 | | Verfasst am: 12.08.2010, 12:03 |
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| FraRa hat Folgendes geschrieben: |
Ist ein Schwein denn nicht Bio bis in die letzte Borste? |
Theoretisch ja. Kommt drauf an, mit was es gefüttert wird. Dann gibts ja immer noch die Antibiotikabelastung...
Aber - egal, ob bio oder nicht bio - was hat das Schwein (oder Anteile davon) in meinem Brot zu suchen?
Brot im Schwein: OK
Schwein im Brot: nicht OK  |
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Torsten Buchheit |
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 | | Verfasst am: 12.08.2010, 12:21 |
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Hallo Zusammen,
also ob es jetzt Schwein oder Geschmacksverstärker, die appetitanregend wirken, oder auch Glokosesirup, der ohne Probleme aus minderwertigen Rohstoffen hergestellt werden kann, meiner Meinung nach sollte nichts davon in meinem Essen sein.
Ich kaufe seit einer Zeit eben auch hauptsächlich bio. Vor 4 Monaten wurde ich darauf gestoßen, dass der Biobauer hier in der Gegend einmal die Woche liefert. Frischer würde ich meine Lebensmittel außer aus dem eigenen Garten nirgends kriegen und den habe ich nicht.
Vielleicht esse ich frisches Gemüse mit Läuse oder Schneckeneier aber bestimmt sind da keine Schweineborsten drin.
LG
Ereschkigal
PS Wer nicht nur Gemüse sondern auch Unkräuter im Garten hat, viele Unkräuter sind essbar. Hier gibt es super viele Rezepte dazu.
http://www.amazon.de/Meine-wilde-Freude-vielf%C3%A4ltig-zubereiten/dp/383707773X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1281608356&sr=8-1 |
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Ereschkigal |
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 | | Verfasst am: 13.08.2010, 14:51 |
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Ich habe noch etwas: Was verbirgt sich zum Beispiel unter dem Begriff "tierische Nebenprodukte"
naaaa?
Schnäbel, Krallen usw.!!
Lecker,oder?
Bohren wir lieber nicht tiefer, denkt an den Tierarzt aus den Niederlanden, der die Skandale in der Fleischindustrie/Futtermittelindustrie aufdecken wollte.
Der ist erschossen worden.
Von wem blos?
Jacqueline |
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(wo es auch zu meinen Büchern geht) |
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Jacqueline Ehmke |
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 | | Verfasst am: 13.08.2010, 15:11 |
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| Torsten Buchheit hat Folgendes geschrieben: |
Wir habe die Zutatenlisten von allen Bioprodukten mit der Lupe durchgelesen. Nur natürliche Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau (die Hersteller scheinen da ja echt Ehrgeiz zu haben, nichts Konventionelles reinzubringen). |
Nur mal ein Beispiel, was sich hinter "Bio-Anbau" verstecken kann:
Wer als Bio-Bauer einen vernünftigen Ertrag aus dem Boden gewinnen will, benötigt Dünger. Allgemein bekannt sind vor allem zwei Arten von Bodendünger:
Der industriell hergestellte Kunstdünger wird aus anorganischen Stoffen wie Salzen hergestellt - und verbietet sich deshalb für den Bio-Bauern, da diese Salze das Grundwasser belasten.
Die eigentlich streng biologischen Verdauungsprodukte der Tierhaltung - allgemein bekannt als Gülle - sind zwar keine Kunstdünger, belasten die Natur durch den notwendigen massiven Einsatz ebenfalls erheblich.
Eine dritte und relativ unbekannte Form des Düngers kommt in der Bio-Landwirtschaft mehr und mehr zum Einsatz. Hier handelt es sich um Horndünger, der für den Boden pH-neutral ist, einen Stickstoffgehalt von 12 bis 15% (zum Vergleich: Künstdünger 26%) aufweist und durch seinen hohen organischen Anteil gut vom Boden abgebaut werden kann. Horndünger wird aus zerschrotetem Horn von Schlachtvieh gewonnen, insbesondere aus Hufen und Hörnern von Rindern, aber auch aus Klauen und Haaren von Schweinen.
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 13.08.2010, 15:38 |
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Hallo Siegfried,
es gab mal einen netten Betrag im Fernsehen, was alles in den Hot Dog Würstchen drin ist.
Du würdest nie mehr einen Hot Dog essen, wenn Du den Film gesehen hättest.
Man nehme alle Abfälle die man in einer Metzgerei finden kann,
(Haare, Blut, Knochen, Innereien, Haut usw.)
dazu einen guten kräftigen Fleischwolf, der auch die Haare unsichtbar macht und vergesse ja nicht die richtigen Geschmachsverstärker und Aromastoffe.
Die Hot Dog sollen ja nicht gleich wieder ausgespuckt werden.
