungen zu Russland und China und der direkten Demokratie. |
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 | ... | Verfasst am: 04.11.2011, 14:09 |
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MichaelHA |
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 | | Verfasst am: 04.11.2011, 14:25 |
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Klaus D. Klimke |
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 | | Verfasst am: 04.11.2011, 15:20 |
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| Klaus D. Klimke hat Folgendes geschrieben: |
Griechische Stimmen:
"Mit so einem Empfang auf dem Krisengipfel in Cannes hätte er zurücktreten sollen. Sarkozy und Merkel haben über das griechische Referendum entschieden, ohne den griechischen Premierminister zu fragen. Es gibt nichts Peinlicheres für einen Premierminister, als das andere über innere Angelegenheiten seines Landes entscheiden."
"Ich verstehe einfach nicht, warum ganz Europa Angst vor einer Volksabstimmung hat: Haben sie Angst vor der Demokratie? Ich denke die Märkte herrschen über Europa. Es fehlen heute Politiker wie Jacques Delors und Helmut Schmidt. Seit gestern fühle ich mich nicht mehr so sehr als Europäer."
kann deine Wut gut verstehen ich hatte zwei Tage respekt vor dem Herrn das er das durchziehen wollte (wollte er wirklich?)
Ich denke- ja Sie haben Angst vor Demokratie!
zu Helmut ich verehre den Alten wirklich aber auch der Würde das nicht ändern - den seine Poltikauffassung gehen sicher nicht einher mit Basisdemokratie.
gruss Birgit
Mehr unter:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1596253/ |
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BirgitOehmig |
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