Titel: Vollkommene Macht
Autor: Jürgen Rupprecht
Verlag: BOD
ISBN: 978-3-8391-6222-4
Seiten: 108
Preis: 8,90€
Der Autor über das Buch:
Die Fortsetzung des ersten Buches, wieder ermitteln meine Polizisten auf ihre ganz eigene Weise.
Ich habe erneut versucht einen schlüssigen Krimi mit Humor zu paaren.
Klappentext:
Jede Zivilisation hat eine moralische Pflicht, neue Technologien der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Jede Regierung sollte dafür Sorge tragen, die Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten.Was aber zählen diese Werte, wenn ihnen wirtschaftliche Interessen entgegenstehen?Dieter Lanz erfährt am eigenen Leib, dass technische Neuerungen und Umweltschutz lebensgefährlich sein können …Sascha Weber und Klaus Steger, die beiden ungewöhnlichsten Ermittler der Pfälzer Polizei, haben einen Fall zu lösen, der bis in die höchsten Kreise von Wirtschaft und Politik reicht.
Inhalt:
Als Leseprobe:
PROLOG
Oliver Sturz stand vor der Dorfkneipe in Eschbach. Er zog hastig an
seiner Zigarette, schaute sich rasch um, aber die Straßen waren am
Mittag wie leer gefegt. Er nahm noch einen tiefen Zug, dann
schnippte er die Zigarette weg und betrat das Lokal. Es war
menschenleer; erst am Abend würden die Männer des Dorfes hier
zusammensitzen und Bier trinken. Im Radio begannen gerade die
15-Uhr-Nachrichten. Oliver langweilte es; seit Tagen immer dasselbe
– die Mauer ist gefallen, Honecker auf der Flucht – und er fragte
sich, ob auch noch wichtige Dinge auf der Welt passierten.
Die klapprige Holztür zur Küche öffnete sich und ein junger Mann
trat hinter den Tresen. Seine Miene erstarrte, als er Oliver sah.
„Heute ist der 17. November – Zahltag“, verkündete Oliver ruhig.
„3.000 Mark für die Sicherheit eures Lokals, ein Freundschaftspreis
in so unsicheren Zeiten!“ - „Sehen Sie sich doch um! 3.000 Mark
nehmen wir im ganzen Monat nicht ein!“
Oliver glaubte ihm sogar, aber er hatte einen Ruf zu verlieren und
wenn er bei einem nachgäbe, würden bald alle um Rabatt wimmern.
„Dein Vater, Junge, ist ein Idiot! Ich habe ihm die Fresse
eingeschlagen, er zahlt nicht. Ich habe ihm diesen Schuppen
zerlegt, er kapiert es nicht …!“
„Wir haben kein Geld!“, fiel ihm der junge Mann flehend ins Wort und
erstarrte, als er den Revolver in den Händen des Erpressers sah.
Sekunden später brach er tot zusammen. Oliver verstaute ruhig die
Waffe in der Innentasche seiner Lederjacke und verließ
gemächlichen Schrittes das Lokal. Hinter dem Haus stand sein
Chopper. Als er auf dem Motorrad den Ort verließ, wusste er, dass
er nie mehr zurückkommen würde.
I
Im Spätsommer 2008 war Benzin so teuer wie nie zuvor. Das und
wie man alternative Energien für den privaten Automobilverkehr
nutzen könnte waren Themen, die beim 3. Umweltkongress für
Verkehr auf der Tagesordnung standen. Das Treffen fand wie schon
zweimal zuvor im Fünf-Sterne-Hotel „Kurfürst Leopold“ in einem
noblen Vorort von Frankfurt statt. Teilnehmer waren hochrangige
Vertreter der Automobilkonzerne, namhafte Umweltschützer und
Doktoren und Ingenieure, die ihre neusten Entwicklungen
präsentieren sollten. Dieter Lanz war zum ersten Mal eingeladen
worden; er wollte eine Erfindung vorstellen, die, da war er sich
sicher, die Automobiltechnik revolutionieren würde.