Mahlzeit!  |
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 | | Verfasst am: 13.08.2010, 16:42 |
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| Richymuc hat Folgendes geschrieben: |
es gab mal einen netten Betrag im Fernsehen, was alles in den Hot Dog Würstchen drin ist.
Du würdest nie mehr einen Hot Dog essen, wenn Du den Film gesehen hättest.
Man nehme alle Abfälle die man in einer Metzgerei finden kann,
(Haare, Blut, Knochen, Innereien, Haut usw.)
dazu einen guten kräftigen Fleischwolf, der auch die Haare unsichtbar macht und vergesse ja nicht die richtigen Geschmachsverstärker und Aromastoffe.
Die Hot Dog sollen ja nicht gleich wieder ausgespuckt werden.
Mahlzeit!  |
Letztlich ist doch nicht die Form ("wie sieht die Nahrung aus?") die entscheidende Größe, sondern der Elementarbaustein.
Du kennst vermutlich die Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" ... Schon mal darüber nachgedacht, wie 400 Mann Besatzung bei einem mehrjährigen Einsatz verpflegt werden?
Nun, bei "Raumschiff Enterprise" ... äh ... zirkuliert ... äh ... die Nahrung. Kein Witz - das ist in den Konzeptionsunterlagen zur Serie nachzulesen. Und das ist eigentlich auch ganz schlüssig.
Letztlich bestehen Nahrungsmittel aus ganz bestimmten Bausteinen: Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Vitamine und noch so einige Dinge. Wenn man also aus Resten (und dazu gehören auch Verdauungsreste) diese Elementarbausteine herauslösen und wieder neu zusammensetzen kann, wäre ein großes Problem der Menschheit, nämlich die Lebensmittelversorgung, gelöst. Letztlich düngen ja auch tote Tiere das Getreide, das wir dann als Brot verzehren ...
Wir müssen ja nicht zur Lösung "Soylent Green" kommen ...
Grüße
Siegfried |
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Siegfried |
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 | | Verfasst am: 13.08.2010, 16:42 |
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| Siegfried hat Folgendes geschrieben: |
Eine dritte und relativ unbekannte Form des Düngers kommt in der Bio-Landwirtschaft mehr und mehr zum Einsatz. Hier handelt es sich um Horndünger, der für den Boden pH-neutral ist, einen Stickstoffgehalt von 12 bis 15% (zum Vergleich: Künstdünger 26%) aufweist und durch seinen hohen organischen Anteil gut vom Boden abgebaut werden kann. Horndünger wird aus zerschrotetem Horn von Schlachtvieh gewonnen, insbesondere aus Hufen und Hörnern von Rindern, aber auch aus Klauen und Haaren von Schweinen.
Grüße
Siegfried |
Hornspäne verwende ich schon seit 30 Jahren als Dünger im Garten. Keine Probleme. Gibts in jedem Baumarkt. Steht auch in meinem Gartenlexikon, wenn ich mich richtig erinnere...
PS: Doch, gibt Probleme. Ich muß mir immer eine Leiter ausleihen, wenn ich die Erdbeeren ernte...  |
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Torsten Buchheit |
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 | | Verfasst am: 13.08.2010, 17:58 |
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Etwas zur Ehrenrettung der armen Sau:
Metzelsuppenlied
Wir haben heut nach altem Brauch
Ein Schweinchen abgeschlachtet;
Der ist ein jüdisch ekler Gauch,
Wer solch ein Fleisch verachtet.
Es lebe zahm- und wildes Schwein!
Sie leben alle, groß und klein,
Die blonden und die braunen!
So säumet denn, ihr Freunde, nicht,
Die Würste zu verspeisen,
Und laßt zum würzigen Gericht
Die Becher fleißig kreisen!
Es reimt sich trefflich: Wein und Schwein,
Und paßt sich köstlich: Wurst und Durst,
Bei Würsten gilt's zu bürsten.
Auch unser edles Sauerkraut,
Wir sollen's nicht vergessen;
Ein Deutscher hat's zuerst gebaut,
Drum ist's ein deutsches Essen.
Wenn solch ein Fleischchen, weiß und mild,
Im Kraute liegt, das ist ein Bild
Wie Venus in den Rosen.
Und wird von schönen Händen dann
Das schöne Fleisch zerleget,
Das ist, was einem deutschen Mann
Gar süß das Herz beweget.
Gott Amor naht und lächelt still
Und denkt: nur daß, wer küssen will,
Zuvor den Mund sich wische!
Ihr Freunde, tadle keiner mich,
Daß ich von Schweinen singe!
Es knüpfen Kraftgedanken sich
Oft an geringe Dinge.
Ihr kennet jenes alte Wort,
Ihr wißt: es findet hier und dort
Ein Schwein auch eine Perle.
Ludwig Uhland |
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