Schon seit dem frühen Nachmittag waren Dutzende Reporter und
Fernsehteams auf dem Parkplatz des ehrwürdigen Hotels
versammelt; nur wenige von ihnen würden die Konferenz wirklich
live erleben.
Während Dieter Lanz in seinem Zimmer zum wiederholten Male
seinem Spiegelbild die Rede vorlas, die seinem Namen den Weg in
die Geschichtsbücher ebnen würde, stand Melanie Schuster, eine
junge Studentin, auf dem Parkplatz. Sie hatte langes blondes Haar,
hellblaue Augen und eine sportliche Figur, was ihr viele lüsterne
Blicke ihrer meist männlichen Kollegen einbrachte, die sich genauso
langweilten wie sie. Sie arbeitete, neben ihrem Studium in Politik
und Journalismus, als freie Reporterin bei der „Frankfurter Zeitung“.
Wie viele ihrer Kollegen hatte sie keine Einladung und so würde es
ihr Schicksal sein, bis zur offiziellen Pressekonferenz hier auf dem
Parkplatz auszuharren. Melanie überlegte, wie sie an der überall
präsenten Security vorbei doch noch ins Gebäude gelangen könnte.
Das könnte ihr Durchbruch werden und ihr größere und
bedeutendere Aufträge einbringen. Unbemerkt schlich sie zur
Rückseite des Hotels, wo sich ein stilvoller englischer Garten
befand. Als sie ein offenes Fenster im Erdgeschoss sah, überlegte
sie nicht lange, zog sich am Fenstersims hoch und fand sich in der
Küche des Luxushotels wieder. Hier herrschte rege Betriebsamkeit
und keiner schien sie zu bemerken.
In einem abgedunkelten Mercedes Vito saß Walter von Bergen und
beobachtete seine Überwachungsmonitore. Schon vor Tagen hatten
seine Mitarbeiter alle relevanten Stellen im Fünf-Sterne-Haus mit
Minikameras versehen. Von Bergen war Chef einer Spezialeinheit,
die sich aus dem gesamten Bundesgebiet rekrutierte und einzig dem
Innenminister unterstellt war. Er hatte seine erfahrenen Agenten
Markus Hirnmeise und Dario Scholz für diesen Auftrag gewählt.
Beide kamen aus der näheren Umgebung von Frankfurt und
kannten sich mit den örtlichen Gegebenheiten aus. Über sein
Headset gab er Hirnmeise den Einsatzbefehl. Er sah, wie seine
Beamten ihren Wagen verließen und geradewegs auf die prunkvolle
Eingangstür des Luxushotels zugingen. Sie wurden ohne Probleme
eingelassen. Von Bergen widmete sich wieder seinen Bildschirmen.
Auf Monitor drei sah er, wie seine Agenten gerade die Rezeption
passierten, dann fiel sein Blick auf Monitor elf. Eine junge Frau
rannte durch einen Korridor im Erdgeschoss, zwei schwergewichtige
Männer der Security waren ihr auf den Fersen. Die Frau flüchtete ins
Treppenhaus. Als sie dieses im dritten Obergeschoss verließ, stieß
sie einen Blumentopf um. Walter fluchte leise, als ein Bildschirm nur
noch Teppichfasern zeigte. Ausgerechnet die Kamera vor der Tür
der Zielperson musste sie umwerfen! Frustriert schlug er mit den
Fäusten auf das Steuerpult. |
|
_________________ Jürgen Rupprecht - Kaffeesüchtiger aus Baden
Verbrochen habe ich:
Die Leiche im Sumpf ---
(ISBN:9783837094077)
Vollkommene Macht ---
(ISBN:9783839162224)
*schäm*
http://rupprecht-autor.de/ |
|
| |
|
Jürgen R |
| |
| Anmeldedatum | 24.04.2009 | | Beiträge | 114 | | Wohnort | Neckarhausen | |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|